Die Ursprache: Der Weg zur Vollkommenheit

 

 

 

` Q – R – S – T ´

 

Die letzten vier Buchstaben des Ursprachen-Alephbets `Q-R-S-T´ bedeuten in ihrer Reihenfolge sinngemäß:

 

„Herz (`Q´) und Haupt (`R´= höheres Bewusstsein) des Menschen in der Kraft des Geistfeuers (`S´) vollendet (`T´)„.

 

Auch der Name des Erlösers war also schon im Urevangelium genannt: `Q R S T´ (vokalisiert: `Khrist´ oder `Christ´). Der menschgewordene Gott ermöglicht die Vergöttlichung des Menschen.

Das ist die Erlösung von der „Sünde“ Adams und Evas, die einzig darin bestand, sich – statt des Bewusstseins des Einsseins mit Gott – von Ihm getrennt zu erleben.

Und nun wundert es auch nicht mehr so sehr, dass schon Horus in der altägyptischen Offenbarung diesen Titel trug. Der mythische Horus ist die urevangelische Verheißung des QRST, des Erlösers aus der Trennung des Menschen von Gott.

Die Rückführung des entweihten Teils des göttlichen Erbes im Menschen – zurück in das Zentrum der kosmischen Urlebenskraft der Liebe Gottes: das ist die Erfüllung des göttlichen Plans.

Gedanklich steht nun der `Adam Kadmon´ vor uns, der auf seinem Weg durch Irrtum und Leid in der Materiewelt durch seine Fehler sehend wurde.

Durch Überwindung seines trennenden Eigenwillens, der bis dahin sein Denken und Tun lenkte, findet er nun als freier Mensch (= körperlich, seelisches Geistwesen) zur Einheit mit Gott zurück und erwacht aus seinem tagträumenden „Schein-Ich-Todesschlummer“ als ewiges Gotteskind.

Darum sagt Johannes der Täufer:

 

„Er (der Christusgeist) muss (in mir) wachsen, ich aber (das „Schein-Ich“) muss abnehmen.“ (Johannes 3,30),

 

bis wir schließlich mit Paulus sagen können:

 

„Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir.“ (Galater 2,20)

 

Von gleichem Sinn zeugt der Zahlenwert des `Tau´= 400: Hier wiederholt sich auf der dritten Ebene die Zahl `4´ = „Verwirklichung des Schöpfungsgedankens in der Welt“. Diese dritte Wiederholung deutet des Menschen Wiedergeburt durch die Vergeistigung der Stofflichkeit seiner freien Seele an.

 

„Es wird gesät ein natürlicher Leib und wird auferstehen ein geistlicher Leib.“ (1 Korinther 15,44)

 

Dieses Wort kennzeichnet den Sinn der Allegorie des Tarotbildes „Die Welt“ und des Lautes `T´ im Alephbeth sehr treffend. Es bezeichnet die Erfüllung und Vollendung des göttlichen Schöpfungsplans in der Entfaltung des geistigen Wesens, dass Er nach Seinem Ebenbild erschuf.

 

Das sicher nicht letzte aber vielleicht tiefste Geheimnis des `Tau´ findet sich in der Deutung der beiden Laute, die seinen Namen bilden: `T´ = „Vollendung“ und `U´ = „`tu´ (indogermanisch) = thou, you, du“. Darin liegt der eigentliche Grund für die Schöpfung verborgen:

Die all-einige `Liebe´ erschafft das Du als freies Gegenüber, um es zu lieben – und um von ihm wieder geliebt zu werden. Das ist die Erfüllung im `TU´ = `DU´!

Die altdeutsche Schreibweise des Du = `TV´ bedeutet gleichzeitig „Vollendung der Willensfreiheit“. Der mit dem göttlichen Willen geeinte eigene Wille des geistig Wiedergeborenen, führt ihn in die höchste Freiheit des Gottesbewusstseins.

Gott, dem `Ich Bin´, ist jedes seiner Kinder ein geliebtes `Du´- und das geistig erwachte `Ich´ erkennt wiederum in Gott sein ewiges `Du´.

