Der mystische Weg zur Vollkommenheit

Das Auge des Horus

 

 

Horus und Jesus

Die altägyptische Wurzel der Urreligion ist die ursprünglichste; die anderen sprießen sozusagen aus ihr. Auch aus diesem Grund liegt es nahe, dass die Kultur Ägyptens wesentlich älter ist, als noch gemeinhin angenommen wird. Sie reicht bis in die Zeit der adamitischen Hochkultur zurück.

Wenn es also so ist, was noch näher darzulegen sein wird, dass die anderen Religionen gewissermaßen aus der altägyptischen entstanden sind, dann ist diese auch der urevangelischen Offenbarung von der Erlösung des Menschen vom Tode und aus dem vermeinten Getrenntsein von Gott am nächsten.

Wie wir sehen werden, ist hier die Beschreibung des von allen Religionen erwarteten Erlösers am ursprünglichsten und unverfälschtesten. Hier erstrahlt in der Lichtgestalt des Horus das Ideal des Christusbewusstseins am hellsten. Wie überhaupt von Horus schon Jahrtausende vor Christus Vieles gesagt wurde, was sich durch Jesus erfüllt hat.

 

 

HorusHorus: „Der Überwinder des Todes“

 

„Die christlichen Mythen bezogen sich zuerst auf Horus oder Osiris, der die Verkörperung der himmlischen Gottheit, Wahrheit, Weisheit und Reinheit war (…) Dieser war der größte Held, der je im Geist des Menschen lebte – nicht im Fleisch – der einzige Held, für den Wunder natürlich waren, weil er nicht menschlich war.“ (Gerald Massey, „The Natural Genesis”)

 

 

Sich auf Massey und andere Autoren beziehend, provoziert ein ziemlich reißerisch aufgemachter Film („Zeitgeist“) die Gläubigen des Christentums mit der Behauptung, ihr „Erlöser Jesus Christus“ sei nur ein Plagiat des altägyptischen Horus.

Natürlich schwappte eine Welle der Empörung und zog eine Reihe nicht weniger provokanter Gegendarstellungen nach sich, die vor allem Eines anschaulich zeigten: wie blinder Dogmatismus sich – weil nicht sein kann, was nicht sein darf – vorzüglich darin hervortut andere Anschauungen als Lügen zu diffamieren.

Genauso unwahr wie viele Schlussfolgerungen und Urteile des Filmes, der in allgemeinem Rundumschlag gleich alle Religion als Irrtum verunglimpft und auf diese Weise das Kind mit dem Bade ausschüttet, reagierten die Dogmatiker und Kleriker mit radikalem Herunterlassen der Rollläden, zur Verhinderung des „Einbruchs der Dämonie“, was leider zugleich auch immer ein Verschließen vor dem Licht der Wahrheit zur Folge hat.

 

 

Hier soll nun – unter Auslassung der nicht zu verifizierenden Behauptungen dieses Filmes (dessen Thesen tausendfach unkritisch abgeschrieben auf zahllosen Internetseiten kursieren) – auf einige seiner wahrhaften Aussagen eingegangen werden, um aufzuzeigen, dass zwischen Horus und Jesus nicht wirklich ein Widerspruch besteht. Denn ganz im Gegenteil ist der Eine mit dem Anderen inniglichst verbunden.

 

 

Isis_und_HorusIsis und Horus

Maria_und_JesusMaria und Jesus

 

 

Die Geburt

Schon der Geburtstag des Horus wurde von den alten Ägyptern – ebenso wie später von den Römern und anderen Kulturen der Geburtstag des Mithras, des Dionysus und des Sonnengottes der „Unbesiegbaren Sonne“ Sol Invictus – am 25. Dezember gefeiert.

Dazu ist zu sagen, dass Jesus natürlich nicht am 25. Dezember geboren wurde, sondern seine Geburt erst nachträglich auf diesen Geburtstag der alten „Gottheiten des Lichts“ verlegt wurde. Dies nicht nur um das vermeintliche Heidentum zu assimilieren, sondern auch und vor allem, weil dieses Datum mit den kosmischen Bewegungen am Sternenhimmel in Beziehung steht.

