Das Rad der Wiedergeburten

carma

 

In allen Religionen wird die Verantwortlichkeit des Menschen für sein Tun gesehen. Die Vorstellungen darüber, wie diese Gerichtbarkeit sich auf das Leben des Einzelnen auswirkt, gehen allerdings weit auseinander: Die hinduistische Karmalehre lehrt das `Rad der Wiedergeburten´ und spricht von der `Seelenwanderung´ in eine, dem Grad der „Schuld“ entsprechenden Inkarnation. Nach dieser Anschauung lädt sich die Seele durch ihren Lebenswandel entweder neue Schuld auf, für die sie sich zukünftig zu verantworten hat, oder trägt das Karma vergangenen „Verschuldens“ ab. Die gläubigen Hindus streben die Erlösung vom Elend der Welt durch Abtragung von „Schuld“ (Karma) an, weil das irdische Leben leidvoll sei. Das erstrebenswerteste Ziel ist die Befreiung aus dem Rad der Wiedergeburten, um durch Aufsteigen in immer geistigere und feinstofflichere Welten im Weltenraum, schließlich – als höchste Erfüllung – „Krishna-loki“ zu erreichen, die völlige Erleuchtung in Gegenwart Krishnas (den die Juden „Jahwe“, die Moslems „Allah“ und die Christen „Himmlischer Vater“ nennen).

 

nirvana

 

Der Buddhismus nennt den Herkunftsort der Seele das `Nirvana´, das Nichts, das zugleich das Alles sei. In dieses Eins-mit-Allem-Sein würde sie nach dem Tod wieder zurückkehren, um im großen Eins Sein selig zu verschmelzen. Tatsächlich ist das „Nirvana“ die unerschöpfliche Schöpfungsquelle des Lebens, aber nicht das Höchstbewusstsein des Sich-Selbst-vollkommen-bewussten Gottes, den die buddhistische Lehre nicht kennt. Im Buddhismus gibt es bezüglich des Nirvanas nicht die Vorstellung einer bleibenden Identität oder Persönlichkeit. Manche Buddhisten halten sich selbst für das höchste Bewusstsein, weil die nirvanische Urkraft sich selber unbewusst sei.

An dieser Stelle sei noch einmal daran erinnert, was zuvor schon über die Eitelkeit eines Gottes gesagt wurde, der sich in myriaden Spiegeln spiegeln möchte, um diese dann wie Seifenblasen zerplatzen zu lassen. Nein, das Göttliche Spiel der dreidimensionalen Körperwelt zielt darauf, sich selbst bewusste Wesen als geliebtes „Du“ der Liebe für ewig zu zeugen.

 

inkarnation

 

Inkarnation

Nach dem körperlichen Tode, wenn die Seele aus der Außenwelt in ihre Innenwelt heimkehrt, findet sie sich genau in derjenigen geistigen Welt, die den gelebten Gedanken, Worten und Taten des `Dahingeschiedenen´ oder `Hinübergegangenen´ entspricht. Dort finden sich die Seelen gleicher Gedankenwelt und Wellenlänge. Das macht es schwierig, neue Gedanken zu entwickeln.

Um als energetisches `Schwingungswesen´ – irgendwo im Raum zwischen Himmel und Hölle – nach dem Ablegen des alten Körpers eine neue Inkarnation zur weiteren Bewusstseinsentwicklung annehmen zu können, bedarf das Geist-Seele-Wesen eine, seinem Entwicklungsstand gemäße, neue Körperhülle und ein völlig entsprechendes familiäres und gesellschaftliches Umfeld.

Das körperliche Sein ist für die an sich freie Seele eine ziemliche Tortur – verglichen mit ihrem ätherischen Sein jenseits von Raum und Zeit. Ihr helles Selbstbewusstsein eingetauscht gegen ein dumpfes Erwachen in einem hilflosen Säuglingskörper auf einer unverständlichen Erdenwelt. Bevor sie sich bereit erklärte diesen Weg zu gehen, hatte sie alle familiären und gesellschaftlichen Umstände (die keinesfalls zufällig – sondern genauer Seelenspiegel sind) geschaut und eingewilligt. Denn sie weiß: das irdische Menschenleben ist nur von kurzer Dauer – aber die Erreichung des Zieles – die Erlangung wahrer Spiritualität – ein unermesslicher Gewinn von Ewigkeit. Also ist die Entscheidung unserer Seele, sich trotz der Mühsal dieser irdischen Schule für die Inkarnation zu entscheiden, nachdem sie alle Verhältnisse ihres zukünftigen irdischen Lebens wie einen Film schaute, wohl doch der Mühe wert, sonst wären wir nicht hier.