Dieses `U´ hat nicht zufällig die Form einer Schale. Es ist das Bild für jenes Gefäß, mit dem die Seele das Gotteslicht des Lebens empfängt: jener `Heilige Gral´ also, der nicht an irgendeinem Ort in der Welt, sondern nur im eigenen Herzen zu finden ist. Dieses Gefäß des Herzens, überfließend im Licht und der Kraft des Heiligen Geistes ist die Vollendung des Menschen – KRST – Christus in uns.

 

Mit diesem letzten Bild der `Großen Arkana´ des Tarot erfüllt sich im `Q-R-S-T´ die urevangelische Verheißung des Erlösers, dem `Christ´.

Dies gibt Antwort auf die Frage, was es bedeutet zu sagen: „Ich bin Christ“. `Q-R-iS-T´ = “Die Herzkraft der Liebesonne ist im Denken, Fühlen und Tun vollkommen”.

Wer kann dies von sich behaupten? Nur diejenigen, in denen diese Liebesonne Selbst mächtig geworden ist.

 

Tausend = `Tau is end´ = `Tau ist die Vollendung´.

Nun kann der `Adam (und die Eva) Kadmon´ als vollendeter Mensch in jedem von uns sprechen:

 

„Ich bin das Aleph der Urliebe Gottes und das Tau Seiner schöpferischen Tat, die mir eigene Form und Prägung gab.“   (M. Kahir).

 

`Thou is end´, das Du ist vollendet!

(`Thou´ ist die rituelle Du-Anrede Gottes im englischen Gebet.) Damit wird begreiflich, warum die Offenbarung des Johannes die Zahl 1000 jenem Reich zuschreibt, das der Messias (der mit dem Geist Gesalbte) auf Erden errichten wird.

 

Abschließend sei noch einmal festgestellt, dass die 22 Buchstaben des hebräischen Alephbets, der Baum des Lebens, mit seinen ebenfalls 22 Zweigen und Verbindungen zwischen den zehn Stufen oder Sephiroth, sowie die 22 Tarotbilder nicht zufällig in Beziehung zueinander stehen, sondern sich vielmehr als spirituelle Pfade zur Weckung und Entwicklung des Bewusstseins vollkommen ergänzen. Sie zeugen in ihren verschiedenen Ausdrucksformen (Laut, Name, Zahl und Bild) von Einem und Demselben.

 

In der Interpretation der einzelnen Buchstaben und Bilder in ihrer Beziehung zu den ihnen entsprechenden Zahlenwerten, enthüllen sich immer tiefer die erstaunlichsten und wunderbarsten Zusammenhänge.

 

Diese Ausführungen zum Tarot (ägypt.: `Alles in Allem´= Die Einheit), dem Buch `Thot´ der alten Ägypter, sind nur eine skizzenhafte Andeutung der mystischen Tiefe der Bildsymbolik in ihrer Beziehung zu aller Mathematik, Sprache und Schrift.

An diesem Urtestament des menschlichen Geisteserbe kommt niemand vorbei, der sich ernsthaft mit Sprachforschung und der Etymologie der Ursprache beschäftigt. Ihre vollständige Dechiffrierung wird der Menschheit den Weg zurück in die Zukunft des vollkommenen Seins weisen.

Die sprachlichen Prozesse der Grammatika moderner Sprachen verlaufen solange nur in dreidimensionalen Denkstrukturen, bis der Geist im Menschen das Wort in seiner vieldimensionalen Wirklichkeit erweckt.

Die Sprache ist also kein Zufallsprodukt, sondern folgt in all ihren Veränderungen, Verzweigungen und Weiterentwicklungen  bis heute geistigen Gesetzmäßigkeiten, die zu den Wurzeln des Wortes und der Quelle des Lebens zurückzuführen vermögen.

 

Dieses Geschenk Gottes befähigt allerdings noch Niemanden von uns zur Vollkommenheit und Erlösung vom Tod, der uns durch das Vergessen unserer Göttlichkeit wurde, wenn nicht der K-R-S-T in unseren eigenen Herzen aufersteht.

 

 

 

 

D E U T U N G   D E R   Z E I C H E N

 

Die Erinnerung an die vergessene Ursprache

ist zugleich die Rückfindung zu uns Selbst.

 

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