Liebe loslassen

Dualseele loslassen

Mit diesem Suchbegriff finden viele Liebesuchende auf unsere Homepage, weshalb wir hier etwas näher auf das Empfinden eingehen wollen: „Mein Dual erwidert meine Liebe nicht!“.

Zuallererst ist dazu zu sagen: Nichts, wirklich nichts kann in der Schöpfung festgehalten werden. Schon gar nicht die Liebe. In jeder Art von liebevoller Partnerschaft sollten sich die Partner in ihrer ganzen Freiheit belassen, bezogen auf ihre Entscheidungen, Lebenseinstellungen und ihren freien Willen. Das gilt auch und ganz besonders für die duale Partnerschaft.

Was also, wenn der als dual erkannte Partner die Liebe nicht erwidern kann – oder möchte? Wir, Agila und Elaah, können hier nur von unser beider Erfahrungen sprechen. Ja, es kann sein, dass die dualen Partner, wenn sie sich denn endlich gefunden haben, mit weltlichen Schwierigkeiten konfrontiert werden (z.B. einer räumlichen Distanz, Altersunterschieden oder gewachsenen familiäre Strukturen…). Doch haben wir die Gewissheit erlangen dürfen, das wahrhafte Duale sich letztlich nicht wirklich aus dem Wege gehen können, weil das eigentliche Ziel ihrer Vereinigung ein gegenseitiges miteinander Wachsen und die stete Potenzierung ihrer Liebe ist.

Die anderslautende Anschauung, dass duale Partner inkarnieren, um getrennt voneinander Erfahrungen zu machen, über die sie sich dann zur Bereicherung beider nach ihrer Exkarnation austauschen würden, widerspricht dem Umstand, dass beide sich gleichzeitig auf der Erde verkörpern. Dies geschieht kaum zufällig, sondern zweifellos mit dem Ziel durch die Kraft ihrer beiden vereinten Herzen die irdische Aufgabe der Liebeverwirklichung in besonderem Maße realisieren zu können.

Die meisten unglücklich verlaufenden (scheinbaren) „dualen Verbindungen“ scheitern nur deshalb, weil sie von Beginn an gar keine dualen Verbindungen waren. Denn oftmals sind es in die Tiefe gehende Seelenverbindungen, tief berührende Seelenverwandschaften, aber eben keine wahren dualen Verkörperungen einer einzigen Seele, die als gemeinsamer Ursprung beider, unerschöpfliche Quelle vollkommener Ergänzung ist.

Um die duale Liebe verstehen und leben zu können, bedarf es zunächst der Fähigkeit zu wahrer Liebe, die der Mensch durch das Vertrauen in die Liebe Gottes und die Einswerdung mit sich selbst empfängt. Bis dahin ist es eine „Bedürftige Liebe“, die den Menschen im Partner das suchen lässt, was ihm selber noch fehlt. Erst wenn der Mensch sich als von Gott geliebt erkennen, annehmen und lieben kann, bedarf er nicht mehr die Liebe eines Partners um sich vollständig zu fühlen. Erst dann ist er wirklich fähig auch den Partner wahrhaft anzunehmen und lieben zu können, so wie er ist. Dann bedarf er nicht mehr die Bestätigung von Außen, weil er die immer präsenter werdende Quelle des Wassers des Lebens in sich selbst gefunden hat, die unaufhörlich strömt. Dann erst, wenn der Mensch Eins mit Gott und Eins mit sich selber geworden ist, kann sich das `Ich´ wahrhaft im `Du´ zum `Wir´ erweitern, indem Gott, der wesenhaft die Liebe ist, nun das Herz des Menschen mit Sich Selber füllt. Auf diese Weise potenziert sich die menschliche Liebefähigkeit und Liebekraft in kosmische und überkosmische Dimensionen.

Natürlich ist diese hier in wenigen Worten geschilderte Entwicklung ein Prozess, der sich nur bei Wenigen in blitzartigem Erkennen der Höheren Wirklichkeit von jetzt auf gleich sofort vollzieht. Für die meisten bedarf es ein längeres Auf und Ab, ehe die alten Muster und Vorstellungen davon, wie die Liebe (oder der Partner) zu sein hat, überwunden sind – und man sich voll vertrauend dem Fluss und der Führung der Liebe hingibt. Aber je länger und beständiger die göttliche Liebe den Menschen durchströmt, umso erfüllter ist er im Erleben der universellen Kraft aller Kräfte: des göttlichen Liebekraftstromes, der in ihm und durch ihn zum Segen für Viele fließt.

