Die Bedeutung des Buchstabens „R“

 

Buchstabe  R

Hebräisch  Resch ר

Aramäisch  Rēsh

Zahlenwert  200

Laut  r

 

Bedeutung

Das Haupt,  die Herrschaft,  das Scheitelchakra

 

Die Verbindung des Herzlautes `Q´ mit dem Kopflaut `R ´ zeigt ursprachlich die Kraft des Denkens und Handelns durch die Übereinstimmung von Liebe und Weisheit an. Dieses „Herzdenken“ ist das Ziel menschlicher Bewusstwerdung. Die Vervollkommnung eines herzzentrierten Denkens erfolgt durch die Aufgabe des `Schein-Ichs´ und die Übergabe der Lebensführung an das wahre Selbst im Prozess der `Geistigen Wiedergeburt´.

 

Erläuterung

Die Lautbedeutung des `R´(ra) findet sich als Name des ägyptischen Sonnengottes `Râ´, wie auch in vielen Sprachen in der Bedeutung „König“: zum Beispiel: äthiopisch =`Ras´; Sanskrit = `Raja´ ; italienisch = `Re´; französisch: = `Roi´; sowie lat./deutsch: `Re-gent´ oder `re-gieren´.

`Rex´ (lateinisch = „König“), das ist der „König am Kreuz“. Deshalb sagte Pilatus zu den Juden: „ecce rex vester“ – „Seht, das ist euer König!“, bevor er Jesus kreuzigen ließ.

Das Wort `Rech-t´ (= „Vollendung des Resch“) weist auf die göttliche Ordnung und Gerechtigkeit hin, die sich ebenfalls in den mathematischen Gesetzmäßigkeiten des `Rech-nens´ zeigt.

Von daher ist die Verwandtschaft des `Resch´ auch  in den slawischen Worten `ras´ oder ´roz´ erklärlich, die in Erinnerung an den ursprachlichen Sinn des „Höheren Verstehens“, als `rasum´ (russisch) und `rozum´ (tschechisch) = „Vernunft, Verstand“ bedeuten. Der geistige Sinn des Buchstabens `Resch´ wird auch in den ursprachlichen Wurzeln des Sanskrit deutlich: Da bedeutet `rara´ = „leiten, regeln, Herrschaft ausüben“.

 

`Sahas-rara´ ist das Sanskrit-Zahlwort für `1000´ und bezeichnet zugleich den `Tausendblättrigen Lotus´, der in der altindischen Schwingungslehre von den 7 Chakras – jenen energetischen Strahlzentren im Ätherleib des Seelenmenschen – das Scheitelchakra (etwas oberhalb des Hauptes) benennt.

`Sahasrara´ bedeutet ursprachlich: „Der Sieg der Liebe (`sah´) das Geistfeuer (`as´=`esch´) regiert das Haupt (`rara´)“.

`Cha-k-ra´ heißt ursprachlich „die Kraft des Herzens im Haupt“.

Dieses oberste Energiezentrum `Resch´ empfängt den Kraftstrom des Heiligen Geistes, den die Inder `Shakti´ nennen (= „Das Geistfeuer der Liebe ist die Kraft der Vollendung“). Diese Kraft des Lichtes durchströmt und belebt alle Schwingungszentren des erleuchteten Wesens.

Das Herzchakra in der genauen Mitte der 7 Chakren ist das `Zentrum des Lebens´. Dessen Name `An-aha-ta´ (Sanskrit) zeugt von dieser zentralen Bedeutung:

`an´= „Die Ewigkeit des Lebens“ – `aha´ = „durch der Liebe“ – `ta´ = „Tätigkeit“.

So empfängt das Schwingungswesen Mensch – je befreiter seine Seele vom Irrtum irdischer Bindungen ist – die göttliche Lebens- und Liebekraft umso mehr – die dann in ihm und durch ihn hindurch zum Heil der ihn umgebenden Schwingungsfelder wirkt.

`R-esch´ heißt also ursprachlich „Das Lebensfeuer des Hauptes“, denn das hebräische `ajsch´ (=`esch´) heißt „Feuer des Lebens“, weil es den Heiligen Geist bezeichnet, der das ganze All belebt.

 

 

XX.  „Das Gericht“

 

Wie aber passt nun das 20. Tarotbild „Das jüngste Gericht“ zu diesem tieferen Sinn des Lautes `Resch´?

Zu sehen ist ein Trompete blasender Engel in den Wolken. Das Kreuzbanner an seiner Trompete (das kosmische Koordinatenkreuz) weist ihn als im Dienst der Liebe (die O als Zentrum des Kreuzes) stehend aus.

Unter ihm auf der Erde entsteigen Tote ihren viereckigen Gräbern (4 = Erde), was andeutet, dass die Schwingung der göttlichen Liebe sie aus ihrem irdischen Kerker in die Freiheit des Geistes zum ewigen Leben erhebt.

Dieses Bild war im altägyptischen Ptah-Tempel zu Memphis nach Kundgabe des Thot-Henoch als Freske auf der zwanzigsten der 22 Wände zwischen den 24 Säulen des Tempels dargestellt. (Auf jeder Seite waren je 11 Bilder zwischen 12 Säulen gemalt.)

Das Bild stellt das „Jüngste Gericht“ dar, wie es im Matthäus-Evangelium beschrieben ist:

 

„Und die Erde erbebte, und die Felsen zerrissen, und die Gräber taten sich auf, und standen auf viele Leiber der Heiligen, die da schliefen.“

 

Die Beziehung zwischen dem hebräischen Buchstaben „Resch“ und dem (hermetischen) altägyptischen Urbild zeigt auch hier eindeutig auf allen Bewusstseinsebenen den Sinn

„Die Wiedergeburt“ oder „Die Erlösung“, als Qualität geistiger Erneuerung und Selbstwerdung an.

Dies ist das Thema aller Themen seit der Tod in die Welt kam. Seit Adam und Eva hoffte die Menschheit – nach dem Sturz aus der Einheit mit Gott in die Gespaltenheit der Bipolarität der Welt – auf die ersehnte Erfüllung der urevangelischen Verheißung der Erlösung, die Gott ihnen nach dem Verlassen des Paradieses gab.

 

Die Wegweisung zu dieser Erlösung ist vom Geist inspiriert in die einzelnen Buchstaben der Ursprache gelegt worden. Auch lasen die alten Ägypter den Weg zur Vergöttlichung des Menschen in den Sternen, die insbesondere in der Gestalt des Lichtgottes Horus am Sternenhimmel zu ihnen vom Sterben und Auferstehen sprachen.

 

Die Übereinstimmung des Sinngehaltes von Laut und Bild bestätigt auch der Wert dieses Buchstabens = `200´, der dem Zahlenwert `100´ des Buchstabens `Qoph´ folgt: die Zahl 200 als Zwillingszahl der 100 (die Zahl des sichtbaren Ganzen) kennzeichnet die Verbindung des irdischen mit dem geistigen – des diesseitigen mit dem jenseitigen – Sein.

 

 

 

 

Weiterlesen:   Die Bedeutung des Buchstabens   „Sch“   (300)

 

 

 

 

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Die Erinnerung an die vergessene Ursprache

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