Die universelle Schöpfungsgeschichte

Die universelle Schöpfungsgeschichte

 

 

Das neue und das alte Wissen

Nicht neu oder umstritten ist die Tatsache, dass das spirituelle Wissen der Menschheit trotz aller technischen Errungenschaften (oder deshalb), heutzutage nicht unbedingt in seiner größten Blüte steht. Die alten Ägypter – beispielsweise, überlieferten nicht nur architektonische, mathematische und astronomische Kenntnisse, die bis auf den heutigen Tag verblüffen, sondern sie wussten auch ungleich viel mehr vom spirituellen Wesen des Menschen, das Thema dieser Schrift ist. Woher sie dieses Wissen hatten, das in Bauwerken, Kunstwerken und Schriften manifestiert ist, verhüllt der Schleier der überlieferten Geschichte. Die ein oder andere Hieroglyphe ihrer Überlieferung soll hier entschlüsselt werden. Auch den Spuren einer einstigen Ursprache der Menschheit werden wir folgen, die relikthaft noch heute in allen Sprachen erhalten ist, und darüber hinaus dem Ursprung der Sternenweisheit nachspüren, die von der heute fast vergessenen Beziehung des inneren zum äußeren Kosmos wusste.

 

Moderne Geschichtsforschung

Was geschah zu Anbeginn der Urgeschichte der Menschheit? Geologen versuchen den Versteinerungen der Gesteinsschichten die Urgeschichte mit Hammer und Bohrungen zu entlocken; Archäologen befragen die Scherben der vergangenen Kulturen und suchen die lebendige Geschichte in den Gräbern. Die etablierte Schulgeschichtsforschung vermittelt nur ein sehr lückenhaftes Geschichtsbild, das oft mehr auf die überlieferten Annahmen und Spekulationen wissenschaftlicher „Autoritäten“ und vermeintlicher Koryphäen fußt, als auf der geschichtlichen Wirklichkeit, die man allzu oft mit obskuren Behauptungen leugnet.

Ja, es gab vor der heutigen Menschheitskultur eine frühere Zivilisation, die in Vielem der heutigen überlegen war. Diese erste adamitische Hochkultur hatte eine Kosmologie mit genauer Kenntnis der Präzession und der Planetenbahnen. Sie schuf auf der Erde ein globales Pyramiden-Netzwerk, das – alle Kontinente verbindend – einen energetischen Sinn hatte. Keinesfalls waren diese Pyramiden Gräber von Pharaonen, wie heute noch irrtümlich die etablierte Geschichtsforschung lehrt. Im Gegensatz zum tradierten Schulgeschichtsbild, das zumeist auf zusammengesetzten Scherben und exhuminierten Leichen aufbaut, werden wir auf dieser Zeitreise eine lebendige Geschichte finden, die in ihren spirituellen Erkenntnissen noch jetzt gegenwärtig ist – und in die Ewigkeit reicht.

 

Der göttliche Schöpfungsplan

Es wird sich erweisen dass beides, Ursprache und Sternenweisheit, eine göttliche Geistesgabe des Schöpfers an den Menschen ist, den Er – nicht zufällig – sondern nach höchst weisem Plan erschuf. Dieser Plan Gottes ist der Gegenstand des Interesses dieser Zeitreise, die zu den Anfängen der menschlichen Geschichte führen wird. In den heiligen Schriften der Menschheit sind bedeutende Hinweise über den Sinn und das Ziel dieses göttlichen Planes zu finden, denn dieser Schöpfergott offenbarte sich der Menschheit zu allen Zeiten in vielen Erscheinungen und unter vielen Namen durch das Wort – und vor allem durch innere lebendige Erfahrung, die dem modernen Menschen im Allgemeinen heute so fremd und unbekannt sind, wie die Symbole babylonischer Keilschrift, ägyptischer Hieroglyphen oder die Runen der Kelten.

 

 

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Urägytisches Mysterium

Die altägyptische Schöpfungsgeschichte beschreibt, wie aus dem `Urgewässer Nun´ ein Licht- und Schöpfergott empor steigt, dessen Wesensmerkmal es ist, dass Er aus sich heraus die Welt und die anderen Urgötter erschaffen hat.

Das mindestens 5000 Jahre alte Schöpfungsmysterienspiel von Memphis beginnt wie jahrtausende später das Johannes-Evangelium: „Im Anfang war das Wort.“

