Die Kraft VIOLETT

ViolettVIOLETT

 

Tierkreis

Zeit

Element

Ton

Deutung

Wirkung

Charakter

Wesen

Waage

Vorabend

16.00 – 18.00 Uhr

 

Reifezeit

Sep./Okt.

 

Erwachsen

42 – 49 Jahre

 Luft

 

Wir-werdung

 

Ganzheitlichkeit

E

 

Venus

 

Frieden

 

Harmonie

 

Schönheit

Seele

+

Körper

 

positiv:

ausgeglichen

harmonisch

 

negativ:

bindungslos;

lobabhängig

 

Ich wäge

 

ausgleichend

 

Frucht

 

kardinal

 

Feuer (Rot) und Wasser (Blau) sind die Urelemente, die diese Farbe schöpfen und ihr innewohnen. In der Farbe Violett offenbart sich also die Vereinigung von Feuer und Wasser, von Oben und Unten, Seele und Körper. Ebenso symbolisiert sie die Einswerdung des männlichen und weiblichen Prinzips im Menschen als Mann und Frau. In der Verbindung der beiden Prinzipien Rot und Blau begegnen sich Himmel und Erde, Affekt und Ideal, Spannung und Ruhe.

Das Sinnbild der Venus, die dem Violett zugeordnet ist, ist zugleich das Symbol für die weibliche Intuition (weshalb Lila auch die Symbolfarbe der Frauenbewegung ist).

Violett ist einerseits das Eintauchen der Seele in den Stoff, andererseits aber auch die Überwindung der Körperlichkeit durch die Kraft der Liebe.

Als das Subtile, Nichtsichtbare und Ergänzende, ist das geistige Prinzip der Farbe Gelb die Komplementärfarbe, die in Überwindung des materiellen Zustandes der Farben zur Vollkommenheit des Violetten ins reine, weiße Licht führt. So symbolisiert im Farbkreis das Violett/Lila – analog der Erwärmung (Rot) des kühlen Wassers (Blau) und die dadurch bewirkte Verdunstung (Vergeistigung = Gelb), die Erhebung des Menschen aus seiner Körperlichkeit durch die Liebe zum Licht.

Der violette Farbverlauf reicht vom Rotviolett der merkurischen Jungfrau im Spätsommer des Lebens (35.tes bis 42.tes Lebensjahr) – über die venusische Lebensphase der Waage (etwa 42.tes bis 49.tes Lebensjahr) – bis hin zur plutonischen Blau-Violett-Phase im Skorpion (56.tes bis 63.tes Lebensjahr). Hier vollzieht sich – nach der Reifezeit weltlicher Expansion – die Überwindung des Körperlichen zugunsten der Hinwendung zur inneren seelischen Existenz in Auseinandersetzung mit dem Tod. Die Farbe Violett repräsentiert also sowohl die Hingabe an Aufgaben des täglichen Lebens, wie auch die Liebe zum Nächsten durch Selbstverleugnung und Heiligung. Ihr wird das Opfer zugeordnet, durch das, in Form des Lassens und Aufgebens von Geringem zugunsten eines Höheren, sich der negative Minuspol (Blau) zum positiven Pluspol (Rot) wandelt. Darum ist Violett oder Lila die Farbe mystischer Versenkung: Schmerz und Leid, Krankheit und Sterben des Weltlichen, Körperlichen (Blau) finden durch Aufopferung in Liebe (Rot) ihre Auflösung, Klärung und Sinnerfüllung im Geist (dem komplementären Gelb).

Gleichsam spricht sich im Kreuzestod Jesu und der Auferstehung zum Leben bildhaft der innere Sinn von Violett aus. Deshalb ist in der kirchlichen Farbensymbolik das Violett die liturgische Farbe der Buße, des Opfers und der Passion.

Dieser nicht zuletzt altersbedingte Reifungsprozess zunehmenden Loslassens der Welt, wird auch der Grund dafür sein, dass in der Regel ältere Menschen dem Lila-Violett weit mehr zugeneigt sind als jüngere.

Aufgrund der Verwandtschaft von Blau-Violett mit dem plutonischen Skorpion, sind die Lebensthemen dieser Farbe: Tod und Neugeburt; Wandlung von Überholtem und Erneuerung; Sterben des fremdprogrammierten Schein-Ichs und Erwachen des wahren Selbstes; Transformation und Selbstwerdung; Erhebung körperlicher Sexualität zu wahrer Einswerdung in Gemeinsamkeit.

