Kosmogonie der Götzen und Dämonen

Das Stierzeitalter ca. 4520 bis 2360 v.Chr. 

(Übergang vom Treta-Yuga in das Dwapara-Yuga)

 

Kindesopfer moloch

 
Als `göttlicher Moloch´ ließ sich Satan von seinen Götzendienern selber anbeten und baute so in Babel seinen widergöttlichen Höllenthron, der ihn über die Himmel Gottes erheben sollte.

Er konnte sich nur deshalb als Mächtiger aufwerfen und den Schlüssel der Herrschaft über die Welt an sich reißen, weil die babylonischen Nachkommen Noahs diesen bereitwillig übergaben. Seit diesem Frevel, mit dem er die Menschen einmal mehr betrogen, und auch die von Gott im 2. Bund an Noah übergebene Herrschaft über die Erde an sich gerissen hatte, verwirrte er, der `große Zerstreuer´, die Sprachen und die Erde teilte sich.

 

Diese Teilung der Erde aus der Einheit mit Gott in die Gespaltenheit des bipolaren Denkens ist bis heute nicht überwunden. Seitdem erlebt sich der Mensch getrennt von Gott. Seit dieser Spaltung spiegelt sich die Lüge in der Wahrheit und wurde die Rede zum Doppelsinn. Daraus folgte der eigentliche geistige Sturz des `Turmes zu Babel´.

 

Aber die Überwindung der Teilung der Welt durch die Rückfindung des Menschen zum Eins mit Allem Sein steht als Quantensprung des Bewusstseins auf dem göttlichen Erlösungsplan. In allen Kulturen wird diese Einswerdung von vielen Menschen im Erkennen – eben nicht voneinander und von Gott getrennt zu sein – gerade jetzt vollzogen.

 

 

MITHRAS 

Zu der angemaßten Macht des `satanischen Mithras´, die ihm von Gott wegen der Willensfreiheit zugelassen wurde, gehört die Beherrschung des Kosmos. Am chaldäischen Sternenhimmel vollzog sich das kosmische Geschehen eines Zeitalterwechsels. `Mithras´ war der Herrscher über diesen zyklischen Wandel des Weltzeitalters.

Die abgebildeten Figuren in der Stiertötungsszene der Altarbilder des Mithraskultes entsprechen den zuzuordnenden Sternbildern, welche die Priester des Kultes (Magier) von den Babyloniern und Chaldäern übernommen hatten. Die Darstellung der Stiertötung, die das zu Ende gehende Stierzeitalter und den Übergang in das Widderzeitalter symbolisiert, sollte ausdrücken: `Mithras, der Stiertöter, hat die Macht, das Ende eines Zeitalters herbeizuführen!´ Diese Macht, die ihm die Menschen gaben, ließ ihn zum Weltenherrscher werden.

 

 

Mithras_LouvreDas Altarbild des stiertötenden Mithras (Ausschnitt) 

 
Mithras ist babylonisch-persischen Ursprungs. Er wurde im vorchristlichen Jahrtausend zeit- und regionsweise durch die Lehre Zarathustras und die Propheten des Gottes der Uroffenbarung des Urevangeliums verdrängt, erlangte aber als zeitweise römische Staatsreligion einen Machteinfluss auf die Kulturen und Religionen der Völker, die bis auf den heutigen Tag reicht. Wir werden sehen, wie insbesondere die Orthodoxe und Römische Kirche – aber auch das Christentum allgemein von Mithras durchdrungen ist. So wurde zum Beispiel der Geburtstag des Mithras schon weit über tausend Jahre vor der Geburt Jesu am 25. Dezember gefeiert.

Mithras war zunächst der Schutzherr der Männerbünde des persischen Adels, bevor er später vor allem im Römischen Reich bis ins 3.Jahrhundert n.Chr. weitreichend Verbreitung fand. Der Name Mithras bedeutet „Vertrag“, darum galt er als der Schützer des Vertragsrechtes. Weil es sich bei diesem `Vertrag´ jedoch im Grunde um den Kontrakt Satans mit seinen Götzenanbetern handelt, denen er im `faustschen Sinne´ (Goethes) irdische Macht oder eine zeitliche Erfüllung der Lust verspricht, ist die letztliche Erfüllung dieses Vertrages – zumindest im Hinblick auf die Seligkeit der unsterblichen Seele, sehr in Frage zu stellen.

