Liebe – als Faktor des globalen Wandels

 

 

 

Wie jede der zig Billionen Zellen des menschlichen Körpers eine eigene Energieversorgung, einen eigenen Stoffwechsel, eine eigene Fortpflanzung und ein eigenes Individualbewusstsein hat, so ist jedes menschliche Individuum eine Zelle des einen großen Menschen, der diesen Planeten bewohnt.

 

Jeder ist mit Jedem verbunden und wir alle miteinander. Da es unzweifelhaft so ist, muss deutlich werden, wie krank dieser Mensch der Erde in seiner unbewussten Blindheit ist: die einzelnen Zellen seines Körpers konkurrieren und suchen sich zu übervorteilen und im vermeintlichen „Lebenswettbewerb“ einander zu besiegen (nicht anders, als die entarteten Zellen eines Krebs-geschwüres). Die Organe (Staaten) dieses Kollektivmenschen führen gegeneinander Krieg, anstatt friedlich zum Wohle des ganzen Organismus zu wirken.

 

 

Wie geht nun diese kranke Gesellschaft mit den gottgeliebten Wesen um? Im Maße, wie man sich selber für schuldig und nicht liebenswert hält, ist man bereit, sich selbst und die Anderen zu strafen.

Es täte uns gut zu erkennen, dass, wessen wir die (lieblos fehlgeleiteten) Brüder und Schwestern anklagen, wir in uns selbst verdrängt haben.

 

Weil es in dieser bipolaren Welt keine Gesundheit ohne Krankheit geben kann, muss es Menschen geben, die einen Teil des Schmerzes tragen, damit die Anderen schmerzfrei seien. Und solange diese Welt noch nicht zur Reife der Erkenntnis gelangt ist, dass die Gesetze aller Gerichtbarkeit durch gelebte Liebe überflüssig würden, wird es hier kein Recht ohne Unrecht geben.

Deshalb muss es Menschen geben, die gegen die Gesetze verstoßen, damit die anderen sich für rechtschaffen halten dürfen. Doch ist es wirklich ihr Verdienst? Hätten sie, wären sie in der Situation der Gesetzesbrecher oder „Heil Hitler!“-Rufer gewesen, nicht genauso gehandelt?

 

Jesus sagt, dass die Liebe alle Gebote und Gesetze überflüssig macht. Und auch Aristoteles erkannte:

 

„Wenn auf der Welt die Liebe herrschte,

wären alle Gesetze entbehrlich.“

 

 

Ein besseres Erkennen dessen, was „Liebe“ ist, ist heute gesellschaftlich unabdingbar, denn zumeist haben wir mangels Erfahrung der Bedeutung dieses Wortes vergessen, was uns eigentlich fehlt.

Tatsächlich aber liegt nahe, dass, wenn der Mensch des 21. Jahrhunderts sich nicht des tieferen Sinns dieses Wortes lebendig erinnert, er den selbstprovozierten Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft nicht gerecht werden kann.

Denn ohne die Liebe, die des Menschen eigentliche und wahre Natur und der Schlüssel zur Erlösung aus seinem Verstandesgefängnis ist, in welches das Liebewesen Mensch – aus welchen Gründen auch immer – mit unabsehbaren Folgen für alle Kreatur geriet, wird es kein Erwachen der Menschheit auf dem Planeten Erde geben.

 

Wie eine Gesellschaft die Inhalte des Wortes „Liebe“ definiert, prägt sie maßgeblich, ob sie liebevoll oder lieblos, sozial oder asozial ist. Die Art des zwischenmenschlichen Umgangs miteinander – die selbst erfahrene oder nicht erfahrene Liebe – bestimmt das Verständnis dieses Wortes, denn die erhaltene Liebe ist das Maß unserer Vertrauensbildung von frühester Kindheit an.

Wenn wir die Bedeutung der erhaltenen oder nicht erhaltenen Liebe in unserer eigenen Sozialisation besser verstehen lernen, wird uns die Wichtigkeit zu lieben – für unsere Kinder, die Gesellschaft und die nachfolgenden Generationen – deutlich werden.

Denn das Maß der erfahrenen oder nicht erfahrenen Liebe macht den Unterschied, ob wir unser Leben und die Welt als lebens- und liebenswert erkennen – oder nicht.

 

 

Der „Individualpsychologie“ Alfred Adler stellte fest:

 

„Alle menschlichen Verfehlungen

sind das Ergebnis eines Mangels an Liebe.“

 

 

Und Christian Morgenstern meint:

 

„Es müsste ein großer Schmerz

über die Menschen kommen, wenn sie erkennen,

das sie sich nicht so geliebt haben,

wie sie sich hätten lieben können.“

 

 

So lasst uns auf die Brust schlagen im Erkennen, dass wir die Lieblosigkeit, die wir erfahren haben, an unsere Kinder und Kindeskinder weitergeben. Und dennoch trifft uns keine Schuld – sowenig unsere Eltern und Ureltern Schuld trifft, die zumeist noch unter härteren Bedingungen und noch größerer Lieblosigkeit aufwachsen mussten.

Auch unsere Lehrer und die politischen Lenker unserer Zeit sind durch ihre Erfahrungen von Lieblosigkeit schuldlos zu dem geworden, was sie sind. Wer will den Verkettungen der Umstände durch die Jahrtausende folgen, um die Schuldigen auszumachen – und mit welchem Nutzen für wen?

 

Wir haben einfach zu registrieren: da ist ein Massenbewusstsein, das uns unterbewusst lenkt, das angehäuft ist mit Lieblosigkeiten, Brudermorden, Kriegen, eigennütziger Ausbeutung der Anderen, Aggression, Gewalt und Nötigung, das wir nur durch Eines überwinden können, um frei zu werden:

 

Vergebung in Liebe.

 

Nur dies kann unser überbewusstes Potenzial zur Errettung unseres Selbstes und der Welt wecken:

die Liebe.

 

 

 

ANDREAS KLINKSIEK

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