Das Wassermann-Zeitalter

Die Menschheit ist vor die Entscheidung über die Richtung ihres zukünftigen Weges gestellt. Sie ist im Besitz allen erforderlichen Wissens, das sie zur Lösung ihrer selbst heraufbeschworenen Probleme befähigt.

Doch zu mächtig scheinen die nationalen und persönlichen Egoismen derzeit noch zu sein, als dass zu hoffen wäre, dass der Mensch die Macht des Weltwirtschaftssystems ohne Crash überwindet und die erforderlichen Korrekturen des Kurses freiwillig bewirkt.

Die Erinnerung an das weitgehend vergessene Urwissen und die Rückbesinnung auf das geistige Wesen des Menschen, dessen Ursprung und Heimat nicht von dieser Welt ist, hilft die Dissonanzen der Welt im Einklang überwinden.

Was dies mit Musik und Mathematik zu tun hat? Viel. Wir werden sehen, dass – so wie der Körper mit flüssigen und festen Stoffen – das seelische Wesen des Menschen sich von feinstofflicher Schwingungsnahrung nährt.

Die irdische Zeit wird bestimmt von den Rhythmen, in denen die Erde schwingt. Im kosmischen Uhrwerk des Sonnensystems erzeugt die Drehung der Erde um sich selbst herum Tag und Nacht. Die Dauer ihrer Umkreisung der Sonne in 365,2425 Tagen teilt das Jahr in die 12 Monate, die als Wandel der Jahreszeiten auf der nördlichen und südlichen Erdhalbkugel sehr unterschiedlich wahrgenommen werden. Als dritte Rotation der Erde dreht sie sich innerhalb von 26.000 Jahren um ihre geneigte Achse. Dieser Zeitrhythmus wird „Zyklus der Präzession“ oder auch „Platonisches Jahr“ genannt. Diese Polwanderung der „Präzession“ bewirkt eine rückläufige Bewegung des Frühlingspunktes im Tierkreis der Ekliptik. Die „Wanderung“ der Erdachse durch eines der 12 Zeichen (= 30o) entspricht einem Zeitalter und dauert etwa 2165 Jahre.

Für die heutige Zeit, am Beginn des „Wassermann-Zeitalters“ fürchten und hoffen manche, wie immer am Übergang von einem Zeitalter in ein anderes, dass auf der Erde umwälzende Ereignisse stattfinden werden.

Glauben die einen an das nahende Ende der Welt, wie man sie kennt, erwarten andere die Erfüllung des Ideals, dass es dem Menschen nun endlich gelingen wird, durch Erkenntnis Weisheit zu erlangen.

Aquarius – let the sunshine in“

(The 5thDimension)

Was auch in Zukunft mit diesem Planeten geschieht, es berührt – über die diesirdischen Grenzen des Todes hinaus – nicht unsere seelische und geistige Existenz.

Und so können wir getrost die Sorge um die Welt der Liebe des „Großen Geistes“ überlassen, der das Weltall wie auch uns – in vollkommener Harmonie erschuf.

Lasst uns den wahren Wert der „Glasperlen“ ergründen!

Es war die Tat eines einzelnen, die nun das Glasperlenspiel beinahe mit einem einzigen Schritt zum Bewusstsein seiner Möglichkeiten und damit an die Schwelle der universalen Ausbildungsfähigkeit brachte, und wieder war es die Verbindung mit der Musik, welche dem Spiel diesen Fortschritt brachte.

Ein Schweizer Musikgelehrter, zugleich fanatischer Liebhaber der Mathematik, gab dem Spiel eine neue Wendung und damit die Möglichkeit zur höchsten Entfaltung. (…)

Er erfand für das Glasperlenspiel Grundsätze einer neuen Sprache, nämlich einer Zeichen- und Formelsprache, an welcher die Mathematik und die Musik gleichen Anteil hatten, in welcher es möglich wurde, astronomische und musikalische Formeln zu verbinden, Mathematik und Musik gleichsam auf einen Nenner zu bringen. Wenn auch die Entwicklung damit keineswegs abgeschlossen war, den Grund zu allem Späteren in der Geschichte unseres teuren Spiels hat damals der Unbekannte gelegt“

(„Das Glasperlenspiel“, Hermann Hesse)

Dürfen wir erwarten, dass der Mensch im Wassermann-Zeitalter endlich einsichtig und weise wird? Dürfen wir hoffen, dass die, durch menschliche Unwissenheit, Lieblosigkeit und Habgier ins Torkeln geratene Erde, wieder in die Bahn kommt?

Sicher nur, wenn der Mensch sich zum Bewusstsein seines geistigen Ursprungs emporschwingt. Nur dies kann ihn befähigen, das ihn beherrschende „Materialistische Weltsystem“ zu überwinden.

Letztlich aber hat jeder Einzelne nur für sich selbst zu wählen. Die Entscheidung bleibt jedem Einzelnen überlassen, ob er das „Konkurrenz-Spiel der Welt“ spielen will, dessen Ziel es immer ist, die Anderen zu schlagen und vernichtend zu besiegen, oder jenes andere: das „Spiel der Musik“, bei dem es darum geht, harmonisch mit sich selbst und miteinander zu schwingen. Denn beim gemeinsamen Musizieren tauchen wir tiefer in unser Schwingungswesen ein und erkennen – mit dem All resonierend – uns selbst als Licht und Klang.

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