8 (Die Acht)

8

Zahl der göttlichen Oktave

Die 8 geht um Eins über die Sieben hinaus. Sie überschreitet damit die Grenzen des (in der 7 abgeschlossenen) Kosmos und wird so zum Sinnbild für die `Wiedergeburt´.

Die Gestalt der 8, die liegend die Ewigkeit symbolisiert, deutet die innige Verbundenheit zweier Kreise an. Der eine stellt den Urgrund der göttlichen Liebe (O) dar, der mit dem anderen (dem im Geiste wiedergeborenen Menschen) völlig Eins geworden ist. So symbolisiert die 8 (∞) Ewigkeit und deutet den unendlichen Charakter der Seele an. (Die Verbindung der Seelenzahl 5 mit der geistigen Dreieinigkeit 3). Dies zeigt uns auch die typografische Form der Hieroglyphen „5“ (als unvollendete 8) und der 3 (zur 8 gespiegelt) an.

Diese Deutung findet ihre Bestätigung auch in dem alten hermetischen Modell von den 9 Sphären der Erde (die später von den Pythagoräern um eine zehnte erweitert wurde). In diesem Modell erscheint die 8 als Sphäre der Fixsterne, die gleichsam eine Brücke zwischen den 7 Planetensphären und der geistigen Welt Gottes darstellt. Deshalb sahen die Weisen in der 8 die Zahl der Auflösung der alten Schöpfung im Menschen und den Übergang in eine neue.

Somit versinnbildlicht die 8 das Verlassen alter Ich-Vorstellungen – mitsamt seinen Irrtümern – nebst dem Verhaftetsein der Welt. Sie ist die Zahl der Weltüberwindung und Demut in Hingabe an Gott mit dem Ziel der Auflösung des `Kleinen ichs´ im `Höheren Selbst´. Die Zahl 8 bedeutet die Aufgabe des eigenen Willens im „Dein Wille geschehe!“ und ist das Sinnbild für die `Geistige Wiedergeburt´.

 

AachenDomGrundrissDom zu Aachen

In dieser Deutung liegt auch begründet, dass frühmittelalterliche Kirchen auf dem achteckigem Grundriss des Oktagons (gr.: Okta = 8) gebaut wurden.

Bezogen auf die Leidenswoche Christi stellt der achte Tag den Anfang der neuen Woche dar, an dessen Morgen die Frauen das Grab leer vorfinden. Es ist der Tag der Auferstehung und der Überwindung des Todes. Somit symbolisiert die 8 die Hoffnung des Menschen auf die Überwindung der Welt und die schließliche Erlösung.

Dies veranschaulicht auch die Oktave, deren achter Ton – nach den 7 Stufen der Tonleiter – wieder zum Ausgangston wird, als Beginn einer neuen, höheren Oktave.

Die inhaltliche Wertigkeit der Zahl 8 findet sich im Sprachgebrauch auch in Worten wie `Achtung´ wieder, worin die nötige Achtsamkeit zur Erlangung eines höheren Zieles angemahnt wird: „Hab´ Acht!“ In diesem Zusammenhang ist jemand zu `achten´, der zu einer, dem Gemeinwohl dienenden Persönlichkeit reifte; hingegen zu `ächten´, wer in seiner `Schein-Ich-Haftigkeit´ der allgemeinen Ordnung schadet.

 

Als Kreissymbol der acht Trigramme des I Ging schafft die Acht (analog zur DNS-Struktur) die 64 Variationen irdischen Seins. In der chinesischen Zahlenlehre des I Ging sind die Urbilder der `8´ Trigramme die Bauelemente der Welt, aus deren 64 (8 x 8) Kombinationen, (laut Tao te King) die 10.000 (=`Vielzahl´) Dinge entstehen.

 

I Ging

Ob im Jahrtausende alten I Ging, der DNS-Struktur des Lebens – oder der modernen Computertechnologie – immer finden wir dieselbe Zahlenreihe:

1 –2 – 4 – 8 – 16 – 32 – 64 – 128 – 256 – 512 – 1024 …

Octagramm1

Die 8, als kubische Zahl, ist das Abbild der Erde, was sich in der 4 + 4 (bzw. 2 x 4) ausdrückt. Diese Verdopplung der Erdzahl 4 zeigt gleichzeitig einen Stillstand geistiger Entwicklung an.

Von einer noch ungünstigeren Gleichung für eine aufwärts führende Verwirklichung der Persönlichkeit kündet die 2 hoch 3 (bzw. 2x 2x 2x 2), in der das Verhaftetsein in der Polarität der Welt deutlich sichtbar wird.

Die Verbindung von 2 + 6 hingegen weist auf ein harmonisches Gleichgewicht des Geistig-seelischen im Irdisch-materiellen hin.

3 + 5 ist die Verbindung der Seele (5) mit der Geistwelt (3) und zeigt somit die Vergeistigung der Seele als Erfüllung der Verkörperung an.

In der Kombination von 1 + 7 wird durch die Einwirkung der erneuernden Kraft der 1 auf den vollständig entwickelten Menschen (7) die göttliche Erfüllung sichtbar. In dieser 8 drückt sich der geistige Fortschritt des Menschen als `Oktave Gottes´ aus.

Dasselbe veranschaulicht – wie bereits erwähnt – auch das musik-mathematische Verhältnis der Oktave, deren achter Ton nach den 7 Stufen der Tonleiter zum Ausgangston einer neuen, höheren Oktave wird.

 

Octagramm2

 

 

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