Das „Schein-Ich“

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Der ständig wertende und urteilende Verstand zieht immer wieder aus dem Frieden der Mitte des Herzens in das bipolare Schattenspiel des „ich habe Recht – und Du bist falsch“ hinab. Als ob man den Kopf unter einer dichten Wolkendecke – und vergessen hätte, dass darüber der Himmel blau ist und die Sonne scheint. Dies kennt jeder Mensch, der sich selbst aufmerksam als stiller Betrachter des eigenen Schauspiels auf der Bühne des Lebens beobachtet.

Im Widerstreit der Pole sind wir immer hin- und hergeworfen. Dieses Hinabtauchen in die Zwei-fel der bipolaren Welt geschieht immer zu jenen Zeitpunkten, wo uns an einem Anderen etwas stört, was wir uns selber versagt haben, weil es „nicht sein durfte“. Weil wir aufgrund familiärer, schulischer und gesellschaftlicher Normen nicht sein durften wie wir sind, programmierten wir damals unseren Verstand: „Wenn du angenommen werden willst, dann verhalte dich nicht so, wie du bist, sondern so, wie `Sie´ dich haben wollen.“ Das ist der Grund aller Unvollkommenheit der Welt: Wir können uns nicht lieben, so wie wir sind, weil wir dies selber vergessen haben – und können deshalb auch Andere nicht annehmen, so wie sie sind. Vergessen – unsere – und die Göttlichkeit der Anderen, weil wir uns Selbst von Gott getrennt erleben, anstatt uns der hellen Wirklichkeit des Eins-mit-Allem-Seins zu freuen. Durch die frühkindliche Konditionierung, unsere Aufmerksamkeit fast ausschließlich auf den Verstand zu richten, hält sich der Mensch dann irgendwann fälschlicherweise für seinen Verstand und vergisst mehr und mehr sein ewiges Seelenwesen.

 

Das Rufen unserer inneren Stimme und das Ziehen unserer Sehnsucht zur Verwirklichung unseres Vereinigungszieles kommt von unserem vollkommenen Geist, der sich mit unserer Seele in unserem körperlichen Wesen einen will, um mit uns für immer heil und ganz zu sein. (Was wir jenseits unserer illusionären Wahrnehmung der Schein-Wirklichkeit selbst-verständlich schon immer waren und immer sein werden. Nur haben wir unser wahres Wesen durch die fälschliche Identifikation mit unserem „Schein-Ich“ vergessen).

 

 

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Solange wir noch der falschen Vorstellung verhaftet sind, wir seien unser konditionierter Verstand, kann das höhere Selbst in unserem herzentfremdeten Wesen keine Resonanz finden. Dies bringt Manche dazu, ihren sich unaufhörlich im Kreise drehenden Verstand, weil er sie nicht zur Ruhe kommen lässt, zu hassen. Weil sie in ihm die Wurzel allen Sich-von-sich-Selbst-getrennt-Erlebens sehen, beginnen sie schließlich gegen ihren Verstand zu kämpfen.

 

Nein! Wir haben es nicht nötig gegen irgendetwas in uns zu kämpfen. Auch der Verstand als unser Gehirn-Computer ist als weltliches Orientierungs-Organ sehr nützlich. Nur von der Ewigkeit versteht er eben nichts und kann deshalb auch keinen Begriff von unserem ewigen Seelenwesen haben. Für das niedere Mental des konditionierten Verstandes ist nur Jenes wahr, was er sehen, anfassen, zählen, wiegen und messen kann. Mehr braucht diese unterste Mentalebene des Bewusstseins auch nicht zu können, denn sie ist nicht mehr als unser Navigations-Instrument, um uns in der bipolaren Welt zurechtzufinden. Ein Problem entsteht erst dann, wenn wir uns fälschlicherweise mit diesem Organ unseres Organismus identifizieren. In Wirklichkeit  sind wir unendlich viel mehr, als der Verstand verstehen kann. Sein Erkennen ist begrenzt auf die Erfahrungswelt von Raum und Zeit. Er kann sich nur innerhalb der Gegensätze der Polaritäten von Plus und Minus, Schwarz und Weiß, Frau und Mann definieren.

 

Die irrtümliche Identifikation des Schein-Ichs mit dem Verstand reduziert das ganzheitliche Wesen des Menschen auf seine bloßen Verstandes-Funktionen. Von der Liebe jedoch versteht der Verstand als raum-zeitliches Orientierungsorgan rein gar nichts. Der Verstand kann nicht lieben. Das ist nicht seine Aufgabe. Er kennt bezüglich der Liebe lediglich Konzepte und Kosten-Nutzen-Rechnungen.

Zum Erkennen des Wesens der Liebe benötigt der Verstand die Anleitung des Herzens. Dann vermag auch er zu erkennen, dass unser wahres Wesen göttliche Liebe von Ewigkeit ist.

 

 

ANDREAS KLINKSIEK

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