3 (Die Drei)

3

Horus (altägyptisch)

Heiliger Geist (christlich)

Shakti (vedisch)

Die Zahl der Dreieinigkeit

Im alten Ägypten wurden die ersten drei Zahlen, Buchstaben und geometrischen Formen durch die Dreieinigkeit der göttlichen Familie Osiris, Isis und Horus symbolisiert.

Im Christentum ist die Trinität „Vater (1), Sohn (2) und Heiliger Geist (3)“ synonym mit den vedischen Sinnbildern der Dreiheit des Lebensfeuers Agni (1), das ohne das Licht (2) unsichtbar wäre. Vom Licht des Feuers Agni geht die Wärme (3) aus: die Lebensenergie Shakti.

Aus dem dritten Akt der Schöpfung geht aus der Überschneidung der 3 Sphären die geometrische Form des Dreiecks (bzw. räumlich des Tetraeders) hervor, aus dessen Vervielfachung alle geometrischen Körper entstehen.

Dreieck

In der Statik architektonischer Konstruktionen gilt das Dreieck als die stabilste Verbindung. Buckminster Fuller wies in den 70er Jahren des 20. Jahrhundert nach, dass sich die ganze Schöpfung aus der Geometrie des Dreiecks aufbaut. Dieses Prinzip spiegelt sich auch in den drei Dimensionen des Raumes  und der Zeit, sowie den drei Grundfarben, aus denen alle anderen Farben entstehen. In der Astrologie zählt das Trigon (120°) als die günstigste Konstellation.

Schon mit ihrer Erscheinlichkeit zeigt die Zahl 3 durch die Verbindung von 2 Kreisen mit 3 Endpunkten die Dreiheiten `Anfang – Mitte – Ende´ und `Unten – Mitte – Oben´ an. So stellt sie durch ihre typographische Symbolik das universelle Verhältnis von Zukunft – Gegenwart und Vergangenheit, wie auch die 3 räumlichen Dimensionen von `Länge – Breite und Höhe´ und die 3 psychischen Dimensionen von `Denken, Fühlen und Wollen´dar.

Sowohl die drei Konjugationsformen des Verbs, als auch die drei Deklinationen des Substantivs und des Adjektivs sind in diesem Dreiklang der Dreiheiten der sprachliche Spiegel der Dreieinigkeit.

In der Harmonik erklingt – in der Oktave zwischen Zwei und Vier – die Drei als Quinte durch die Drittelung der Saite des Monochords. So bringt sie sich gleich mit zwei neuen Ton-qualitäten zu Gehör. (Bezogen auf den Grundton „c“ mit dem Unterton „f“ und dem Oberton „g“). Mathematisch ist der Abstand von der Drei zur Zwei zwar gleich weit entfernt wie zur Vier – musikalisch aber teilt die Dreiteilung der Saite die Oktave in zwei ungleiche Teile: Die Quinte und die Quarte. Mit diesem Auftritt der Drei als Quinte ist bereits der Keim für alle weitere harmonikale Entwicklung gelegt. Denn wie die Betrachtung des Quintenzirkels zeigt, entsteht durch die Potenzierung der Drei in immer neuen Quinten die Zwölfteilung des Tonraumes. Somit ist durch die erste Dreiheit der Zahlen bereits der gesamte Klangkosmos angelegt. Die schöpferische Kraft der Drei potenziert sich in der Sechs (Zwölf, Vierundzwanzig  …). Insofern sind alle die sich unendlich fortsetzenden Tonzahlen im Weltenraum Emanationen der ersten Dreiheit.

Diese erste Dreiheit der drei Dreiheiten der 9 Grundzahlen ist nach der Kabbala geistig, die zweite Dreiheit bezieht sich auf die seelische – und die dritte Dreiheit auf die körperliche Wirklichkeitsebene. Die erste Dreiheit 1, 2 und 3 zeigt wie sich der göttliche Geist im Urbild `Mensch´ zum Ausdruck bringt. Nach kabbalistischer Anschauung schließt die 3 die erste Dreiheit ab, die der Geistwelt entspricht. Sie umfasst die 1 (= Geist), die 2 (= Reflex der Seele im Geist); und die 3 (= Reflex des Körpers im Geist). Aus dem Zusammenspiel von Geist (1) und Seele (2) entsteht die Verwirklichung der Schöpfung (3).

 

Im `Geist-Seele-Körper-Wesen Mensch´ spiegelt sich die `göttliche Dreieinigkeit´ von `Vater, Sohn und Heiliger Geist´. Diese 3 untrennbar verbundenen Sphären des einen Ganzen bilden in allen Religionen (wenn auch unter verschiedenen Bildern und Begrifflichkeiten) das Fundament aller Lebensbetrachtung und Gottesanbetung. Nicht zufällig begreift die vedische, ägyptische, jüdische und christliche Mystik das Prinzip der „Dreieinigkeit“ als die Wirklichkeit Gottes. Die Drei, als Ergebnis der Addition der ersten beiden Zahlen (1 + 2 = 3), wird als Erfüllungszahl göttlicher Schöpfungsabsicht wirksam als die weltengestaltende Kraft. Sie geht als „Heiliger Geist“ vom „Vater“ und dem „Sohn“ aus. Zur Veranschaulichung dieser häufig missverstandenen Einheit von scheinbar 3 unterschiedlichen Personen, diene folgendes Bild: die an sich unsichtbare Feuer-flamme (Gottvater), – deren Licht (Gottsohn) und ausstrahlende Wärme (Der Heilige Geist), sind ebenso untrennbar Eins, wie das Wasser in seinen 3 Aggregatzuständen, das ja doch immer Wasser bleibt, gleich ob es in gefrorenem Zustand fest, in temperiertem Zustand flüssig – oder in erhitztem Zustand gasförmig ist.

Im Zusammenwirken dieser `Trinität´ schafft die 3, als die Kraft des Heiligen Geistes (indisch: “Shakti“; chinesisch: “Chi“; japanisch: “Ki“; …) in seiner Einwirkung auf alles Geschaffene die Überwindung alles scheinbar Trennenden der Welt durch die Verbindung mit dem Vater (1) und dem Sohn (2). Somit gilt die Zahl 3 als das Bindeglied zwischen Eins und Zwei und wird somit zur Erfüllungszahl der ersten Dreieinheit. Als Resultat von 1 + 2 bedeutet die 3 die ausführende schöpferische Tätigkeit, in der sich die Kraft der geistigen Unterscheidung mit der seelischen Bildekraft der Ideen zur Tat verbindet.

 

Die 3 ist auch die Zahl der Rückverbindung der bipolaren 2 zum Eins mit Allem Sein (1): In der Kraft des Geistes des Heiles   (= des Heil-, Ganz- und Eins-Seins) erwacht das Sich Selbst vergessen habende Wesen aus dem sich irrtümlich von Gott getrennt Erleben zum Bewusstsein Seiner ursprünglichen Göttlichkeit. Indem die bipolare 2 aus ihrem bisherigen Gegensatzdenken und Getrennterleben in die Erkenntnis der gegenseitigen Ergänzung ihrer beiden Pole erhoben wird, gelingt durch die Realisierungskraft des Heiligen Geistes (3) die Umgestaltung der körperlichen Verhältnisse der materiellen Welt.

Dies führt zur Verwirklichung des Neuen Menschen auf der Neuen Erde.

 

 

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