Herzen berühren

Die Reise zurück in die Göttlichkeit des Schöpfers!

Teil 1

Zunächst möchte ich mich vorstellen, da ich zum ersten Mal hier schreibe. Mein Name ist Andreas Bäumken, geboren in Halle (Westfalen), jetzt 45 Jahre jung.

Meine Kindheit habe ich mit Mut und vielen Abenteuern verbracht, alles erobert was es zu erobern ging. Meine Mutter und mein Vater sind soweit sehr angenehm gewesen, eher ein Leben in Armut. Doch zu essen und ein Dach über dem Kopf hatten wir immer. Meine Eltern mussten irgendwie sehen das wir zurande kamen, daher war mein Vater kaum im Haus und meine Mutter war auch noch zusätzlich halbtags arbeiten. Somit war wenig Zeit uns Kindern das zu zeigen, was wirklich wichtig war, uns das zu schenken, wonach wir uns sehnten. Man ahnt eventuell: Liebe wurde in unserem Haus eher weniger praktiziert. Auch versuchte uns immer zu pressen, jeglichen Mut und Selbstvertrauen zu nehmen, ja teilweise sogar Ängste einzuschüren. Ich aber setzte immer dagegen, wollte das nicht zulassen.

Mit 11 Jahren liess sich meine Mutter scheiden, da brach für mich auch noch das letzte Stück Liebe weg. Nach einiger Zeit lernte meine Mutter einen neuen Lebensgefährten kennen worauf wir dann nach einem Jahr umgezogen sind. In eine Gegend wo rein gar nichts war, nichts, nur das Haus. Der nächste Nachbar mindestens 500 Meter weit weg.

Die nächsten Jahre gingen dahin, mittlerweile habe ich sehr zurück gezogen gelebt, mein Mut, mein Abenteuer kam nur noch selten zum Vorschein. Da wir viel von Natur umgeben waren, hielt ich mich in dieser sehr sehr oft auf. Ich setze mich irgendwo hin, auf die Wiesen oder auf einen Baum. Nun kam eines Tages plötzlich – wie aus dem Nichts – ein Gedanke, eine Frage hervor: Irgendwie muss hier doch mehr sein, als das, was ich hier sehe, beigebracht und gelehrt bekomme?! Da begann für mich die Reise zurück zu dem Punkt, wo ich heute bin und eigentlich schon immer war: die Liebe.

Nach Schule und Lehrzeit ging es dann hinein in die weite Welt des Abenteuers. Mit 18 Jahren bin ich zuhause ausgezogen in meine erste eigene Bleibe. Die erste feste wirkliche Freundin kam. Es war eine schöne Zeit und sie war sehr herzlich, liebevoll, eine schöne, auch körperliche Seele. Eines Tages sagte sie mir, dass ich irgendetwas in mir habe, was sie sich nicht genau erklären könne. Ich stutzte kurz, schaute sie an, fragte wie sie das meine. Sie sagte, irgendwie ruhst du in dir, hast eine innere Friedlichkeit, wenn man mit dir zusammen ist, kommt man sich vor, als ob nichts mehr da sei. Viele Fragezeichen in meinen Augen, ich verstand damals noch nicht, da ich noch zu unbewusst war. Ein paar Jahre hielt diese Beziehung noch, dann trennten wir uns. Sie sagte zum Schluss sie können diese Friedlichkeit, diese innere Ruhe, die ich ausstrahle nicht mehr ertragen. Nun fragte ich sie, warum sie vor dieser Ruhe, dieser Stille weglaufen würde, es sei doch etwas sehr Schönes? Sie schwieg, packte ihre Sachen, ich verstand die Welt nicht mehr.  Monatelanger Schmerz begleitete mich, voller Tränen. Wut, Hass kamen aus den tiefsten Meeren hoch, ich verstand nicht, was das alles solle. Diese Freundin spiegelte mir etwas wieder, worauf ich später noch einmal zurück kommen werde.

Nun ging mein Leben so weiter dahin, viele Discobesuche, immer wieder sprachen mich Frauen an, dass ich irgendwie anders wie die meisten Männer sei. Da war sie wieder diese Aussage, die ich hörte, immer noch nicht verstand. Nach fast 2 Jahren lernte ich wieder eine Frau kennen die sich – trotz oder wegen dieser Ruhe, dieser Friedlichkeit – entscheiden konnte, mit mir zusammen zu leben. Nun, ich möchte darauf nicht näher eingehen, es würde langweilen. So ging es jedenfalls immer weiter, immer wieder: Begegnung, Fortlaufen usw. Dabei schwamm ich zeitweise in Geld, lebte 2 Jahre auf der Strasse: ein bunt bewegtes Leben mit allen Facetten. Auch Alkohol und Drogen waren darin eine Zeit lang enthalten. Normalerweise hätte ich nach 3 Jahren des dauerhaften Trinkens von Alkohol abhängig sein müssen, was aber nicht der Fall war. Ich selbst sagte mir immer, dass ich niemals davon abhängig werden würde. Niemals.

