Die Erlösung vom Tod

Das Fischezeitalter – ca. 160 v.Chr. bis 2000 n.Chr. 

(Das Kali-Yuga)

 

 

Die Entwicklung des spirituellen Baumes der Menschheit

In Indien fand Siddharta Gautama (schon gegen Ende des Widderzeitalters) den Weg der inneren Erleuchtung: die Gottwerdung des Menschen. Und in Israel personifizierte sich Gott, der zuvor schon oftmals auf der Erde erschienen war (z.B. als Krishna oder Melchizedek…) in Jesus: die Menschwerdung Gottes.

 

 

Östliche- und westliche Spiritualität

Aus den östlichen Wurzeln der indischen und chinesischen Gottesanschauung entwickelten sich im Fischezeitalter die verschiedenen buddhistischen Wege und Weisheitsschulen Indiens, Tibets, Chinas und Japans, deren Kontemplation und meditative Versenkung bis heute die Spiritualität der meisten ostasiatischen Völker beeinflussen.

 

Die östliche und die westliche Glaubensrichtungen ergänzen sich vollkommen – wie die 2 Seiten einer Medaille oder ein Januskopf. Sind die westlichen Religionen wesentlich durch eine rituelle Veräußerlichung geprägt, die sich nicht zuletzt durch die Prachtentfaltung in den „Gotteshäusern“ aus Stein zum Ausdruck bringt, sind die östlichen Religionen oder spirituellen Wege mehr Erfahrungswege inneren Erlebens.

Die christlich katholischen und evangelischen Glaubenszweige des spirituellen Baumes der Menschheit würden sich in der gegenseitigen Bereicherung östlich und westlicher Religion ihrer mystischen Gotteserfahrung erinnern (wie sie beispielsweise Meister Ekkehard im 12. Jahrhundert noch lehrte), während der Buddhismus über ein bloß energetisches Verständnis hinaus, eine Erfahrung vom Höchstbewusstsein des liebenden Gottes gewinnen könnte.

 

 

Krieg der Religionen

Der sogenannte `Hinduismus´ und der zarathustrische Glaube der ägyptischen Parsen zeichnen sich im Gegensatz zu manch anderer – sich „allein seligmachend“ dünkenden Religion – durch eine größere Toleranz gegenüber anderen Glaubensgemeinschaften aus.

Am unversöhnlichsten indes, stehen sich auch im Fischezeitalter (bis heute) – die beiden Söhne Abrahams – als Brüder mit tief in das Massenbewusstsein eingegrabenem Misstrauen gegenüber: der Islam und das Judentum, respektive Christentum, das mit den mittelalterlichen Kreuzzügen gegen die Sarrazenen Wunden schlug, die bis jetzt noch nicht verheilt sind.

 

 

 
Würden die Religionsgemeinschaften jedenfalls – anstatt auf ihre jeweilige Anschauung Allgemeingültigkeitsanspruch zu erheben und Andersgläubige für verirrt, falschgläubig oder gar „teuflisch“ zu halten – würden sie erkennen, dass sie sich – zum Gewinn für Alle – gegenseitig ungemein bereichern könnten. Denn weder ist Gott in ein Buch zu pressen, noch lässt Er sich für irgendwelche Interessen instrumentalisieren, sondern Er ist – gleichgültig, wie man Ihn hier oder dort nennt, der Eine in Allem. Nichts existiert außerhalb von Ihm.

 

„Jemand, dem sich sein psychisches Wesen während eines Beethoven-Konzertes offenbarte, wird mit völliger Gewissheit versichern: `Musik, nichts als Musik ist das allein Wahre und Göttliche auf der Welt´. Ein anderer, der seiner Seele allein inmitten der unermesslichen Weiten der Weltmeere gewahr wird, wird die offene See zur Religion erheben. Wieder ein anderer wird auf seinen Propheten, seine Kirche, sein Evangelium schwören. Ein jeder konstruiert sich so sein eigenes Gebäude um den leuchtenden Kern der Erfahrung. Dabei ist das psychische Wesen frei, herrlich frei von allem!“ (…) Berührt man einmal die leuchtende Wahrheit, erfährt man, dass sie alles unstrittig in sich aufnehmen kann und dass alle ihre Kinder sind.“ (Satprem „Das Abenteuer des Bewusstseins“)

 

Ein großes Wort sprach Kaiser Friedrich der Große kurz nach dem astronomischen Ende des Kali-Yuga (etwa 1750):

 

„Jeder soll nach seiner Façon selig werden“.

