Homo Rhythmicus

„Niemand ist von Natur aus unrhythmisch.

Die rhythmischen Impulse, die im Inneren eines Menschen als Herz- und Atemrhythmus schwingen, werden durch Störungen im psychischen Bereich empfindlich beeinflusst; zugleich führen diese auch zu einer Minderung der Fähigkeit, die inneren Geschehnisse wahrzunehmen.

Lernen wir unsere innere Bewegung in hörbare Rhythmen der Stimme, des Klatschens, sowie in Bewegung des Körpers umzusetzen, begegnen wir auf diesem Weg nach außen Gefühlen und Zuständen unseres Körpers, die ein Spiegel unseres psychischen Bereichs sind.“

(Reinhard Flatischler)

Die harmonisierende Wirkung von Musik auf das Gehirn erklärt sich daraus, dass die musikalischen Parameter Faktoren einer geordneten Zeitstruktur sind. Oder anders ausgedrückt: Die strukturierte rhythmische Ordnung der Musik vermag es, in Dissonanz geratene Schwingungs-Muster im Gehirn wieder zu harmonisieren. Dieserart erkennt sich das Schwingungswesen wieder.

Rhythmusarbeit kann jenseits der verbal-logischen Bewusstseinsebene tiefgreifende Lösungs- und Entwicklungs-Prozesse auslösen.“

(Wolf Büntig)

Klang-, Musik- und Schwingungstherapien helfen bei diesen psychosozialen Heilungsprozessen und begleiten bei der bewussten Selbsterfahrung.

Da also Musik – als Muster rhythmischer Ordnung – das ins Ungleichgewicht geratene, aber grundsätzlich harmonikal veranlagte Wesen zu stimulieren vermag, kann eine gezielte Musiktherapie tatsächlich das Gleichgewicht von Körper und Seele fördern und die Heilung bestimmter Krankheiten unterstützen oder sogar bewirken.

Der Rhythmus ist ein Lernprozess, eine Meditation, die den durch und durch rhythmisch veranlagten „Homo Rhythmicus“ zurück zu sich selbst führen kann.

Diffizile Rhythmen wirken wie ein rhythmisches Grundraster, an dem sich die in Unordnung geratene Körperrhythmik anlehnen und ausrichten kann.

Klang-Massagen, gezielte Beschallung mit kosmisch-energetischen Frequenzen (zum Beispiel Planetenklängen, Solfeggio-Frequenzen, Chakra-Energien, Klangschalen, Gongs …) verstärken die sensible Wahrnehmung des persönlichen Schwingungsfeldes und fördern die Resonanz mit dem All.

Insbesondere die Sicht- und Hörbarmachung des individuellen Schwingungsfeldes (mittels der Software „Free Flow Energy“ der Akademie der Harmonik) ist zur In-Einklang-Bringung mit sich selbst und zur Harmonisierung mit den Schwingungen des Universums geeignet.

Erfolge im Bereich der Heilung durch Musik werden bei vielen psychosomatischen Störungen und Zivilisations-Krankheiten erzielt. Sogar Koma-Patienten vermag die Anwendung von mit Erinnerung verbundener Musik aus dem Koma zu holen. Abgesehen von der heilenden Kraft der Klänge hat die Musik auch eine krankheitsvorsorgende und entwicklungsfördernde Wirkung.

Wie die Schwingungsenergetik mit möglicherweise auftretenden Verstrahlungen durch neue Technologien umgehen wird (beispielsweise 5G Mikrowellenstrahlung im Bereich von bis zu 3500 Ghz) bleibt abzuwarten. Jedenfalls gilt: geordnete, kohärente und konsonante Schwingung ist wirksamer als dissonante Strahlung.

Zudem hat das rhythmische Klangspiel eine immense musikpädagogische Bedeutung für die Erziehung von Kindern. Und nicht zuletzt ist auch im Hinblick auf die Motivation älterer Menschen die Musik geeignet, durch bewusste Wahrnehmung das Wohlbefinden erheblich zu steigern und sogar Lebenssinn zu spenden. Rundum spricht also die Harmonie des rhythmischen Klangs den ganzen Menschen in allen Phasen seines Lebens an.

Die musikalische Übung ist ein Sensibilisierungs-Training.

Selber zu Trommeln, Singen und gemeinsam zu Musizieren stärkt die gesamte Körpermotorik und ordnet zugleich unsere hirnorganischen Rhythmus-Strukturen. Mag es anfangs mit der Feinmotorik noch etwas hapern, weil die Finger nicht so schnell wie die gefühlten und gedachten Rhythmen sind, doch führt das Erlebnis des Getragenseins von der Musik rasch zu Erfolgserlebnissen und wachsender Freude am Zusammenspiel. Die Intensität des Gemeinschaftserlebnisses wächst beim Spiel mit den Fähigkeiten der Spieler auf ihren Instrumenten.

Das musikalische Zusammenspiel ist eine höhere Form der Kommunikation. Hier zeigt es sich, wie sehr wir uns dessen sicher sind, was wir tun, weil wir im Einklang mit den rhythmischen Strukturen und den Harmonien sind, oder ob wir über die musikalischen Ideen der Mitspieler in Verwirrung geraten. Hier lernen wir uns zugunsten des gemeinsam erzeugten Klanges zurückzunehmen – oder uns durchsetzen. Verlieren wir uns im Gespräch der Instrumente in Floskeln, oder gelingt es uns gemeinsam etwas Neues zu gestalten? Es hängt von unserer Fähigkeit ab, gleichzeitig nach innen und nach außen zu hören. Denn das Klangerlebnis wird nicht nur von der Art der Instrumente bestimmt, sondern vor allem durch die persönliche Stimmung der Musiker und deren Achtsamkeit im Aufeinanderhören. Das Miteinander-Schwingen ist immer wieder neu. Insbesondere in der freien Improvisation zeigt sich unsere spontane Dialogfähigkeit. Es gibt keinen besseren Weg zu lernen, aufeinander zu hören.

Für manchen ist die Erfahrung von anderen gehört zu werden ein bewusstseinsprägendes Erlebnis.

Besonders beim Singen im Chor ist augen- (oder ohren-) fällig wie das gefühlsmäßige Erleben auch vom Inhalt der Lieder abhängt, die man singt – sind doch die Worte eines Textes hinaus gesungene Formeln und Mantren, die, als ebenfalls Schwingungen, bis in die tiefsten Tiefen der Seele hinein klingen und resonieren.

Es ist ein Phänomen, dass das gemeinsame Singen die Sänger eines Chores in synchronen Atemrhythmus bringt.

Die harmonikalen Strukturen der Musik erzeugen – bis in unbewusste und überbewusste Bereiche – harmonikale Resonanz im gesamten Organismus, denn unser ganzes Wesen schwingt. Der Prozess der Harmonisierung mit uns selber und der Umwelt führt zu einem stets wacher werdenden Bewusstsein, das im Schwingungsspiel die Gegenwart – wie sonst nur selten irgendwo – lebendig erleben lässt.

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