Mit 30 lernte ich wieder eine Frau kennen, wieder dasselbe, scheinbar. Die ersten Jahre waren wundervoll doch plötzlich geschah etwas. Ich wurde schwer krank, sehr krank. Ich verstand die Welt jetzt überhaupt nicht mehr warum und wieso das alles. Eines Tages lag ich wieder voller körperlicher Schmerzen auf dem Sofa und rief mit letzter Kraft und Energie laut heraus: Hey Gott, lass das alles ein Ende haben, lass diesen Scheiss endlich vorbei sein. Plötzlich hörte ich eine Stimme: „Nein, mein Freund, du wirst noch nicht gehen, du wirst noch gebraucht. Ich erschrak dermaßen, dass ich mich umschaute wo das plötzlich herkam. Dann geschahen die Dinge und Begegnungen in einem Tempo, das für den Verstand unfassbar war. Zwei Wochen später, als ich vom Arzt kam, sah ich eine Nachbarin im Garten stehen und sie sprach mich an. Hey, du siehst echt Scheisse aus, was ist dir wiederfahren? Wir sprachen angeregt über den Zaun hinweg. Am Schluss sagte sie zu mir, dass ich doch mal `rüber kommen solle, sie hätte da etwas für mich. Ok, sagte ich mir, was habe ich zu verlieren, mir ging es eh schon beschissen. Wir unterhielten uns angeregt, ich weiss nicht mehr wie viele Stunden es waren. Dann gab sie mir ein Buch in die Hand von Dr. Joseph Murphy mit folgendem Titel: „Innere Stärke, durch positives Denken“.Obwohl bis dahin Lesen nicht wirklich meine Stärke war, fing sofort mit diesem Buch an. Nun es wurde für mich eines der wertvollsten, die ich je gelesen habe. Dieses Buch habe ich förmlich aufgefressen, niemand durfte mich stören. Was ich dort las, brachte mich aus der Fassung, einfach unglaublich. Ich sollte an allem was ich erlebt hatte selbst verantwortlich sein? Konnte ich kaum glauben.

Zwei Wochen später fing ich wieder an mir via Internet eine neue Arbeitsstelle zu suchen, da ich aufgrund der langen Krankheit gefeuert wurde. Ich wurde auf eine ganz besondere Anzeige aufmerksam: „Melden sie sich, hier können sie 6000 DM in einem Monat verdienen.“ Boah, sagte ich, was für ein Scheiss?! Irgendetwas zog mich trotzdem an Folgendes zu schreiben: Hey Meister, was für ein Scheiss schreiben sie hier, das ist sowas von hirnrissig. Abgeschickt die E-Mail und im Grunde mit keiner Antwort gerechnet. Aber ich rechnete wohl nicht mit der Vorsehung des Schöpfers. Zwei Tage später kam eine Antwort. Er schrieb, dass dieses sehr wohl ginge, man müsse nur an sich glauben, vertrauen usw. Oh, ich an mich glauben? Mir selbst Vertrauen? Nicht wirklich meine Stärken, eher im Gegenteil: ich war in Wut und Hass, voller Mangel an Vertrauen zu mir selbst. Trotzdem aber zog mich irgendetwas, es war wie ein Sog. Wir verabredeten uns zum telefonieren. Es folgten weitere Gespräche in dem er mir aus dem Nichts aufzeigte, zu was wir Wesen in der Lage sind. Ich staunte, voller Stille, voller Schweigen mit offenem Mund. Eines Tages sagte er mir, er wolle mir ein Bruder sein, ein Bruder des Herzens. Ich schrieb ihm von diesem besagten Buch von Dr. Joseph Murphy. Er sagte,  dass er bei einem Schüler Murphys in Deutschland aktiv sei. Ich erschrak, ich stand da wie ein Stein. Wie konnte das möglich sein? Ein Wunder? Nun sagte er mir auch den Namen von diesem Nachfolger Murphys, Erhard F. Freitag, der mittlerweile über 70 Jahre, nur noch selten aktiv ist. Man findet viel über ihn im Internet.

Mein Gesprächspartner outete sich als Schüler von diesem Erhard F. Freitag. Er ginge den Weg des Kriya- Yoga, was für mich seiner Zeit noch gar nicht erfassbar war. Es folgten viele Gespräche in denen er mir vieles erklärte. Jetzt konnte mich nichts mehr halten, irgendetwas brannte in mir, diesem Weg weiter zu folgen. Wir verabredeten uns, so das ich ihn besuchen fuhr. Seiner Zeit wohnte er in Raubling bei Rosenheim im schönen Süden, am Rand der Alpen. Mich hielt nichts mehr, auch nicht meine Familie, die eher einen Aufstand probte, ich aber wich keinen Zentimeter von diesem Ziel ab. Es kam der Tag der Reise und Ankunft in Raubling am Bahnhof. So schnell wie möglich ging ich von dort aus zu ihm. Er bat mich herein. Ich sah zum ersten Mal etwas völlig anderes. Einen Geist, einen Gott des vollkommenen Bewussten. Ich fragte ihn als erstes: Wo hast Du das her? Wer bist du? Warum bist du in meinem Leben? Weil so schönes Wetter war, gingen wir 4 Stunden lang spazieren. Wir redeten über so Vieles und als wir wieder vor seiner Eingangstür standen, geschah etwas, was ich damals nicht mal ansatzweise verstand. Plötzlich wurde alles wie in ein weisses Licht gehüllt, ich sah durch seine Augen und erblickte mein Herz: ich sah wie es weinte. Es rief, dass ich zurück kommen solle – nachhause. Mir war, als ob ich schweben würde. Ich wollte aus diesem Zustand nie mehr zurück. Nun, ab da nannte ich ihn Bruder, meinen Bruder des Herzens. Er musste mich nach diesem Erlebnis wieder zurück auf die Erde holen und sprach mich 3-4-mal an, ehe ich reagieren konnte. Ich setze mich wie erstarrt auf das Sofa und fragte was das gewesen sei. Er antwortete: „Du hast einen Einblick bekommen, wer du wirklich bist, zu was du fähig bist. Du hast dich eben daran erinnert, wohin der Weg dich ab jetzt führt: Nachhause, nachhause zu deiner Seele, zurück zu deinem Herzen.

Fortsetzung folgt