Quinta Essentia: Das Geheimnis der Freien Energie

Zum besseren Verständnis dieses Themas, das gerade heute – in einer Zeit eines nie dagewesenen „Energiehungers“ der Menschheit und der daraus resultierenden ökologischen Probleme globalen Ausmaßes – von größter Bedeutung ist, muss etwas ausgeholt werden. Vor dem Verstehen der zukünftigen Entwicklung der Welt stehen die alten ungelösten Fragen: „Wie entstand das Universum?“ – „Welche Kraft bewirkte dies?“ Denn um das Seiende und das Kommende zu verstehen, muss man den Ausgangspunkt kennen. Am Samen erkennt man die Frucht.

 

urknall

Die Entstehung des Universums

Die Religionen beantworten die Fragen nach dem Grund der Dinge in allegorischen Bildern – während die Physik ihre Hypothesen in kryptischen Formeln umschreibt. Ebenso wahrscheinlich oder unwahrscheinlich wie das aktuelle kosmologische Standardmodell der Urknalltheorie sind die Schöpfungsberichte der Religionen, deren symbolhaften Bilder den Wissenschaftlern ebenso verschlossen bleiben müssen, wie die Formelsprache der Wissenschaftler den Normalsterblichen. Es könnten allerdings auch die unterschiedlichen mythologischen Weltbilder der Urvölker als archetypische Sinnbilder durchaus Funken der Wahrheit bergen. Vermutlich hat die uranfängliche Wirklichkeit viele Facetten.

Nun war vermutlich niemand an diesem vermuteten Anfang dabei, der die Phantasie der Kulturen schon immer zu den seltsamst anmutenden Schöpfungsmythen anregte. Die Lehrsätze der Wissenschaftler von heute, die erklären sollten, wie alles anfing, sind die modernen kosmologischen Mythen. Sie trauen weniger auf göttliche Überlieferung, Visionen oder Analogien zwischen innerem und äußerem Kosmos, sondern basieren vielmehr auf theoretischen Annahmen und astronomischer Beobachtung. Ihre Schöpfungsgeschichte, die zumeist, statt der planenden Absicht eines Schöpfers, einem unfasslichen Zufall die Entstehung des Universums und der Welten zuschreibt, scheint derzeit das von den meisten Kosmologen akzeptierte Modell zu sein. Es kann aber alles auch völlig anders gewesen sein.

Zumindest genau so plausibel wie die Urknalltheorie – die Vorstellung eines explosiven Anfangs und eines implodierenden Endes des Alls – ist, (nicht nur des Energieerhaltungsgesetzes wegen,) die vedische Anschauung, dass immer schon alles  – jenseits unserer beschränkten Wahrnehmung von Raum und Zeit – im Hier und Jetzt in Vollkommenheit existierte.

Schauen wir mit was für Problemen die Astrophysiker und Kosmologen von heute in ihrem Bemühen um Bestätigung ihrer Welterklärungstheorie zu kämpfen haben.

 

Das Alter des Universums

Die kosmische Hintergrundstrahlung und die Rot-Verschiebung, die im Durchschnitt zunimmt, je weiter eine Galaxie entfernt ist, zeige, dass das Weltall sich von einem fiktiven Urknall an, explosiv ausgedehnt habe, bis es die jetzige Phase einer evolutionären Entwicklung erreicht hätte. Nach jahrzehntelangem Streit darüber, wann genau das gewesen sein soll, meint man heute das Alter des Universums auf 13,7 milliarden Jahre rückdatieren zu können. Nun, hier soll es uns auf eine milliarde Jahre mehr oder weniger nicht ankommen.

 

Alter des Universums

Der modernen Inflationstheorie zufolge, die eine Erweiterung des Kosmologischen Standardmodells der Expansions- bzw. Urknalltheorie ist, sei das Universum in Bruchteilen von Sekunden exponentiell expandiert. In kürzester Zeit hätte es sich beim Übergang aus einem energetisch metastabilen in einen stabilen Zustand um einen gewaltigen Faktor (etwa 1050) wie ein Luftballon aufgebläht, was den Kosmos habe flach werden lassen. Durch die explosive Ausdehnung hätte sich das Universum nun in einer Phase der Abkühlung befunden, in der die sogenannte „Nukleosynthese“ ein sukzessives „Ausfrieren“ der Energie zu materiellen Strukturen zur Folge gehabt hätte.

Nur etwa eine zehntausendstel Sekunde nach Beginn der explosiven Ausdehnung sollen sich unter Photoneneinwirkung freie Quarks zu einem Quark-Gluon-Plasma verbunden haben, in dem sich freie Nukleonen (Neutronen und Protonen) und Elektronen gebildet hätten. Bei einer Milliarde Grad Kelvin (etwa eine Sekunde nach dem „Big Bang“) hätte die Photonen-Energie so weit abgenommen, dass sich die, durch Fusionsreaktionen erzeugten, leichten Atomkerne stabilisiert hätten. Dies hätte die Bildung von Wasserstoff- und Helium-Isotopen zur Folge gehabt – dem Grundstoff, aus dem später die Sterne geworden seien.

