Relativität der Zeitrechnung

Kosmogonie der Kalender der Welt

DER JULIANISCHE KALENDER
DER GREGORIANISCHE KALENDER
DER ÄGYPTISCHE KALENDER
DER KOPTISCHE KALENDER
DER BABYLONISCHE KALENDER
DER SUMERISCHE KALENDER
DER BUDDHISTISCHE KALENDER
DER GRIECHISCH-ORTHODOXE KALENDER
DER JÜDISCHE KALENDER
DER ISLAMISCHE KALENDER
DER INDISCHE KALENDER
DER CHINESISCH-JAPANISCHE KALENDER
DER BALINESISCHE KALENDER
DER KELTISCH-GERMANISCHE KALENDER
DER MAYA KALENDER

 

Das lateinische Wort `calendae´ bezeichnete ursprünglich den Tag, an dem Schulden zu bezahlen waren. Das `calendarium´ der Römer war also ein Schuldbuch, das auf das Funktionieren der Wirtschaft ausgerichtet war.Die Kalender der meisten alten Kulturen enthielten neben der hauptsächlichen Markierung des Jahres durch die rituellen, religiösen Feste, besonders die Zyklen für Aussaat und Ernte zur Organisation der Landwirtschaft. Fast überall sind jedenfalls die Jahreszeiten, die durch den Lauf der Erde um die Sonne entstehen, eine Grundlage der Kalenderordnung. Archäologische Funde, zum Beispiel ein Geweih, in das die Mondphasen als Kerben eingeschnitzt sind, lassen darauf schließen, daß bereits der voradamitische Mensch schon vor 35.000 Jahren Kalender führte. Zunächst schien der Zyklus des Mondes tatsächlich die offensichtlichste Methode gewesen zu sein, das Jahr in 13 rhythmische Abschnitte zu 28 Tagen zu unterteilen. Mit den sich daraus ergebenden nur 364 Tagen (13 x 28) gerieten die Kalender der Vorzeit jedoch schnell aus dem Rhythmus mit den Jahreszeiten. Im heutigen Kalender stehen die Monate in keinerlei Beziehung mehr zu den Mondphasen, die sich über die Römer bis auf die alten Ägypter als Kalenderprinzip zurückverfolgen lässt. Der `Julianische Kalender´, der das alte Mondenjahr durch Bezug auf das Sonnenjahr ablöste, war mit einer Fehleinschätzung des Jahres von nur 11 Minuten und 14 Sekunden schon sehr viel genauer, obwohl auch er sich, etwa 15 Jahrhunderte nach seiner Einführung, durch diese geringfügige Abweichung um nicht mehr vertretbare 10 Tage verschoben hatte. Deshalb wurde der `Gregorianische Kalender´ eingeführt, der bis zum heutigen Tag in Gebrauch ist. Er trägt durch die Einführung der Schaltjahre der Tatsache Rechnung, daß das Sonnenjahr fast einen Vierteltag (20.926 Sekunden) länger ist als 365 Tage. Nach dem System des Gregorianischen Kalenders wird dem Monat Februar daher in all den durch vier teilbaren Jahren und Jahrhundertjahren ein ganzer Tag hinzugefügt. Obwohl auch dieser, der quasi neuzeitlich internationale Kalender, noch nicht vollkommen ist, erfordert er jedoch voraussichtlich bis zum Jahre 5000 keine weiteren Anpassungen.

Der Julianische Kalender

Im Jahr 48 v.Chr. landen römische Invasionstruppen unter dem Kommando von Gaius Julius Cäsar in Alexandrien in Ägypten, um den bereits geschlagenen Feind Pompejus zu verfolgen. Zunächst sieht es so aus, als würden die Ägypter siegen, doch schließlich behält Cäsar doch, nicht zuletzt durch die Hilfe von Kleopatra, die der siegreiche Feldherr als Königin von Ägypten einsetzt, die Oberhand. Als er aus Alexandrien nach Rom zurückkehrt, bringt er den agyptischen Kalender mit, als Grundlage seines großen Reformwerks, des `Julianischen Kalenders´, der die Basis auch unseres heutigen Kalenders ist.

46 v. Chr. führt Julius Caesar den Julianischen Kalender in Rom ein. Er besteht aus einem System von 12 Monaten zu 31 oder 30 Tagen (mit Ausnahme des Februars). Die Entscheidung, welcher Monat 30 – und welcher 31 Tage hat, hat einen einfachen physiologischen Grund: Man zählte an den beiden geballten Fäusten die Knöchelerhebungen (für 31 Tage) und die Einbuchtungen zwischen den Knöcheln (für 30 Tage) ab. Daraus ergeben sich von links nach rechts: Januar 31, Februar (Sonderfall), März 31, April 30, Mai 31, Juni 30, Juli 31 – und weil die zweite Faust wiederum mit einer Knöchelerhebung beginnt, hat auch der August 31 Tage, usw. Ist die Jahreszahl durch vier teilbar, hat der Februar 29 Tage, ansonsten 28 Tage. Zunächst war der Nullpunkt des julianischen Kalenders die Gründung Roms (753 v.Chr.). Als das Christentum zur Staatsreligion des Römischen Reiches wurde, legte der Abt Dionysius Exiguus um 532 nach Christi das Geburtsjahr Jesu als Ausgangspunkt fest. Nach dem Stand heutiger Geschichtsforschung wurde Jesus allerdings 3 bis 7 Jahre vor diesem Datum geboren, was jedoch ohne Einfluss auf die Form des heutigen Kalenders blieb. Da Dionysius vom Jahr 1 und nicht vom Jahre 0 ausging (weil der Wert Null in Europa erst um ca. 700 nach Christi durch die Kultur der Araber im Abendland bekannt wurde), zählt dieses Jahr als 1 vor Christi, was bei der Datierung von Ereignissen um die Zeitenwende zu Irrtümern führen kann.

Der 1. Januar gilt erst seit 1691 durch den Erlass von Papst Innozenz XII. als offizieller Jahresbeginn. Ursprünglich begann das Jahr mit dem 6. Januar, ab dem 4. Jahrhundert mit dem Weihnachtsfest am 25.Dezember.

Der Gregorianische Kalender 

Allerdings war der Kalender bis ins späte Mittelalter nur bei der elitären Minderheit der Priester, Gelehrten und Chronisten gebräuchlich. Das `gemeine Volk´ orientierte sich an den Gedenktagen der Heiligen oder an bestimmten Erscheinungen im Jahreslauf der Natur. Erst die Erfindung des Buchdruckes durch Gutenberg eröffnete auch der Allgemeinheit den Gebrauch des Kalenders. Die durchschnittliche Jahreslänge des Julianischen Kalenders beträgt 365,25 Tage, was eine Abweichung von 0.0078 Tage in Bezug auf das astronomische, mittlere Sonnenjahr ausmacht (= eine jährliche Ungenauigkeit von 11 Minuten und 14 Sekunden).