Aus dieser Unabhängigkeit und Freiheit von der Meinung Anderer erwächst die seelische Reife der Zwillingsflammen, die, wenn es die Seelenpartner tatsächlich entschieden haben, sich gleichzeitig in Materie zu verkörpern, sich in diesem Augenblick unfehlbar finden. Denn erst jetzt, da beide am selben Meilenstein ihrer Bewusstseinsentwicklung stehen, sind sie in der Lage sich beidseitig zu erkennen und auch in der irdischen (Schein-) Realität zu vereinen. Es wird ihnen vorkommen, als wäre ihr Zusammenfinden von langer Hand präzise vorausgeplant gewesen – und so ist es auch. Sie erfahren sich in vollkommener Ergänzung und entdecken, dass sie – auch während der Zeit ihres scheinbar voneinander Getrenntseins – in Wirklichkeit nie voneinander fern waren. Beide wissen aus der Tiefe ihrer nun einsgewordenen Herzen, dass sie untrennbar miteinander verbunden sind und immer schon waren. Beide können in diesem Erkennen gar nicht mehr anders, als den Anderen zu lieben, weil er genau dasselbe tut. Da kann dann kein einziger Umstand mehr im Wege stehen, sei er auch noch so widrig, der nicht von der Liebe ausgeräumt wird. Nichts – weder die Meinung Anderer – noch menschliche Schwächen des einen oder anderen Partners können das duale Paar nun mehr daran hindern sich wahrhaft und vollkommen zu lieben. Denn beiden ist klar, dass es in der Welt nichts Wichtigeres als diese Liebe gibt – und diese Liebe auch zu leben.

Hier nun muss der Verstand passen, der in seiner Begrenztheit weder die Liebe, noch die Ewigkeit verstehen kann. Weil die Liebenden von jetzt an von ihrem Herz geführt sind, ist ihr Verstand nun herzzentriert und dadurch frei von den alten fremdbestimmten Programmierungen. Dies ist die Frucht der Selbstwerdung, dass nun die Konditionierung des „Schein-Ichs“ im Licht der ewigen Liebe vollends überwunden ist.

Aber natürlich ist diese Entwicklung zur vollkommenen Selbstfindung und völligen Hingabe in Liebe kein Automatismus, sondern liegt in der Willensfreiheit und der Fähigkeit des Erkennens der dualen Partner. Noch einmal sei betont, dass Liebe überhaupt und insbesondere auch die duale Liebe nur in Freiheit gedeihen kann. Jeden Tag will sie aufs Neue gefunden sein. Würde ein Partner – sogar ein an sich untrennbarer dualer Partner – versuchen, den jeweils Anderen in eine Abhängigkeit zu bringen, oder gar beherrschen zu wollen, würde die Liebe sich verflüchtigen. Dies ist allerdings nur denkbar bei noch nicht mit sich Selbst einsgewordenen Partnern, die in gewisser Weise noch im Streit mit sich selber sind. Das heißt, den Anderen noch nicht wirklich so annehmen zu können, wie er ist, weil man sich selber noch nicht annehmen kann, so, wie man ist.

Solange ein Mensch – anstatt durch sein Herz – von seinem konditionierten Verstand und seinen menschlichen Schwächen gesteuert wird, findet die Liebe in ihm nicht den ihr lebensnotwendigen Raum. Hier hilft dann nur noch das Vertrauen in die Liebeführung Gottes, dass sie diesen Menschen irgendwann schließlich doch den Weg der Liebe zur Vervollkommnung führt – dass auch er sich irgendwann endlich seiner Göttlichkeit bewusst werden wird – wie lange dies nach irdischen Maßstäben auch dauern mag. Vielleicht kann dann die Erkenntnis trösten, dass „der verlorene Sohn“ (oder die „verlorene Tochter“) jenseits von Raum und Zeit – für Gott schon immer vollkommen war und immer vollkommen sein wird.

Der Liebe sei Dank!

Agila und Elaah