Damals fuhr in dieser Zeremonie der Hierophant (Oberpriester) fort: „Und es geschah, dass das Herz und die Zunge Macht erhielten über alle Glieder. Denn so wird uns gelehrt: Dass Er war das Herz in jeglichen Wesens Brust, und die Zunge in jeglichen Wesens Mund. Von allen göttlichen Wesen, von allen Menschen, von allem Getier – von allem, was da kreucht und fleucht. Sie alle haben Leben, weil Er sie denkt, und Sein Gebot schafft alles nach Seinem Willen. Es war eine Zeit, da alle die einzelnen göttlichen Wesen noch ungeboren waren in Seinem Munde. Er aber sprach aus den Namen aller Dinge – und sie wurden. Er schuf sie nach Seinem Ebenbilde. Sie alle sind nur die vielfachen Formen des Großen Ewigen Einen. Er schuf das Sehen der Augen, das Hören der Ohren, das Atmen der Nase, auf das sie dem Herzen darbringen mögen die Früchte ihres Tuns. Denn es ist das Herz, das jeden Gedanken gebiert. Und es ist die Zunge, die jeden Gedanken verkündet, auf dass er Wirklichkeit werde. So wurden geboren alle göttlichen Wesen – das Aton und die heilige Neunheit der Hierarchien (gleichsam die 9 Grundzahlen, aus denen jede der unendlichen Zahlen gebildet ist). Denn jedes Wort der schaffenden Gottheit wurde Sein durch das, was das Herz dachte und was die Zunge gebot. Und so sind erschaffen worden die Konstellationen am Himmel. Und so wurden ihnen ihre Aufgaben zugewiesen durch sie, die alles Sein im Himmel und auf Erden nähren und erhalten.“

Dass Gott den Menschen laut dieser altägyptischen Offenbarung nach Seinem Ebenbild erschaffen haben soll, findet sich nicht zufällig wortgetreu in der Genesis der mosaischen Tora und des Alten Testaments der Christen wieder, war Moses doch – als angenommener Sohn der Pharaonentochter – eingeweiht in das altägyptische Mysterium der Beziehung von Gott und Mensch.

 

Dogon

Für den westafrikanischen Volksstamm der `Dogon´, die den Wissenschaftlern mit ihren präzisen astronomischen Kenntnissen (insbesondere des Sterns Sirius) Rätsel aufgeben, existierte das Universum bereits vor seiner Entstehung als Gedanke im Geiste der höchsten Schöpfer-Gottheit `Amma´, auf deren Plan sie das Erscheinen aller Dinge zurück führen.

 

Brahma

Eine ähnliche Vorstellung hat der Hinduismus von Brahma, der das Universum meditierend ersonnen haben soll, bevor Seine göttlichen Gedanken dann materielle Gestalt annahmen. Doch Brahma, der dieses Universum erträumt, ist nicht der höchste Gott, sondern nur ein Teil von Ihm. „Seine Teile sind viele. Gott ist einer. Es gibt nur einen Höchsten Gott – Krishna – und die Halbgötter (wie Brahma) sind mit verschiedenen Kräften bevollmächtigt, um die materielle Welt zu verwalten.“ (Bhagavad-Gita)

 

Weltreligionen

Auch der jüdische, christliche und islamische Glaube hält die Schöpfung für einen Gedanken Gottes, der durch Sein Wort „Es werde!“ alles Erschaffene Wirklichkeit werden ließ.

Im Laufe dieser Zeitreise werden wir noch in vielen Kulturen Hinweise auf diesen Gott finden, Der „mit den Augen der Menschen die Welt schaut“, damit wir mehr und mehr „mit den Augen Gottes sehen.“ (Alte brahmanische Weisheit)

 

Sintflut

Ob im alten Ägypten, Indien oder China, bei den Sumerern, Mesopotamiern oder Griechen: Fast überall auf der Erde gibt es Hinweise auf diesen gemeinsamen Ursprung einer ersten Zivilisation, die mit der Sintflut endet – und einer zweiten Zivilisation, die mit Noah beginnt (der in den Mythen anderer Völker andere Namen hat, z.B. `Manu´ in Indien, Utnapischtim in Babylon) und noch andauert.

 

Heilige Schriften

Von Moses, der als Eingeweihter der ägyptischen Kosmogonie, dieses Wissen im Auftrag Gottes den Hebräern überlieferte, ist der Weg über die Tora der Juden, das Neue Testament der Christen, und den Koran des Islams nicht mehr weit in das Hier und Jetzt. Das geistige Wort öffnet vor allem den nach innen gerichteten Sinn, dem sich in den heiligen Schriften immer neue Verständnistiefen eröffnen, als Kunde aus der vieldimensionalen geistigen Welt.

Denn Auskünfte über die vitalen Geister und Seelen der Urahnen sind am ehesten in deren Schriften zu finden. Ohne die Heiligen Bücher des inspirierten göttlichen Wortes wüsste der moderne Mensch wohl kaum etwas über seinen Ursprung und noch weniger von einem höheren Lebensziel. Deshalb werden wir die indischen, mesopotamischen und hebräischen Quellen befragen (jene Völker also, die aus den drei Söhnen Noahs nach der Sintflut hervorgingen).

 

Genesis

Das erste Buch der Tora und des Alten Testaments der Bibel beschreibt nicht die Schöpfung der Welt – sondern die Weckung des Bewusstseins.