Bis zum 16.Jahrhundert war die jahreszeitlichen Ordnung so sehr verschoben, dass Papst Gregor XIII eine Kalenderreform mit folgenden Korrekturen anordnete: Auf den 4.Oktober 1592 folgt unmittelbar der 15.Oktober 1592. Mit diesem `Zeitsprung´ von 10 Tagen wurde die Zeitrechnung angeglichen. Zur zukünftigen Vermeidung solcher Diskrepanzen wurde das `Schaltjahr´ eingeführt:Alle Jahre, deren Jahreszahl durch 4 teilbar ist, sind Schaltjahre; nicht aber, wenn sie durch 100 teilbar ist. Eine Ausnahme dieser Ausnahme sind alle Jahre, die durch 400 teilbar sind. Das heißt, obwohl die Jahre 1600 und 2000 zwar durch 100 teilbar sind, sind es dennoch Schaltjahre. Die verbleibende minimale Zeitdifferenz zum Sonnenjahr addiert sich erst nach 3333 Jahren zu einem zusätzlichen Schalttag.Zudem wurden neue Regeln zur Berechnung des Osterfestes eingeführt. Der Gregorianische Kalender ist heute in der westlichen Welt allgemein gebräuchlich und faktisch auch internationaler Standard geworden, gleichwohl in vielen Teilen der Welt parallel auch die überlieferte Zeitrechnung jeweiliger Kulturen gepflegt wird.

Er ist ein `Sonnenkalender´, wenn auch bei der Berechnung des Osterfestes der Mond die entscheidende Rolle spielt. Ostern ist definitionsgemäß der erste Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond. Aus diesem Grund wandert das Osterdatum von Jahr zu Jahr. Im täglichen Leben jedoch spielen der Mond und die Mondphasen keine Rolle mehr.Der Gregorianische Kalender wurde in Italien, Spanien, Portugal zeitgleich, und in den übrigen katholischen Staaten wegen religiöser Streitigkeiten zum Teil verzögert bis 1585 eingeführt. Es folgten Ungarn 1587, Preußen 1610, das übrige (evangelische) Deutschland, Dänemark und die Niederlande 1700, Großbritannien 1752 (mit Ausnahme der schottischen Inseln Foule und Gwaun Valley, die heute noch Julianisch datieren), Schweden 1753, Japan 1782, Russland und die Bekenner der orthodoxen griechischen Kirche erst 1918. Die Oktoberrevolution in Russland fand daher nach Gregorianischem Kalender erst im November statt.Seit Papst Gregor gab es Versuche, den Kalender unter mehr rationalen Gesichtspunkten zu standardisieren, und tatsächlich gibt es konkrete Entwürfe, die zu einer allgemeinen Vereinfachung und internationalen Norm führen könnten, doch setzte dies einen Dialog und eine globale Verständigungsbereitschaft voraus, zu der die Menschheit offensichtlich noch nicht bereit ist.

Der Ägyptische Kalender

darf in gewisser Weise als Vorbild für viele Kalender der Welt gesehen werden, wie noch an mehreren Beispielen deutlich werden wird. Der altägyptische Kalender hatte bereits 4240 vor Christi ein Sonnenjahr von 365 Tagen mit 3 Jahreszeiten zu 4 Monaten von je 30 Tagen, sowie 5 Zusatztagen, die am Ende des 12. Monates hinzugefügt wurden. Da es keinen Schalttag gab, blieb das ägyptische Jahr jedoch hinter dem natürlichen Jahr zurück, weshalb es mit der Position des Sterns Sirius synchronisiert wurde. Eine Einteilung in Wochen kannten die Ägypter zwar nicht, aber die Einteilung des Tages in 24 Stunden gleicher Länge ist ihnen zu verdanken. Diese hießen „Stunden gleicher Tage“ und dienten vor allem astronomischen Berechnungen. Da aber die Dauer des Tageslichtes je nach Jahreszeit verschieden ist, entwarf man für den Alltag das System der „jahreszeitlichen Stunden“, das laut Herodot von den Babyloniern ausgegangen sei, was wahrscheinlich macht, dass das Ägyptische Kalendersystem einen ähnlichen Weg nahm wie die Astronomie und Sternenweisheit, die den ersten geistbegabten Menschen – den frühen Nachkommen von Adam und Eva – im Zweistromland des einstigen Paradieses gegeben wurde. Demnach wäre auch die Zeitrechnung eine Morgengabe Gottes an den geistgeschaffenen Menschen, die diesem mit der `Ursprache´ als Erkenntnisfähigkeit seiner Geistbegabung in die Wiege gelegt war.

Über die Entstehung des Ägyptischen Kalenders gibt es keine unmittelbaren Zeugnisse. Der römische Geschichtsschreiber Censorinus erwähnte, dass im Jahre 139 v.Chr. der heliakische Aufgang (= Zusammentreffen mit dem Sonnenaufgang) der Sirius mit dem Neujahrstage des Ägyptischen Kalenders zusammenfiel. Stimmt die Hypothese, dass dies auch zur Entstehungszeit des Kalenders der Fall war, dann kämen rein rechnerisch die Jahre 1322, 2782 oder gar 4242 v.Chr. in Frage.

In dem Babylonisch-Ägyptischen Kalender-System wurde die Dauer des Tageslichtes in 12 gleiche Abschnitte geteilt, so dass die Stunden zur Sommersonnenwende hin immer länger und zum Winter hin entsprechend kürzer wurden. Laut Alexander Roob beschreibt der Jesuit und Gelehrte Athanasius Kircher im „Obeliscus aegypticus“ (Rom, 1666) ein Altägyptisches Zeitrad, in dem versucht wird, die 360 Grade des Tierkreises mit den 365 Tagen des Kalenders zu harmonisieren. Die 5 überzähligen Tage seien der Geburt der Götter und des neuen Jahres gewidmet gewesen. In  einem mittleren Ring folgen die zwölf Monate und in einem inneren Ring verbindet die Schlange der Ewigkeit die vier Götter Siris, Isis, Osiris und Horus miteinander. Jeder von ihnen ist Herrscher über ein „Großes Jahr“ das aus 365 Erdjahren besteht. Addiert ergeben sich 1461 Jahre, das ist der Zeitraum, in dem der erste sichtbare Aufgang des Sirius im Jahr mit dem Sonnenaufgang zusammenfällt.

Der Koptische Kalender

Auch der Koptische Kalender geht auf den Altägyptischen Kalender zurück. Denn das koptische Jahr umfasst ebenfalls 12 Monate mit je 30 Tagen, zu denen 5 Tage (Epagomen) am Ende des Jahres beigefügt werden, die zu keinem Monat zählen. Alle vier Jahre wird im Schaltjahr ein sechster Tag angefügt. Die Koptische Ära beginnt am 29.August 284 nach Christi, dem ersten Monat des Jahres in dem Diokletian Römischer Kaiser wurde. Die Jahreszählung blieb auch nach dem Ende seiner Regierungszeit gebräuchlich, allerdings wegen der Christenverfolgung als „Ära der Märtyrer“.