 

Und tatsächlich ist es so: Jedem geschieht nach seinem Glauben.

 

„Euch geschehe nach eurem Glauben.“ (Matthäus 9.29)

„Ich werde zu dem, was ich in mir sehe. Alles, was das Denken mir eingibt, kann ich tun; alles, was das Denken mir eröffnet, kann ich werden. So sollte des Menschen unerschütterlicher Glaube an sich selbst beschaffen sein, denn Gott wohnt in ihm.“  (Sri Aurobino „Thoughts and Glimpses“)

 

„Ein christlicher Heiliger zum Beispiel, der eine Vision der Jungfrau hat, und ein Inder, der eine Vision der Durga hat, sehen beide vielleicht das Gleiche, sie sind vielleicht mit derselben Bewusstseinsebene und denselben Kräften in Verbindung getreten. Aber es ist offensichtlich, dass der Christ mit einer Vision der Durga nichts anzufangen wüsste; und offenbarte sich diese Kraft in reiner Form, also in Gestalt von unpersönlichen leuchtenden Schwingungen, so wäre sie weder dem Marien-Verehrer noch dem Verehrer Durgas zugänglich, sie würde jedenfalls nicht zu ihren Herzen sprechen.“ (Satprem „Das Abenteuer des Bewusstseins“)

 

Oder mit anderen Worten: Der vollgläubig vertrauende Brahmane wird Krishna – und der vollgläubig vertrauende Christ wird Jesus in seinem Herzen finden. Die mystische Einswerdung des Menschen mit Gott (Unio Mystica) ist das Ziel aller wahrhaften Religion – was nichts zu tun hat mit institutionalisierten Kirchen und Priesterschaften, die in der Geschichte zumeist nicht Gott, sondern zuerst den eigenen Interessen dienten – denn die einzig wahre Kirche ist des Menschen Herz.

 

 

Die katholische Kirche

So verstanden die alten Kirchenväter das Wort Jesu wohl eher absichtlich falsch, das Er zu Petrus gesprochen haben soll:

 

“Du bist Petrus, der Fels, und auf diesen Felsen will ich Meine Kirche bauen”.

 

Vielleicht ist es aber auch ein ganz bewusster Übersetzungsfehler, wie es viele in der Geschichte der Übersetzungen der Bibel gab, die den Frauen ihr gottverliehenes Recht nahmen und die Angst der Gläubigen schürte, um umso mehr Opfer und Ablassgaben aus ihnen herauszupressen. Vielmehr ist `der Felsen´ das Symbol für das Vertrauen in Gott, diesem einzigen Felsen der Festigkeit – im Herzen eines jeden – auf dem die Liebe Gottes Ihre einzig wahre Kirche erbaut, die allerdings „nicht von dieser Welt“ ist. Dass nicht einer der Jünger Jesu, der posthum zum ersten Papst gemacht wurde (worüber er vermutlich gar nicht erfreut ist) „der Fels“ war, sondern vielmehr die Liebe Gottes, bzw. der in unseren Herzen auferstandene Christus selbst, erhellt sich auch aus anderen Stellen der Bibel:

 

„… der Fels aber war Christus“  (Paulus, 1 Korinther 10,4);

 

„… denn Du, Gott, bist mein Fels“ (David, Psalm 31,4); oder

 

„Der Herr ist mein Fels und meine Burg und mein Erretter.“ (Samuel 22,2).

 

Tatsächlich ist der Fels, was jeder bestätigen kann, der den Frieden Gottes in seinem Herz wahrhaft empfunden hat, diese unverrückbare, unzerstörbare Feste der Gewissheit des Getragen- und Geborgenseins in der Liebe Gottes. Das hat freilich absolut nichts mit der Institution der katholischen Kirche zu tun. Denn weder Petrus und sicher noch weniger Jesus hatten vor, eine dogmatische und hierarchische Kult- und Priesterorganisation auf Erden zu gründen.