Nicht Trübsal oder Schwermut über die zunehmend bedeutungsloser werdenden einstigen weltergreifenden Pläne der Berufsentfaltungen – und auch nicht die wachsende Erkenntnis des Verlassen Müssens der Welt in Auseinandersetzung mit dem Tod, sondern Befreiung von irdischen Fesseln und Erlösung der an den Körper gebundenen Seele ist das geistige Bild, das die Farbe Blau-Violett zum Ausdruck bringt: „Stirb und Werde!“

 

Farbe

Tonart

Tierkreiszeichen

Monate

ROTVIOLETT

VIOLETT

BLAUVIOLETT

F

E

# D

Jungfrau

Waage

Skorpion

 

September

Oktober

November

 

Der `Violett-Mensch´

Lila-Violett wirkt wohl deshalb auf viele Menschen zwiespältig und indifferent, weil in dieser Farbe zwei elementar entgegengesetzte Kräfte – Feuer und Wasser – aufeinander treffen, die zwar mit dem Pinsel auf der Palette schnell gemischt sind, deren harmonische Verbindung zu leben, jedoch weit schwieriger ist, in der Vereinigung des aktiven, antriebsstarken, heißblütigen Rot (das Yang-Prinzip) und des passiven, sich zurückhaltenden, kühlen Blau (das Yin-Prinzip). Der `Violett- oder Lila-Mensch´ ist darum nicht selten ein introvertierter, gläubiger Mensch, der im Dialog steht mit höheren geistigen Mächten. Irdischer Reichtum und äußerliche Pracht hat den Reiz für ihn verloren. Er ist auf dem Weg zum Wesentlichen.

Liebhaber des Lilas (Blau-Violett) sind in der Regel sensibel und introvertiert, jedoch ohne sich völlig abzukapseln. Sie suchen Muße, um ihren Gedanken nachzugehen. Allzu weltlichem Treiben gehen sie aus dem Weg. Violett-Menschen sind häufig Individualisten, die erst durch viele Prüfungen des Lebens zu sich selbst und innerer Ruhe finden konnten. Ihre Augen schauen nach innen. Hier, im Reichtum ihrer eigenen Gedankenwelt, finden sie oft mehr als ihnen irgendetwas Äußerliches bieten könnte. Seine Spiritualität und Kenntnis von den übersinnlichen Mächten und Kräften teilt der Violett-Mensch gern mit anderen, um sie teilhaben zu lassen an seinem Licht der spirituellen Erfahrung.

Jedoch ohne die Erkenntnis, dass sein Licht nur geliehen ist (wie das Licht des Mondes von der Sonne), kann ein noch unbefreites Schein-Ich sich inflationär aufblähen und zum blinddogmatischen Egoisten verkommen, der allein im Vollbesitz der Wahrheit zu sein vermeint. Einseitigkeit und Übersteigerung zu Dogmatismus bis hin zum Fanatismus, der die Freiheit anders Denkender und jede andere als die eigene Glaubensrichtung bekämpft, könnte die mögliche Folge sein. Zahlreiche Beispiele in der Geschichte von Kriegen im „Namen des Heils“ oder „zur Ehre Gottes“ zeugen von solchen Despoten, in deren Herzen sich die Farbe Lila jedenfalls nicht aus dem Blau der Erkenntnis und dem Rot der Liebe mischte, sondern nur aus dem Blau des Eismeeres und dem Rot des Zorns.

Berufliche Erfüllung finden Violett-Menschen bevorzugt in Tätigkeiten mit religiösem, mystischem oder heilerischem Charakter, zum Beispiel als Geistliche, Künstler, Schriftsteller, Musiker oder Therapeuten. Oft charismatisch, treten sie als Heiler und Helfer, manchmal auch als Weltverbesserer auf, deren Botschaften im Maße ihrer inneren Verwurzelung in der göttlichen Ordnung, wahr und weise – oder aber auch weltfremd und versponnen sind. Zumeist jedoch möchten sie ehrlich und aus vollster Überzeugung Heil und Segen verbreiten. Sie werden in den verschiedenen Kulturen unterschiedlich genannt: Spirituelle, Lehrer, Priester, Schamanen, Weise, Gurus, Yogi, Mystiker, Magier oder Medizinmänner…

Mit Gleichgesinnten kann der Violett-Mensch lange tiefgeistige, philosophische oder spirituelle Gespräche führen, oder inspiriert musizieren. Dann eint sie das Bewusstsein der Gegenwart Gottes und macht sie zu Brüdern und Schwestern.

Der Statistik nach, geben etwa nur ein Prozent der Männer und fünf Prozent der Frauen Violett den Vorzug. Hingegen ist Violett für zwölf Prozent der Männer und zehn Prozent der Frauen die am wenigsten geschätzte Farbe. Was immer man von Statistiken halten mag: sie sind in Bewegung und verändern sich. Zunehmend mehr Menschen fragen in dieser menschheitsgeschichtlich bedeutenden Zeit, in der wir leben, nach dem Sinn des Lebens, was einmal mehr der Farbe Violett (Lila) die Kraft zubilligen wird, die ihr im Räderwerk der Farben zusteht.

