Die Lebensbühne ist erwacht!

 

Komm soldat. Lass uns Frieden spielen….

Ich will tanzen mit dir, nicht das donnern der geschütze hören, Musik will ich von Beethoven und Gedichte von Theodor Storm.

Komm Soldat lass uns Frieden spielen,

ziehe deine Jacke aus, deine Uniform. Lass uns legen auf die Wiese und träumen. Von bunten Blumen und Gräsern, nicht mehr rennen im Dreck oder schwitzen und fluchen.

Komm soldat lass uns frieden spielen!
Ach, wenn es doch Frieden wär`, kämen nicht mehr soviel Flüchtlinge übers Meer. Könnten noch glücklich in ihrer Heimat sein. In ihren Häusern und Gärten.Würden nicht mehr gestossen, halb verhungert ins Meer.

Ach gäb es doch Frieden hier

– Kinder zerlumpt und schreiend, es brauchte nicht sein- ausgemergelt sind sie, kaum einen Schein. Liegen sie da . ach Soldat es soll doch Frieden sein!
Schon wieder gehen sie auf die Anderen los, was hat dein Gegenüber getan, dass du ihn tot schiessen musst. seine Wohnung und Träume zerstör`n?

Ach Soldat- lass doch Frieden sein,
Frieden im Innen und Aussen – komm geh mit mir einfach dorthin und lass uns tanzen und leben.

Ach soldat, wenn doch Frieden wär.
Frieden soll sein. im Kleinen beginnen, damit sich der Kreis öffnet immer mehr- keine zerlumpten Kinder mehr, keine zerschossenen Häuser, Ruinen – alles ist wieder heil so wie davor.

Ach soldat geh doch mit mir.

Hole die Anderen, die sich noch bekriegen , nimm sie einfach an die Hand und dann kommt in den Frieden, in unser wohliges Haus und ruht euch aus, esst und trinkt, so wie es euch gefällt. Unser ist nun die Welt.

Ja Soldat, nun bist du frei...

komm in die Wärme, ins Licht herbei. Ihr alle spielt nicht mehr Krieg, es ist nun genug.

Leben wollen wir!

 

 

 

Ursula Jahnel