 

Allerdings ist es kein Vorrecht der katholischen Kirche, ein institutionelles Monopol auf die Beziehung zu Gott zu erheben – anstatt auf den Inneren Meister im Herzen eines Jeden zu weisen: es war schon im alten Ägypten mit der angemaßten Macht der „Tempeldiener“ so – und war mit den Pharisäern im alten Israel nicht anders. Käme Jesus heute in die ein oder andere Synagoge oder Kirche, würde er vermutlich wie damals als Ketzer und Häretiker verfolgt werden.

 

 

Das Zeichen des Fisches

Das Fische-Zeitalter war die finsterste Zeit der Menschheit in den letzten 7.000 Jahren. Das ganzheitliche Wissen des einstigen „Goldenen Zeitalters“ – die Sternenweisheit (den alten Ägyptern, Chaldäern, Maya… waren nicht nur die Rhythmen der Erde, sondern auch der Planeten des Sonnensystems bestens bekannt) – die lebendige innere Anschauung und die Gewissheit der Gegenwart Gottes, degenerierten in dieser Zeit der

 

„größten Entfernung des Sonnensystems von der Zentralsonne“ (Sri Yukteshwar)

 

zur denkbar größten Veräußerlichung des Bewusstseins, dass sich schließlich soweit verstieg, die Erde für eine Scheibe und das menschliche Wesen für seinen Körper zu halten. Und doch – oder gerade deshalb – schien in diese Menschheitsnacht das Licht göttlicher Offenbarung heller als je zuvor.

 

 

 

 

 

Die geistige Nacht

Die alten Ägypter, Perser, Inder und Hebräer als die Nachkommen Noahs, deren arischer Stammbaum bis heute alle Völker der Erde miteinander verbindet, kannten sowohl den Geisteszustand dieser Umnachtung des Menschen (der den meisten so natürlich geworden ist, dass sie ihn nicht mehr empfinden), wie auch die Verheißung der Erlösung aus diesem Zustand durch das Licht, das in diese (geistige) Nacht kommen sollte.

 

„Ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von diesem todverfallenem Leibe?“ (Römer 7,18)

 

 

Das Gesetz

Weil es weder im Stier- noch im Widderzeitalter einem Menschen gelungen war, das Gesetz vollwirklich zu erfüllen, um Gerechtigkeit vor Gott zu erlangen und die Schuld des Sündenfalls (die darin bestand und besteht, dass der Mensch sich von Gott getrennt wähnt) zu sühnen, blieb allein die Hoffnung auf die Erlösung durch den verheißenen Messias.

 

„Um der Hoffnung willen, die für euch bereit ist im Himmel, habt ihr schon zuvor das Evangelium gehört durch das Wort der Wahrheit, das zu euch gekommen ist, denn das Gesetz konnte nichts zur Vollendung bringen.“  (Hebräer 7,19)

 

 

 

Der Tod

Seit die Schlange Eva betört hatte, dass sie und Adam den ihnen verliehenen Schlüssel der Welt und des Totenreiches gegen eine Frucht vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen tauschten, beherrschte die Sünde (= das sich getrennt von Gott Erleben) das menschliche Herz. Die Wirkung dieser unseligen Frucht wirkt bis heute im Massenbewusstsein prägenden Unterbewusstsein mit solcher Macht nach, dass sie den Menschen in seinem bipolaren Denken nicht loslässt.