 

Violett als Heilkraft

Nervöse, unruhige Menschen beruhigen sich bei blauem oder violettem Licht, das die innere Ruhe und Ausgeglichenheit zu fördern vermag. Mit der Farbe Violett kann Migräne, Depression und seelische Erschöpfung behandelt werden. In jedem Fall ist das farbige Licht chemischen Medikamenten (Tranquilizern) vorzuziehen, da es einen natürlichen Prozess unterstützt und dem Körper keine fremden (giftigen) Substanzen zuführt, die zwar an einem Ort helfen, aber an einem anderen Schaden anrichten.

Die Eigenschaft der Farbe Violett hat positive Wirkungen insbesondere auf den Kopf (siehe das oberste Chakra des Scheitelzentrums, das leicht oberhalb des Kopfes violett strahlt). Die Bestrahlung des Kopfes regt die Verbindung beider Hirnhälften an und führt dadurch zu einer besseren Lernfähigkeit. Dies kann insbesondere auch für Schlaganfallpatienten bei der Neuerlernung des Sprechens oder der Koordination der Gliedmaßen vorteilhaft sein. Ebenso kann die Violettbestrahlung die Bemühungen von Stotterern und Legasthenikern unterstützen, ihre Behinderung zu mildern oder zu überwinden. Menschen, die unter Schlaflosigkeit oder Nervosität leiden, wird empfohlen sich – in Verbindung mit kontrollierten Atemübungen – mit Violett zu bestrahlen.

Der Einsatz der Farbe Blau-Violett als „Hemmungsstrahlen“ ist bei Arterienverkalkung (besonders der Gehirngegend), Gicht, Vereiterungen, Herzleiden, Nerven- und Gelenkentzündungen angezeigt, ebenso bei Schnupfen, Zahnschmerzen und Fettsucht.

Bei einer hyperaktiven Bauchspeicheldrüsentätigkeit harmonisiert die Bestrahlung mit Violett, arbeitet die Milz dagegen zu wenig, regt Violett ihre Tätigkeit an. Die Abwehrkräfte des Immunsystems werden durch Violettlicht zu einer verstärkten Leukozyten-Bildung angeregt, das sind die weißen Blutkörperchen, die für die körpereigenen Abwehrkräfte verantwortlich sind.

Bei Abszessen (Eiterbildung in unnatürlichen Körperhöhlen) hilft Violett ebenso wie bei Arterienverkalkungen von Hals/Kopf oder Herz. Bei den erwähnten Krankheiten wirkt auch der Verzehr von violetten und gelben Früchten und Gemüsen sowie das Trinken violett-roter Säfte. Hier sei auch auf das violett-bestrahlte und E-beschallte Heil-Quellwasser hingewiesen – umso mehr wenn dieses Wasser zuvor mit harmonikalen Informationen oder Dank- und Liebeschwingungen informiert wurde.

Die an das Violett anschließende (etwas kürzere) Bestrahlung mit der Komplementärfarbe Gelb ist dem Heilungsprozess meistens ebenfalls förderlich.

Knochenentzündungen und ebenfalls die medizinisch schwierig zu behandelnde Gicht werden mit blau-violetten oder rein dunkelblauem Licht behandelt. Auch die anschließende Auflegung von Tüchern auf die zentralen Stellen, die mit bestrahltem und beschalltem Wasser der jeweiligen Farbe getränkt wurden, ist ein adäquates und heilungsförderndes Mittel der Farbtherapie.

Bei Schnupfen und Erkältung, Bronchitis und trockenem, zähem Husten wird der Kopf, neben Blau, auch mit Violett erfolgreich bestrahlt. Sogar gegen Schuppenbildung und beginnenden Haarausfall setzt die Farbtherapie violette Bestrahlung mit messbarem Ergebnis ein.

Nach einer Medikamenten- oder Drogen-Vergiftung können die Folgeerscheinungen durch eine Bestrahlung des Scheitel-Chakras und der Milz mit Violett gelindert werden.

Der dänische Arzt Niels Finsen, der die in vielen Krankenhäusern eingesetzte Bogenlampe erfand, entdeckte eine heilende Wirkung von ultraviolettem Licht auch bei Tuberkulosekranken.

Vorsicht mit der Violett-Bestrahlung ist allerdings bei Menschen geboten, die zu Aggressivität, Gewalt und cholerischen Wutausbrüchen neigen: bei ihnen könnte die Intensivierung dieser ihnen kaum bekannten Kraft zu Irritationen und unvermittelten Anfällen von Gewalttätigkeit führen.
 

 

Andreas Klinksiek

Auszug aus dem neuen Standardwerk der Human-Energetik:

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Die Heilkraft der Farben und Klänge

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