Der Babylonische Kalender 

Der Babylonische Kalender ist ein Mondkalender mit 354 Tagen. Er entstand wahrscheinlich vor etwa 4000 Jahren. Anfangs wurden unregelmäßig, später systematisch alle 19 Jahre sieben Schaltmonate eingefügt. Nachweislich im 3. Jh. v. Chr. ist die Kenntnis der Mondbewegungen bei den Babylonischen Astronomen eine so vorzügliche, daß sich die Ephemeriden-Werte mit denen der modernsten Wissenschaft nahezu decken. Der Tag nach dem Neumond, wenn der zunehmende Mond zum ersten Mal nach Sonnenuntergang erscheint, zählt als erster Tag eines Monats. Ursprünglich wurde dieser Tag wohl durch Beobachtung ermittelt, doch bei der arithmetischen Vorausberechnung bemerkten die Babylonier um 400 v. Chr. die unregelmäßige Geschwindigkeit, mit der sich Sonne und Mond durch den Tierkreis bewegten. Diese Himmelskörper scheinen sich auf der Hälfte ihrer Bahn mit zunehmender Geschwindigkeit zu bewegen, um dann wieder langsamer zu werden und zur Ausgangsgeschwindigkeit zurückzukehren. Die Babylonischen Astronomen errechneten diesen Zyklus, indem sie zunächst dem Mond zwei verschiedene Geschwindigkeiten zuordneten: eine fixe Geschwindigkeit für die erste Hälfte des Zyklus und eine andere für die zweite Hälfte. Dann präzisierten sie die mathematische Rechnung, indem sie die Mondgeschwindigkeit als linearen Faktor darstellten, der während der ersten Hälfte des Umlaufs vom Minimum auf das Maximum anwächst und dann bis zum Ende des Zyklus entsprechend wieder abnimmt. Diese Berechnungen der Bewegungen von Mond und Sonne ermöglichten die Vorhersage der Neumonde und damit der Monatsanfänge. Auf ähnliche Art und Weise berechneten die Babylonier die Positionen der Planeten.

Der Sumerische Kalender

Die heutige Einteilung der Zeit in Minuten und in Sekunden geht zurück auf die Sumerer, die in Mesopotamien schon um 3000 vor Christi nach dem `Sexagesimalsystem´ auf der Basis von 60 Sekunden zu einer Minute und 60 Minuten zu einer Stunde rechneten, wie es Dilke 1987 in einer Publikation des Britischen Museums über Maße und Gewichte in der Antike beschreibt. Die Sumerer verwandten sogar das spezielle Symbol `O´ für 60 mal 60, das dann auch die Babylonier übernahmen. (Oder übernahmen es beide Völker von der Arischen Urbevölkerung Mesopotamiens, die zurückgeht auf die Nachkommen Noahs ?) Da alle Längen- und Hohlmaße dieser Völker nach dem Sexagesimalsystem definiert waren, vermuten Anthropologen, dass der regelmäßige Pulsschlag eines sumerischen Priesters das Urmaß für Zeit und Raum gewesen sei, da 24 mal `O´ Pulsschläge einen Tag ausmachen. Gegen diese These spricht allerdings zum einen, dass dieser Priester einen ziemlich niedrigen Blutdruck gehabt haben müsste, und zum anderen die normalen Pulsschwankungen ignoriert worden wären. Mindestens ebenso wahrscheinlich scheint darum die Hypothese, dass die Kombination der mystischen 5 als menschliche Proportionalzahl mit der 12 des babylonisch-sumerischen Tierkreises die Grundlage des Sexagesimalsystems war. Als sicher kann jedenfalls angenommen werden, dass der arabische Astronom Al Birundi, der um 1000 nach Christi die 60 Sekunden einer Minute und 60 Minuten einer Stunde in die moderne Zeitrechnung einführte, im sumerischen Kalender seine Anregung fand.

Der Buddhistische Kalender

Die Jahreszählung der Buddhisten beginnt 544 vor Christi. Manche nennen dieses Datum das Geburtsjahr des Buddha, andere sein Todesjahr und wieder andere das Jahr der Erleuchtung des historischen Siddharta Gautama. Nach P. Dahlke („Neu-Buddhistische-Zeitschrift“,1921) setzten die Buddhisten Ceylons das Geburtsjahr des Buddha auf das Jahr 624 vor der gregorianischen Zeitrechnung an. Sein Todesjahr (Parinibbana) um 80 Jahre später auf das Jahr 544. Nach indologischen Forschungen war die Geburt des Buddha zwischen 540-480 v.Chr.

Der Griechisch-orthodoxe Kalender

beginnt die Zählung der Jahre mit der Erschaffung der Welt (byzantinisch) am 1.9.5509 v.Chr.  Er hat die genaueste Schalt-Regelung, die sich von den vielen Ausnahmeregelungen des gregorianischen Kalenders dadurch unterscheidet, dass diejenigen Jahre, die durch neun geteilt den Rest 2 oder 6 ergeben, Schaltjahre sind.

Der Jüdische Kalender  

ist sehr verwandt mit dem Babylonischen Kalender, den die Juden in ihrer Babylonischen Gefangenschaft kennengelernt hatten. (Oder gehen vielleicht vielmehr beide auf den bereits erwähnten Arischen Ursprung der Nachkommen Noahs zurück, die sich noch sehr wohl an die vorsintflutliche Sternenweisheit der göttlichen Geistbegabung der menschlichen Urväter erinnerten ?)Das `Kalenderwunderwerk´ der Juden ist ein Mischkalender, der Sonnen-und Mondlauf miteinander vereinigen will, was erklärt, dass er so kompliziert ist. Er beruht auf dem so genannten `Metonischen Zyklus´, weil neunzehn Sonnenjahre ziemlich genau 235 synodische Monate ergeben: 19 mal 365,2421896698 Tage ergibt 6939,6016037 Tage, 235 mal 29,5305888531 Tage ergibt 6939,6883805 Tage. Deswegen wird innerhalb von neunzehn Jahren insgesamt sieben mal ein dreizehnter Monat ein geschaltet. Allerdings ist ihr Kalender durch fünf Regeln noch zusätzlich verkompliziert, die sicher stellen, dass Feste wie der Jahresanfang nicht auf bestimmte Wochentage fallen. Dieser Kalender liegt der Bibel zu Grunde.Bis zum Jahre 359 n.Chr. war er, ebenso wie der Muslimische Kalender heute noch, ein Beobachtungskalender, der eine bezeugte Aussage voraussetzt (wann nämlich die erste Neumondsichel erscheint). Zu Jesu Zeiten wurde im Synhedrion von den Templern jeweils Jahr für Jahr entschieden, wie das Kalenderjahr auszufallen hat, was seit dem zehnten Jahrhundert fest kodifiziert und damit berechenbar gemacht wurde. Der Jüdische Kalender ist als Mischung zwischen Mond- und Sonnenkalender lunisolar. Er hat normale Jahre mit 12 und Schaltjahre mit 13 Monaten. Da bestimmte Feiertage nicht auf einen Wochentag fallen sollen, sondern auf einen Sabbat (= Samstag, bzw. Sonntag nach Gregorianischem Kalender) wurde ein kompliziertes Regelwerk erdacht, in dem die Monate verschiedene Längen haben. Daraus ergeben sich Jahre mit 353, 354 und 355 Tagen und Schaltjahre mit 383, 384 und 385 Tagen. In einem 19-jährigen Zyklus sind die Jahre 3, 6, 8, 11, 14, 17, 19 Schaltjahre. Die Jahre basieren zwar auf dem Mondjahr, werden aber in Angleichung an den Sonnenzyklus variiert.Die Jüdische Zeitzählung, die seit dem 11. Jahrhundert verwendet wird, beginnt mit der Weltschöpfung, die auf den 7. Oktober 3761 v. Chr. gelegt wurde. Der Kalender existiert etwa seit dem 4. Jahrhundert n. Chr. und wurde fortwährend bis ins 11. Jahrhundert nach Christus präzisiert. Der Tag beginnt um 18:00 Uhr, das Jahr am 1. Tishri im Herbst.Die Monate heißen Tishri, Cheshvan, Kislev, Tevet, Shevat, Adar, Veadar (Nur in Jahren mit 13 Monaten), Nisan, Iyar, Sivan, Tammuz, Av und Elul.

