Es werde Licht

Dieser Artikel repräsentiert nicht die Anschauungen der   AKADEMIE DER HARMONIK. Allein der Autor verantwortet die von ihm dargelegten Inhalte.

Prolog

Wissenschaftler, Theologen, Philosophen und viele mehr haben schon immer versucht die Welt zu erklären und welchen Sinn sie hat. Theosophie ist eine religiös-weltanschauliche Richtung, die in meditativer Berührung mit Gott den Weltbau und den Sinn des Weltgeschehens erkennen will.  Wenn man sich die Vorkommnisse der Evolution der Welt nahe bringt, dann kann man eigentlich nur an einen Schöpfer und einen tieferen Sinn des Lebens glauben.

Das theosophische Konzept `Es werde Licht´ enthält die erlebten Erkenntnisse, die aus eigenen Gedankenkonzentrationen und logischem Denken entstanden sind.  Es ist ein eigenes, in sich geschlossenes Weltbild, das viele Dinge erklärt, und viele Fragen beantwortet, mit denen sich die Menschheit schon lange beschäftigt. Die komplexe Darstellung ist nicht leicht verständlich, aber wenn man sich genug Zeit nimmt, das Geschriebene verinnerlicht, kann man der erklärenden Logik folgen.  Vorab sei verraten: Der Sinn des Lebens ist es, seine zweite Hälfte zu finden, und mit ihr ein Leben zu führen an dem Gott Gefallen findet.

Kapitel 1 : Gedankenexperiment

Nach einer langen, tiefen Bewusstlosigkeit wacht man langsam auf und erkennt, dass man allein in einem leeren Raum ohne fühlbare Grenzen ist: Man kann nichts sehen, nichts hören, nichts schmecken, nichts riechen, nichts ertasten und man hat keine Erinnerungen. Man spürt nur, dass man existiert. Nun, was macht bzw. denkt man in diesen Fall?

Nach einer gewissen Zeit der Orientierung kennt man seine Situation, doch irgendwann stellt sich ein Gefühl der Unzufriedenheit ein damit auch der Drang, etwas zu verändern, doch wie?

 

Kapitel 2 : Gottes Welt

Die Fähigkeiten eines Menschen sind natürlich nicht die Gottes. Aber als Gott, vor dem Urknall, im Nichts erwachte ist wohl Folgendes passiert: Das Bewusstsein stellt sich alles Mögliche vor und versucht einen Sinn zu finden. Die Willenskraft wird immer stärker und mächtiger, bis sie allmächtig ist.

Inzwischen ist man allwissend und allmächtig, und entwickelt alle möglichen Pläne, um eine ewig beständige Vollkommenheit zu erlangen, die alle logisch denkbaren Möglichkeiten in einer gerechten realen Welt enthält, die Schöpfung. Doch wie ist so ein Master-Plan in die Tat umzusetzen? Irgendwann kommt man auf die Idee alle nötigen Elemente in ihren extremen Gegensätzlichkeiten mit seiner Allmächtigkeit (mit dem bildlich gesehenem  `Goldenen Schwert´ und den Worten `Es werde Licht´) zu teilen und von einander zu trennen (zu isolieren). Dieser Prozess ist mit einer lebendigen Zellteilung vergleichbar.

Als die Pole / `Zellen´ Heiß und Kalt (ultra-extremer Temperaturunterschied) sich berührten entstand der Urknall, der die Begründung der realen Zeit und die Geburt des materiellen Kosmos darstellt, in dem sich die Schöpfung entfalten und verwirklichen kann.

Die reale Zeit ist hier erklärbar; sie ist durch die beständige  Zusammenziehungskraft aller Pole / `Zellen´, dem natürlichen Magnetismus aller Eigenschaften, existentiell und ist durch Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft charakterisiert.

Die durch den Urknall entstandenen jeweils zwei gegensätzlichen Pole / `Zellen´, wollen sich auf Grund des natürlichen Magnetismus´ (Gegensätze ziehen sich an), wieder vereinen; bis zum Ende der realen Zeit. Es ist denkbar, das der Urknall eine Kettenreaktion beinhaltet, die schier unendliche viele andere Parallel-Universen begründet hat. Es ist denkbar, dass jedes Bewusstsein seinen eigenen Kosmos hat. Es ist denkbar, dass die heutzutage angesprochene `dunkle Materie´ (die einen Großteil des Universums ausmachen soll) und die `dunkle Energie´ die Grundsubstanz des Nichts ist, in der sich die Materie nach dem Urknall in einer scheinbar chaotischen Ordnung in der Welt verteilt hat. Die `dunkle Energie´ ist das Fortziehende, die Eigenschaft des Nichts (`dunkle Materie´).