Mit zunehmender Abkühlung des expandierenden Universums seien bei Temperaturen von etwa 10 Milliarden Grad K keine Elektronen-Positronen-Paare mehr erzeugt worden und der Prozess des Ausfrierens der schwachen Wechselwirkung wäre abgeschlossen gewesen. In der inflationären Expansion seien – in einem Zeitraum zwischen einer Sekunde und drei Minuten – die ursprünglich kausal gekoppelten Bereiche auseinandergerissen und die Dichtefluktuationen der Energie zu Dichtefluktuationen der Materie geworden. Nach dieser Inflationsphase dehne das All sich nicht mehr inflationär, sondern bis heute evolutionär aus, wie es das „Friedmann-Modell“ beschreibt: nach einer strahlungs-dominierten Ära folge eine materiedominierte Ära. (Obwohl diese Schilderung des physikalischen Weltentstehungs-Modells zunächst nur unkritisch die bloße Lehrmeinung darstellen will, drängt sich an dieser Stelle die Frage auf: Wieso denn plötzlich der Webstuhl den Weber dominieren soll?)

Dieser Vorgang der Entkopplung von Licht und Materie habe etwa 30.000 Jahre gedauert, währenddessen Quarks Nukleonen gebildet hätten, die sich zu freien Atomkernen verbanden. Unterhalb der Temperaturschwelle von 3.000 Grad K sei die Wechselwirkung der Photonen mit der Materie in weiteren 350.000 Jahren “ausgefroren”. Die Photonen-Energie habe währenddessen in chemischen Reaktionen die Bindung von Elektronen in der Elektronenhülle der Atome bewirkt. Dieserart sei zunehmend schwerere Materie entstanden, die man baryonisch nennt. Zur Teilchenklasse der Baryonen (griechisch: barys =schwer) gehören etwa die Kernteilchen Protonen und Neutronen, die den größten Teil der Masse sichtbarer Materie bilden. Durch gravitative Anziehung hätte die Dichtefluktuation der Materie dann zugenommen und die ersten Strukturen gebildet: Freie Nukleonen (Protonen und Neutronen) und Elektronen seien unter der Einwirkung der Photonen-Energie zu Wasserstoff- und Helium-Atomen geworden. Im Folgenden habe die Gravitation aus der entstandenen Materie Gaswolken und Sterne entstehen lassen, die sich in Haufen zu Galaxien ballten.

Heute, nach den kalkulierten 13,7 Milliarden Jahren, die sich das Universum bei weiterer Expansion auf eine Temperatur von -270 Grad Celsius (2.73 Kelvin) abgekühlt habe, ließe sich die Photonenenergie noch als Strahlung im Raum messen. Ein Umstand, auf den gleich ausführlicher zu kommen sein wird. Inzwischen ist die moderne Astro- und Teilchenphysik so weit, dass sie auf ihrer Suche nach dem Verständnis der Entstehung des Universums meint, den Urknall in Teilchenbeschleunigern experimentell simulieren zu können.

Obwohl man das Modell des inflationären Universums derzeit als Standardmodell der Kosmologie handelt, wird es jedoch von vielen Forschern hinterfragt und von manchen auch ganz in Frage gestellt. Andere Interpretationen bestätigen zwar, dass die Evolution der Materie extrem hohen Druck und extrem hohe Temperaturen voraussetze, aber bezweifeln, dass dazu ein Urknall notwendig gewesen sei. Einige Physiker sehen die Urknalltheorie auch im Widerspruch mit dem anerkannten Kosmologischen Prinzip der Homogenität des Alls, weil es von allen Punkten des Raumes gleich aussähe und nicht wie nach einer Supernova-Explosion. Eine andere Meinung besagt, dass es möglicherweise nicht nur eine – sondern eine Vielzahl inflationärer Expansionen gegeben habe – die jede zu einem neuen Universum geführt habe. So dass ein unendliches Geflecht ineinandergeschachtelter kosmischer Räume entstanden sei:

das so genannte „Multiversum“.

 

Aus diesem Streit der Gelehrten ist zu ersehen, dass es keine wirklich gesicherte Erkenntnis der Physik darüber gibt, wie und warum das All entstanden ist. Wenn auch viele Dozenten so tun, als verkündeten sie unumstößliche Wahrheiten, so bleiben ihre Überzeugungen letztlich dennoch Glaubensfragen.

 

EINSTEIN

Relativität von Messungen

Tatsächlich gilt in der modernen Physik, dass die Messungen einer physikalischen Größe kontextabhängig sind. Das heißt, die Messergebnisse hängen von den Umständen der Mess­situation und der Erwartung des Versuchsdurchführenden ab. Auf dieser Erkenntnis basiert das von Nils Bohr formulierte Prinzip der Komplementarität, das besagt, dass der Beobachter, das Messgerät und das zu messende System ein unteilbares Ganzes bilden. Das heißt in der Folgerung, dass eine Theorie immer auch den Entwicklungsstand des Bewusstseins der Person beschreibt, die diese Theorie aufstellt. Unsere Betrachtung der Dinge beschränkt sich auf den Horizont unseres Wissens, auf die Dimensionen die wir kennen.

