Das Universum ist Licht und Klang

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„Die Grundlage der Schöpfung ist Klang.

Das Geheimnis des Klangs ist Mystik.

Die Harmonie des Lebens ist Religion.

Die Erkenntnis der Schwingungen ist Metaphysik.

Die Analyse der Atome ist Wissenschaft.

Die harmonische Anordnung der Atome ist Kunst.

Der Rhythmus der Form ist Dichtung.

Der Rhythmus des Klanges ist Musik.

Daraus erkennt man, dass die Musik die Kunst aller Künste

und die Wissenschaft aller Wissenschaften ist.

Sie enthält in sich selbst die Quelle aller Erkenntnis.“   

(Hazrat Inayat Khan)

 

Die Wirkkraft der Klänge

Wenn es sich aber mit der Heilkraft der Farben und ihrer makrokosmischen Beziehung zum Mikrokosmos Mensch nun unzweifelhaft so verhält, da liegt es ja auf der Hand, dass ebenfalls die den Farben entsprechenden Töne eine adäquate Wirkung entfalten werden. Deshalb wird in der Folge umständlicher Darlegung der Beziehungsverhältnisse von Farbe (Raum) und Klang (Zeit) der `Harmonikalen Sternenuhr´, eine ganzheitliche, psychosomatische Heilkunde reifen, deren therapeutischer Ansatz in Selbstbehandlung oder unter fachkundiger Anleitung segensreiche Anwendung finden möge. So versteht sich diese Darlegung als Rückerinnerung an verloren gegangenes Wissen, das jeder in sich bestätigt finden – und diesem `roten Faden´ folgend, zu tieferem Verständnis entwickeln kann, um letztlich den Ursprung alles Seienden in sich selbst zu entdecken.

 

Auch wenn sich folgende Abhandlung über die physikalischen und physiologischen Zusammenhänge des Hörens und die musiktheoretischen Berechnungen der Beziehung von Farbe und Klang streckenweise vielleicht kompliziert anhören mögen, so handelt es sich hierbei nicht um wirklich erforderliche Kenntnisse zur Ausübung der „Harmonikalen Farb- und Klangtherapie“, sondern beschreibt nur deren Entwicklung und theoretischen Grundlagen. In Wirklichkeit geht es bei der Erforschung der Wirkkraft der Farben und Klänge jedoch nicht um Systeme und Konzepte, sondern vielmehr um die Aufmerksamkeit des Lauschens – nach innen – in und zu sich selbst.

 

Der Ursprung der Musik

Musik hatte in allen alten Kulturen eine enorme Bedeutung im spirituellen, ethischen, sozialen und medizinisch-therapeutischen Leben. Die Jugend im Hellas der alten Griechen wurde nicht nur gymnastisch, sondern auch musisch erzogen. Auf dem Gebiet der Musik gehörte es zur Allgemeinbildung singen und auf verschiedenen Instrumenten musizieren zu können. Die Jugendlichen wurden jedoch nicht musikalisch ausgebildet, um später Konzerte zu geben, sondern um selbst “musikalisch” zu werden. Die Griechen waren überzeugt, dass gute Musik das Wesen ausgeglichen mache. Es galt ihnen, dass derjenige, der von den Harmonien der Klänge durchdrungen ist, den Sinn des Staates, des Kosmos und der Götterwelt besser erkennt.

Die Musik war auch ein wesentlicher Faktor der chinesischen Kulturentwicklung. Die Schule der ursprünglichen chinesischen Musik, die – ähnlich wie in Indien, auf Bali, in Griechenland… – zugleich die Fundamente der Philosophie und der Staatsordnung darstellte – weiß um die energetischen Zusammenhänge (Chi, Feng Shui…) und insbesondere um die schwingungsenergetischen Dimensionen des Klanges. Und auch das chinesische I Ging bietet zum Verständnis der Polaritäten der Ton- und Farbschwingungen in den Entsprechungen von Yin und Yang einen einzigartigen Blick in die harmonikalen Gesetzmäßigkeiten der kosmischen Harmonien von Dur und Moll.