Bislang hat die Wissenschaft die Schöpfungsgeschichte der Genesis zumeist für den Erklärungsversuch der Entstehung der Welt aus dem damaligen Wissen gehalten (was allerdings in seinen Widersprüchlichkeiten tatsächlich ein barer Unsinn wäre). Dabei hat sie in der Überheblichkeit ihrer rein äußerlichen Sichtweise die entsprechungsreiche innerliche Bedeutung dieser Offenbarung bis heute nicht erkannt.

Die Genesis wurde als wörtlich verstandene Schöpfungsgeschichte allzu oft zum Dogma erhoben, an dem über die Jahrtausende der Streit zwischen den `Buchstabengläubigen´ und den freigeistigeren Denkern entbrannte (wie heute zwischen den „Kreationisten“ und den „Evolutionstheoretikern“). Den Einen war das Wort Gottes durch die Propheten unverrückbar und hatte auch als äußere Tatsache und historische Wirklichkeit Geltung zu haben (wobei sich manch einer seinen logischen Menschenverstand verbog, indem er zum Beispiel die Erde zu einer Scheibe formte). Die Anderen wurden mit ihrem Weltverstand oft zuerst an der Frage irre: Wie vereinbart sich dieser mythologische Schöpfungsbericht, der von einem Zeitbegriff von etwa 6000 Jahren spricht, mit den archäologischen Funden menschlicher Spuren, die von menschenartigen Wesen zeugen, die laut geologischer und archäologischer Befunde schon vor mehreren millionen Jahren gelebt haben? Es soll gar nicht bezweifelt werden, entgegen einer dogmatischen, bloß äußerlichen Auslegung der biblischen Schöpfungsgeschichte, dass Gott die Welt und das Universum nicht wirklich in sechs Schöpfungstagen schuf, wie Moses bildhaft in der Genesis beschrieb. Tatsächlich führte das blinde Wörtlichverstehen des Textes oftmals ab vom schmalen Grat zwischen Sinn und Unsinn, wollte man das Wort Moses (und der anderen Propheten) als bloßes Erdkunde-, Biologie- oder Geschichtsbuch nehmen. Denn dieser Text ist eine Botschaft aus der geistigen Welt und als solche in der äußerlichen, materiellen Welt mit irdischem Menschenverstand nicht zu entschlüsseln, sondern nur vom `inneren Menschen´ mit zunehmender Tiefe der Wahrnehmung, und durch die Geistigkeit selber zu verstehen. Moses bezeichnet mit seinen Entsprechungsbildern nur indirekt auch die Grundzüge der Erschaffung des Universums. Er spricht vor allem aber von der geistigen Geburt und dem geistigen Werden des Menschen.

 

Das Urevangelium

Im Laufe dieser Zeitreise durch die Urgeschichte und Zukunft der Menschheit wird sich das Wort als göttliche Offenbarung eines einstigen `Urevangeliums´ mitteilen, das in sich selbst, den Elementen seiner Buchstaben, den Weg aufzeigt, den Gott dem Menschen nach dessen Fall aus dem paradiesischen Zustand des Einsseins, als Hoffnung auf seine Erlösung aus dem Zustand der bipolaren Gespaltenheit versprach. In den Lauten der Buchstaben und den ihnen adäquaten Zahlen wird sich dieser Weg zur Erfüllung dieser göttlichen Verheißung enthüllen im erwachenden, unsterblichen Geisterleben des Menschen, der erst dadurch zum Menschen wird, dass er diese Dimension des Seins in sich selber findet.

Das ist der Anfang, den Moses in der Genesis beschreibt, nicht der Anfang der Entstehung der materiellen Welt, sondern die Reifung des Menschen zu seiner geistigen Wiedergeburt. Doch vielen Menschen bleibt der Zugang zur Bibel verwehrt, weil sie bereits über die Schöpfungsgeschichte der Genesis stolpern, indem sie nur den äußeren Sinn des Buchstabens – und nicht die ihm innewohnenden Entsprechungsbilder sehen.

Dieses Lied vom Anfang der Welt ist nicht als hebräischer Gegenentwurf zu den chaldäischen, mesopotamischen und babylonischen Schöpfungsmythen zu sehen. Wo immer so eine Kosmogonie von der Entstehung der Welt wahr ist, ist sie in Übereinstimmung mit `der Einen Wahrheit´, die sich in allen menschheits-geschichtlichen Wahrheitsbüchern aller Epochen und Kulturen stets und immer die selbe Wahrheit ist. Mal mehr – mal weniger komprimiert, wird sie überall mit unterschiedlicher Intensität des Wahrheits- und Weisheitslichtes sichtbar, ohne jemals vom menschlichen Verstand ganz, voll und umfassend verstanden werden zu können, weil ihr Grund ewig und unendlich ist.

 

 

 

Andreas Klinksiek

 

Reise durch die Zeit in die Ewigkeit

Spirituelle ZeitreiseDIE SPIRITUELLE GESCHICHTE DER MENSCHHEIT

 

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