 

Die Rhythmen, Schwingungen und Zeitenläufe über die wir hier reden, reichen jedoch weit über unseren Erkenntnishorizont in die mikro- und makrokosmische Unendlichkeit hinaus. So bleiben viele Parameter einer postulierten Urschwingung solcher Urgewalt unberücksichtigt. Schon die Definition, wann eine Periode anfängt und wann sie beendet ist, ist problematisch, wenn sie in ihrer Länge oder Kürze über unsere „menschlich geeichte“ Wahrnehmung von Periodik und Schwingung hinaus reicht. In Analogie bedeutet dies nicht weniger als die Frage: „In welchem vorgeburtlichen Entwicklungsstadium beginnt das Leben?“ – oder die ethische Diskussion in der Medizin: „Wann tritt der Tod ein?“ Ohne Kenntnis dessen, was die Seele und der Geist des Menschen ist, müssen die Schlussfolgerungen in einer bloß äußerlichen Betrachtung der Wirklichkeit stecken bleiben.

 

Die Hintergrundstrahlung … und deren Deutung

Das wichtigste Indiz für die Entwicklung der Urknalltheorie war – neben Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie – die Entdeckung der kosmischen Mikrowellen-Hintergrundstrahlung von Arno Penzias und Robert Wilson, wofür sie 1978 den Physik-Nobelpreis erhielten. Dieses Rauschen sei der Rest jener Strahlung aus dem All, die unseren Himmel rund um die Uhr gleißend hell erstrahlen lassen würde, wenn das Licht nicht ermüden würde (?), meinen manche Kosmologen. Es sei das Restlicht der Grundstruktur des Universums, das uns gerade noch erreicht, meinen andere. Dieses „Nachglühen“ seien vielmehr, lautet eine weitere Vermutung, „Hot Spots“, die auf eine schwammartige Anordnung der Galaxien deute, wie die Auswertungen des Satelliten COBE zeige. Und noch eine andere Theorie meint, dass dieses kosmische Rauschen wohl nichts mit einer angenommenen Reststrahlung eines fiktiven Urknalls zu tun habe, sondern vielmehr die äußerst energiearme Rest­strahlung ferner Galaxien sei. Es sei hier die begründete Vermutung ausgesprochen, dass sich in diesem Hintergrundrauschen bislang unerkannte Frequenzen verbergen, die ihrer treffenden Deutung noch harren.

 

Angenommen das Universum hätte sich – gemäß der Inflationstheorie – tatsächlich innerhalb des Bruchteils einer Sekunde um das Hundert-billionen-billiardenfache aufgebläht, dann müsste dies in der kosmischen Hintergrundstrahlung – dem Nachrauschen des Urknalls – nachklingen. So lautete schon vor Entdeckung des kosmischen Rauschens die Vermutung der Physiker, die dann in den von Penzias und Wilson entdeckten Frequenzen den Beweis für die inflationäre Urknalltheorie zu sehen meinten.

 

Weil auf der Erde keine anderen Schwingungswirklichkeiten existieren können, als sie vorbildend im All vorhanden sind, wäre zu erwarten – wie das pythagoräische Lambdoma zeigt – dass neben den Schallwellen eines Grundtons auch dessen Obertöne im Weltraum schwingen. Diese Schallwellen müssten sich heute bei Messungen der Hintergrundstrahlung als Ausschläge im Spektrogramm als Peaks bemerkbar machen. Und tatsächlich ergeben die neuesten Forschungen des physikalischen Schwingungsgeflechtes des kosmischen Hintergrundrauschens, dass messbar „Unregelmäßigkeiten im Rauschen“ zu hören sind, die als Schwankungen der Strahlungstemperatur gedeutet werden.

 

Für die ganzheitliche Harmonik, die das äußere Universum im inneren Spiegel – und das äußere All als Reflektion des inneren Kosmos sieht, sind die „Inflationäre Urknalltheorie“ der Weltentstehung und die harmonikale Ganzheitlichkeit eher verschiedene Dinge. Schon das Wort ”Urknall“ lässt kaum eine Assoziation mit dem Begriff ”Harmonie“ aufkommen, sondern vielmehr auf eine ohrenbetäubende Fehlzündung schließen. Zischen, Fauchen, Krächzen sind in der akustischen Bearbeitung der empfangenen Signale zu hören, die als Nachrauschen einer plötzlichen Entstehung von Materie und Raum und Zeit gedeutet werden, wobei man die auftretenden Frequenzen nach oben um 50 Oktaven in den hörbaren Bereich oktavierte, und die betrachtete Zeitspanne von 100 Millionen Jahren auf wenige Augenblicke komprimierte. Im Bildschirmrauschen eines Fernsehers, der nicht auf die Wellenlänge eines Senders eingestellt ist, wird dieses kosmische Hintergrundrauschen übrigens zu einem kleinen Anteil (1%) sicht- und hörbar.