Der Mithraskult war der Mysterienkult einer geheimen Lehre, die der Seele in sieben Initiationsstufen der Einweihung den Aufstieg zur Macht lehren sollte. Somit darf in diesen geheimen Einweihungsriten das Urbild aller Geheimbünde gesehen werden, die, wenngleich die Adepten meistens nur in den besten Absichten zu handeln glauben, letztlich nur dem alten Ziel dienen: Der `Weltherrschaft des Antichristen´. Schon im Mithraskult gehörte eine Art Abendmahl, das aus Brot, Wasser und Wein bestand, und eine Taufe mit Stierblut, zu den rituellen Mysterien dieser Einweihung. Mithras wurde dem Sonnengott gleichgesetzt, dessen sichtbares Sinnbild die Sonne als das Auge des Himmelsgottes (siehe das Emblem der Illuminaten) war. Wer in den Bund aufgenommen werden wollte, musste sich den Initiationsriten unterwerfen: Er wurde harten Prüfungen und körperlichen Züchtigungen unterworfen und mehrmals mit dem Tod konfrontiert. Danach galt er als `wiedergeboren´. Die Priester dieser Religion wurden `Magier´ („Magoi“) genannt.

Der Mithraskult der Babylonier eroberte seit dem zweiten Jahrtausend v.Chr. den ganzen Vorderen Orient und fand schließlich im ersten Jahrtausend v.Chr. auch bei den Juden Anklang. Dies und die Anbetung Baals, bei der Menschen geopfert und sogar verspeist wurden (Der Name Kannibale kommt von `chana baal´ – dem Titel der Baalspriester.) – waren ein „Greuel vor Gott“ und einer der Gründe, weshalb Gott das jüdische Volk in die babylonische Gefangenschaft geraten ließ.
 
Zur Zeit des persischen Großreiches war die Religion der Magier vorherrschend im Reich. Als Alexander der Große das Perserreich erobert hatte, verschmolzen Zeus und Mithras mit Apollon und Helios, dem Sonnengott, zum Hauptgott der Vielgötter.
Im Mithraismus wurde der Satan als ein nackter, brüllender, löwenköpfiger Cherub mit vier Flügeln dargestellt, um dessen Körper sich eine Schlange aufwärts windet. Er steht auf dem Erdglobus, hält ein Zepter in der linken und einen Schlüssel in der rechten Hand.

Tatsächlich findet man auch in den Sternbildern des babylonischen Himmels, wie sie im Gilgamesch-Epos dargestellt sind, die Schlange (MUSH) und den Löwen (UR.GU.LA). Sie sind als Abbilder des Chumbaba-Satan auf vielen Altären in unterirdischen Mithras-Grotten im gesamten Römischen Imperium gefunden worden.

Zahlreiche Reliefs und Statuen in den Mithräen zeigen einen nackten männlichen Körper mit Löwenkopf, um dessen Körper sich eine Schlange windet.

 

 

UR.GU.LA

 
Auf diesem Relief in Rom ist dieser „Löwenköpfige“ (Leontokephalos) mit aufgerissenem Rachen dargestellt (aus dem er, für die Jüngerschaft vermutlich sehr beeindruckend, während des Ritus Feuer spie). Im Gilgamesch-Epos heißt es von Chumbaba: „Sein Rachen ist Feuer, Tod ist sein Atem“. Die vier Flügel des `Löwenköpfigen´ weisen ihn als den gefallenen Cherub Satan aus. Er steht auf einem Erdball, wodurch er sich als „Herr der Erde“ zu erkennen gibt. Vom Globus aufwärts windet sich eine Schlange sechsmal um den Körper Satans; der Kopf der Schlange ruht auf dem Löwenkopf und blickt den Betrachter an. In seiner Linken hält der löwenköpfige Satan ein Zepter als Zeichen seiner Macht, und in der Rechten den Schlüssel des Totenreiches, den er dem Menschen listig abtrotzte und den ihm der Mensch allzu bereitwillig überließ.

 

“Schon in der Kosmologie der Sternbilder am Himmel Sinears ist Satan als `Herr der Erde´ und `Herr des Totenreiches´ bezeugt. Das Sternbild des Löwen Chumbaba wird dem Gott Latarak zugeordnet. Latarak kommt in den Keilschriftquellen häufig unter dem Namen Nergal vor. Nergal wird NIN.URU.GAL geschrieben, was exakt `Herr des Totenreiches` bedeutet. Im Sternbild der Schlange manifestiert sich also `Herr der Erde (bel ersetim)´ als Satan.“  (Dr. Werner Papke)

 

 

Indem es Satan aber gelang, Adam und Eva durch die Schlange zu verführen und zu Fall zu bringen, wurde er nicht nur der „Herr der Erde“ sondern auch der „Herr des Todes und des Totenreiches“ dessen symbolischen Schlüssel er nun hielt. Denn aufgrund des Sündenfalls (Der Trennung aus der Einheit mit Gott) sind alle Menschen (- bis sie die Gegenwart Gottes in ihrem Herzen und wieder zu sich selbst gefunden haben werden -) sterblich geworden.

