Kritik der empirischen Wissenschaften

 

Es möge nicht der Eindruck entstehen, die Leistungen des menschlichen Verstandes, in seinen vielfältigen Wissenschaften, sollten hier auf überhebliche Weise gering geschätzt werden.

Dies ist keine Kritik an dem Wissenschaftler, dessen Arbeit der besseren Erkenntnis dient. Diesem sei für seine Forschung, die allen nützt, im Namen Aller gedankt. Ja, allen Wissenschaftlern, die ständig bemüht sind, ihre und unsere Sicht zu erweitern, gebührt unser Dank – und oft genug auch unsere Bewunderung für eine Erkenntnistiefe, die wir ohne sie nie erlangt hätten.

Was hier indes kritisiert werden soll, ist die Institution des wissenschaftlichen Systems, das – behäbig und feist geworden – aus noch ganz anderen unaussprechlichen Gründen nicht mehr dem Fortschritt der Erkenntnis dient, sondern diesen aus wirtschaftlichen und machtpolitisch opportunen Gründen verhindert.

Wenn ich hier die „Modernen Wissenschaften“ aus ganzheitlicher Sicht im Allgemeinen kritisiere, dann nicht deshalb, um für irgendwelche Fehlentwicklungen „Schuldige“ zu suchen, sondern nur im Bemühen die Horizonte zu weiten.

Es gehen diese Gedanken über die Entwicklung der menschlichen Wissenschaft mit der berechtigten Frage nach der Richtung einher, den diese unter den gegebenen Voraussetzungen in Zukunft einschlagen wird.

Leider liegt die Vermutung nahe, dass das Zwielicht der Funzel des menschlichen Verstandesdenkens die Nacht der Welt kaum, ohne das Leuchten eines helleren Lichtes – wie die höhere Vernunft eines erleuchteten Mentals oder die geistige Sonne im Herzen – zu erhellen vermag.

Zweifellos verlangt die ökologische Situation der Erde, wie auch die Erfordernis eines ethischen, ökologischen Umgangs mit ihren Ressourcen, nach einem Bewusstseinssprung, der alle Bereiche des individuellen und gesellschaftlichen Lebens erfasst.

Es möge hier nicht der Eindruck entstehen, es solle gegen das System oder gegen Irgendwen gekämpft werden. Das hat die Wahrheit nicht nötig, da sich letztlich ganz von selbst zerstören wird, was nicht auf dem Fundament der Wahrheit und Liebe erbaut ist. Aber kann uns das unter den gegebenen Umständen Trost sein? In der Erkenntnis des Besseren haben wir einzutreten – nicht im Kampf gegen – sondern für Etwas.

Nicht, dass nicht auch im alten Griechenland oder im Mittelalter wissenschaftliche Erkenntnis zur Entwicklung innovativer Waffensysteme missbraucht worden wäre. Doch spätestens seit dem Bau der Atombombe und dem gottspielenden Eingriff in das Erbgut der Lebewesen löste sich die Wissenschafts-Industrie vollends vom Jahrtausend gültigen Anspruch menschlicher Forschung.

Die ethische Bewusstseinsentwicklung des Menschen hielt mit seinen technologischen Errungenschaften nicht Schritt.

Um das Leben zu verstehen reicht es nicht, den physikalischen, chemischen und biologischen Aufbau der Lebewesen – und auch nicht die atomaren, molekularen und genetischen Strukturen alles Seienden zu wissen. Um den Menschen zu verstehen, reicht es nicht den organischen und zellularen Aufbau seines Körpers zu kennen; auch nicht die Neuronenströme in seinen Gehirnarrealen zu messen, oder seinen DNS-Code quantitativ zu entschlüsseln.

Dem etablierten Wissenschaftsbetrieb reicht es nicht die Welt zu verstehen. Es reicht ihm nicht, Kontinente und Länder per GPS zu kartographieren oder mit anderen Methoden jeden Zentimeter dieses Planeten zu vermessen, sondern in Manier des „Zauberlehrlings“ ist man im Bund mit dem Weltkapital und der Politik bemüht, die Erde und den Menschen mittels „Geo-Engineering“ den eigenen Interessen gemäß neu zu erschaffen.

Milliarden Menschen werden wider besseren Wissens von den Profitinteressen der petrochemischen Pharmakonzerne in Haft genommen. Aber die Gläubigen der materialistischer Ersatzreligion eines unendlichen technologischen Fortschritts lassen sich vom Schein nur zu gern täuschen.