 

 

„`Das soll dein Lohn sein und dein Teil, den Ich dir zugemessen habe´, spricht der Herr: `Weil du Mich vergessen hast und dich auf Lügen verlässt´.“  (Jeremias 13,23)

 

„Denn der Sünde Sold ist der Tod.“ (Römer 6,23)

 

„Ich habe kein Gefallen am Tode des Gottlosen, sondern dass der Gottlose umkehre von seinem Wege und lebe. (…) Warum wollt ihr sterben?“  (Hesekiel 33,11)

 

„Gott ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden.“ (Mathäus 22,32)

 

 

Der Verheißene

Das Kommen des Messianischen Erlösers, der das geschlossene Tor zum verlorenen Garten Eden wieder aufschließen solle, war über die Jahrtausende die einzige Hoffnung der Menschheit auf die Erlösung aus dem Zustand des Todes, die in allen Religionen wach gehalten wurde:

 

„Aber ich weiß, dass mein Erlöser lebt.“ (Hiob 19,25)

Die urevangelische Verheißung vom Erlöser, der von der Schlange zwar in die Ferse gestochen werde – ihr aber „den Kopf zertreten“ würde, erhielten Adam und Eva bereits unmittelbar nach ihrem Sturz aus der Einheit des Seins in die Zweiheit der Welt. Sie lasen den verheißenen Weg in die Eins-Werdung zurück – in den Buchstaben der gottgegebenen Ursprache und schrieben ihn zur Erinnerung in die Sternbilder (bis die babylonischen Magier diese Bedeutung verwischten).

 

 

 

 

Gemäß dem Urevangelium in den Sternen am Himmel und durch die Ankündigung Seiner Propheten verspricht Gott das Kommen eines Erlösers, der Satan (der Schlange) den Schlüssel der Welt und der Pforte des Totenreiches entwinden werde. Seit Horus im alten Ägypten erhielt sich In allen Religionen die Hoffnung auf diesen Erlöser, der die Schuld des Menschen tilgen und die entstandene Trennung zwischen Gott und Mensch überwinden würde.

 

Der Baum, der aus den fünf spirituellen Wurzeln des Widderzeitalters wuchs, zergliederte sich im Zeitalter der Fische in fünf große Äste mit vielen Zweigen, Trieben und unzähligen Nervenäderchen:

 

– Die Orthodoxen der jüdischen Religion, die Judaisten, hoffen noch immer auf das Kommen dieses verheißenen Messias, der den Juden das “Schalom Gottes” bringen und jegliche Tyrannei beenden soll.

– Die orthodoxen, katholischen, evangelischen und reformierten Zweige der Christen (nebst zahlreichen Kirchen und Sekten), glauben, dass der Messias bereits vor 2000 Jahren erschien.

 

– Der Islam mit den Hauptrichtungen der Sunniten und Schiiten, sowie vielen national- oder individuell-geprägten religiösen Sonderheiten (z.B. dem Orden der Sufi), ersehnt den Erlöser in Gestalt des Mahdi, der Wiederkunft des 12. Imam.

 

– Die Hinduisten trauen auf das Kommen von Kalki (der zehnten und letzten Inkarnation von Vishnu).

 

– Die Parsen erhielten die Religion des Zarathustra (etwa 1000 – 700 v.Chr.) lebendig, die in der parsischen heiligen Schrift, dem Avesta, prophezeit, dass 3000 Jahre nach ihm der endzeitliche Retter `Saoshyant´ kommen wird.

 

– Im Buddhismus erhofft man als zukünftige Heilsgestalt den `Buddha Maitreya´ (japanisch: `Miroku´), wörtlich übersetzt aus dem Sanskrit: „Der Liebende“, der das Leiden der Welt beenden soll.

 

 

Erfüllung der Prophezeiung

 

„Gott will, dass alle Menschen gerettet werden.“ (Timotheus 2,4)

 

„Um so fester haben wir das prophetische Wort, und ihr tut gut daran, dass ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint an einem dunklen Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen.“ (1 Petrus 1,19)

 

Dieses Wort legt nahe , dass die prophezeite Endzeit nicht von äußeren Ereignissen eines befürchteten Dritten Weltkrieges spricht, (den milliarden Gläubige verschiedener Religionen herbei zu sehnen und zu rufen scheinen, weil sie das „Ende der Welt“ mit dem Erscheinen ihres erwarteten Heilbringers verbinden), sondern vielmehr von inneren Prozessen der Lichtwerdung des eigenen Herzens.