Satan hätte diesen Schlüssel heute noch, wenn die Inkarnation Gottes in Jesus diesen – durch Seine Auferstehung von den Toten – nicht von ihm zurück gewonnen hätte. Als Johannes den auferstandenen Jesus in einer Vision auf der Insel Patmos sah, fiel er, wie er selbst bezeugt, zu Seinen (Jesu) Füßen wie tot.
 

„Und Er (der Auferstandene) legte Seine Rechte auf mich und sprach: ´Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot, und siehe, Ich bin lebendig von Äon zu Äon und habe die Schlüssel des Todes und des Hades´“ (Off 1, 17)

 

 

Die „Himmelsgöttin“ und der „Sonnengott“

Sowohl die `Weisen aus dem Morgenland´, die Erben der noahischen Sternenschau, wie auch die Magier der satanischen Schule kannten zunächst noch den inneren Sinn dessen, was sie in der Bilderschrift der Sterne lasen, deren Wandelweg sich damals an einem noch viel strahlenderen Himmel als heute vollzog. Sie kannten noch den inneren ganzheitlichen Sinn der Sternbilder – die den Weg des Menschen zu seiner Vervollkommnung wiesen – bis der widergöttliche Bau des geistigen Turmes zu Babel des Menschen Sinn verwirrte, weil er – wie schon damals bei der Vertreibung aus dem Paradies – seinen Verstand über die Gegenwart Gottes im eigenen Herzen erhoben hatte – als er eigenmächtig die ungesegnete Frucht vom „Baum der Erkenntnis des Wahren und Falschen“ pflückte und aß.

Diese Wegbeschreibung aus der Gespaltenheit des bipolaren Denkens, in das man gefallen war, zurück in die Ganzheitlichkeit des göttlichen Seins, die einst auch in den Buchstaben und Zahlen der Ursprache gottgegeben war, wurde vom eigenmächtigen Verstand der Mächtigen in Babylon umgedeutet, indem sie sich selber in den Bildern am Himmel verewigten.
 

„Nimrod (hebr.: = Aufruhr) war der erste, der Macht gewann auf Erden, und war ein gewaltiger Jäger vor dem Herrn.“ ( 1 Mose 10,8)

 
Der Umstand, dass er vor dem Herrn war, bezeichnet schon, dass er nicht mehr in dem Herrn war; und die Aussage, `der erste, der Macht gewann´, bezeichnet seinen Eigenwillen, mit dem er aus den Willen Gottes heraustrat, woraus folgt, dass Nimrod ein Abtrünniger war, der gegen Gott rebellierte. Wegen seiner Gewalttätigkeit wurde er schließlich getötet und Teile seines Körpers zur Abschreckung in verschiedene Städte Babylons geschickt.

 

 

IschtarDie Babylonische „Himmelsgöttin“ Ischtar

 

 

Seine Gattin `Ischtar´ ließ das Volk um Nimrods Tod trauern und die Legende verbreiten, dass er zum Himmel aufgestiegen wäre, wo er eins mit der Sonne geworden sei. Dort regiere er nun tags am Himmel und in der Nacht in der Unterwelt. Als `Ischtar´ dann (Jahre später) einen Sohn gebar, erklärte sie ihn zur Reinkarnation ihres Mannes, der als Retter der Menschheit zurückgekommen sei, und vergöttlichte `Nimrod´ so.

DUMU.ZI (semitisch: Tammuz) war der Sohn der Ischtar, der Gattin des Nimrod, der Uruk (=Erech) erbaut hat. Dumu.zi (gesprochen: Damasi) ist im babylonischen Mysterienkult um die „heilige Familie“, als der (angebliche) Sohn von Nimrod und dessen Gattin Ischtar (der erst Jahre nach Nimrods Tod geboren wurde), eine bedeutende Gestalt. Wie die sumerische Königsliste ausweist, war DUMU.ZI König von Uruk, der unmittelbar vor Gilgamesch regierte. Nimrod, Ischtar und Dumuzi bildeten die „heilige Dreifaltigkeit“ von Babylon und Uruk.

Als ihr Sohn bei einem Jagdunfall ums Leben kam, befiel Ischtar eine große Trauer. Nach seinem gewaltsamen Tode hoffte man, er würde wieder auferstehen; was sich schon in seinem Namen ausdrückt: „Sohn (DUMU) des Lebens (ZI)“ oder auch „Sohn der Auferstehung“.