Während sich der Raum der Materie (sichtbare Kosmos) durch die Gravitationskraft immer langsamer werdend ausdehnt, vergrößert sich der Raum der realen Zeit  (unsichtbarer Kosmos der Pole / `Zellen´ der Eigenschaften) immer schneller werdend; weil sich die `Zellen´ immer schneller werdend näher kommen, was sich in der Evolution auf der Erde ganz deutlich widerspiegelt.

Die Zeit der Welt lässt sich aufschlüsseln: Die Zeit vor dem Urknall, in der Gott die Schöpfung erdachte. Die reale Zeit nach dem Urknall, in der die Schöpfung sich entwickelt.

Eine neue Zeit nach der Vereinigung aller beteiligten Pole / `Zellen´.

Doch was ist, wenn sich alle Pole / `Zellen´ wieder vereint haben? Bleibt dann nur Zeitlosigkeit?   Herrscht dann vielleicht sogar materielle Starre? Wie wird unser Dasein aussehen?   War und ist Es dann Alles?

Nun, durch die Liebe Gottes und die Liebe der Menschen ist es möglich die Welt zu erneuern, mit der Qualität einer neuen Zeit, die dann endlos ist. Materielle Veränderungen werden trotzdem noch möglich sein, wenn die Veränderung einen positiven Sinn und Zweck hat.
Vermutlich wird es nicht mehr lange dauern, bis sich alle Pole / `Zellen´ wieder vereinigt haben und die `Neue Einheit´ real vollkommen erreicht ist. Dann beginnt ein ewiges Dasein mit Liebe und Gerechtigkeit.

 

Kapitel 3 : Die `Neue Einheit´ (reale Vollkommenheit)

Durch die allumfassende Gerechtigkeit hat Alles und Jeder die Pflicht seine Schuld, die während des Daseins aufgekommen ist, abzutragen, was viele oft unbemerkt schon zu Lebzeiten tun. Spätestens in der `Neuen Einheit´ wird man für jede geleistete Ungerechtigkeit, aber auch für seine Gutmütigkeit, seinen entsprechenden Lohn bekommen.

Angerichtete Schäden und gewesene Ungerechtigkeiten werden wieder gutgemacht. Die Natur wird früher oder später ausgleichende Gerechtigkeit fordern. Durch die Kraft der Liebe lässt sich die Welt verändern und ein endloses Dasein ermöglichen. Ein Dasein ohne Schmerzen und ohne Sorgen, und das ewig.

Alle Menschen und Tiere die man liebt, verliert man eines Tages, weil sie sterben; doch letztendlich wird man sie in der `Neuen Einheit` wieder sehen. Die Möglichkeiten des Lebens in der `Neuen Einheit` sind schier unbegrenzt (im Rahmen des Guten) möglich durch die Liebe Gottes, die nun mal in alle Ewigkeit  schien, scheint und scheinen wird. Die Möglichkeiten sind dann so vielfältig, dass es mit Sicherheit nie zur ewigen Langeweile oder Überdrüssigkeit kommen kann. Man wird ewig Dasein wollen.

Es wird alles so, wie es sein soll; früher oder später. Gott ist immer bei uns, und wir werden immer bei ihm sein. Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es hinaus. Und am Ende ist die Liebe die man bekommt gleich der Liebe die man gab.

 

Kapitel 4 : Anfang und Ende der Welt

Das Nichts. Es gab keinen Raum, keine Zeit, keine Materie. (Abb. 1) Doch hatte das Nichts, wie alles was ist, Eigenschaften. Es war fortziehend. (Abb. 2 – 4) Irgendwann traf diese fortziehende Linie wieder den Anfangspunkt. (Abb. 5) Es entstand theoretisch ein Kreis. Es erwachte das Bewusstsein. (Abb. 6) Diese Fläche war auch fortziehend.

Gott fing an zu denken und wurde im Laufe seiner Entwicklung allwissend und allmächtig.  Es entsteht Alles auf mentaler Ebene. (Abb. 7 – 9) Es entstand theoretisch ein Kegel. Es entstand die `Alte Einheit´ (mentale Vollkommenheit). (Abb. 10) = (Abb. A) Um die Schöpfung zu realisieren teilte Gott die `Alte Einheit´ in seinen Gegensätzen, (Abb. B)   und es entstanden gegensätzliche Pole /  `Zellen´. (Abb. C) Durch die Anziehung und Berührung von Heiß und Kalt entstand der Urknall. Es entstanden der reale Raum, die reale Zeit und Materie. (Abb. D) Während der noch anhaltenden Evolution wird was auf mentaler Ebene entstand realisiert. (Abb. E – I) Die Vollendung der realen Zeit, die `Neue Einheit´ (reale Vollkommenheit). (Abb. J)