Der Islamische Kalender

Während das Jahr normalerweise 365 Tage dauert, ist das Islamische Jahr (meistens) um elf Tage kürzer. (Dies bringt zwar mit sich, dass Muslime öfter Geburtstag feiern können, allerdings altern sie auch schneller.) 34 Jahre des Islamischen Kalenders entsprechen etwa 33 Jahren des Gregorianischen Kalenders, was bei der Umrechnung geschichtlicher Daten zu berücksichtigen ist. Die Begründung dafür liegt darin, dass der Islamische Kalender ein reiner Mondkalender ist.

Während es im Gregorianischen Kalender insgesamt vier verschiedene Monatstypen mit 28, 29, 30 und 31 Tagen gibt, wechseln sich im Islamischen Kalender Monate von 30 Tagen mit solchen von 29 Tagen Länge ganz regelmäßig ab, weshalb ein gewöhnliches islamisches Jahr also nur 354 Tage dauert. Die Zeit von Neumond bis Neumond nennt man einen synodischen Monat, (Synode = Zusammenkunft), was das Zusammentreffen von Sonne und Mond bei Neumond meint, als den Beginn eines neuen synodischen Monates. Die durchschnittliche Länge eines synodischen Monats (auch `Lunation´ genannt) dauert 29 Tage, 12 Stunden, 44 Minuten und 2,8 Sekunden. Der Umlauf des Mondes in Beziehung zum Fixsternhimmel, wird siderischer Monat genannt und ist die Zeitspanne zweier aufeinander folgenden Passagen desselben Sterns. Diese Bahn dauert durchschnittlich 27 Tage, 7 Stunden, 43 Minuten und 11,5 Sekunden. Der synodische Umlauf dauert also durchschnittlich etwa 2 Tage und 5 Stunden länger als der siderische Umlauf. Die Länge der Monate im Islamischen Kalender beträgt durchschnittlich 29,5 Tage. Diese Länge ist aber, bezogen auf den synodischen Monat, um 44 Minuten und 3 Sekunden zu kurz, weshalb man am zwölften Monat `Dhu-al-Hijah´ in dreißig Jahre insgesamt elf mal einen zusätzlichen Tag einschaltet. Dadurch hat der Muslimische Kalender eine mittlere Monatslänge, die nur rund 3 Sekunden kürzer ist als die wahre Monatslänge. Die Jahreszählung beginnt mit der Flucht Mohammeds von Mekka nach Medina (Hedschra) am 16. Juli 622 n. Chr. (nach dem Gregorianischen Kalender).

Der Indische Kalender 

Spekulativ zu nennen, da archäologisch bisher noch nicht beweisbar, wenngleich durch eine ziemlich lückenlose Indizienkette nachvollziehbar, ist die Beziehung des sagenumwobenen Volkes von Atlantis (Hanoch), als die untergegangene vorsintflutliche Hochkultur der Vorfahren der Arier (Aryer), die sich als Nachkommen Noahs von ihrer Ursprungszelle Ariwan (Eriwan) in Mesopotamien, Indien, Ägypten, Babylon, Persien und im Zuge der Völkerwanderungen auch in anderen Weltgegenden niederließen. Die Verknüpfungen der Sprache, Zeitrechnung und Sternenkunde sind so intensiv, dass es oft schwierig ist, den eigentlichen Ursprungsort bestimmter Errungenschaften zu lokalisieren, weil zumeist (nach der `Babylonischen Sprachverwirrung´ zumal) jede aus dieser Keimzelle erwachsenden Kultur, bestimmte Sonderheiten der einstigen gemeinsamen Ursprache und Sternenweisheit vornehmlich bewahrte. So verbreitete sich vermutlich das Wissen der alten Atlanter, deren Kenntnisse von den Zusammenhängen zwischen Erde und Kosmos zu ihrer Zeit alles sonst auf der Erde bekannte bei weitem übertraf, im Orient und in der ganzen Welt, um dann schliesslich über die Griechen, Römer und Araber bruchstückweise auch Europa zu erreichen, wo dieses Wissen noch heute, oft in Unkenntnis der wahren Quelle des Göttlichen Ursprungs, als Griechisches, Römisches oder Arabisches Wissen betrachtet  wird.Zum Beispiel die `0´, als wesentliches Element der Zahlen, die über die Araber Eingang auch in die abendländische Kultur fand, hat ihren eigentlichen Ursprung in Indien, wo dieses wesentliche Glied aller höheren Mathematik, als Rückerinnerung an die einstige ganzheitliche Wissenschaft göttlicher Offenbarung konserviert war, zur inspirativen Befruchtung aller späteren Kulturen. Wohingegen wiederum in anderen Kulturen bewahrte Eigenheiten der einstigen holistischen Menschheitskultur, zu gegebener Zeit ihren Weg auch nach Indien zurück fanden. So gab es in Indien früher eine unüberschaubare Anzahl an unterschiedlichen Kalendern, die seit dem 22. März 1957 zu einer Zeitrechnung reformiert wurden, deren Schaltjahrregel dem gregorianischen Kalender entspricht. Der 22. März ist zugleich auch der Jahresbeginn im indischen Kalender, der in Schaltjahren auf den 21. März gelegt wird. Zu besonderen religiösen Zwecken werden in Indien aber noch eine Reihe alter Kalenderformen weiter geführt.

Der Chinesisch-Japanische Kalender

Die Welt kennt viele Kalendersysteme, aber kaum ein komplizierteres als das des Chinesischen Kalenders. Es verbindet ein duales- mit einem Fünfer- und einem Zwölfersystem. Im Westen ist das Zwölfersystem des Chinesischen Tierkreises das bekannteste, nach dem die Jahre, Monate, aber auch die Stunden des Tages gezählt werden. Ursprünglich erfolgte die Zählung nach einem eigenen Zählsystem für Ordinalzahlen, das die Rangfolge zählt:ko = erstes-, otsu = zweites-, hei = drittes- Jahr usw.

Um sich die Jahre leichter merken zu können, wurden sie mit den 12 Tieren der Chinesischen Astrologie verknüpft: ne = Ratte, ushi = Rind, tora = Tiger usw. (siehe die chinesische Astrologie): „Der fünffache Pfad zum erhabenen Verstehen“.Traditionell wird die Zeit in Epochen, Jahren, Monaten, Tagen und Stunden nach den Himmelsstämmen (tian gan) und den Erdzweigen (di zhi) eingeteilt. Der in der Shang- Dynastie etwa Mitte des 2.Jahrtausends vor Christi entwickelte Kalender basierte auf dem Lunisolarjahr mit 12 durchnummerierten Monaten zu 29 bzw.30 Tagen und  ausgleichenden Schaltmonaten. Unabhängig von den Monaten wurden die Tage sexagesimal gezählt, wobei jeweils 10 Tage eine Dekade bildeten. Die 60er Zyklen von 60 Tagen, 60 Monaten, 60 Jahren, 60 Epochen und 6 Divisionen wurden alle kombiniert und für die verschiedensten Berechnungen der Zeitqualität herangezogen. Eine chinesische Epoche umfasst 60 Zyklen zu je 60 Jahren = 3600 Jahre.

