Rüdiger Dahlke

Reden klarsichtiger Persönlichkeiten im Blog 21

 

Teil 7

Ruediger-Dahlke

RÜDIGER DAHLKE

An Thorwald Dethlefsens Institut für außerordentliche Psychologie machte er eine Ausbildung zum Reinkarnationstherapeuten und wirkte dort von 1977 bis 1989. Wegen inhaltlicher Differenzen trennte er sich 1989 von Dethlefsen und gründete zusammen mit seiner Frau Margit 1990 das Heilkundezentrum in Johanniskirchen in Niederbayern. Als Grundlage der therapeutischen Arbeit des Heilkundezentrums wird die Hermetik des Hermes Trismegistos benannt, in Dahlkes Büchern „Schicksalsgesetze“, „Schattenprinzip“ und „Lebensprinzipien“ dargestellt. (…)

2013 erhielt er den Negativpreis „Goldenes Brett vorm Kopf“ für sein Lebenswerk, insbesondere für seine Praxis der Homöopathie. Zudem hieß es in der Laudatio, es gäbe „ob Homöopathie, Bachblüten, oder die Kunst des Hand- und Fußlesens, ob Erdstrahlen, Astrologie oder Lichtnahrung, kein pseudowissenschaftlich-esoterisches Gebiet der Alternativmedizin, das von ihm noch nicht mit wohlwollender Aufmerksamkeit bedacht worden wäre.“

Nähere Informationen: http://de.wikipedia.org/wiki/Ruediger_Dahlke

Die Schicksalsgesetze

http://youtu.be/Fq-UtKrQM9Q

 

Krankheit als Sprache der Seele

https://www.youtube.com/watch?v=5a1OIQ7WamI

 

Um Thorwald Dethlefsen, von Beginn der 1970er Jahre bis ins neue Jahrhundert hinein eine Leitgestalt der Esoterik, war es still geworden, seit der Münchner nach Wien übergesiedelt war. Anfang Dezember 2010 starb er dort nach zwei Schlaganfällen. Der Autor von Werken wie »Schicksal als Chance« und »Krankheit als Weg« verbrachte die letzten Jahre seines Lebens abgeschieden von der Öffentlichkeit. Ein Nachruf von Angelika Koller:

“Bereits dem Abiturienten war die Bürgerwelt zu eng. Als Zauberkünstler experimentierte er mutig mit Hypnose, stieß bei einer Age-Regression 1968 auf frühere Leben. Wer Dethlefsen auf die Rückführungen als Reinkarnationsbeweis reduziert, trägt Scheuklappen. Er entwickelte sich, blieb zwar felsenfest von der Reinkarnation überzeugt, beurteilte jedoch später Stories aus früheren Leben wie Symboldramen als therapeutische Chance, um Schatten-Aspekte anzugliedern.
Dem Materialismus, der für ihn auch die Psychologie dominierte, stellte er kritisch eine Stufenleiter gegenüber, die über Astrologie, Kabbalah und Alchemie zur Magie führte (Erlebnis der Wiedergeburt, 1976). Dethlefsen war vielseitiger, als mancher annahm: diplomierter Psychotherapeut, Institutsleiter, Vortragsredner, Bestsellerautor, Buchhändler (»Hermetische Truhe«), Astrologe, Homöopath, Alchemist, Kabbalist, Forscher in Randgebieten der Psychologie, Mythologe, Theologe, Heiler, Gastronom (»Café Narrentasse«), Sacerdos, Kirchengründer, Magier. Als habe er alle Stufen erklimmen wollen. (…)
Was hätte Dethlefsen, der als Redner das Publikum fesselte, uns zu sagen? Doch ist kein »letztes Wort« bezeugt. Nach zwei Schlaganfällen konnte er sich, so der Spuren-Nachruf, kaum noch verständlich artikulieren. So bleibt vielleicht ein Statement zum Tod aus dem Kawwana-Buch: »Nicht einfach ist der Tod, nicht ungefährlich, und sehr verwirrt und überfordert ist manche Seele, wenn sie im Augenblick des Todes gestellt ist vor große Entscheidung, wenn sie da wählen muss zwischen verschiedenen Wegen… Doch wenn ein Mensch das Leben nützte als großes Übungsfeld und vorbereitet sich dem Tode nähert, dann ist der Tod die große Chance, aufzusteigen… – für solchen ist der Tod der Höhepunkt des Lebens – für solchen wird das Grab zur Wiege.”