Die Urbilder des Tarot

O. Der Narr (Rider-Waite-Tarot)

 

Die altägyptischen Urbuchstaben waren keine wesenlosen, bloßen Schriftzeichen, wie uns die Lettern unseres heutigen Alphabets in Unkenntnis ihrer tiefen Symbolik erscheinen mögen, sondern heilige Zeichen, durch die sich die universellen Kräfte des Seins zum Ausdruck brachten.Der innere Sinn der Buchstabensymbole ist in der Mystik der Zahlen, der Kabbala und des Tarot teilweise erhalten geblieben.

 

Die Hieroglyphen der Urbuchstaben symbolisierten zugleich Sinnbilder, die als Grundelemente des Tarot in 22 Wandgemälden im Einweihungstempel zu Memphis dargestellt waren. Obwohl diese alte Kultstätte bereits seit Jahrtausenden verfallen ist, blieb der Nachwelt die Beschreibung dieser Bilder durch den antiken Mystiker Apollonius von Thyana genauestens erhalten. Sie werden in den Betrachtungen und Deutungen der einzelnen Buchstaben zu Rate gezogen werden.

 

Auf diese Darstellungen der altägyptischen Urbilder der Zahlenmystik des Tarot gehen auch alle Kartenspiele zurück, die (bevor ihr geistiger Ursprung bis zur Unkenntlichkeit verwässert wurde), wegen ihrer symbolhaften Darstellung der universellen Wirklichkeit auch über das gegenwärtige und zukünftige Schicksal befragt werden.

Über diesen Gebrauch zur Wahrsagerei und Zukunftsschau (weil jede göttliche Offenbarung aufgrund ihrer Akasha-Allgegenwärtigkeit über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Auskunft zu geben vermag) hinaus, soll hier jedoch nur die Bedeutung der Urbilder des Tarot wegen ihrer Nähe zum Ursprung der Ursprache und Mathematik interessieren.

Zur Kunst des Wahrsagens und des in die Zukunft Schauens indes, sei es mittels Tarot, Astrologie, Runen oder des altchinesischen I Ging, sei hier nur soviel bemerkt, dass viele schon ihre persönliche Freiheit verloren, indem sie sich bald nichts mehr zu unternehmen getrauten, ohne vorher das Orakel befragt zu haben.

Warum sollten wir, um uns wahrhaft als die zu erkennen, die wir wirklich sind, in jahrtausendealten Überlieferungen der göttlichen Weisheit und milliarden Lichtjahre entfernten Sternen nach der Erkenntnis unseres Selbstes suchen, wo doch die Entfernung vom Ort unseres fragenden Verstandes, dem Gehirn, bis zum Wohnort der allgegenwärtigen Wahrheit und Liebe Gottes kaum dreissig Zentimeter beträgt ?!

Das dem Menschen am allernächsten liegende Weisheits- und Wahrheitszentrum seines Herzens, so es durch Liebe geweckt zum Tempel des lebendigen Gottes wurde, gibt allzeit bereitwillig Auskunft über alle unseren Lebensweg betreffenden Fragen.

 

Somit soll hier also den Spuren des Tarot nicht wegen seiner Orakelhaftigkeit, sondern wegen seiner wesentlich größeren Bedeutung für die Ursprache des Menschen und der Aufzeigung seines spirituellen Weges gefolgt werden.

Die Bedeutung des Tarot als Schlüssel zu den Hieroglyphen Altägyptens und als Pfad zu den Wurzeln der Ursprache ist nicht hoch genug zu schätzen.

Jedes Tarotbild trägt einen Buchstaben, der dem Sinngehalt des Bildes entspricht.

 

Die 22, den Buchstaben vorbildlichen Darstellungen der großen Arkana (Geheimnisse) des Buches Thot entsprangen einer tiefen Einsicht in der Beziehung des Menschen zu Gott und bezeichneten den Weg des Menschen aus der Unbewusstheit (der Gottferne), durch alle Bewusstseinsstufen menschlicher Entwicklung – zurück – zur Einswerdung.

 

Schon der Name `Thot´ weist auf die Universalität dieses Buches hin: (vgl. lat.: `tot-um´ = alles). Es enthüllt den Schöpfungsplan Gottes. Im Hebräischen bedeutet `daoth´= Erkenntnis, Wissen, Einsicht – und ist auch mit dem Wort `Tora´ = heiliges Gesetz, verwandt. Das Wort `Tarot´ stammt vom ursprachlichen `tarus´: ein Wort, das sich noch im englischen `truth´= Wahrheit erhalten hat. Ursprachlich bedeutet der Gottesname Thot: `  Vollendung der (Wieder-)Geburt´.

 

Doch die Menschheit ist leider nicht mehr in Kenntnis der Bedeutung der Ur-Hieroglyphen der Ursprache, als gewissermaßen der `Grammatik des Urevangeliums´, oder des Ur-Tarot, als der `urevangelischen Wegbeschreibung´, denn nie bleibt eine Überlieferung jahrtausendelang völlig rein erhalten.