Ein großer Zyklus umfasst 180 Jahre, das sind 3 kleine Zyklen zu 60 Jahren oder 9 Perioden zu 20 Jahren. Chun Jie (Jie = Festtag) – das chinesische Frühlingsfest, ist das historische Neujahr Chu Yi (= erster Tag des neuen Jahres) des Mondkalenders. Seit 1949 nach der Revolution der Gregorianische Kalender eingeführt wurde, ist auch in China der 1. Januar der Jahresanfang. Bis dahin war, wie in allen Ländern, die ihre Zeit nach dem Mondkalender bestimmten, der Jahresanfang im Frühling gewesen (bei den Römern z.B. lag der Jahresanfang bis 46 v.Chr. auf dem 1. März).

In Japan ließ Tennô Meiji am 11.9.1872 die Übernahme des Gregorianischen Kalenders verkünden. Seit dieser Zeit gilt in Japan „Sei-reki“, der westliche Kalender. Die Jahres- und Monatszählung wurde übernommen und den sieben Wochentagen der vier Wochen gab man die Namen der fünf chinesischen Elemente, an die die Endung `yô´ (= „Gestirn“) angefügt wurde. Dadurch wurden die Elemente, die in der chinesischen Astrologie eine große Rolle spielen, mit den Planeten verbunden; Sonne und Mond ergaben die fehlenden Tage. Die Tagesnamen, an die `hi´ bzw. in der Zusammenziehung `-bi´ (= „Tag“) angehängt wurden, lauten jetzt:

Nichi-yô-bi      Sonnen – Tag                      Sonntag 

Getsuyôbi       Mond-Tag                            Montag  

kayôbi:             Feuer-Stern-Tag                 Mars: Dienstag 

suiyôbi:            Wasser-Stern-Tag              Merkur: Mittwoch

mokuyôbi:        Holz-Stern-Tag                   Jupiter: Donnerstag

kinyôbi:            Metall/Gold-Gestirn-Tag      Venus: Freitag

doyôbi:             Erd-Stern-Tag                     Saturn: Samstag

 

Der Balinesische Kalender

Der `Saka-Kalender´ Balis ist der Indische Shaka-Kalender; ein Mondkalender. Kombiniert mit der Periodik des `Pakuwon´, zählt der Saka die Jahre. Er ist ursprünglich der Kalender der Shaka-Dynastie, die im Gregorianische Jahr 78 n.Chr. an die Macht kam. Dieser Balinesische „astrologische“ Kalender zählt einen kombinierten 35-Tage Zyklus von Fünf- und Siebentagewoche. Es ist also nicht wirklich ein astronomischer Kalender, der sich nach den Gestirnskonstellationen richtet, sondern eher ein „kombinatorischer“ Kalender, der neben der Aufgabe der quantitativen Zeitrechnung auch ein System zur Erfassung der inneren Qualität der Zeit ist. Er erfüllt dadurch eine vergleichbare Funktion wie astrologische Berechnungen, die Rückschlüsse auf den Charakter und das `Schicksal´ von jemandem zulassen, der an einem bestimmten Kombinationstag geboren ist. Die Balinesische Schicksals- und Charakterkunde aufgrund des Geburtstages ist eine komplizierte Esoterik, die den Astrologen vergleichbare Spezialisten zur Auslegung bedarf. Die meisten Balinesen suchen solche Spezialisten vor bestimmten Entscheidungen auf, um den günstigsten Zeitpunkt (z.B: für Hochzeit, Vertragsabschlüsse, etc.) zu erfahren.

Der Keltische-Germanische Kalender

Der 1897 entdeckte Kalender von Coligny bestätigt Caesars Aussage, die Keltischen Priester hätten sich auch mit Astronomie beschäftigt, wovon zudem zahlreiche Kultstätten in vielen Teilen Europas zeugen. Das komplizierte System des keltischen Kalenders berücksichtigt sowohl den Sonnen- wie auch den Mondumlauf. Im Unterschied zu allen anderen bekannten Kalendern zählte der Keltische, anstatt nach Tagen, nach Nächten. Basis des Kalenders bilden 12 Monate mit 29 bzw. 30 Nächten, die mit zwei Schaltmonaten in einem fünfjährigen Zyklus mit dem Sonnenjahr in Übereinstimmung gebracht wurden. Alle 521 Jahre wurde ein zusätzliches Schaltjahr eingefügt. Ihr Kalender ermöglichte es den Kelten, mit einer Genauigkeit von ± 1,5 Tagen, für 455 Jahre die Position der Sonne voraus zu berechnen. Die Position des Mondes konnten sie mit einer Ungenauigkeit von 0,8 Tagen feststellen.

Weil die Kelten glaubten, dass das Dunkel das Licht in die Welt setze, der Tag aus der Nacht entstehe und analog dazu, das Leben aus dem Tod, waren ihre Monate nach „dunkel“ oder „hell“ eingeteilt. Die Tage des zunehmenden Mondes wurden als „günstig“, die des abnehmenden Mondes als „ungünstig“ bewertet. Der Keltische Kalender verband jeweils 3 Monate zu einer Zeitperiode, den 4 Jahreszeiten, deren Fixpunkte im Jahreslauf die Jahreszeitenfeste waren: Das Jahr begann mit der dunklen Hälfte des Jahres am 1. November (Samhain), dem Winteranfang – sozusagen der „Jahresnacht“; der 1. Februar (Imbolc) bezeichnete den Frühlingsanfang; der 1. Mai (Bealtaine) leitete zum Sommer ein; und mit dem 1. August (Lughnasa) wurde es Herbst. Auffallend ist die Ähnlichkeit des keltischen Kalendersystemes in der Aufteilung der Monate in helle und dunkle Hälften zu je 15 Tagen mit dem der Hindus. Ebenso spielt in der Mythologie beider Völker die Zahl 9 (als Anfang oder Ende eines Zeitabschnittes) sowie die Zahl 27 eine besondere Rolle: Die keltische Tradition verweist auf 27 Konstellationen des Mondzodiakum, die hinduistische auf die 27 Sterngattinnen des Mondgottes Soma, wie P.B. Ellis erläutert. Diese Beziehung erklärt sich aus dem östlichen Ursprung dieses Volkes, dessen Wanderbewegungen sie aus der Mesopotamischen Wiege der Menschheit, als gleichwie Inder (Babylonier, Ägypter und Hebräer…) Nachkommen Noahs, nach Europa führte.

Der Kalender der  M A Y A

Was über den Göttlichen Ursprung aller Sternenweisheit im allgemeinen und über die Beziehungen zum Altägyptischen Kalender im besonderen gesagt wurde, gilt auch für den Maya-Kalender, der eindeutig ägyptische Grundzüge erkennen lässt. Dafür gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder kamen die Maya unabhängig von den Ägyptern zu gleichen Ergebnissen ihrer Astronomie, Architektur und monumentalen Baukunst, weil die Betrachtung der kosmischen Wirklichkeit aus allen Perspektiven zu ähnlichen Resultaten führen muss (weil das, was wahr ist – überall wahr ist); oder es bestanden tatsächlich frühe transatlantische Verbindungen zur sogenannten `Neuen Welt´, die demnach gar nicht so neu wären, wie es die spanischen Eroberer (Conquista) meinten. Der grundlegende Unterschied zwischen deren `Entdeckung´ Amerikas und dieses vermuteten wesentlich früheren Kontakts bestand wohl im Wesentlichen darin, dass der erste Besuch wichtige Impulse für den Aufbau einer großartigen Kultur brachte – die der zweite mit einer unfasslichen Dekadenz und Goldgier wahrlich barbarisch zerstörte. Dies erklärt auch die Arglosigkeit der Mayas und die freundliche Aufnahme der Spanier bei den südamerikanischen Indianern, die sich in ihren Mythen und Legenden sehr wohl an den ersten Besuch bärtiger, weißer Männer erinnerten, die sie wie „Götter“ verehrten, wie Steinrelieffs und Skulpturen bezeugen. Die Rückschlüsse auf `Götter aus dem All´, die, nach These Erich von Dänikens, mit Raumschiffen als Kulturstifter gelandet seien, scheint dagegen etwas weit hergeholt, wie die weiteren Ausführungen zeigen werden.