 

Wie hieß doch gleich jener Ornitologe, der dieses – jederzeit mit beeindruckendem Ergebnis wiederholbare – Experiment mit Vogelstimmen erstmals durchführte? Vielleicht haben Sie es gehört – oder irgendwann die Gelegenheit es zu hören: Er nahm mit einem Tonband den Gesang einer Feldlerche auf (es könnte auch eine Amsel, Nachtigall oder sonst ein gefiederter Sänger sein) – und verlangsamte beim Abspielen die Aufnahme zuerst auf ein Viertel, Achtel- und dann auf ein Sechzehntel der Originalgeschwindigkeit. Erst durch diese erhebliche Verlangsamung des Vogelgesangs wurde dem menschlichen Ohr hörbar, was für eine wunderbare Vielfalt an rhythmischen Melodien der Sänger dort sang, was zuvor kaum mehr als ein Gepiepse hörbar gewesen war. Das Experiment des Forschers war mit diesem harmonikal sehr bedeutsamen Ergebnis allerdings noch nicht zu Ende. Er sang die Melodien des Vogelgesangs, der erst bei extremer Reduzierung der Bandgeschwindigkeit hörbar geworden war, selber nach – und ließ die Aufnahme seiner Imitation schneller und schneller ablaufen – bis sie – bei acht- und sechzehnfacher Geschwindigkeit – dem menschlichen Ohr schließlich wie das Gezwitscher des Vogels zu Gehör kam.

 

Was kann uns dies im Zusammenhang mit dem Hintergrund-Rauschen Penzias und Wilsons sagen, das die Urknalltheorie erst so recht ins Leben rief? Was menschlichen Ohren nur als Zischen, Piepsen und Rauschen klingt, mag die vielfältigsten Harmonien, Melodien und Informationen enthalten. Womöglich werden diese kosmischen Frequenzen der sogenannten „Mikrowellen-Hintergrundstrahlung“ dereinst dem Gehör des Menschen gar durch eine, dem menschlichen Ohr angemessene Feineinstellung als „Sphärenharmonie“ hörbar sein.

 

So will sich die spirituelle und mystische Interpretation des Seienden nicht allein auf ein bloß zufällig entstandenes physisches All beschränken lassen, sondern postuliert vielmehr auch seelische und geistige Universen, die den materiellen Kosmos und den Menschen planvoll durchdringen und bedingen.

 

Dunkle Materie

Nun zurück zum eigentlichen Thema der unerschöpflichen und freien Energie. Die Wissenschaftler schließen aus Wechselwirkungen des Lichts mit sichtbarer Materie auf die Existenz einer dunklen Materie, die etwa 80 Prozent der gesamten Masse des Universums ausmache. Dunkle Materie sei die dominante Massenform im All. Weil die Schwerkraft der Dunklen Materie, die keine elektromagnetische Strahlung wie sichtbares Licht oder Radiowellen aussende, das Licht der Galaxien ablenke, meinen die Forscher anhand der Aufnahmen des Hubble-Teleskops die Verteilung dieser dunklen Materie erfassen – und das Weltall kartographieren zu können.

 

Neuronen-All

Auf dieser Karte, die in gewisser Weise der Neuronenstruktur des Gehirns ähnelt, zeigt sich das Universum als netzartiges Geflecht Dunkler Materie, die an manchen Orten im All dichter ist als an anderen. Solche Schwerkraftzentren einer erhöhten Dichte der Dunklen Materie sollen die sichtbare Materie anziehen, wodurch sich Sterne, Galaxien und ganze Galaxienhaufen zusammenballen würden. Die Verteilung der Materie im Universum zeige, dass diese dunkle Materie das Gerüst sei, dem die baryonische Materie folge (wodurch sich – auch auf kosmische Verhältnisse übertragen – das Sprichwort zu bewahrheiten scheint):

„Wo viel Licht – ist auch viel Schatten“.

Diese Dunkle Materie, die nicht mit Strahlung wechselwirke (?), sei es, die das Wechselspiel zwischen gravitativer Anziehung und Abstoßung verursache. Mit solchen Überlegungen versucht man einem weiteren ungelösten Problem auf die Spur zu kommen. Denn nach Auffassung der Urknalltheoretiker treibe irgendeine noch unbekannte Kraft den Kosmos auseinander. Nachdem man zunächst von einer immer langsamer werdenden Ausdehnung ausging, meint man inzwischen, dass das Weltall seit etwa 7,5 milliarden Jahren erneut beschleunigt auseinander drifte und sich diese Extraktion immer schneller vollziehe. Niemand weiß, was das für eine Energie ist, die diese Expansion bewirken soll. Es wird angenommen, dass die abstoßende Kraft einer vermuteten „Vakuum-Energie“ dafür verantwortlich sei.

 

Dunkle Energie, Vakuum-Energie, Nullpunkt-Energie

Der russische Physiker Jakow Seldowitsch (1914-1987) zeigte, dass eine Kraft im Vakuum der Gravitation entgegenwirke und das Universum dazu zwinge, sich auszudehnen. Darum nehmen viele Physiker an, dass diese Vakuumenergie jene geheimnisvolle „Dunkle Energie“ sei, die die hypothetische beschleunigte Ausdehnung des Universums verursache.

