Die göttliche Oktave

Kammerton A
International  einigte man sich im „Kammerton A“ auf die Frequenz eines Tones, (die im Laufe der Geschichte variierte und aktuell mit 440 Hz definiert ist), und benennt dem entsprechend alle Töne, die sich durch Verdopplungen oder Halbierungen ergeben, als Oktaven von „A“ mit dem gleichem Namen.

Die Oktave
Somit schwingt das „A” nicht nur in 440 Hz, sondern auch in …55, 110, 220, 440, 880, 1760, 3520, 7040, 14080, 28160…Hz.
Das menschliche Ohr kann allerdings maximal 10 Oktaven hören (20 – 40 – 80 – 160 – 320 – 640 – 1280 – 2560 – 5120 – 10240 – 20480 Hz), das entspricht zwar einer Vertausendfachung der Frequenz, ist aber – verglichen mit der wirklichen Bandbreite der Schwingungsmatrix des Lebens nur ein winziger Ausschnitt.
Der erste Oberton eines Grundtons, die Oktave, schwingt genau doppelt so schnell wie der Grundton. (Analog dazu kann man den doppelfrequentigen Herzschlag eines Embryos in gewisser Weise als Oktave zum Herzschlag der Mutter betrachten). Die Melodie eines Erwachsenen übersetzt ein Kind unbewusst eine oder sogar zwei Oktaven höher, und singt sie mit doppelter oder vierfacher Frequenz. Dennoch empfindet man es nach wie vor als die gleiche Melodie.

Oktavierung
Diese Tatsache erklärt anschaulich die Technik der Oktavierung, die – über ihren althergebrachten Gebrauch in der Musik hinaus – erstmals als schwingungs-physikalische Berechnungsmethode von Johann Wilhelm Ritter (1776-1810) definiert wurde. Nur am Rande sei bemerkt, dass Ritter, der eigentliche Entdecker des „Voltaschen Spannungsgesetzes“, ein System der Naturkräfte vermutete, dass alle Phänomene erklären könne. Es darf angenommen werden, dass er die „Matrix  des Lebens“ meinte, deren Beschreibung und Nachweis der Gegenstand dieser Schrift ist.

Zahlrenreihe der Oktave
Das Gesetz der Oktave drückt sich durch die Zahlenreihe 0 -1 – 2 – 4 – 8 – 16 – 32 – 64 – 128 – 256 – 512 – 1024 usw. aus, die, wie bereits erwähnt, schon vom altchinesischen I Ging genannt wird. Es ist diese Zahlenreihe dieselbe, die unter anderem das Maß der DNS-Struktur und der Rhythmen der Musik ist. Durch ihre Entdeckung von Wilhelm Leibniz ermöglicht sie auch die moderne Computertechnologie.

Oktavierung von Farbe und Klang
Unter Oktavierung versteht man die Vervielfachung  oder Verminderung der Grundfrequenz. Durch diese Technik der Oktavierung wird es ermöglicht, unsichtbare Schwingungen in den sichtbaren Bereich des Farbspektrums (= ca. 380 bis 760 Billionen Hz) zu übertragen – oder unhörbare Klänge in den hörbaren Bereich des Klangspektrums (= ca. 20 bis 20.000 Hz) zu transponieren. Auf diese Weise lassen sich beispielsweise die hörbaren Frequenzen eines Klanges in eine sichtbare Farbe übersetzen – oder eine Farbe in den ihr entsprechenden Klang.

Planeten-Klänge
Was die Oktavierung darüber hinaus für das Verständnis der anderen Schwingungsebenen der Matrix – oder zum Beispiel die Hörbarwerdung der kosmischen Sphärenharmonie bedeutet, soll sich im Folgenden zeigen. Es ist ein besonderes Gefühl – das wohl schon Johannes Kepler überkam – ein A in dem Bewusstsein, dass auch die Venus in diesem Ton (oktaviert) erklingt, auf seinem Instrument erklingen zu lassen; oder gar durch einen Akkord mit einer ganzen Planetenkonstellation in Mitschwingung zu gelangen.
Der Musikforscher Hans Cousto entwickelte „Das Gesetz der Oktave“ weiter und wendete es als erster konsequent an. So machte er den fast tauben menschlichen Ohren die Klänge der Sonne und der Planeten hörbar.