Die Conquista und die von ihr mitgebrachte spanische Sprache in lateinischem Alphabet markierte also das Ende einer alten Kultur mit einer hochentwickelten Schriftsprache, die, wenn die europäischen Invasoren sie in ihrer überheblichen Unwissenheit nur verstanden hätten, heute möglicherweise integrativer Bestandteil der Kultur Europas wäre, wie zum Beispiel die Kartoffel, der Kakao oder Tabak. Doch damals hielt man die Maya nicht für fähig, eine komplexe Hieroglyphenschrift wie etwa die der Ägypter zu entwickeln, und anstatt sich die Mühe zu machen, die Sprache der gastfreundlichen Indios zu erlernen, prägten die Spanier ein Verhalten, das imperialistischer Standard der Kolonialmächte wurde, bei der Verteilung der Welt, die gleichfort noch heute im Ergebnis eine andauernde Ausbeutung und das globale Gefälle von reich und arm begründete. Dass dies auch noch mit dem Segen und im Namen der römischen Kirche geschah, ist sicher nicht Gott anzulasten, sondern zeugt von absichtlichem Missverstehen der göttlichen Offenbarung und des Gebotes der Nächstenliebe aus Gründen der Habgier. Das teuflische Verschulden dieser Menschen, das sie mit ihrem freien Willen auf sich luden, wird jenseits der irdischen – in einer höheren geistigen Wirklichkeit, einen Preis gekostet haben, wegen dem sie das Gold der Maya-Kunstwerke, das sie zu Barren schmolzen und schiffsweise nach Europa transportierten, wohl eine Ewigkeit verflucht haben werden. Es ist anzunehmen, dass sie ihr `El Dorado´ – das sagenhafte Land des Goldes, von dem die Indios ihren goldgierigen Unterdrückern erzählten, um sie zu narren, auf eine andere Art gefunden haben mögen, als es ihnen träumte. Jedenfalls verdeutlicht hier die Geschichte einmal mehr, dass ein allzu materieller Sinn mit geistiger Blindheit einher geht, denn sonst hätten die Conquistadoren den wahren Reichtum der Maya erkannt, der nicht in dem ihnen unbedeutenden gelben Metall lag. Hätten sie die Maya-Schrift mit der ägyptischen Hieroglyphenschrift verglichen, von der bekannt war, daß sie logosyllabisch (nach Silben geordnet) war, dann hätten sie festgestellt, daß beide Schriften etwa 800 Zeichen haben, die miteinander in Beziehung zu setzen sind. Yuri Knorosow, ein sowjetischer Ägyptologe, veröffentlichte 1952 einen Artikel über einen phonetischen Ansatz zur Entzifferung der Maya-Schrift, worauf bis heute etwa 70% der erhaltenen Inschriften übersetzt werden konnten. Erst seit einigen Jahrzehnten wird eine systematische Maya-Forschung zum immer neuen Erstaunen der Forscher betrieben.Die Entschlüsselung des Maya-Kalenders darf zu einer der großen archäologischen Entdeckungen der Neuzeit gezählt werden, wenngleich von einer erschöpfenden Erkenntnis der tiefen Zusammenhänge, seiner kosmischen Zeitrhythmen mit den inneren Zyklen des Menschen, noch lange nicht gesprochen werden kann. Von allen alten Kalendern, die bekannt sind, ist der der Maya der geheimnisvollste. Heutige astronomische Messungen bestätigen ihn als am exaktesten. Die Mayas beginnen ihre Zeitrechnung an einem Datum in der Urgeschichte, als es dieses Volk noch gar nicht gab, und lässt ihn Jahrhunderte nach ihrem Untergang enden – gerade in unseren Tagen des beginnenden 21.Jahrhundert: Nach Eric S. Thompson („Maya Hieroglyphic Writing“) beginnt die Maya-Ära am 11. August 3114 v.Chr. und endet am 21.Dezember 2012 (unserer Zeitrechnung). Warum wählten die Mayas dieses spezielle Nulldatum, das weit über ihre eigene Vergangenheit hinausreicht ?  Anthony Aveni („Skywatchers of Ancient Mexico“) erwähnt eine Konjunktion aller sichtbaren Planeten im Sternbild des Widders, die sich um Mitternacht des 17./18. Februars im Jahre 3100 v.Chr. ereignet haben soll. Dieses astronomische Ereignis liegt erstaunlich nahe zum Jahr 3114 v.Chr., dem Beginn des Maya-Kalenders. Obwohl es zwar im Jahre 3114 v.Chr. sicher keinen Mayabeobachter gab, der dieses Ereignis einer außergewöhnlichen Konstellation gesehen hätte (denn damals gab es die Mayas noch nicht), ist die Annahme berechtigt, daß das astronomische Wissen der Mayas ausreichte, die Positionen der Planeten in einer weit entfernten Vergangenheit (oder Zukunft) zu berechnen. Zumindestens behauptet Gregory M. Severin („The Paris Codex“), dass die Mayas, denen auch die Periodik der Präzession des Frühlingspunktes bekannt gewesen sein soll, tatsächlich die Fähigkeit zur Berechnung der Planetenbahnen besaßen. Eine weitere Frage jedoch ist, warum der Maya-Kalender am 21.Dezember 2012 endet. Den Spekulationen hierüber scheinen keine Grenzen gesetzt und so kursieren auch allerlei Theorien über bevorstehende Transformationen des menschlichen Bewusstseins und Neuordnungen der Erde, die vielfach in Verbindung gebracht werden mit dem beginnenden Wassermannzeitalter oder der Apokalypse der Johannes-Offenbarung. Die alten Mayas werden aber auch instrumentalisiert für oft abstruse Phantastereien, zum Beispiel von außerirdischen Göttern in Ufos, oder Endzeitprophezeiungen, die schon mehrfach vergeblich auf vorhergesagte Ufo-Flottenverbände warten ließen, die bestimmte Menschen vor einer `großen Erdreinigung´ ins All retten sollten. In der Annahme, dass Gott, als allumfassender Geist, keine technologischen Raumschiffe nötig hätte, um Menschen von der Erde zu `entrücken´, scheinen solche Vorstellungen abwegig und auch keinesfalls die Intention der Maya gewesen zu sein. Es gibt Vermutungen, dass die Maya ihre astronomischen Studien auch deshalb so intensiv betrieben, weil sie an den Zeitalterwechseln besondere kosmische Ereignisse erwarteten, denen sie vorbereitet gegenüber stehen wollten.  Weltuntergangsprophezeihungen gibt es schon so lange wie es Menschen gibt. Für die Maya war dieses Datum jener Sternkonstellation am 21.12.2012 einfach die „Stunde Null“ als End- und neuer Anfangspunkt eines neuen Zyklus ihres Kalenders. Nachdem zunächst die grundlegende Funktionsweisen des Maya-Kalenders erläutert werden, soll darauf zurück gekommen werden.