 

Wir erinnern uns, dass eines der Hauptargumente gegen die Existenz der Sphärenharmonie darin bestand, dass man meinte, der Schall bedürfe eines Stoffes (wie zum Beispiel Luft) um sich fortpflanzen zu können. Da der kosmische Raum luftleer sei, könne der Schall sich folglich nicht übertragen und deshalb wäre es im Vakuum des Raumes stumm. Die vielfältigen Signale, die von Radioteleskopen empfangen werden, sprechen eine andere Sprache: Am kartographierten Radiohimmel sind die im optischen Bereich hell leuchtenden Sterne fast völlig unsichtbar, denn helle Lichtquellen sind nur sehr selten auch gleichzeitig starke Radioquellen. Im langwelligen Bereich des hörbaren Universums dominieren rhythmisch aufblitzende Pulsare, Quasare, Radiogalaxien und strahlende Überreste von Sternexplosionen, die noch bis vor kurzem – vor der Entdeckung der Radioastronomie – der Wissenschaft völlig unbekannt waren.

 

 

Nun liefert auch die neue physikalische Vorstellung von der Beschaffenheit des Äthers, triftige Argumente gegen die Annahme eines stummen Kosmos. Denn durch die moderne Erkenntnis über die „Nullpunkt-Energie“ im Vakuum des Äthers erklärt sich die kosmische Schallübertragung plausibel. Wären unsere Ohren Radioteleskope, bestände die Schwierigkeit die Sphärenharmonie tatsächlich zu hören – neben der erforderlichen Oktavierung des Unhörbaren in den hörbaren Bereich – wohl vor allem darin, unseren Empfänger auf die richtige Bandbreite einzustellen, um das Gehörte zu verstehen.

 

Von Untersuchungen zur elektromagnetischen Anisotropie (Richtungsabhängigkeit ) des Hintergrundrauschens erhofft man sich den Nachweis der Dunklen Energie im frühen Kosmos. Obwohl manche Astronomen vermuten, dass diese mysteriöse Energieform die zeitliche und räumliche Entwicklung des Kosmos maßgeblich dominiere, gibt es auch andere Sichtweisen – bishin zur Infragestellung ihrer Existenz. Denn sowenig die angenommene Dunkle Materie bewiesen ist, sowenig hat die kosmologische Physik eine Erklärung für die Dunkle Energie des Vakuums. Dabei machen diese beiden Unbekannten in der Rechnung der Kosmologen 95% des Universums aus. Nach derzeitigem Erkenntnisstand sollen etwa 73% von der Gesamtenergie des Kosmos Dunkle Energie sein, 22% Dunkle Materie und nur 5% baryonische Materie.

Hypothetisch werden supersymmetrische Elementarteilchen angenommen, die diese Dunkle Materie bilden sollen, deren Wirkung man sich ähnlich vorstellt wie die von Neutrinos. Neutrinos entstehen unter anderem bei der Kernfusion. Von der Sonne wird die Erde permanent mit Milliarden Neutrinos pro Quadratzentimeter Oberfläche bestrahlt, die jedoch praktisch ungestört durch den Erdball hindurch rasen, weil sie mit Materie kaum wechselwirken. (Was ihre Untersuchung und ihren Nachweis erheblich erschwert.)

 

Quinta essentia: Akasha

In den Theorien der modernen Physik über die Vakuum-Energie feiert die uralte Idee der griechischen Philosophie vom “Äther” – als dem 5. Element – (von dessen Existenz die alten Inder noch viel früher wussten) – eine zeitgemäße Wiederbelebung. In den vergangenen 2.500 Jahren war der Äther immer wieder ein Faktor in verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen. Noch für Isaac Newton und auch für Maxwell war der Äther das Medium der elektromagnetischen Wellen, bis das Konzept eines Raum-Äthers von den Physikern Albert A. Michelson und E.W. Morley Ende des 19. Jahrhunderts verworfen wurde. Auch Albert Einstein leugnete die Existenz des Äthers zunächst und bezeichnete in seiner “Speziellen Relativitätstheorie” stattdessen den Raum als Träger des elektromagnetischen Feldes. Doch die Entwicklung der Quantenphysik revidierte die Vorstellung vom Vakuum als einen „leeren Raum“.

Schon vor Aristoteles nannten die Pythagoräer – nach Erde, Wasser, Luft und Feuer – den Äther die ”Quinta essentia“ – das 5. Element. Es kann kaum ein Zufall sein, dass nicht nur die alten Griechen – sondern auch die alten Inder in der Elementenlehre des Vaisheshika von fünf Elementen ausgehen. Nach „prithivi“ (Erde), „apa“ (Wasser), „vayu“ (Luft), „teja“ (Feuer) wird dort der Äther – als das 5. Element – nach dem uralten Sanskritwort „akasha“ benannt.

Es ist anzunehmen, dass es Henoch-Thot-Hermes, der dreifache Meister Trismegistos, als gottgelehrter erster Überbringer des ganzheitlichen Wissens war, dessen Lehre eines fünften Elements – von der modernen Astro- und Teilchen-Physik vorübergehend totgesagt – heute ihre Renaissance erlebt.