Der vorsintflutliche mythische Kaiser Fu Hsi (etwa um 2850 v. Chr.) gilt als Begründer des I Ging und auch als „Erfinder“ der Musik. Huang-Chung (= der `Ton der gelben Glocke´) galt als Grundschwingung des Reiches. Nur ein Pfeifenrohr mit einer bestimmten Länge und einem definierten Volumen konnte ihn erzeugen. Dessen Länge und Durchmesser war Grundlage der chinesischen Maße: seine Kapazität war das Maß des Raumes und die Anzahl von Reiskörnern, die hineinpassten, galt als Grundlage sämtlicher Gewichte. Die Verbindung von Maß und Musik war im alten China so eng, dass das kaiserliche Ministerium für Gewicht und Maß zugleich das Ministerium für Musik war.

Die Lehre von der kosmischen Lebenskraft `Chi´ (die in Indien `Shakti´ – und von den Christen `Heiliger Geist´ genannt wird), sowie das Prinzip von Yin und Yang und den fünf Elementen entwickelte sich in der Zhou Dynastie (1066-256 v.Chr.) zu einem effektiven musiktherapeutischen System.

Erst seit relativ kurzer Zeit entdecken chinesische Mediziner und Künstler in den alten Überlieferungen die Kraft dieser `Schwingungslehre´ wieder, die zunehmend auch von der westlichen Schulmedizin für die Heilung von Körper und Seele eingesetzt wird. Das gilt auch für die chinesische Musiktherapie nach den Fünf Pfaden der chinesischen Astrologie, die in Theorie und Praxis über das hinausgeht, was die griechisch-abendländische Astrologie ergänzend darüber weiß.

„Die Prinzipien der richtigen Lehren sind alle in den Tönen der Musik zu finden. Wenn die Töne richtig sind, ist das Betragen der Menschen richtig. Klänge und Musik bewegen und erregen die Arterien und Venen, kreisen durch die Lebens-essenzen und verleihen dem Herzen Harmonie und Rechtschaffenheit. So bewegt die Note `Kung´ die Milz und bringt den Menschen in Harmonie mit vollkommener Heiligkeit. Die Note `Shang´ bewegt die Lungen und bringt den Menschen in Harmonie mit vollkommener Gerechtigkeit. Die Note `Kio´ bewirkt die Leber und bringt den Menschen in Harmonie mit vollkommener Güte. Die Note `Chi´ bewegt das Herz und bringt den Menschen in Harmonie mit vollkommenen Riten. Die Note `Yü´ bewegt die Nieren und bringt den Menschen in Harmonie mit vollkommener Weisheit.“ (Su-Ma-Tsien, etwa 2000 v.Chr.)

Bei allen fließenden Veränderungen der Frequenzen der Klänge im Laufe der letzten Jahrtausende und eingedenk der Unterschiede des abendländischen „Wohltemperierten Klaviers“ im Gegensatz zu den fernöstlichen Tonarten, lassen sich die Frequenzbereiche dieser chinesischen Töne nur ungefähr wie folgt übersetzen:

Kung        =         C

Shang      =         D

Kio           =         E

Chi           =         G

Yü            =         A

Sowohl die chinesische, als auch die arabische, wie die klassische indische Tempelmusik kennt die sieben Töne der Oktave – unabhängig davon, wieviel Zwischentöne die einzelnen Musikkulturen definieren. In den romanischen Ländern werden die Silben – Do Re Mi Fa Sol La Si – für die Tonbezeichnungen verwendet. Die indische Musik benennt die sieben Grundtöne, die in Analogie zu den sieben Regenbogenfarben und den Chakras stehen:

Sa          Shadja               (Pfau)

Ri          Risabha              (Ochse)