 

Sogar jenes Wort Jesu „vom Kommen des Gottesreiches“, das von orthodoxen Christen als Endzeit-Prophezeihung und Hinweis gedeutet wird, dass es sich um die Person Jesus handele, deren Kommen einzig zu erwarten sei, erscheint aus der Sicht eines gemeinten Erwachens des Christusgeistes in jedem von uns, in völlig anderem Licht:

 

„Da Er aber gefragt ward von den Pharisäern: Wann kommt das Reich Gottes? antwortete Er ihnen und sprach: Das Reich Gottes kommt nicht mit äußerlichem Schaugepränge. Man wird auch nicht sagen: Siehe hier! oder: da ist es! Denn sehet, das Reich Gottes ist inwendig in euch.

Er sprach aber zu den Jüngern: Es wird die Zeit kommen, dass ihr werdet begehren zu sehen einen Tag des Menschensohnes, und werdet ihn nicht sehen. Und sie (Anm.: nach christlich dogmatischer Auslegung die falschen Propheten) werden zu euch sagen: Siehe hier! siehe da! (Anm.: nach Auslegung jener gläubigen Christen, die an die Auerstehung des Christusgeistes in ihrem eigenen Bewusstsein glauben, sind es die Kirchen, die die Auferstehung des Gotterwachten vor 2000 Jahren predigen, anstatt das Gotterwachen in unseren Herzen) Gehet nicht hin und folget auch nicht. Denn wie der Blitz oben vom Himmel blitzt und leuchtet über alles, was unter dem Himmel ist, also wird des Menschen Sohn an seinem Tage sein.“ (Lukas 17)

 

Dieser blitzartigen Erleuchtung unseres Bewusstseins und der Welt harren wir. Nur die erwachte Liebe im eigenen Herzen bringt Licht in ein noch verdunkeltes Bewusstsein und beendet das Leiden der Welt, das vor allem in der Blindheit einer lieblosen, rücksichtslosen Konkurrenz-Gesellschaft liegt.

 

 

 

Das Neue Testament der Christen

Nicht nur, weil mit Jesus Christus die westliche Zeitrechnung des Gregorianischen Kalenders beginnt, der heute weitgehend internationale Gültigkeit hat, ist das Neue Testament zweifellos das spirituell überragende Ereignis des Fischezeitalters. Das karmische „Auge-um-Auge-Prinzip“ des Alten Testaments des Widderzeitalters, dessen Gesetz niemand Genüge tun konnte, (sondern die Menschen der Gerechtigkeit Gottes nur mehr und mehr zuwiderhandelten), erfährt durch das Neue Testament des Fischezeitalters eine völlig neue, unverdiente Wendung.

Nicht mehr das Gesetz der Zehn Gebote und das Streben nach Gerechtigkeit ist in der Beziehung zwischen Gott und Mensch von nun an das Wichtigste. Jesus fasst die Zehn Gebote, die Er Moses auf dem Sinai gab, zusammen in dem Einen (- das alle anderen beinhaltet):

 

„Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander liebt, wie ich euch geliebt habe, dass auch ihr einander liebt.“ (Johannes 13,34)

Nach christlichem Glauben erfüllt Jesus die alttestamentarische Prophezeiung des Urevangeliums und tilgte die Schuld aller, die an Ihn glauben.

 

„Wie nun durch die Sünde des Einen (Adam) die Verdammnis (der Sturz aus dem Eins mit Allem Sein in die bipolare Bewusstseinsspaltung der sich von Gott getrennt erlebenden Welt) über alle Menschen gekommen ist, so ist auch durch die Gerechtigkeit des Einen (Jesus) für alle Menschen die Rechtfertigung gekommen, die zum Leben führt.“ (Römer 5,18)

 

Die `Frohe Botschaft´ des Evangeliums der Christen besagt also, dass durch das „Opfer des gekreuzigten Gottes“ für alle Menschen der Tod überwunden sei.

 

 

Die Kreuzigung

Vielen Menschen indes ist die Kreuzigung Jesu bis auf den heutigen Tag ein Ärgernis.

