Die Mathematik der Seele

Das Eine Leben, das in allem Lebenden lebt, durchströmt als höchstes Selbstbewusstsein alle Ebenen der Schwingungs-Matrix. Das Erwachen zu immer größerer Bewusstheit ist das Ziel der Evolution des Geistes.

Waren immer schon einzelnen Erleuchteten in allen Kulturen die Augen und Ohren für die Schwingungswirklichkeit des Seins geöffnet, steht der Mensch des 21. Jahrhunderts mit seinen selbsterzeugten globalen Problemen nun vor der Notwendigkeit des Erwachens.

Als Gott auf Adams Wunsch hin ihm eine Menschin als Gefährtin aus einer Seite von ihm (fälschlich übersetzt als „Rippe“) erschuf, versetzte Er Adam in einen Schlaf.

Da ließ Gott der Herr einen tiefen Schlaf

fallen auf den Menschen, und er schlief ein.“

1 Mose 2,21

An keiner Stelle der Bibel ist vermerkt, dass Adam erwachte. Jetzt ist es an der Zeit.

Nun, da die Selbsterfahrung der Seele so weit in Vergessenheit geraten ist, dass viele Menschen kaum noch daran glauben, selber eine zu sein, scheint es dringlicher denn je, das dreifache menschliche Wesen zu erkennen:
Geist, Seele und Körper sind kommunizierende und innig verbundene Wirklichkeiten des ganzheitlichen Lebens.

Johannes Kepler schreibt in seinem dritten Buch der „Weltharmonik“:

 

Die Verrichtungen und Bewegungen der Körper, in denen die harmonischen Proportionen nachgeahmt werden, sprechen für Seele und Geist, indem sie diesen die Ursache bezeichnen, warum die Konsonanzen Ergötzen hervorrufen.

Auch das Urteil der Alten steht damit nicht in Widerspruch. Wenn sie die Seele bald als Bewegung, bald als Harmonie definieren. (…) Der Wortlaut besagt dass es nämlich des Menschen Seele und Geist ist, durch deren Urteil oder Instinkt der Gehörsinn die angenehmen, d.h. konsonanten Proportionen von den unangenehmen oder dissonanten unterscheidet.“

(Johannes Kepler, „Weltharmonik“, III. Buch)“

Die Seele setzt sich aus harmonischen Proportionen zusammen.“


(Timaios, im gleichnamigen Werk von Platon)

Wenn also die Harmoniegesetze nicht nur mit dem Makro- und Mikrokosmos in Verbindung stehen, sondern auch mit den Verhältnissen im inneren Universum des menschlichen Wesens, dann soll uns dies Grund genug sein, vertiefend in die mathematischen und geometrischen Zusammenhänge der Musik hinein zu fühlen. Denn da der Mensch Schwingung, Klang und Zahl ist, spiegeln sich im Klangsystem der irdischen Musik auch die harmonikalen Proportionen seiner Seele.

Das Vorhaben, zu ergründen warum die „Konsonanzen die Seele ergötzen“ (Kepler), führt uns schon wieder zu Pythagoras´ Erforschung des Monochords.

Er konnte belegen, dass die Welt der Töne aus einer begrenzten Anzahl von konsonanten Intervallen besteht, die er in den ganzzahligen Schwingungsverhältnissen der Saite des Monochords fand:

Oktave, Quinte, Quarte, Große Terz, Kleine Terz und Große Sekunde, die zugleich mit der Grundschwingung des Grundtones auch als Obertöne mitschwingen.

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