 

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Die Quinta Essentia war den alten Indern und Griechen das alles durchdringende Fünfte Element, dessen subtile Lebensenergie auch die Himmelskörper bilde und auf ihrer Bahn hielte. Der Begriff Quintessenz bezeichnet in der modernen Physik – neben den vier physikalischen Grundkräften der Gravitation, des Elektromagnetismus, der schwachen und der starken Wechselkraft – eine fünfte Kraft. In Ergänzung beider Interpretationen – der ganzheitlichen, archetypischen der alten Kulturen und der neuen astrophysikalischen der modernen Wissenschaft – gewinnen wir eine erweiterte Ahnung von der Quintessenz des Akasha-Äthers: Es ist keine blindwirkende, unbewusste Kraft, sondern alle Zeiten und Räume durchdringende Bewusstseins-Energie. Es ist das Allbewusstsein, dessen Existenz in den letzten 200 Jahren von der Wissenschaft verworfen und verleugnet wurde. Ohne diese geistbewegte 5. Kraft müssten alle Welten und Wesen, die bloß aus der Wechselwirkung der vier Elemente „Erde, Wasser, Luft und Feuer“ gebildet wären, einem blinden Zufallswirken überlassen, im Universum verloren sein.

 

Erst die Erkenntnis dieser ätherischen Quintessenz wird auch das Verständnis dessen wecken, was „Erde“ – in all ihren irdischen und kosmischen Aggregatzuständen ist. Erst die Erkenntnis dieses 5. Elementes, das alle anderen Elemente durchdringt, wird uns verstehen lassen, dass „Wasser“ – mehr als nur H2O – auch ein Medium des Geistes ist. Durch die Einbeziehung der Akasha wird man die „Luft“ – in der Vielfalt ihrer Gase – als „prana“, den Lebenshauch, erkennen; und das Feuer – in all seinen Energieformen als „agni“, die Gotteskraft.

Die Erkenntnis dessen was Äther ist, wird für Gläubige eine Brücke zum Verständnis der rationalen Weltsicht werden – und den Wissenschaftlern eine Brücke zum Verständnis der Spiritualität. So könnte die Quintessenz zum Kitt der Splitter des zerbrochenen ganzheitlichen Spiegels werden, in dem wir uns dann nicht mehr nur bruchstückhaft sondern wieder heil und ganz sehen – als Wesen aus Erde, Wasser, Luft, Feuer und Bewusstseins-Äther.

In diesem Zusammenhang sei auch auf „Die Akasha-Chronik“ als universales Welt- und Astral-Gedächtnis hingewiesen, das sowohl in der vedischen und buddhistischen, wie auch in der christlichen Überlieferung bedeutsam ist. Alle Ereignisse im Universum – die jemals stattgefunden haben, jetzt stattfinden und in Zukunft stattfinden werden – sollen in dieser „Akasha-Chronik“ aufgezeichnet sein. Kein Gedanke, kein Gefühl und keine Tat geht verloren, sondern ist in der allumfassenden Akasha-Chronik gespeichert – dem Gedächtnis des Äthers, das die Erde, das Wasser, die Luft, das Feuer und das ganze Sein durchdringt.

 

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Das „Kollektive Unterbewusstsein“ von Carl Gustav Jung scheint ansatzweise mit diesem Weltengedächtnis der Akasha-Chronik  zu korrespondieren und auch mit dem hypothetischen Konzept Rupert Sheldrakes vom „morphogenetischen Feld“ ist es identisch. In dieser universellen Datenbank sind die Informationen aller Wesen aller Zeiten in einer morphischen Strukturmatrix gespeichert und für intuitiv begabte Menschen `lesbar´, denen sich der Schleier der Isis für Augenblicke lüftet. Auf die Erde bezogen heißt dies, dass die Lebensgeschichte eines jeden einzelnen Menschen, der auf diesem Planeten jemals lebte oder leben wird, nicht nur in Wort, Bild und Ton, sondern auch in Gedanke, Motivation und Wille im „Buch der Bücher“ dokumentiert ist, das zu öffnen nur Einer würdig ist (- und wem dieser Eine gewillt ist, partielle Einblicke in diese Chronik zu gewähren).

 

Akasha“ – die wiederentdeckte „Quintessenz“ der Physik – ist also das 5. Element, das zugleich für den energetischen Raum wie für eine feinstoffliche Ur-Energie oder das alldurchdringende Bewusstsein steht. Manche nennen diesen Äther auch Chi, Prana oder Lebensenergie. Und auch der Begriff „Freie Energie“ – auf den gleich näher zu kommen sein wird, bezeichnet dasselbe. Es gibt zwar bislang noch immer keinen empirischen Nachweis für die Existenz dieser Quintessenz, aber die Diskussion von renommierten Physikern (wie zum Beispiel Puthoff, Milonni und Powell) zeigt, dass der Äther als Vakuum- oder fünfte Energie und als die alles erklärende „Kraft des Raumes“ real zu sein scheint.

 

Schon 1916 nahm der Physikochemiker Walther Nernst (1864-1941) an, dass auch im leeren Raum eine gewisse Energie wirke. Sogar am absoluten Temperatur-Nullpunkt müsse das elektromagnetische Feld in einem Zustand unaufhörlicher Aktivität sein. Bis Werner Heisenberg 1925 nachwies, dass aus dem Unschärfeprinzip der Quantenmechanik tatsächlich auf die Existenz der sogenannten Quantenfluktuationen zu schließen ist, blieb die Nernstsche „Nullpunkt-Energie“ allerdings umstritten. Das Vakuum ist also nicht leer – wie zeitweilig von der Wissenschaft angenommen, sondern ist – sogar in Abwesenheit von Materie – ein „Meer der Energie“, dessen Dichte vermutlich noch energetischer als die Kernenergie ist. Diese Energie wiesen erstmals der Physiker Hendrik Casimir (1909-2000) und der Amerikaner Willis Lamb mit ihren Nobelpreis gewürdigten „Casimir- und Lamb-Effekten“ nach.