Es kann mal lang – mal kurz dauern, bis sich irgendwo auf diesem Planeten eine adäquate Familiensituation findet, die, in völligem Einklang mit den Konstellationen der Sterne, genau der geistig-seelischen Schwingung des sich inkarnierenden Wesens entspricht. Als Sein sollende Ebenbilder Gottes, der das Eine Leben in uns allen ist, knüpfen wir in unserer jetzigen Verkörperung den Faden der Erkenntnis weiter, der uns aus dem Zustand des „Uns-von-Gott-getrennt-Erlebens“ letztlich wieder mit Gott verbinden wird. Durch die allzeit geduldige und liebevollste Fürsorge Seiner Herzensführung, wird Er uns über alle Grenzen von Raum und Zeit hinweg, zur Vollkommenheit unseres wahren Seins führen, auch wenn wir dies durch die Turbulenzen auf der Oberfläche unseres Bewusstseins-Spiegels zumeist noch nicht erkennen können.

Das Ziel und die Erfüllung der persönlichen Lebensaufgabe des Wesens, als die endliche Befreiung aus dem Rad der unsäglichen Wiedergeburten, ist die Rückerinnerung an die eigene Göttlichkeit in der spirituellen Einswerdung durch das Band der Liebe.

 

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Sünde und Schuld

Warum hat sich die Seele des Kindes für ihre aktuelle Inkarnation gerade dieses Elternpaar ausgesucht (und die Seelen des Elternpaares dieses Kind)? Was die Karma-Lehre in Konsequenz bedeutet: Geschieht es etwa einem `unschuldigen´ Kind, das von seinen Eltern misshandelt wird, recht, weil sein Karma, das es im früheren Leben auf sich lud, dies zu seiner Sühne verlangt? Wenn wir das so annehmen wollten, wären wir bald wie manche Hindus, denen das Leid einer `heiligen Kuh´ mehr ans Herz geht, als das Leid eines am Wegesrand sterbenden Menschen: denn der hätte ja selber Schuld an seinem Elend.

Es entzieht sich im Allgemeinen unserem Erkennen, was im Vorleben eines Menschen als seine karmische Problemstellung vorgefallen war. Für das misshandelte Kind oder einen kranken Menschen, der viel Leid zu tragen hat, muss keinesfalls ein „Eigenverschulden“ vorliegen, sondern kann es ganz andere Gründe geben. Zum Beispiel kann es sich auch um besonders starke Seelen handeln, die inkarnierten, um einen Teil des Leides zu tragen, den es in dieser bipolaren Welt geben muss, damit es auch ein entsprechendes Maß an Freude geben kann. Würde die Gesellschaft erkennen, dass die Kranken ihre Krankheit tragen, damit es auch ein entsprechendes Maß Gesundheit in der Welt gibt, ginge sie anders mit ihren Kranken um.

Keine Selbstbestrafung und Selbstverurteilung bringt denjenigen, die sich in irgendeiner Schuldverstrickung befindlich vermeinen oder sich einem selbstverschuldeten `Schicksal´ unrettbar verhaftet sehen, hinsichtlich der Karma-Frage Befreiung. Allein durch die Gnade und Barmherzigkeit Gottes wird „der Mensch gerecht ohne des Gesetzes Werk, allein durch den Glauben.“ (Römer 3,28)

Selbstgeißelung, in „Sack und Asche Buße tun“ oder andere Methoden der karmischen Selbsterlösung erübrigen sich als Äußerungen mangelnden Vertrauens in die Liebeführung: Gott vergibt jedem, der seine „Schuld“ erkennt, die da ja in nichts anderem besteht als im Sich-getrennt- von-Gott-Erleben.

Nur das befreit die Seele aus ihrer Gebundenheit durch Schuldgefühle: wenn sie sich nicht mehr losgelöst von Gott, sondern im Bewusstsein Seiner Gegenwart von Ewigkeit angenommen und geliebt erlebt.

 

 

Andreas Klinksiek

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Dieses Buch ist das Ergebnis jahrzehntelanger Erforschung der Wirkung von Licht und Klang auf Körper, Seele und Geist. Der Autor entschlüsselt hier die „Matrix des Lebens“ als die Schwingungswirklichkeit der Welt und des Schwingungswesens des Menschen.

Diese Grundlagenforschung der Universellen Harmonik ermöglicht in praktischer Anwendung die Sicht- und Hörbarmachung des einzigartigen Schwingungsfeldes eines Individuums und schafft somit die Voraussetzung für einen gezielten Einsatz von Frequenzen zur Heilung von energetischen Blockaden und körperlichen Krankheitssymptomen.

Die Kenntnis dieser ganzheitlichen Zusammenhänge kann sowohl für den Heilungsprozess des Einzelnen, wie für die gesellschaftliche Bewusstseins-Entwicklung bedeutsam sein.

emblemAkademie der Harmonik