Gesetz der Oktave
Aufgrund des Naturgesetzes von der Oktavgleichheit lassen sich durch die Oktavierung für jede Schwingung deren oktaven Töne errechnen. Die Formel zur Umrechnung zyklischer Rhythmen in ihre analogen Oktaven lautet:

(1:a) x 2 n = f               a = Periodendauer / n = Oktavzahl / f = Frequenz

Die Frequenz des Erdenjahres
Um zum Beispiel die Frequenz des Rhythmus der Erde auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne (das Erdenjahr) zu ermitteln, rechnet man zunächst die Periodendauer von 365,25636042 Tagen in Sekunden um, weil die Schwingung in Hertz, also Schwingungen pro Sekunde, gemessen wird.
Der Kehrwert (1:a) der Periodendauer von 31556925,54 Sekunden für eine Umkreisung der Sonne (1:31556925,54 Sekunden) ergibt mit 0,00000003168 Hz eine Schwingung, die zumindest wohl allen irdischen Lebewesen unhörbar ist.
Da der Mensch bekanntermaßen erst ab 20 Hz (20 Schwingungen pro Sekunde) Töne wahrnimmt, soll die Frequenz des Erdenjahres nun in den hörbaren Bereich oktaviert werden. Das heißt, die ermittelten 0,00000003168 Hz werden so oft verdoppelt, bis sie mit der 30. Oktave endlich bei 34,03 Hz als Cis in den Hörbereich kommen. Noch besser sind die 31. Oktave bei 68,05 und die 32. Oktave bei 136,10 Hz zu hören.
Bezogen auf den Frequenzwert des Tones Cis, der sich aufgrund der Definition des Kammertones A von 440 Hz, als Schwingung von 554 Hz ergibt, weicht die errechnete oktavierte Frequenz allerdings geringfügig ab. Das Cis des Erdenjahres schwingt in der 34. Oktave mit 544,40 Hz. Stimmte man den Kammerton A nach der Frequenz der Drehung der Erde um die Sonne, hätte er eine Frequenz von 432,10 Hz.
Zur Veranschaulichung der Relativität der definierten Tonhöhe des Kammertons sei jedoch an die Stimmgabeln Bachs (415 Hz), Händels (420 Hz) oder Mozarts (421 Hz) erinnert. Heute stimmen die Orchester ihr „A“ mit 444 Hz – die Berliner Philharmoniker gar mit 447 Hz.
Durch Halbierungen oder Verdoppelungen von Schwingungen lassen sich also Frequenzen in andere Bereiche der Schwingungsskala oktavieren. Wie ein Blick auf die „Matrix des Lebens“ verdeutlicht (siehe im folgenden Kapitel „Die Matrix“), ist nur ein winziger Ausschnitt der Schwingungen, die in und um uns wirken, als Licht (Farbe) sichtbar oder als Klang hörbar.

Die Kosmische Oktave

Zyklus

Dauer

Frequenz

Oktave

Ton

Erde

– Sonnentag

1 Tag

194,18 Hz

24

g

– Sterntag

0,99727 Tag

194,71

24

g

– Tropisches Jahr

365,2422 Tage

136,10

32

cis

– Platonisches Jahr

25.920 Jahre

172,06

47

f

Mond

– Monat Synodisch

29,5306 Tage

210,42

29

gis

– Monat Siderisch

27,3217 Tage

227,43

29

ais

Planeten

– Merkur

0,2409 Jahr

141,27

30

cis

– Venus

0,6152 Jahr

221,23

32

a

– Mars

1,8809 Jahr

144,72

33

d

– Jupiter

11,8622 Jahre

183,52

36

fis

– Saturn

29,4577 Jahre

147,85

37

d

– Uranus

84,0153 Jahre

207,36

39

gis

– Neptun

164,788 Jahre

211,44

40

gis

– Pluto

248,430 Jahre

140,25

40

cis

 

Oktavierung kosmischer und mikro-kosmischer Rhythmen
So wie diese Technik der Oktavierung zur Übersetzung kosmischer Schwingung geeignet ist, ist beispielsweise auch die Sicht- oder Hörbarmachung mikrokosmischer Schwingungen eine Möglichkeit ihrer Anwendung. Nach gleichem Prinzip lassen sich auch biologische und zellulare Prozesse in ihren adäquaten Klang- oder Farbschwingungen veranschaulichen.
Und wozu soll das gut sein?, mag man fragen. Welchen Nutzen hat es zu wissen, dass der Ton „c“ der Farbe Grün entspricht? Nicht zufällig entsteht alle Musik aus 12 Tönen. Nicht ohne Grund hat das Spektrum des sichtbaren Lichts 7 Farben (in millionen Nuancen), als gleichsam die Oktave des Auges. Diese harmonikalen Frequenzen sind die Grundbausteine des Universums, die sich in allen Oktaven der Matrix wiederholen.