Die Veränderungen des Wortes durch Abschriften und Übersetzungen verfälschten im Laufe der Zeit unwiederbringlich das Bild.

In fortwährender Veränderung des Uralphabetes wurden immer neue Sprachen geformt, was wesentlich zur `Babylonischen Sprachverwirrung´ beitrug.

Zum Beispiel weist das griechische Alphabet, trotz offensichtlicher Übereinstimmungen in Reihenfolge und Namensgebung vieler Buchstaben, bereits wesentliche Umwandlungen gegenüber dem Hebräischen – und umso mehr noch zum `Arischen Ur-Alphabet´ auf. Durch Auslassungen und Zusätze veränderten sich so Zahlwerte – und damit Bedeutungen der einstigen göttlichen Sinngebung, die in ihren Ur-lauten, -lettern, -symbolen, -zahlen und -bildern wesentliche Teile der göttlichen Uroffenbarung an den Menschen waren.

Wenn also schon im Griechischen die logische Reihenfolge der Glieder dieser Ideenkette teilweise zerstört war, um wieviel mehr bei den daraus hervorgegangenen Alphabeten des Lateinischen – und den darauf aufbauenden Sprachen, wie zum Beispiel dem Englischen, Französischen, Spanischen … oder Deutschen?! Vergleichbar ist dieser Prozess der Degenerierung des menschlichen Erbgutes.

 

Und doch bergen auch diese späten Alphabete erstaunlicher- und wunderbarerweise noch heute jenes geistige Licht, das in seiner reinsten Form im Ur-Alphabet und in den Urlauten strahlte. Das Fundament der Ursprache – als Nachhall des einstigen Schöpfungswortes, das alles Sein ins Leben rief – ist noch heute in allen Sprachen der Menschheit als geistiges Erbe erhalten.

 

Wenn es einen Gott gibt, (der in jedem Fall uns und unserer Entwicklung schon deshalb sehr zugeneigt wäre, weil der Schöpfer eines Werkes an dessen Vervollkommnung ein allergrößtes Interesse haben wird,) dann ist von Seinem Schöpfungswerk mit Recht zu erwarten, dass jedes Element des göttlichen Bauplans das göttliche Genom enthält (wie jede Körperzelle den gesamten Bauplan der DNS-Struktur).

Ebenso dürfen wir vermuten, dass in den Elementen des Wortes – jener göttlichen Geistesgabe an den Menschen – die Kraft des göttlichen Schöpfungswortes widerhallt, wenn wir sie nur mit Sinn und Bewusstsein verstehen und auszusprechen wüssten.

Das Herzensverstehen der Buchstaben des Ur-Alphabets würde uns den verlorenen Garten Eden näherbringen. Gemeinsam mit den Engeln würden wir die Elemente der göttlichen Schöpfungsformeln – die Heiligen Zahlen, die über alles menschliche Verstehen reichen – in ihrer Tiefe diskutieren.

 

I. Der Magier  (Rider-Waite-Tarot)

 

Bevor wir also nun den Versuch einer Rekonstruktion der einstigen Ursprache wagen werden, soll diese Einleitung zum besseren Verständnis voraus geschickt sein.

Die Erinnerung an die geistige Ursprache eines ungeteilten Seins muss zweifellos – im Angesicht der Gewohnheit unseres Verstandes in Symbolhaftigkeit zu denken, anstatt das innere Wesen des Benannten zu erfassen – Stückwerk bleiben. Doch immerhin werden wir einen Hauch der einstigen Kraft des Wortes erahnen dürfen, die sich bis heute auf wunderbare Weise in allen Sprachen – wenn auch relikthaft – erhalten hat.

 

 

Die Deutung der Buchstaben

Es empfiehlt sich die Deutungen in Reihenfolge zu lesen, da sich gerade in ihrem Aufbau ihr tieferer Sinn enthüllt.

 

 

Die Bedeutung des Buchstabens “A

Die Bedeutung des Buchstabens “B

Die Bedeutung des Buchstabens “G” (C)

Die Bedeutung des Buchstabens “D

Die Bedeutung des Buchstabens “H

Die Bedeutung des Buchstabens “W

Die Bedeutung des Buchstabens “S

Die Bedeutung des Buchstabens “CH

Die Bedeutung des Buchstabens “T” 9

Die Bedeutung des Buchstabens “I, J

Die Bedeutung des Buchstabens “K

Die Bedeutung des Buchstabens “L

Die Bedeutung des Buchstabens “M

Die Bedeutung des Buchstabens “N

Die Bedeutung des Buchstabens “ß, SZ

Die Bedeutung des Buchstabens “Y

Die Bedeutung des Buchstabens “P, PH

Die Bedeutung des Buchstabens “TH, DH

Die Bedeutung des Buchstabens “Q, KH

Die Bedeutung des Buchstabens “R

Die Bedeutung des Buchstabens “SCH

Die Bedeutung des Buchstabens “T” 400

 

 

D E U T U N G   D E R   Z E I C H E N

 

Die Erinnerung an die vergessene Ursprache

ist zugleich die Rückfindung zu uns Selbst.

 

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