Das ewige Leben

 

„Am Abend aber dieses ersten Tages der Woche (dem 3. Tag nach der Kreuzigung), als die Jünger versammelt und die Türen verschlossen waren aus Furcht vor den Juden, kam Jesus und trat mitten unter sie und spricht zu ihnen: `Friede sei mit euch!´ Und als Er das gesagt hatte, zeigte Er ihnen die (durchbohrten) Hände und Seine (wunde) Seite.“ (Johannes 20,20)

 

„Da öffnete Er ihnen das Verständnis, so dass sie die Schrift verstanden, und sprach zu ihnen: `So steht’s geschrieben, dass Christus leiden wird und auferstehen von den Toten am dritten Tage.´“ (Lukas 24,45)

 

Da vor Gott „tausend Jahre wie ein Tag“ sind (Psalm 90), deutet dieses Wort auf diese Zeit des beginnenden dritten Jahrtausends, dem Wassermannzeitalter, hin.

 

 

Die Auferstehung

In der Auferstehung ist der Tod überwunden.

 

„Mit Ihm seid ihr auferstanden durch den Glauben aus der Kraft Gottes, der Ihn auferweckt hat von den Toten.“ (Kolosser 2,12)

„Und siehe, Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ (Mathäus 28,20)

 

 

 

Christi Himmelfahrt

 

„Ihnen (den Aposteln) zeigte Er sich nach Seinem Leiden durch viele Beweise als der Lebendige und ließ Sich sehen unter ihnen vierzig Tage lang und redete mit ihnen vom Reich Gottes. Und als Er mit ihnen zusammen war, befahl Er ihnen, Jerusalem nicht zu verlassen, sondern zu warten auf die Verheißung des Vaters, die ihr, so sprach Er, von Mir gehört habt; denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt mit dem Heiligen Geist getauft werden nicht lange nach diesen Tagen.(…)  Und als Er das gesagt hatte, wurde er zusehends aufgehoben, und eine Wolke (Schechina)  nahm Ihn auf vor ihren Augen weg.“ (Apostelgeschichte 1,5-11)

 

Nachdem Jesus in den Himmel aufgefahren war, sendete Er den Gläubigen Seinen heiligen Liebegeist, wie Er es versprochen hatte: Der „Tröster“ würde sie in alles weitere leiten. (Johannes 14,26)

 

 

Pfingsten

 

„Und es erschienen ihnen Zungen zerteilt, wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen, und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an, zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.“ (Apostelgeschichte 2,3-4)

 

Plötzlich waren Ihre Worte von der Kraft Gottes erfüllt. Offenbar fand in ihnen die Umkehrung der `Babylonischen Sprachverwirrung´ statt.

 

 

 

Plötzlich verstanden sie, was das Wort bedeutet: „Lass Dein Licht über uns leuchten!“ Denn durch das Scheitel-Chakra (kurz oberhalb des Kopfes) fließt dieses Licht des Geistfeuers in uns hinein und durch uns hindurch. Dies ist auch der Grund, warum die Alten Meister die Heiligen mit „Heiligenschein“ um den Kopf herum malten.

 

Plötzlich und unvorhergesehen verwirklichten sich in den Gläubigen durch die Kraft des Heiligen Geistes wunderbare Gaben: sie fanden in sich Weisheit, hatten Erkenntnis, konnten Krankheiten heilen, sprachen prophetisch, unterschieden die Geister, sprachen in Zungen und legten diese Rede aus. Kurz: sie hatten plötzlich Wunderkräfte.

 

 

Der Heilige Geist

Nun ist der Heilige Geist kein Privileg des Christentums. Als die „Kraft des Heiles und des Lebens“ ist Er allen Kulturen unter verschiedenen Namen bekannt. Die Inder nennen diesen Liebekraftstrom `Shakti´ oder `Chit-Agni´ (Geistfeuer); von den Chinesen wird diese Kraft aller Kräfte `Chi´ – und von den Japanern `Ki´ genannt.

 

„Dieses Agni oder Chit-Agni ist überall dasselbe. Wir sprechen von der herabkommenden Kraft, der aufsteigenden Kraft, der inneren Kraft, wir reden von der mentalen Kraft, der vitalen oder materiellen Kraft, doch es gibt keine zig verschiedenen Kräfte – es gibt allein Eine Kraft auf der Welt, einen einzigen Strom, der uns und alle Dinge durchdringt (…) der Grundstoff, die fundamentale Substanz des Universums: Bewusstseinskraft, Chit-Agni.“ (Satprem „Das Abenteuer des Bewusstseins“)

 