`Ischtar´ war sowohl Mutter als auch Geliebte von Dumuzi (=`Tammuz´), der (analog zu Nimrod) in die Unterwelt eingeht und durch Auferstehung zum Himmelsgott wird.

Doch weil sich die Hoffnung auf seine Auferstehung nicht erfüllte, verlegten die Babylonier ihre Auferstehungserwartung in eine ferne Zukunft, obwohl sie jedes Jahr aufs Neue den Kult seiner Auferstehung zelebrierten. Somit kann Dumuzi als Imitation des verheißenen Erlösers und als „Pseudo-Messias“ angesehen werden.

Schon hier wird die Nachahmung der urevangelischen Verheißung vom messianischen Erlöser deutlich, die Gott Adam und Eva nach dem Sündenfall und der damit verbundenen Vertreibung aus dem Paradies gab, als Er zur Schlange sprach:

 

 

„Und Ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau (Israel) und zwischen deinem Nachkommen (der Antichrist) und ihrem Nachkommen (Der Erlöser); der soll dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.“ (1.Mose 3,15)

 

 

Nach ihrem Tod wurde Ischtar selbst zur Göttin erklärt, die zum Himmel aufgefahren sei, und dort, als Königin des Himmels, gemeinsam mit dem Sonnengott regiere. Als eine der babylonischen Hauptgöttinnen, galt sie als `die Große Mutter, Liebes- und Fruchtbarkeitsgöttin und als Himmelskönigin´. Sie wurde in der ganzen alten Welt unter vielen verschiedenen Namen verehrt: `Ischtar, Ashtar, Astar, Ashtart, Aschtoret, Eostre, Eastre, Ostare, Ostara´, usw.

Durch `Ischtar´ wird der Sonnengott in ihr neu geboren, weshalb sie als Mutter mit Kind an der Brust dargestellt wird. Diese Darstellung der babylonischen `Himmelsgöttin´ wurde auch von der Römisch-Katholischen Kirche assimiliert, wie auf vielen Kirchenbildern und Gemälden zu sehen ist.
 
Ischtar galt, besonders bei den Assyrern und in Phönizien (unter dem Namen `Astarte´), als Göttin der Jagd und des Krieges und wurde mit Schwert, Bogen und Pfeilen im Köcher dargestellt (was wahrscheinlich ebenfalls mit Nimrod zusammenhängt, von dem in der Bibel gesagt ist: „Er war ein gewaltiger Jäger“). Die Babylonier verehrten `Ischtar´ als Muttergöttin, die gewöhnlich nackt und mit großen Brüsten, oder als Mutter mit einem Kind an der Brust dargestellt wurde. Auch das Motiv einer Frau, die ein Gefäß in den Händen hält, ist in Babylon, Griechenland und Rom häufig auf kultischen Gegenständen und Münzen zu finden.

 

 

Z 029Die Katholische „Himmelsgöttin“ Maria

 

 

Das Symbol der Gottesmutter, das in der christlichen Religion von Maria verkörpert wird, geht zurück auf die Erste Menschheitskultur, wo schon die altägyptische Isis vom göttlichen Geistfeuer schwanger wurde. Dass dieses Urbild der in Babylon kopierten Dreieinigkeit bereits vorsintflutlich im Alten Ägypten durch Isis, Osiris und Horus versinnbildlicht war, weist – entgegen der Vorstellung der meisten etablierten Ägyptologen – ebenso wie die wesentlich früher zu datierenden Pyramiden zu Gizeh und die Sphinx – eher auf ein Alter von mehr als 10 000 Jahren hin.

Das Schema der angebeteten `babylonischen Götterfamilie´, die auf Nimrods Gattin „Ischtar“ zurückgeht, wurde bald zum Muster für alle daraus entstehenden pantheistischen Religionen. Atmete die Dreieinheit des alten Ägyptens – Osiris, Isis und Horus – noch die heilige Symbolik innigster Verbundenheit des Menschen mit seinem göttlichen Wesen, inszenierte der „Große Nachahmer“ Satan hier in Babylon ein Verwirrspiel, das den Menschen sich seiner Göttlichkeit völlig entfremden sollte.

Die Überlieferung des vorsintflutlich ganzheitlichen Wissens vom geordneten Kosmos, das Henoch-Thot-Hermes mit der Verheißung des Urevangeliums – der einstigen Rückkehr des Menschen zum Einssein und Erwachen in Gott – in die Bilder der Sterne und den Buchstaben des Uralphabets der Ursprache eingeschrieben hatte, wurde nun – nachdem Noah es nach der Sintflut noch getreulich überliefert hatte – in Babylon durch den Großen Verwirrer in Irrtum verkehrt.