Dabei weiß man aus geschichtlicher Erfahrung, dass die Wissenschaftstheorien nur Betrachtungen aus bestimmten persönlichen und geographischen Perspektiven sind, die sich im Lauf der Zeit immer wieder verändern. Man weiß, dass die Wirklichkeit, je nach Blickwinkel des persönlichen Standpunkts, überall anders aussieht. Das Wissen der separierten Wissenschaften ist also zur Zeit kaum mehr als eine Ansammlung verschiedener Theorien und Vermutungen über die Wirklichkeit der Welt.

Die Vorstellung, wir existierten als Individuen getrennt voneinander und von Gott, ist ebenso eine von Machtinteressen indoktrinierte Illusion, wie der Mythos eines zufälligen Entstandenseins des Universums und des Lebens.

Die Erde ist kein isolierter Ort im All, sondern durch das kosmische Schwingungsfeld mit allen Welten verbunden. Viele, die einst den irdischen Weg gingen, haben im Sein des geistigen Reiches Teil am Erdgeschehen. Auch wenn wir in der Gewissheit sind, dass der göttliche Liebeplan der Schöpfung letztlich jede Seele zur Erinnerung ihrer vergessenen Vollkommenheit führen wird, kann sich der Eine Mensch, der diesen Planeten bewohnt, schmerzhafte Umwege ersparen.

Man mag meine Kritik an den etablierten Wissenschaften als harsch empfinden und mich der Überzeichnung zeihen, doch im Angesicht der drängenden globalen Fragen wird es Zeit für eine Revision. Halten wir in der alltäglichen Routine des Wissenschaftsbetriebs einen Moment inne, um zu schauen, was da in logischer Konsequenz aus jenem Samen wächst, der nicht erst von Aristoteles gesät wurde, sondern schon tausende von Jahren vorher in Babylon.

Wir – und noch mehr die folgenden Generationen – werden diese Saat zu ernten haben, wenn nicht ein grundlegender Paradigmenwechsel Wandel des Handelns bringt.

Es steht zu befürchten, dass dieses System mit einer Zwangsläufigkeit eskalieren wird, die dem Menschen jede Möglichkeit weiterer Einflussnahme nehmen wird, wenn er sich nicht jetzt auf seinen geistigen Ursprung besinnt.

Vollzieht die Menschheit diesen „Quantensprung des Bewusstseins“ nicht, könnte sie sich selbst vernichten.

Deshalb die harsche Aufforderung zur kritischen Rückschau und zu einer fundamentalen Cäsur, die den Blick auf eine werte Zukunft frei gibt.

„Wie bitte?“, mag der Leser fragen: „Ging es uns jemals besser? Nun kritisiert er nicht nur die gewachsenen Wissenschaftsstrukturen, sondern fordert auch noch ein Ende des politischen Machtsystems und den Sturz der globalen Weltwirtschaft.“

Nein. Das Grundproblem lässt sich nicht einfach durch Änderung der Besitz- oder Machtverhältnisse lösen. Im Bewusstsein, dass wir stark machen, wogegen wir kämpfen, erkennen wir, dass die Verhältnisse nicht gewaltsam geändert werden können.

Die Erwartung eine Lösung der Probleme durch eine bloße Änderung der äußeren Verhältnisse bewirken zu können, wäre auch zu naiv und vermessen. Was immer in Zukunft auf der Erde geschehen mag: Die Lösung des Problems lässt sich nicht verordnen. Das alte System kann nicht durch die Installation eines neuen ersetzt werden, sondern muss durch etwas bislang völlig Neues transformiert werden.

Der eigentliche Grund dafür, dass nur einige Wenige immer reicher werden, während immer mehr Menschen verarmen, liegt tiefer. Es ist ein innerlich spirituelles Problem, das jeder Mensch in freier Entscheidung nur für sich selber lösen kann.

Diese Problemlösung geht über jeden noch so intellektuellen Verstand hinaus und könnte nur von einem neuen Menschen gefunden werden, einem weise gewordenen, der sich als ganzheitliches Schwingungswesen – Geist und Seele in einem belebten Körper – EINS mit allen anderen erkennt:

`Adam Kadmon´, der Neue Mensch.

 

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