„Es sind mancherlei Gaben; aber es ist ein Geist. Und es sind mancherlei Ämter; aber es ist ein Herr. Und es sind mancherlei Kräfte; aber es ist ein Gott, der da wirkt alles in allem. In einem jeglichen erzeigen sich die Gaben des Geistes zum allgemeinen Nutzen. Einem wird gegeben durch den Geist, zu reden von der Weisheit; dem andern wird gegeben, zu reden von der Erkenntnis nach demselben Geist; einem andern der Glaube in demselben Geist; einem andern die Gabe, gesund zu machen in demselben Geist; einem andern, Wunder zu tun; einem andern Weissagung; einem andern, Geister zu unterscheiden; einem andern mancherlei Sprachen; einem andern, die Sprachen auszulegen. Dies aber alles wirkt derselbe eine Geist und teilt einem jeglichen seines zu, nach dem Er will.“ (1 Korinther 12)

 

Der Heilige Geist ist also jene Energie, mit der Gott das All erschuf und nach Seinem göttlichen Schöpfungsplan zielvoll entwickelt und erhält – lebendig erfahrbar in jedem von uns, der sich in Konzentration und Kontemplation dieser Kraft der Kräfte in sich bewusst werden mag.

 

 

Das energetische Wesen der Seele

Die größte Erfahrung, die wir auf dieser Erde machen können, ist die Selbsterfahrung unseres seelischen Wesens. Dies ist die eigentliche Aufgabe unseres diesirdischen Lebens und der Grund unseres Hierseins. Diese Erfahrung verbindet uns durch die Lebenskraft des Heiligen Geistes mit unserem unsterblichen Wesen. Denn der Mensch ist zuerst ein energetisches Wesen – Licht. Seine Körperorgane sind nur grobstoffliche Entsprechungen seiner feinstofflichen Seelen-Organe.

 

 

 

Die Sieben Hauptbewusstseins-Zentren unserer unsterblichen Seele (Chakren) – jedes einzelne in seiner ganz besonderen Farb- und Lichtschwingung – gleichen strahlenden Sonnen wenn sie vom Heiligen Geist geweckt werden. Dieser Heilige Geist – die Kraft des Heiles – ist immer da. Wann immer wir Seine Inspiration dankend zu empfangen bereit sind, ist Er da, als hätte Er nur darauf gewartet Sich zu schenken.

Die innigste Meditation ist, diese heilbringende Kraft segnend durch sich hindurchfließen zu lassen. Über alle räumliche Distanzen hinweg erreicht sie zielgenau jene, die wir segnen. (Wenn sie den Segen denn annehmen wollen, ansonsten kehrt der Segen zu dem Segnenden zurück.

 

Der Sohn Gottes

Die allermeisten Christen aber (deren Zahl man weltweit mit 2,26 Milliarden angibt) glauben vielleicht an ein höheres Wesen und gedenken zu Weihnachten des Christkindes mit einem Lied. Und mögen viele auch fromme Kirchgänger sein, die sich allsonntäglich in den „Gotteshäusern“ den rituellen Liturgien hingeben und den Litaneien des Vorbeters mit innigem „Erbarme Dich unser!“ antworten: eine lebendige Erfahrung geistiger Wiedergeburt und der Kraft des Heiligen Geistes haben nur die Wenigsten. Denn es nützt nichts, alljährlich der Geburt des Jesuskindes in einem Stall in Bethlehem vor mehr als 2000 Jahren zu gedenken, wenn Jesus nicht im eigenen Herzen geboren ist. Es nützt der Glaube an die Göttlichkeit des Mensch gewordenen Gottes wenig, wenn nicht die Göttlichkeit in uns selbst erwacht.

„Was nützt es uns,“ fragt Meister Ekkehard, „wenn wir einen reichen Bruder haben?“

 

„Ich harre jeder Seele. Wohl habe Ich ihr vergeben, aber noch nicht alles gegeben, da sie noch nicht bereit ist, alles zu nehmen. So ist Mein letzter Sieg erst, wenn alle annahmen, was Ich bereit war ihnen zu geben.“  (Jesus durch Johannes Widmann)

 

 

gustave dore

 

 

Kinder Gottes

 

Jesus sagt: „Der Vater und Ich sind Eins.“

Ja, Er ist Eins mit der Liebe, Wahrheit und Freude Gottes – wie auch wir mit dem Liebe-, Wahrheits- und Freudegeist des Vaters Eins sind.