 

 

Im Folgenden wird kurz skizziert, wie sich der verfälschte Ritus von Babel, in Folge der `Babylonischen Sprachverwirrung´ im gesamten Nahen Osten, nach Ägypten, Griechenland, Rom, Skandinavien, bis hin zu den Kelten und Germanen ausbreitete. Relikte dieses Kultes finden sich sogar heute noch in vielen Brauchtümern und rituellen Zeremonien – insbesondere der Katholischen Kirche – wieder. Auf der Reise durch die Mythen dieser Kulturen ist Aufmerksamkeit geboten, den wahren Kern des göttlichen Ursprungs von der luziferischen Kopie des Originals zu unterscheiden.
 
Der Weg zurück aus der bipolaren Gespaltenheit der Welt, in die erst Adam und Eva – und nun auch die zweite noahische Menschheitskultur gefallen war, offenbarte sich im alten Ägypten bildhaft in der Dreieinigkeit von Osiris, Isis und Horus. Osiris (Yang) versinnbildlicht den strebenden Geist der Menschheit nach Selbstbewusstheit. Isis (Yin) symbolisiert, als das empfangende Prinzip die Seele der Menschheit. Sie kamen durch die Vereinigung des Erdgottes `Geb´ und der Himmelsgöttin `Nut´ in die Welt. Aus der göttlichen Hochzeit von Osiris und Isis geht ihr Sohn Horus als „Das Licht der Welt“ hervor. Hier war das Urevangelium bildhaft dargestellt, das auch im Neuen Testament als Prinzip des Licht verkörpernden Sohnes Ausdruck findet. Dieser Trinität von Osiris, Isis und Horus, die die alten Ägypter im Dreigestirn des Orion lasen, erbauten sie die Pyramiden von Gizeh als monumentales Gleichnis menschlicher Geistigkeit nach den Maßen und Gesetzen kosmischer Geometrie und Mathematik.

 

 

Plutarch (1.Jhd. n.Chr.) berichtet von einem Bildnis der Isis, auf dem geschrieben stand:

 

„Ich bin alles, was war, ist und sein wird – und noch kein Sterblicher hat jemals mein Gewand gelüftet.“ Nur der Unsterbliche im vergöttlichten Geist des Menschen vermag es, den „Schleier der Isis“ zu lüften.

 
`Isis´ ist in der ägyptischen Mythologie die Göttin der Fruchtbarkeit und Mutterschaft. Sie ist der babylonischen „Ischtar“ vorbildlich. Sie war die Gattin ihres Bruders `Osiris´, dessen Tod sie voraus sah. Das Geschwisterehepaar symbolisiert als Yang und Yin die Vollkommenheit der Ganzheitlichkeit und das lichte Prinzip, weil sie am Tage geboren wurden, während ihre Geschwister `Nephtys und `Seth´ nachtgeboren, für das lichtlose Prinzip der Welt stehen.

Osiris wird von Seth ermordet und zerstückelt. Doch es gelingt Isis alle Körperteile für kurze Zeit wieder zusammenzusetzen, um mit ihm ein Kind zu zeugen, das sie, nachdem Osiris als Herrscher in die Unterwelt eingeht, als ihren Sohn `Horus´ gebärt, der später den Mord an seinen Vater rächt. In vergleichbaren Riten und sehr ähnlicher kultischer Verehrung entspricht Ischtar der Isis, Nimrod dem Osiris und `Dumuzi´ dem Horus.

 

In Phönizien wurde `Dumuzi-Tammuz´ bereits im frühen zweiten Jahrtausend v.Chr. unter dem Namen `Adon´ (= Herr) im Tempel der `Astarte´ (`Ischtar´), seiner Mutter und Geliebten, verehrt.

Bei den Griechen wurde aus dem phönizischen Gott `Adon´ `Adonis´(= Herr), auf den sich die Riten des Todes und der Auferstehung bezogen. `Adonis´ wurde von ihnen als Gott des Wachstums und der Natur angebetet (wie Tammuz-Dumuzi = Mithras). Er soll der Geliebte der Aphrodite (der griechischen Ischtar-Venus) gewesen sein und starb, gleich Nimrod und den entsprechenden Vorbildern anderer Kulturen, eines gewaltsamen Todes (hier durch einen wilden Eber). Ähnlich wie `Ischtar´ soll Aphrodite ihren Geliebten aus dem Schattenreich des Todes befreit haben. Nach einem Richtspruch des göttlichen Zeus durfte Adonis (Dumuzi) ein halbes Jahr bei Aphrodite, seiner Geliebten, auf dem Olymp weilen, während er die andere Hälfte des Jahres bei ihrer Schwester Persephone in der Unterwelt weilen musste.