Natürlich findet die „Geburt des Lichtes“ nicht zufällig zur Wintersonnenwende statt, wenn die Sonne, nachdem sie im Jahreslauf der Erde am 22. bis 24. Dezember ihren tiefsten Stand erreicht und gleichsam ihr Licht erstorben zu sein scheint, sie am dritten Tage – scheinbar neu geboren – es wieder zunehmend heller werden lässt in der Welt.

 

Die Behauptungen des „Zeitgeist“-Filmes (der sich u.a. auf Autoren wie Gerald Massey und Les Carney beruft), beide – Horus und Jesus – sollen, gezeugt vom Heiligen Geist, von einem Engel angekündigt, von einer Jungfrau empfangen, in einer Höhle geboren worden sein, wobei ein Stern ihre Geburt angezeigt habe und Hirten Zeugen der Geschehnisse gewesen seien, lässt sich – ebenso wie die Anbetung beider durch Drei Weise oder Könige nur mit sehr fantasievoller Auslegekunst nachvollziehen. Die Vielzahl von Übereinstimmungen, die in Büchern wie „The natural Genesis“ (Massey), „Krishna born of a Virgin?“ (Carney) oder Filmen wie „Zeitgeist“ genannt werden, sind zum Teil nur sehr schwer zu veri- oder falsifizieren. Und sie werden auch durch die tausendfachen Wiederholungen auf Internetseiten, in die man sie ungeprüft per Copy und Paste einfügte, nicht wahrer.

 

Auch wenn der Eifer gläubiger Christen, die ihr Heil allein von der Vergöttlichung des Jesus, der vor Zweitausend Jahren lebte, abhängig machen, anstatt die eigene Heiligung im Hier und Jetzt in sich Selbst zu suchen, sehr an den Glaubenskrieg der „Kreationisten“ gegen die „Evolutionisten“ erinnert, ist es wie immer, wenn es um Ansprüche auf den Alleinbesitz der Wahrheit geht, dass beide im Irrtum sind.

 

Manches Übereintreffen ist aber tatsächlich verblüffend und scheint kaum zufällig zu sein. Wie zum Beispiel, dass „Heirut“ das Kind Horus – und „Herodes“ das Kind Jesus töten lassen will. Tatsächlich erfahren beide im zwölften Lebensjahr ein Initiierungsritual und von beiden ist bis zu ihrem dreißigsten Lebensjahr nichts Weiteres überliefert.

 

Horus wird von seinem bösen Zwillingsbruder „Sut“ (oder „Set“ = Satan) in der Wüste Amentas (= Erde) auf den Berg Hetep geführt, um ihn auf die Probe zu stellen. Jesus wird von Satan in der Wüste „auf einen sehr hohen Berg“ geführt. Beide widerstehen den Versuchungen.

 

So wie Jesus die 12 Jünger beauftragt die Ernte einzubringen, („Wie mich der Vater gesandt hat, so sende Ich euch.“), begleiteten schon tausende von Jahren zuvor die 12 Geistkinder von Ra Horus zur Erde hinab, um den Samen zu säen und die göttliche Ernte einzubringen.

 

Sicher trägt Horus auch nicht zufällig den Beinamen Jusa (Jusu) = „Der immer werdende Sohn“ von Ptah (= der all-eine Gott und Himmlischer Vater). Und nicht zufällig wurden Horus und Jesus beide KRST (oder QRST) = „Der Gesalbte“ (Christus) genannt.

 

 

 

Weiterlesen:

KRST – Die verborgene Botschaft der Ursprache

 

 

 

 

Andreas Klinksiek

 

 

Die spirituelle Geschichte der Menschheit

Spirituelle Zeitreise

Reise durch die Zeit in die Ewigkeit

Bestellung:

 Paperback     16.00 €     978-3-7323-2239-8

Hardcover     24.00 €    978-3-7323-2240-4

e-Book             8.00 €     978-3-7323-2241-1

Herausgeber:

KreuzKugel Emblem AKADEMIE DER HARMONIK

 

SinnverlagEmblemBücher mit Sinn

DruckVerlags GmbH Hamburg

 

 

 

Comments are closed.