 

Timothy Boyer zeigte, dass viele quantenmechanische Effekte aus der Wechselwirkung von Materie mit der Nullpunkt-Energie erklärt werden können. Boyer und der russische Physiker und Bürgerrechtler Andrei Sacharow erklärten, dass die Gravitation keine eigenständige Kraft sei, sondern vermutlich ein elektromagnetischer Effekt. Seitdem gewinnt die Idee von der Vakuumenergie in der modernen Physik zunehmend an Bedeutung. Einen großen Einfluss haben dabei die Arbeiten von Harold E. Puthoff, der, dem Ansatz von Boyer folgend, zeigte, dass die Stabilität der Materie wahrscheinlich in der Vakuumenergie begründet ist.

„Die um den Atomkern kreisenden Elektronen müssten in den Kern stürzen, wenn die von ihnen ständig abgestrahlte Energie nicht aus dem Vakuum wieder aufgefüllt würde.“ (Puthoff)

 

Schwingungswesen Mensch

Die quantenmechanische Vakuumenergie ist also überall. Sie durchdringt nicht nur den gesamten kosmischen Raum, sondern auch den mikrokosmischen Raum zwischen Atomkernen und Elektronen. Da diese schier unbegrenzte Energie nicht direkt beobachtbar ist – sondern nur über die Wechselwirkungen, die sie erzeugt, nennt man sie auch „virtuelle Energie“ oder „virtuellen Photonen Flux“.

 

Die Lösung des Energieproblems der Menschheit

Physikotechniker wie Tom Beardon und andere denken bereits über eine Verwertbarkeit dieser „Fünften Kraft“ nach, wenn auch hinsichtlich deren Realisierbarkeit noch sehr unterschiedliche Meinungen vertreten werden. Zwischen „greifbar nahe“ – bis „noch in weiter Ferne“ werden stark abweichende Standpunkte über die Nutzung dieser unerschöpflichen Ätherenergie des Raumes vertreten. Fest steht nur, dass – wenn es gelingen sollte diese Vakuumenergie anzuzapfen – dies die Lösung der globalen Energieprobleme wäre. Steht die Menschheit kurz vor der Lösung ihres Energieproblems?

Laut Theorie entstehen virtuelle Photonenpaare in extrem schnellen Schwingungsraten aus dem Nichts, um gleich darauf wieder im Nichts zu verschwinden. Im Zusammenspiel mit Elementarteilchen sollen diese Photonenpaare polarisiert werden und eine elektromagnetische Ladung im Raum erzeugen. Da die Entstehung von virtuellen Photonen ein kontinuierlicher, progressiver und dynamischer Prozess sei, würde sich die Ladung eines Teilchens permanent erneuern. Demzufolge produziere es fortwährend Ladungsenergie. Ein noch hypothetischer Vakuumenergie–Transformator soll diese Energie im quantenmechanischen Vakuum – ähnlich einem Schaufelrad im Wasserfluss – in Elektrizität umwandeln.

 

Bereits Nikola Tesla (1856-1943) unternahm erste Versuche zur technischen Verwertung der hypothetischen Raumenergie. Zweifellos war der Entdecker des Wechsel-Drehstroms, der noch vor Marconi das Radio erfand, einige Jahre vor Lee de Forest einen Röhrenverstärker baute, ein Jahr vor Röntgen die Röntgenstrahlung entdeckte und 40 Jahre vor der industriellen Anwendung des Neonlichtes mit dieser Lichtquelle sein Labor erhellte, ein technisches Genie. Seiner Zeit weit voraus, erkannte Tesla viele Prinzipien der „Schwingungs-Matrix“ und postulierte beispielsweise die Schwingungswirklichkeit von Funkwellen, Mikrowellen und Radar. Er entwickelte den Wechselstrom-Motor, die Tesla-Spule und meldete Patente für weitere 700 Erfindungen an. Dass sein Name dennoch weitgehend unbekannt blieb und statt ihm, dem die Menschheit wesentlich die Nutzung der Elektrizität zu danken hat, insbesondere Thomas Alva Edison (1847-1931) für diesen Verdienst geehrt wird, hängt mit dem sogenannten „Stromkrieg“ zusammen, den Edison mit seinem aussichtslosen Gleichstrom- Konzept gegen Teslas Wechselstrom-System führte. Obwohl Edison – als ebenfalls genialer Erfinder – sich ansonsten mit hochachtenswerten elektrotechnischen Anwendungen wie den „Phonographen“ oder das Mikrophon hervortat, gehört seine Diffamierungskampagne gegen die bessere Elektrotechnik Teslas eher zu den unrühmlichen Fakten seiner Biographie.