 

“Wahrlich”, sagt Jesus: “Wer an Mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die Ich tue, und wird größere als diese tun; denn Ich gehe zum Vater.“ (Johannes 14,12)

 

„Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst. Wer überwindet (die vermeintliche Trennung von Gott), der wird es alles ererben, und Ich werde sein Gott sein, und er wird Mein Sohn sein.“ (Off. 21,6-7)

 

„Meine Lieben, wir sind schon Gottes Kinder; es ist aber noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden. Wir wissen aber: wenn es offenbar wird, werden wir Ihm gleich sein; denn wir werden Ihn sehen, wie Er ist. Und ein jeder, der solche Hoffnung auf Ihn hat, der reinigt sich, wie auch Jener rein ist.“ (Johannes 3,2)

 

„Seht, welche Liebe uns der Vater erwiesen hat, dass wir Gottes Kinder heißen sollen – und wir sind es auch!“ (1.Johannes 3,1)

 

„Seht,“ sagt Jesus, „das Himmelreich ist inwendig in euch.“

 

 

 

Die Juden

Nur wenige Juden haben bis heute diesen christlichen Messias erkannt, wie es schon im Alten Testament prophezeit war (siehe Jesaja 53). Die meisten glauben allerdings bis heute nicht, dass Jesus der Verheißene und von Gott Gesalbte war. Das Erscheinen ihres `Messias´ stellen sie sich großartiger und gewaltiger vor, als den in ihren Augen eher unrühmlichen Lebenswandel des Nazareners, der wohl unter denkwürdigen Umständen, aber ärmlich in einem Stall zur Welt kam und schließlich als Volksaufwiegler am Kreuz starb.

Es müsste doch mit Welt bewegenderen, die Erde aufrüttelnden Zeichen einhergehen, wenn das verheißene Licht Gottes die Nacht des Menschen erhellen würde (– zumindest müsste die Macht Gottes aller Welt die Stärke und Vollkommenheit der Juden zeigen).

 

„Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat’s (noch immer) nicht ergriffen.“  (Johannes 1,5)

 

 

 

Die Weltreligion

Jeder Gläubige, gleich welcher Religion, ist von deren Sprache und Bildern in seinen Anschauungen der existentiellen Fragen des Lebens und Sterbens geprägt, wie auch im Hinblick auf die Hoffnungen und Ängste, die das Ende der Welt und die Erwartungen vom `Jenseits´ betreffen. Welche Gültigkeit aber haben die Glaubensinhalte einer bestimmten Religion für die anderen Religionen und die übrige Menschheit?
Wie bei den tausenden von Sprachen, die in der Welt gesprochen werden, in jeder einzelnen – mehr oder weniger tief verborgen, Relikte und Erinnerungen an die einstige Ursprache erhalten sind, fragt es sich, ob nicht die allenthalben vorhandenen Gemeinsamkeiten der Religionen dereinst dazu führen könnten, sich der allen gemeinsamen Wurzeln des Urevangeliums gänzlich zu erinnern. Einer `Geeinten Menschheit´ jedenfalls müsste die Überwindung der Grenzen der Glaubensrichtungen vorangehen, die zumindest Alleinvertretungsansprüche und Intoleranz überwindet.

Hinsichtlich der Jenseitserwartungen und unterschiedlichen Vorstellungen vom Leben nach dem Tode, an das ja alle Gläubigen gleich welcher Religion glauben, würde man sich vielleicht noch einigen können: Ob im islamischen Paradies, im christlichen Himmel, im buddhistischen Alles und Nichts, im Aufgehen im hinduistischen Brahman (der Weltenseele) oder dem Aufstieg der Seele ins Krishna-Bewusstsein zu jenem reingeistigen Ort im Überkosmos, wo die stetig wachsende Freude der Gegenwart für immer währt: Man könnte dies vertrauensvoll Gott überlassen, der als Schöpfer und Erhalter allen Lebens sicher auch für jeden Menschen gemäß dessen individueller Entwicklung einen angemessenen Ort in der Ewigkeit weiß.

 

„In meines Vaters Haus sind viele Wohnungen.“ (Nämlich jedes Menschen Herz).

 

Auch darauf könnten sich die Weltreligionen vielleicht verständigen: dass Gott die Liebe, Wahrheit und Freude ist.

Doch wer würde schließlich der (ebenfalls von allen Religionen erwartete) Retter und Erlöser der Welt sein?

 

Der Saoshyant des Zarathustra?

Oder der Maitreya-Buddha der Buddhisten?

Oder die zehnte und letzte Inkarnation von Vishnu: Kalki der Hinduisten?

Oder der Zwölfte Imam der shi’itischen Moslems?

Oder ein neuer jüdischer Messias?

Oder sonst einer der vielen selbst ernannten `Heilsbringer´ der Welt?

Oder eben doch der Christus – als der in unseren Herzen aufgehende Morgenstern?

 

Andreas Klinksiek

 

Die spirituelle Geschichte der Menschheit

Spirituelle Zeitreise

Reise durch die Zeit in die Ewigkeit

Bestellung:

 Paperback     16.00 €     978-3-7323-2239-8

Hardcover     24.00 €    978-3-7323-2240-4

e-Book             8.00 €     978-3-7323-2241-1

Herausgeber:

KreuzKugel Emblem AKADEMIE DER HARMONIK

 

SinnverlagEmblemBücher mit Sinn

DruckVerlags GmbH Hamburg