Wehklagen am Adonis-Fest um den getöteten `Adonis´ und Jubel über seine Auferstehung gehörten zu den mehrtägigen Mysterienspielen der Ischtar, ebenso wie in den vergleichbaren Riten vieler anderer Völker und Kulturen.

 

Eine ähnliche Göttergeschichte zeugt von gleicher Vorlage auch im Götter-Pantheon des nördlichen Europas. Dort wurden `Baldur´ als Sonnengott und `Frigg´ als Himmelskönigin angebetet, die als `Freyja´ auch als Göttin der Liebe verehrt wurde. Sie träumt Baldurs Tod voraus, der von dem blinden`Hödur´, ihrem Bruder, getötet wird.

Der Name `Baldur´ steht in direkter Beziehung zu dem babylonischen `Baal´, von dem im Folgenden etwas ausführlicher gesprochen werden wird.

`Baldr, Baldur oder Balder´ bedeutet ebenfalls `Herr´ (wie Baal und Adonis), was ursprünglich die Anrede Gottes war. (Heute gibt man diesen göttlichen Herrschertitel „Herr“ gleich schon jedem männlichen Erwachsenen).

Die Skandinavier maßen Baldur die Attribute Schönheit, Anmut und die Auferstehung als Himmelsgott im Licht bei  (vergleiche: `Luzifer´ = `Der Lichtträger´), ebenso den Tod durch blinde, dunkle Mächte (Hödur), und den Abstieg in die Unterwelt. Es wurde zu dieser Zeit in allen Kulturen dasselbe `Licht- und Schatten-Spiel“ gespielt.

 

Die Römer verehrten Adonis (= Adon, Tammuz, Dumuzi, Mithras) unter dem Namen `Bacchus´ (sem.:`bacha´ = weinen), wegen der 40 tägigen Trauer, die den Anhängern des Kultes verordnet war, bis zur `Wiedergeburt´ des getöteten Gottes zum Ostera- (Ischtar-) Fest. Während im Orient die Trauer um Tammuz die Zeit des Pflügens und Säens war, fand das Fest in Italien und Griechenland nach der Getreide- und Weinernte statt, so dass hier das `Bacchus-Fest´ als orgiastisches Erntefest mit Wein gefeiert wurde, weshalb Bacchus mit Dionysos, dem Gott des Weines, bald als eins verschmolzen war. Das „Festum Bacchi Rusticum“, das „ländliche Fest des Bacchus“, wurde in der zweiten Oktoberwoche begangen. Die Römische Kirche hat Bacchus zum Heiligen und Märtyrer des Orients erhoben und den 7. Oktober dem „Fest des heiligen Bacchus“ gewidmet. Die Römer haben den babylonischen Pseudo-Messias DUMU.ZI (Tammuz) mit dem im Römischen Weltreich weit verbreiteten Mithras identifiziert, der ihnen der `Sol Invictus´, der “unbesiegte Sonnengott” war.

 

Zur Zeit der Wintersonnenwende, die bei der Einführung des Julianischen Kalenders im Jahre 46 v. Chr. durch Julius Caesar festgelegt wurde, feierte man schon das Fest des Mithras am 25. Dezember. 274 n.Chr. deklarierte Kaiser Aurelian den römischen Mithras zum römischen Reichsgott. Seit 354 n.Chr. bis heute feiert also die christliche Kirche Roms an diesem Datum das Fest der Geburt des `Sonnengottes Mithras´, dem sie nun allerdings den Namen Jesus gab. So wurde aus dem römischen Mithras der katholische “Jesus”.

 

Nicht lange nach der entscheidenden Schlacht Konstantins gegen seinen Rivalen Maxentius wurde der römische Mithras am 27. Oktober 312 (n.Chr.) unter dem Namen “Jesus” in die konstantinische Staatskirche übernommen, deren Oberhaupt Kaiser Konstantin als “Pontifex Maximus” selber war. Alle römischen Kaiser seit Julius Caesar im Jahre 63 v.Chr. wurden zum “Pontifex Maximus von Pergamon und Babylon” und damit zu Oberhäuptern des babylonischen Mysterienkultes geweiht, bis sich Kaiser Gratian im Jahre 376 aus christlichen Beweggründen weigerte, dieses `antichristliche Amt´ auszuüben.