Tatsächlich zeugt die Geologie von gewaltigen Umwälzungen apokalyptischen Ausmaßes auf diesem Planeten, die durch Asteroiden-Einschläge, Klimawechsel, Polsprünge usw. hervorgerufen wurden. Auch die Mythen der verschiedenen Kulturen erzählen übereinstimmend von Wärme- und Kälteperioden (Fimbul-Winter), Katastrophen wie die Sintflut und Weltuntergängen von Zivilisationen wie Atlantis. Nach astronomischen Berechnungen werden im Jahre 2022 der 800 m große Asteroid BF19 und bereits 4 Jahre später der 1,6 km große Asteroid XF11 der Erde sehr nahekommen, wenn nicht sogar die Erdbahn kreuzen. (Die Asteroiden, in einem Gürtel zwischen Mars und Jupiter, sind die Trümmer eines einstigen Planeten.) Doch dass die Erde durch den Zusammenstoß mit einem Kometen global verwüstet und das Leben der Menschheit auf Erden zur Gänze ausgelöscht werden könnte, ist zwar theoretisch möglich, aber selbst in Millionen von Jahren unwahrscheinlich. Kollisionen der Erde mit Himmelskörpern passierten vor allem in der Frühzeit des Planeten, bevor sich das feinst ausbalancierte Sonnensystem stabilisierte. Aktuelle Wissenschaftsmodelle erklären so auch die Entstehung des Mondes der Erde, was immerhin auch in Folge eines sehr bewussten göttlichen Schöpfungsplanes geschehen sein könnte. Jedenfalls kann mit einiger Sicherheit behauptet werden, dass es keine Katastrophen von außen sind, die das Leben auf diesem Planeten bedrohen, sondern vielmehr wohl der Mensch selber, der sich und die Erde zerstören würde, wenn es der göttliche Liebeschöpfungsplan zuließe.

„Der amerikanische Wissenschaftsphilosoph Terence McKenna und der amerikanische Physiker und Visionär Peter Russell beschäftigen sich mit den Phänomenen einer Evolutionsspirale. Wir kennen den Vergleich: Komprimiert man die 16 Milliarden Jahre währende Entwicklung des Universums auf die Dauer eines Menschenlebens, nähme die Entwicklung der Menschheit bis dato kaum eine Sekunde ein.

Es könnte daher sein, dass uns die Evolution nur mehr einen minimalen Bruchteil einer solchen Sekunde, also gerade noch einen `Wimpernschlag von Brahma´ einräumt. (…) Die von Visionären konstruierte  „Zeitwelle“ zeigt, dass sich jeder Evolutionsschub und damit verbunden die Entwicklung und das Wissen der Menschheit in einer geometrischen Form darstellt, dass sich aber das Muster in immer kürzeren Abständen wiederholt, immer proportional schneller als zuvor. (…) Das heißt, dass die Wandlungsphasen von Millionen Jahren zu Tausenden, Hunderten, Jahrzehnten und zu immer kleiner werdenden Zeiteinheiten komprimiert werden. (…) Wenn einem das Schicksal zuteil wurde, auf ein langes Leben zurückblicken zu können, wird man erkennen wie rapid sich das Wissen der Menschheit in unserer Ära bereits vermehrt hat, so dass in immer kürzeren Phasen Erfindungen gemacht und Ideen geboren werden, die die Welt verändern.

Aus der Zeit vor der spanischen Eroberung existieren nur wenige originale Texte, weil die schriftlichen Überlieferungen der Mayas in der Mitte des 16.Jahrhunderts von den Spaniern im Namen ihrer Kirche und Krone rigoros vernichtet wurden. Allerdings blieben vielfältige Hieroglyphen-Inschriften an den Bauwerken der religiösen Zentren im heutigen Mexico und Guatemala erhalten, weil die spanischen Imperatoren sie damals nicht entdeckten. Zwar ist die Schriftsprache der Mayas bis heute noch nicht vollständig entschlüsselt, doch wurden seit Mitte des 20.Jahrhunderts immerhin die Maya-Symbole entziffert, die das Verständnis ihres Zahlensystems und damit ihrer Mathematik und die Dekodierung ihres Kalenders ermöglichen. Im Unterschied zum dezimalen Zahlensystem (das die Araber von den Indern gelernt und in ihrer kulturellen Blütezeit in Europa verbreitet hatten), das auf der Basiszahl 10 beruht und sich heute in fast allen Kulturen durchgesetzt hat, entwickelten die Mayas (in Herleitung der physiologischen Verhältnisse des Menschen mit seinen 10 Fingern + 10 Fußzehen) ein Zwanzigersystem. Die Einheit 1 stellten sie in ihrer Zahlenschrift durch einen Punkt dar, die Einheit 5 durch einen Balken. Also wurden die Zahlen von 1 bis 20 durch Kombinationen von Punkten und Balken ausgedrückt. (Die Zahl 19 zum Beispiel, wurde als drei Balken und 4 Punkte geschrieben). Ernst Förstemann, Königlicher Bibliothekar in Dresden, entschlüsselte Ende des 19.Jahrhunderts wesentliche Elemente der multifunktionalen Zeitrechnung der Maya, die lange vor Einführung der Julianischen und Gregorianischen Kalender, die noch ohne Null auskommen mussten, diesen Wert bereits kannten.

Die Maya konstruierten ein ineinander verzahntes kompliziertes Kalenderwerk, dessen Zyklen besonders auf den Zahlen 4, 7, 9, 13 und 20 aufbaute. Ihr Kalender verrät in seiner komplexen Zeitrechnung ein hohes mathemathisches, astronomisches und mystisches Wissen. Die Besonderheit dieses Kalenders ist das Zusammenwirken von drei verschiedenen Systemen (und einigen Variationen innerhalb dieser Systeme), die auch als ineinandergreifende Zahnräder dargestellt werden. Es sind dies der `Tzolkin´ (der heilige Kalender), der `Haab´ (der zivile Kalender) und die Zählung im System des `Long Count´. Der „Haab“ genannte Sonnenkalender bestand aus 18 Monaten zu je 20 Tagen und einem 19. Rumpfmonat von 5 Tagen (= 360 + 5, wie das altägyptische Schema). Das „Tzolkin“ genannte Kalenderrad diente der Deutung der Zeitqualität. Die Zahlen 1 bis 13, die den Mayas heilig waren, wurden mit der Grundeinheit 20 zum Zyklus von 13 x 20 = 260 Tagen kombiniert. Dieser Zyklus von 260 Tagen, der zunächst keinen direkten Bezug zu irgendeiner bekannten astronomischen Periodizität zu haben scheint, entsprach dem Neun-Monde-Zyklus bzw. dem Zeitraum der Schwangerschaft von der Empfängnis bis zur Geburt. Diese 260 Tage in 20 verschiedenen Phasen von jeweils 13 Tage dauernden Zyklen (= Wellen) entsprechen 260 in sich stabilen Qualitäten, die sich rhythmisch wiederholen.

