Die Globalisierung

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Der einst so groß scheinende Planet Erde ist klein geworden. Längst ist der Globus per Radio-, Television- und Internet globalisiert. Insbesondere die „Global Player“, Banken und Erdöl- und Pharmakonzerne, erschlossen sich im Laufe der letzten 250 Jahre die Welt als globalen Markt.

Nicht mehr nationale Regierungen bestimmen die gesellschaftlichen Regeln der heutigen Zeit, sondern die Profitinteressen multinationaler Konzerne. Sie sind es, die derzeit die Regeln diktieren, nach denen das „Spiel der Welt“ gespielt wird. Insbesondere die petrochemischen Konzerne weckten künstliche Bedürfnisse und zwangen den Staaten Produktions-, Gesundheits- und Verkehrs- Systeme auf, die wesentlich den bedenklichen ökologischen Zustand der Erde bedingen.

In weniger als zweihundert Jahren (nur ein Augenblick der Erdgeschichte) wurden Abhängigkeiten und eine Bewusstseins-Haltung erzeugt, die der Menschheit nie zuvor bekannt waren. Gleichzeitig bewirkt die Strategie der weltlenkenden Konzerne eine massive Unterdrückung ganzheitlicher Ansätze, wie beispielsweise das Wissen um alternative Energien, die Naturheilkunde oder die Erkenntnis der inneren Reiche des Seins.

Das Problem einer Gesellschaft, in der das Kapital herrscht, hatte schon Platon vor 2400 Jahren erkannt:

„Anstatt nach Weisheit, Gerechtigkeit und höheren Werten

strebt man nur nach materiellem Gewinn.“

 

Was damals im kleinen Maßstab für die griechischen Stadtstaaten galt, gilt heute in potenzierter Weise für die Menschheit der globalisierten Welt. Die individuelle Gewöhnung an ein in der Geschichte der Menschheit nie dagewesenes, materielles Anspruchsdenken erschwert die notwendige Kurskorrektur des noch herrschenden materialistischen Gesellschaftssystems.

Diese Materialisierung des Bewusstseins wirkt eine zunehmende Entfremdung des Menschen von seinem inneren Wesen. Anstatt mit Gemeinsinn – zum Vorteil aller – das Wohl der Menschheit und des Lebens auf der Erde zu suchen, streben fast alle nur noch nach kurzfristigem materiellen Gewinn, der schließlich doch zwischen den Fingern zerrinnt.

Zu welchem Preis?

Ein Drittel aller Lebewesen sind akut vom Aussterben bedroht. Die horrenden Szenarien entfesselter Naturgewalten sollten wachrütteln und die menschliche Gesellschaft zur Korrektur des eingeschlagenen Weges bewegen.

Aber die persönlichen und nationalen Egoismen verhinderten bis jetzt noch immer ein entschlossenes Handeln aus besserer Einsicht. So scheint die geistmenschliche Urkultur in nur einem Augenaufschlag der Geschichte ihrer Jahrtausende alten Wurzeln beraubt.

Wenn auch in Wirklichkeit ein Verlust der Geistigkeit des Menschen unmöglich ist, so vergaß er sich doch immerhin soweit, dass er einen schlechten Traum für die Realität hält.

 

 

 

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