`Das Christentum wäre in vielen Punkten als Lebensrichtschnur schon ganz geeignet, sagen sie, wenn nur diese leidige Kreuzigung nicht wäre, die jeder vernünftigen Gottesvorstellung widerspräche. Wie solle man an einen allmächtigen Gott glauben können, der so schwach sei, dass Er es nicht habe verhindern können von Seinen Geschöpfen gefangen genommen und getötet zu werden?!´

Auch anderen Religionen ist der christliche Glaube, Gott sei am Kreuz gestorben, zumeist ein unverständliches Mysterium. Und doch ist den Christen der Kreuzestod Jesu durch Seine Auferstehung das größte aller Wunder, das Er vollbracht habe. Genau im Augenblick des Todes Christi am Kreuz habe Satan die Macht über den Tod verloren: nicht in der Welt (die bleibt vorerst wie sie war und ist), sondern in der Seele und im Geiste der Erlösten.

 

 

 

Die Gerechtigkeit und die Liebe Gottes

Für viele Gläubige anderer Religionen ist es allerdings ein scheinbar unauflöslicher Widerspruch, dass der Gott der Christen – ein leidender Gott – sich ans Kreuz nageln ließ (und Ihm die Schlange beim Nageln Seiner Füße ans Kreuz so buchstäblich in die „Fersen stach“) – und wirklich: es ist nicht leicht zu verstehen, dass die Liebe Gottes als Mensch auf die Erde gekommen sein soll, um die Schuld (das Karma) der Menschheit auf sich zu nehmen, um sie vor der Gerechtigkeit Gottes Selber zu sühnen. Diese Botschaft ist von zentraler Bedeutung: Die Liebe Gottes hat Sich Selbst geopfert!

 

„Darin ist erschienen die Liebe Gottes unter uns, dass Gott seinen einigen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch Ihn leben.“ (1 Johannes 4,9)

 

Das heißt: Die Liebe erschien im Sohn Selbst. Dieser Akt der Erlösung aus Gnade durch die Hingabe der Liebe Selbst, ist das Evangelium des Neuen Testaments.

 

Alle Propheten des Alten Testaments haben auf dieses Ereignis als den Kern der Tora und wesentlichen Wendepunkt menschlicher Geschichte hin gezeigt: Der seit der Vertreibung (oder besser: seit dem freiwilligen Heraustreten) aus dem Paradies verhüllte Gott offenbart sich in Jesus als der

„Ich bin der Ich bin.“ (jüdisch) und der „Ich war, bin und werde sein.“ (ägyptisch)

 

Er, der in der Widderzeit als die Stimme des unsichtbaren Gottes im Brennenden Dornbusch spricht; Er den „niemand sehen konnte – ohne sein Leben zu verlieren“ (Genesis), wird selber Mensch (den Er nach Seinem Ebenbild erschuf) und kommt als Vater, Freund und Bruder. Die Liebe Gottes wurde Mensch, damit der Mensch vergöttlicht werde.

 

 

 

Das leere Grab

Als die Trauernden drei Tage später zum Grab kommen, ist es leer. Das Grab ist leer!! Zwei Engel sprechen zu ihnen:

 

„Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?“ (Lukas 24,6)

 

 

Die 3 Tage im Reich des Todes

Was aber tat – nach christlichem Glauben – der Geist Jesu während der drei Tage Seiner Grablegung? Er stieg hinab in das Totenreich um auch den Toten aus Gnade das Leben zu bringen.

 

„Die Niederfahrt des Messias aber zur Unterwelt war nicht eitel, sondern die Ursache einer Menge von Wohltaten für unser Geschlecht. Seine Niederfahrt zu den unteren Örtern der Erde löste des Todes Herrschaft auf und verkündigte den in Staub Daliegenden die Auferstehung und spendete Vergebung denen, die ohne Gesetz gesündigt hatten, und zerstörte den Scheol (die „Hölle“) und tötete die Sünde und beschämte den Satan und betrübte die Teufel und schaffte die Opfer- und Brandopferhöhen ab und bereitete Adam die Rückkehr (in das Paradies bzw. den Himmel).“ (Ephraim der Syrer „m’arrat gazzê“)

 

 

Andreas Klinksiek

Die spirituelle Geschichte der Menschheit

Spirituelle Zeitreise

Reise durch die Zeit in die Ewigkeit

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