Die Maya verfügten über ein Wissen um die kosmischen Gesetze der Zeit, das über eine bloß äußerliche Zeitrechnung hinausging, sondern vielmehr auch die innere Qualität der vierdimensionalen Zeit mit einbezog, die von der einzigartigen Atmosphäre einer jeden Stunde weiß. Ihr komplexes Kalendersystem erfasste also die Zyklen der Zeit nicht nur in ihren kosmischen Bedingtheiten, sondern auch in ihren inneren Relationen und ihrer Verbundenheit mit der Psyche des Menschen.

Die Verbindung des Tzolkin mit dem Haab, führt zu einer Periode von 18.980 Tagen = 52 Jahren, in denen jeder Tag eine spezifische, eigenartige Wertigkeit hat. Für die Maya reichte die an sich schon unvergleichliche Verbindung des Sonnenrades Haab mit dem Tzolkin offenbar nicht aus (wie den Azteken und Inkas, die diese Kalenderelemente ebenfalls benutzten), denn sie ersannen über diese Zeiträder hinaus (die immerhin 52 Jahre anzeigte, ohne dass sich auch nur ein einziger Tag wiederholt hätte), das Prinzip des „Long Count“, der „Langen Zählung“, die nun jeden einzelnen Tag innnerhalb 5125 Jahren einzigartig und benennbar machte.

 Funktionsprinzip des Maya-Kalenders (Schele/Freidel 1994) In der genialen Konstruktion dieses Räderwerkes der Zeit ist jeder einzelne der 1.872.000 Tage eine einmalige Kombination und in seiner Zeitqualität (für die Maya) präzise deutbar. Der Kalender enthält Berechnungen der Maya-Astronomen von Sonnenfinsternissen, die erst lange, nachdem die Maya-Kultur bereits untergegangen war, stattfanden.Die Maya (auch die Azteken und Inka) kannten das Venusjahr mit seinen 584 Tagen und gaben das Erdenjahr mit 365,2421 Tagen an. Diese Zahl ist exakter als die Zeitrechnung des heutigen Gregorianischen Kalenders mit 365,2424 Tagen.  Der Aufbau des Kalenders: Die kleinste Einheit ist ein kin = ein Tag = 0.0.0.0.1Zwanzig Tage zählen ein uinic= ein Monat = 0.0.0.1.0360 Tagen = 19 uinic = ein tun= ein Jahr = 0.0.1.0.01 Tun = 18 x 20 = 360 Tage.

Es fehlen also 5 Tage an der Vollendung des Sonnenjahres, die am Ende des Tun als „Unglückstage“ ergänzt wurden. Auch die Ägypter und Kelten hielten diese eingeschobenen Tage für ungünstig, weil sie die sonstige Harmonie und universelle Schlichtheit des Kalenders störten.

= 7200 Tage = 20 tun x 360 = ein katun = 20 Jahre= 144.000 Tage = 20 katun = ein baktun = 400 JahreTheoretisch ersann man noch größere Einheiten wie das pictun (20 baktun), in den Inschriften ist das baktun jedoch die größte verzeichnete Einheit.= 20 Baktun = 8000 Tun = 8000 Jahre= 20 Pictun = 160.000 Tun =160.000 Jahre= 20 Calabtun = 3.200.000 Tun = 3.200.000 Jahre= 20 Kinchiltun = 64.000.000 Tun   = 64.000.000 Jahre= 20 Alautun = 1.280.000.000 Tun = 1.280.000.000 J.= 20 Hablatun = 25.600.000.000 Tun = 25.600.000.000 J.     Um nun auf das besagte Datum des 21.12.2012 zurückzukommen: Das sind vom Beginn des Kalenders am 11.08.3114 v.Chr. = 5125 Jahre 8 Monate und 10 Tage. Diese Zeit umgerechnet in das Maya-System unter Berücksichtigung des Sonnenjahres von 365,2421 Tagen/Jahr ergibt exakt 1.872.000 Tage oder (:144.000) = 13 Baktun 0 Katun 0 Tun 0 Uinic 0 Kin!!!Das diese Zahl den Mayas so etwas gewesen sein mag, wie das Milleniumsereignis des Jahres 2000 (Gregorianisch) für die Welt war, versteht sich. Wer erinnert sich nicht an die Kassandrarufe und Weltuntergangsbefürchtungen, die in diesem Ereignis das bevorstehende `Ende der Welt´ sahen ? Von den Maya hingegen ist diesbezüglich nichts überliefert. Damit soll nicht grundsätzlich die Möglichkeit einer globalen Katastrophe vom Ausmaß der Sündflut ausgeschlossen werden, jedoch ist berechtigtermaßen daran zu zweifeln, dass ein solches Geschehen ohne das Zutun der Menschheit passieren sollte (woran sie allerdings fleißig arbeitet). Wenn das Ende der Welt kommt, dann sicher nicht wegen dem Maya-Kalender, und wahrscheinlich auch nicht durch Kollisionen der Erde mit Asteroidentrümmern – sondern nur durch die Unverantwortlichkeit der Menschen selbst. Abgesehen davon, dass jedem irgendwann ohnehin sein persönliches `Ende der Welt´ kommt, auf das es sich für jeden rechtzeitig vorzubereiten gilt, steht außer Frage, dass Gott den Mayas nicht einen Zeitpunkt kundgegeben hat, von dem in der Christlichen Bibel geschrieben steht:„Von dem Tage aber und von der Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht.“ Mat 24,36

Abgesehen von diesen grundsätzlichen Erwägungen, sei darauf hingewiesen, dass es zudem verschiedene Interpretationen darüber gibt, wann der Mayakalender `endet´. Die Berechnungen der Anzahl von Tagen, Wochen und Jahren mögen exakt sein, aber wenn der Ausgangspunkt (schon wegen der Ungenauigkeiten des Gregorianischen Kalenders) nicht genau bekannt ist, dann ist der Zielpunkt eben auch fragwürdig. Nichtsdestotrotz und umso mehr sei hier die astronomische und mathematische Leistung der Maya gewürdigt, die sicher selber am wenigsten das Ende der Welt mit diesem Datum verbanden. Was vor allem von ihnen zu lernen ist, ist das Bewusstsein der Qualität der Zeit, die in rhythmischer Wiederkehr der Phasen verläuft, von denen letztlich doch keine wie die andere ist.

 

Die Relativität der Zeitrechnung

Vergleichsdatum 01.01.2000

Kalender

Historischer Bezug

Beginn Datum (Gregorianisch)

01.01.2000

Moslemisch

Flucht Mohammed nach Medina

19.07.622 n.Chr.

24.Ram.1420

Koptisch

Thronbesteigung
Diocletians

29.08.284 n.Chr.

22.Kiyahk 1716

Balinesisch

Dynastisch

78 n.Chr.

Nyepi 1922

Julianisch

Christi Geburt

1. Januar 0001

19.12.1999

Gregorianisch

Christi Geburt

1. Januar 0001

01.01.2000

Buddhistisch

Geburt, Tod od. Erleuchtung Buddhas

544 v.Chr.

13.04.2543

Sumerisch

Rituell

ca. 3000 v.Chr.

ca. 5000

Maya

Rituell

31.8.3114 v.Chr.

5114

Jüdisch

Erschaffung der Welt

7. Okt.3761 v. Chr.

23.Tebet 5760

Babylonisch

Rituell

ca. 4000 v. Chr.

ca. 6000

Ägyptisch

Rituell

wahrscheinlich
4242

6242

Gr. Orthodox

Erschaffung der Welt

01.09.5509 v.Chr.

7509

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