Schon 1891 prophezeite Tesla, der auch als der Urvater der „Freien Energie“ bezeichnet wird:

„In vielen Generationen werden unsere Maschinen von einer Kraft angetrieben werden, die in allen Teilen des Universums allgegenwärtig ist. (…) Es gibt überall im Universum Energie. Ist diese Energie statisch oder kinetisch? Falls sie statisch ist, – nun, dann sind alle unsere Hoffnungen vergebens. Aber falls sie kinetisch ist, – und ich denke wir haben einen positiven Beweis, dass dies so ist -, in diesem Falle ist es sicherlich nur eine Frage der Zeit, bevor es der Menschheit gelingt, sich mit dem Räderwerk des Universums abzustimmen.” (Nikola Tesla)

 

energie-erfindungen

Tesla widersprach der Relativitätstheorie Einsteins und dessen Leugnung der Existenz des Äthers:

„Es gibt in der Materie keine andere Energie als die, aus der Umgebung empfangene. Schon lange vor uns hat der Mensch erkannt, dass alle wahrnehmbare Materie von einer Grundsubstanz kommt, einem hauchdünnen Etwas, die jenseits jeder Vorstellung den ganzen Raum erfüllt, dem Akasha oder lichttragenden Äther, auf den das lebensspendende Prana oder jene schöpferische Kraft einwirkt, die in nie endenden Schwingungen alle Dinge und Erscheinungen ins Dasein ruft. Die Grundsubstanz, mit unerhörter Geschwindigkeit in nicht endenden Wirbeln herumgeschleudert, wird zur festen Materie; wenn die Kraft abnimmt, hört die Bewegung auf und die Materie verschwindet wieder und verwandelt sich in die Grundsubstanz zurück. Kann der Mensch diesen großartigen, furchterregenden Prozess in der Natur lenken? Kann er ihre unerschöpflichen Energien bändigen und sie nach seinem Geheiß alle Funktionen ausüben, ja noch mehr, sie einfach durch die Kraft seines Willens arbeiten lassen?“ (Nikola Tesla)

Obwohl Tesla damals, in jenen Kindertagen der industriellen Erschließung der Elektrizität, kaum verstanden wurde, scheint ihm nun – einige Generationen später – die Erkenntnis moderner Wissenschaft Recht zu geben.

Geheimnisumwittert ist jener Apparat zur Umwandlung der kosmischen Ätherenergie in nutzbare Elektrizität, von dem Tesla 1931 dem TIME-Magazine sagte, er habe ihn gebaut. Der von ihm entwickelte Apparat, mit dem sich die Energie aus dem All anzapfen lasse, werde von großem industriellen Wert sein. Er sei von erstaunlicher Einfachheit und enthalte sowohl mechanische als auch elektronische Teile. Es handelt sich bei diesem Gerät vermutlich um den Konverter, mit dem Tesla noch im selben Jahr ein Automobil antrieb, dessen Benzinmotor er durch einen Elektromotor ersetzte. Tesla behauptete, die von einer Antenne empfangene und im Konverter in Wechselspannung transformierte Energie würde ausreichen, zusätzlich zum Antrieb des Wagens noch ein ganzes Haus zu beleuchten. Ohne Frage hätte ein solcher Antrieb sowohl die Automobil-Industrie wie auch die Energieversorgung der Haushalte revolutioniert. Es gäbe heute keine Umweltverschmutzung durch die Verbrennung fast sämtlicher fossilen Brennstoffe der Erde in kaum mehr als 150 Jahren, die in Jahrmillionen zuvor gewachsen waren; die Erde wäre nicht mit den Gefahren des Klimawandels konfrontiert – und die globalen Energieprobleme der Menschheit wären nachhaltig gelöst. Wo ist diese Apparatur, die unter der Patentnummer 685.957 beim amerikanischen Patentamt angemeldet ist. Leider lässt sich dieser Konverter in der dort beschriebenen Form nicht nachbauen, weil Tesla, nachdem ihm viele seiner Erfindungen gestohlen wurden, dazu übergegangen war, in seinen Anmeldungen wichtige Details wegzulassen.

 

Es sollte im Hinblick auf die unlauteren Mittel, mit denen Tesla schon im „Stromkrieg“ zu kämpfen hatte – und in Anbetracht des zig Billionen Dollargeschäftes der Petroindustrie  auch nicht verwundern, wenn hinter dem Verschwinden seines Prototyps handfeste Wirtschafts- und Machtinteressen steckten. Leider steht zu befürchten, dass – sollte es heute jemandem gelingen eine solche Apparatur zu bauen – ebenfalls mit massivem Widerstand der Erdölindustrie und der Energiekonzerne zu rechnen wäre.

 

Geistige Voraussetzung des Fortschritts

Nicht nur deshalb setzt die technische Revolution für ein Neues Zeitalter eine Revolutionierung des Bewusstseins voraus. Denn solange die Erschließung der unerschöpflichen Kraft der Freien Energie dazu verwendet würde, wirtschaftliche und militärische Macht auszuüben, ist der Mensch zweifellos noch nicht reif für dieses kosmische Potential. Bevor die Menschheit nicht bereit ist, global verantwortlich zu denken und zum Allgemeinnutz – statt bloß eigennützig zu handeln, wird sich der Geist ihr diesbezüglich wohl kaum offenbaren.