Magische Quadrate

 

 

Ein magisches Quadrat ist die Anordnung einer Reihe von Zahlen, deren Summe aller Senkrechten, Waagerechten und Diagonalen identisch ist (im folgenden Feld ist es die `15´).

 

4

9

2

3

5

7

8

1

6

 

 

Es gibt sie nicht nur mit den neun Feldern des abgebildeten 3er Quadrates – sondern auch mit 16 Feldern des 4er Quadrats, 25 Feldern des 5er Quadrats, 36 Feldern des 6er Quadrats usw.

Diese `Magischen Quadrate´ gehen zurück auf die „Henochischen Tafeln“ und sind ein Bestandteil der Kabbala. Kabbala heißt `Lehre´. Wer sich mit der mystisch-prophetischen Schriftauffassung jüdischer Tradition beschäftigt, kommt mit der Kabbala in Berührung. Seit ihrer Popularisierung im 12. Jahrhundert wurde sie für viele ein Feld magischer Zeichendeuterei und abergläubischen Denkens und Handelns – für andere ein Weg der Erkenntnis und ein Schlüssel zu tieferem Verstehen der Schriften und Zahlen.

Der Kabbala zufolge erschöpft sich die Weisheit der Tora nicht in den Wortbedeutungen, sondern teilt sich zugleich auch durch die Bedeutung der Zahlenwerte ihrer Worte mit, wodurch sich manchmal verspielte, aber oft auch tiefgründige Zusammenhänge ergeben. Die Schrift erzählt also, indem sie zählt. Jedes hebräische Schriftzeichen ist gleichzeitig eine Hieroglyphe und eine Zahl, die wiederum neue Bedeutungszusammenhänge aufzeigt.

Das magische Quadrat ist ein Schachbrettmuster, in dessen Felder Zahlen oder Buchstaben so angeordnet sind, dass sie – vorwärts und rückwärts und aufwärts und abwärts gelesen – dieselbe Summe oder dieselben zahlbedeutenden Worte und Sigille  ergeben.  Mehr als nur Buchstabenspielerei?

Buchstabenquadrate wie folgendes, das im alten Pompeji entstand, beschäftigte Magier und Mystiker jahrhundertelang bis heute. Ihr Sinn gibt Rätsel auf. Viele Kabbalisten, Deuter und Symbolisten vermuteten, darin sei mehr verborgen, als nur ein zeitvertreibendes Wortspiel.

 

 

S

A

T

O

R

A

R

E

P

O

T

E

N

E

T

O

P

E

R

A

R

O

T

A

S

 

 

Sator bedeutet übersetzt `Sämann oder Schöpfer´, opera `das Werk´, rota `das Rad´, und tenere heißt halten. Einige der unterschiedlichsten Übersetzungsversuche lauten: „Sämann Arepo hält mit Mühe die Räder“; „Der Sämann hält mit dem Pflug des Kreuzes das Schicksalsrad auf“; oder „Der Schöpfer der Schöpfung dreht das Rad der Welt“.

 

Es gab in allen alten Kulturen eine Vielzahl von diesen mystischen Rechtecken. Eines der ältesten bekannten magischen Quadrate der Welt ist das chinesische „Loh-Shu“ aus dem Jahre 2800 v. Chr., das den Eingeweihten im Buch der Wandlungen „I Ging“ den Zahlen- und Sinnaufbau der ganzen Welt erklärt.

 

I Ging

 

 

 

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