Oktavierung biologischer und zellularer Prozesse
Sinn macht die Kenntnis von Planetenklängen oder die Wahrnehmung biologischer Rhythmen in Farbe oder Klang allerdings nur, wenn wir – als selber Licht und Klang – die Wirkung von Farben und Klängen auf unser ganz persönliches Schwingungswesen erkennen. Dann freilich könnte dieses Wissen sehr bedeutsam für unser Selbstverständnis, unsere psychosomatische Gesundheit und unseren Umgang miteinander und mit der Welt sein. Das blinde, eigenwillige Menschenkind, das in dieser Zeit die Erde bewohnt, kann entweder mit diesen Schwingungen harmonisch – oder ihnen entgegen disharmonisch – resonieren. Dies ist im ersten Fall die Quelle aller geistigen, seelischen und körperlichen Gesundheit – im zweiten Fall aber der Grund für alle Krankheit: nicht im Einklang mit den Schwingungen der Umwelt und sich selber zu sein. Hier vermag die „Harmonikale Farb- und Klangtherapie“ den Menschen ganzheitlich und auf allen Ebenen seines Seins – bis in jede Zellen seines Körpers und die Tiefen seines Bewusstseins – in harmonisierender Resonanz zu fördern.

Bedeutung von Schwingung für die Gesundheit
Die Erfahrung des eigenen „Klanges“ und sich selbst als „Licht“ zu erleben, vermag viele Krankheiten tiefgründiger zu heilen als die meiste profitorientierte Medizin der Petrochemie.
Doch neben der Kenntnis des persönlichen Klanges und der persönlichen Farbe des zu Heilenden – und jener Schwingungs-Energien, die nicht nur auf die körperlichen Zellen des Körpers heilsam wirken, sondern auch auf die seelischen und geistigen Ursachen der Krankheit, bedarf es zu einer wirklichen Heilung allerdings vor allem eins: die Wirksamwerdung des Heiles selber. Denn was immer sich durch ein tieferes Verstehen der harmonikalen Gesetzmäßigkeiten unseres äußeren und inneren Universums – und deren oktavanaloge Beziehung zueinander – noch gewinnen lässt, ist zuallererst dies:

Alles ist Schwingung.
Alle Schwingung ist Energie.
Alle Energien sind geistig.
Aller Geist geht aus von Gott.
Alles hat Sinn und Plan.

Der Plan Gottes
Nach diesem Plan, der das materialisierte All nach Maß des göttlichen Bewusstseins durch Schwingung mit Ziel ordnet, werden sich unsere Augen und Ohren im unendlichen Sein, immer mehr den Wundern der göttlichen Wirklichkeit öffnen. Zunehmend wird sich – je mehr unser Geist in Einklang mit der göttlichen Ordnung kommt – der Geisteshorizont weiten und umso wirksamer teilhaben am großen Schöpfungswerk.
 
Der äußere und der innere Kosmos
Alle Erscheinlichkeiten im Universum und in der Natur schwingen in ihren spezifischen Frequenzen. Der menschliche  Organismus ist ein Spiegel dieser kosmischen Rhythmen und Töne und dieses vielfältigen Lichtes. Der innere Kosmos des Menschen sollte in Harmonie mit den wirkenden Kräften des äußeren Kosmos schwingen. Denn dazu ist der Mensch berufen: „Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?“ (1 Kor 3,16)

Die Oktave Gottes
Die Zahl „Eins“ (1) bedeutet – in hermetischer und pythagoräischer Zahlenmystik übereinstimmend – „Gott“, da aus ihr alles weitere hervorgeht. (Uni versum = „das Eine in seinen Wendungen“). Wenn so, dann ergibt sich aus dem Wort der jüdischen Tora, das als göttliche Uroffenbarung auch am Anfang des christlichen Alten Testaments steht: „Gott schuf den Menschen sich selbst zum Bilde“ (1 Mose 1,27) – unter dem Gesichtspunkt der Oktavierung ein ganz besonderer Sinn. Demnach stellt der Mensch in gewisser Weise die „Oktave Gottes“ dar.
An einem Kapitell der Abteikirche zu Cluny steht geschrieben: „Octavus sanctos omnes docet esse beatos“ „Die Oktave lehrt alle Heiligen, glückselig zu sein“, denn die Oktave ist das innigste Bild für die Einheit mit Gott.

Wir alle sind Einklang.