 

Statt seiner wurde dann zwei Jahre später der Bischof der Kirche Roms, `Damasus´, zum ´Pontifex Maximus von Babylon und Pergamon´ gewählt. Seither führen die römischen Päpste den ursprünglich heidnischen Titel `Pontifex Maximus´ (= der größte Brückenbauer) und treten damit in die Nachfolge der obersten Priester des Gottes Mithras, als dessen Stellvertreter auf Erden.

Ebenfalls entstammen die Gewänder und Kopfbedeckungen (die sogenannte Mitra) dem Mithraskult, wie auch der Titel `Pater Patrum´= Papst (`Heiliger Vater´). Dazu sagt Jesus:

 

„Und ihr sollt niemanden unter euch Vater nennen auf Erden; denn Einer ist euer Vater, Der im Himmel ist.“

 

Auch wurde dem römischen Mithras schon in vorchristlicher Zeit das `Ischtarfest´ als Aufstieg der göttlichen Ischtar-Venus aus dem Totenreich am Ostermorgen zugeordnet. So wurden die beiden Feste und Feiern ein und desselben römischen Mithras schließlich von der Römischen Kirche übernommen, als die Geburt und Auferstehung `Jesu´.

 

Ist der römische `Jesus´, der bis auf den heutigen Tag zu den damals anberaumten Terminen gefeiert wird, wirklich der Jesus der Evangelien? Die Entscheidung dieser Frage liegt bei jedem selbst, denn für die Innerlichkeit und den geistigen Wert des Feierns dieser Feste ist nicht ein äußerliches Datum entscheidend, sondern allein das innerliche Stattfinden dieser Ereignisse im Herzen des Menschen, das seine eigentliche Kirche ist.

 

„Sehet, das Himmelreich ist inwendig in euch.“ (Jesus)

 

Bei all den verschiedenen Terminen die als das tatsächliche Datum Jesu Geburt und Auferstehung vermutet werden, gilt nur eins als sicher, dass der wahre Messias nicht zur Wintersonnenwende am 25.12. des Jahres 1 geboren wurde, und die historische Auferstehung nicht am Ostermorgen des Ischtar-Festes stattfand.

 

 

Der `Baals-Kult´

Baal (aramäisch = Herr) war zuerst der Stadtgott von Ekron. Er galt als der Sohn von `El´, dem höchsten männlichen (Schöpfer-)Gott und der Göttin `Aschirat´ (Aschtarat, Aschtoret, Ashtart, Ischtar, Athtar, Astarte…) und  nahm eine zentrale Stellung in der kanaanitischen Götteranbetung ein. Tatsächlich gilt Baal als einer der ältesten Götter der Menschheit, der schon in Akkad, der uralten Hochkultur in Mesopotamien als `Bel´ auftrat, als Beherrscher des Himmels und der Erde und als Schöpfer von Welt und Mensch, wodurch er sich einmal mehr und in größter Anmaßung als `der große Nachahmer´ zeigt. Der `Bel´- oder Baals-Kult wurde ebenso in der alten sumerischen Hochkultur von Nippur vor 5000 Jahren zelebriert. In Babylon gehörte er zur Götter-Trinität `Anu – Ea – Bel´. Erst später taucht Baal in der kanaanitischen Götterversammlung auf und fordert dort ein „eigenes Haus”, woraus nicht etwa zu schließen ist, dass er zugereist wäre, sondern vielmehr, dass er als Geist körperlos war. Nach einer Überlieferung aus Ugarit will er einen Götterpalast bauen, wie ihn weder Himmel noch Menschen kennen würden.
 
Unter dem Namen `Beelzebub´ war er von den Juden als der `Oberste der Teufel´ gefürchtet. Sein hebräischer Name `Baal-Sebul´ (=`Herr der Fliegen´) wird hergeleitet aus dem Umstand, dass um seinen Altar stets Massen von Fliegen herum geschwirrt sein sollen, was nicht weiter verwunderlich ist, da an den Kultstätten, wo er verehrt wurde, viel Blut floss.

 

Auch die Kelten priesen den `Bel´ oder ´Belenos´, der für sie eine mächtige Gottheit der Vorfahren war, als Licht-, Feuer- und Fruchtbarkeitsgott. Er wird als  Sohn der `Danu´ bezeichnet, der Muttergöttin des Stammes der Tuatha – der Danaan, die in Urzeiten Irland besiedelten. In dieser `Danu´ (Anu, Anna) ist unschwer die syrisch-babylonische Kriegs- und Fruchtbarkeitsgöttin `Anat´ (Ischtar) wiederzuerkennen, die als Schwester und Gemahlin des `Baal´ (Dumuzi-Tammuz, Mithras) wegen ihrer Grausamkeit einen blutrünstigen Ruf hatte.