Ga         Gandhara           (Ziege)

Ma       Madhyama         (Kranich)

Pa         Panchama           (Amsel)

Dha       Dhaivata            (Frosch)

 Ni         Nisada              (Elefant)

Schon im alten Griechenland bauten alle klassischen Tonarten (phrygisch, lokrisch, dorisch, jastisch, aeolisch …) auf der Heptatonik (gr.: hepta = sieben) auf, und es ist anzunehmen, dass die Griechen, wie die alten Inder und Chinesen (…) dieses harmonikale Wissen aus Zeiten der ersten Menschheitskultur überkam, analog der Entwicklung aller Sprachen aus der einstigen Ursprache. Ebenso sind alle Tonsysteme der Menschheit auf einen gemeinsamen geistigen Ursprung – nämlich der enoch-hermetischen Einweihung – zurück zu führen. (Siehe das Buch des Autors: „Die spirituelle Geschichte der Menschheit“, 2015)

In den verschiedenen Tonsystemen der einzelnen Kulturen der Erde sind verschiedene Fragmente des einstigen ganzheitlichen harmonikalen Wissens konserviert, die in ihrer unterschiedlichen Spezialisierung im irdischen Spiegel bestimmte Eigenschaften der Schwingungs-Wirklichkeit der Sphärenmusik bewahren.

Wachstum (oder Niedergang) und Identität eines Kulturvolkes ist eng mit dessen Musik verbunden. Die durch die Technik und Massenmedien begünstigte interkulturelle Kommunikation, die in der immer größer werdenden Popularität von `Weltmusik´ deutlich wird, (eine ständige Fortentwicklung der Stile, durch gegenseitige Beeinflussung und Integrierung von ethnischen Elementen der konservierten harmonikalen Prinzipien), bewirkt schon jetzt, zu Beginn des Wassermann-Zeitalters, mehr und mehr ein globales Zusammenwachsen der seit Jahrtausenden getrennten Fragmente.

Alle unterschiedlichen Musiksysteme der Menschheit sind nur verschiedene Perspektiven der einen, einzig existierenden Musik, die mikro- und makro-kosmisch, sphärisch wirklich ist. Ob und wie immer sie jemand wahrnimmt: Diese seiende universelle Musik wird unserem beschränkten Hörsinn zumeist nur durch die Musik der Menschen hörbar, obwohl jede Pflanze klingt und jedes Tier seine Rhythmen und seinen musikalischen Ausdruck hat.

Es ist zu hoffen, dass die Menschheit zu ihrem Ursprung und zur einstigen ganzheitlichen Harmonik zurückfinden wird, weil eine Schwingung dann am mächtigsten ist, wenn sie mit allen anderen Schwingungen im `Einklang´ ist. Diese harmonisierende Kraft benötigt die Menschheit zur Bewältigung ihrer Probleme – und wird sie im Zusammenwachsen und durch das erwachende Bewusstsein finden, dass alle Menschheitskulturen denselben Ursprung haben.

Die Harmonik, als irdischer Spiegel der kosmischen Sphärenmusik, ist somit auch gesellschafts- und weltpolitisch von existentieller Bedeutung für die gesamte Menschheit, wie für die persönliche physische und psychische Gesundheit jedes einzelnen Menschen.

 

Andreas Klinksiek

Auszug aus dem neuen Standardwerk der Human-Energetik:

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Die Heilkraft der Farben und Klänge

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Alles ist Energie, Schwingung,

Licht, Klang und Bewusstseinskraft.

Seitenanzahl: 216

Größe: 14,8 cm x 21,0 cm

Bestellung:

Paperback   16,00 €  (inkl. MWSt.)     ISBN 978-3-7345-0274-3

Hardcover   24,00 €  (inkl. MWSt.)    ISBN 978-3-7345-0275-0  

eBook   8,00 €   (inkl. MWSt.)            ISBN 978-3-7345-0276-7  

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