 

Baphomet

 

Eines der wichtigsten Feste des keltischen Jahres war `Beltaine´ (=‘Feuer des Bel’), an dem die neu erwachende Natur im Frühling als Hochzeit zwischen Himmel und Erde gefeiert wurde. Zu diesem Fest stieg der Gehörnte (vergleiche die bildlichen Darstellungen des Teufels mit Hörnern) aus dem Totenreich des Winters, um mit der Frühlingsgöttin `Anat´, als die sexuelle Urkraft an sich, den Beltaine-Ritus zu vollziehen. Nach der Überlieferung waren diese Feste alles andere als prüde, sondern verherrlichten vielmehr eine unbändige sexuelle Lust.

 
 

Das `Gottvergessen´ der Semiten

Auch die Semiten vergaßen vielfach das ihnen durch Noahs Nachkommen überlieferte Urevangelium und ihren Bund mit dem Einen Gott, der sie in lebendiger Anschauung Seiner Gegenwart aus der ägyptischen Gefangenschaft befreit – und durch Seine Propheten fortwährend gelehrt hatte. Auch Israel blieb nicht verschont von der Verführung, die ausging von dem babylonischen Höllenthron.

In der wechselhaften Geschichte der Hebräer zeigt sich deutlich die Führung Gottes, die sie verließ, wenn sie Ihn verließen und sich wieder zu ihnen kehrte, wenn sie sich wieder zu Ihm kehrten. Doch nur kurz waren solche Blütezeiten, ehe sie erneut vergaßen, woher ihnen ihr Heil kommt.

 

„Da taten die Israeliten, was dem Herrn missfiel, und dienten den Baalen und verließen den Herrn, den Gott ihrer Väter, der sie aus Ägyptenland geführt hatte, und folgten andern Göttern nach von den Göttern der Völker, die um sie her wohnten, und beteten sie an und erzürnten den Herrn. Denn sie verließen je und je den Herrn und dienten dem Baal und den Astarten.“ (Ri 2,11-13)

 

„Sie ließen sich ein mit den Heiden und lernten ihre Werke und dienten ihren Götzen; die wurden ihnen zum Fallstrick. Und sie opferten ihre Söhne und ihre Töchter den bösen Geistern und vergossen unschuldig Blut, das Blut ihrer Söhne und Töchter.“ (Ps 106,35-38)

 

Ungeachtet des Geschenkes dieser wunderbaren Mutter Erde und der fürsorglichen Liebe des Himmlischen Vaters tritt der Mensch die Schöpfung mit Füßen und missbraucht die ihm gegebene Freiheit. Es wäre Gott ein Einfaches und wir hätten es schon lange getan: den Schlussstrich gezogen. Er bräuchte uns einfach nur nicht weiterdenken.

Stattdessen hebt Er uns immer wieder auf, wenn wir fallen, so wie das israelitische Volk, das keine Gelegenheit ungenutzt ließ, Seiner liebevollen Fürsorge zu entfliehen.

Anstatt Ihn, den Schöpfer der Sonne, der Sterne, des Wassers und der Natur anzubeten, beteten sie die Sonne, die Sterne und die Geister des Wassers der Natur an. Darum spricht Er immer wieder – durch Propheten und im Herzen Seiner (seinsollenden) Kinder:

 

„Du sollst keine anderen Götter haben neben Mir. Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist: Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn Ich, der Herr, bin dein Gott.“ (1 Mose 20,3)

 

Dies bedeutet mit anderen Worten nicht weniger, als dass wir die irdische und die himmlische Wirklichkeit schauen und erleben sollen, wie sie ist; im Hier und Jetzt des Seins zu sein – anstatt uns Vorstellungen zu machen und uns aufgrund der Konditionierungen unseres Verstandes Dogmen zu unterwerfen. Denn Gott lässt sich nicht in Bilder fassen und auch nicht zwischen zwei Buchdeckel pressen. Er sagt:

 

„Folgt nicht den nichtigen Götzen nach; denn sie nützen nicht und können nicht erretten, weil sie nichtig sind.“ (1 Sam 12,21)

 
Waren es damals holzgeschnitzte Figuren und Heiligenbilder oder religiöse Symbole, die angebetet wurden (worüber man Gott vergaß) – sind es heute Statussymbole, Macht und Geld, die als nichtige Götzen angebetet werden, die aber genau sowenig helfen können – in die Gegenwart der Liebe, Wahrheit und Freude Gottes in unseren Herzen zu finden.

 

 

 

Andreas Klinksiek

 

 

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