Kymatik und kymatisches Hören

Es gibt viele literarische Hinweise (z.B.: ”Musik und Spiritualität” von Joscelyn Godwin), wo beschrieben ist, dass in früheren Zeiten mit normalen Musikinstrumenten Klänge erzeugt wurden, die schwere Steine bewegen konnten. Ein Forscher glaubt beweisen zu können, dass auch die Cheops-Pyramiden in Ägypten mit Hilfe von Musikklängen erbaut worden seien. Edgar Cayce, der bekannte Heiler aus den USA, hat in Trance das Gleiche behauptet. Ebenso liest man in der griechischen Sage, dass Amphion die Mauern von Theben mit Musik seiner Leier errichtet hat. Die Posaunen von Josua hingegen rissen die uneinnehmbaren Stadtmauern von Jericho ein.
Der Schweizer Arzt Dr. Hans Jenny untersuchte viele Jahre die Auswirkungen von Klang auf Wasser, Sand, Staub und Plastik. Er zeigte wie sich anorganische Stoffe unter bestimmten Frequenzen zu geometrischen und biologischen Formen arrangieren.

 

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Wissenschaftler betrachten Jennys Arbeit weitgehend unter ästhetisch interessanten Gesichtspunkten, Klangtherapeuten erkennen darin jedoch harmonikale Archetypen der Natur. Die Muster erinnern an Zebrastreifen und Schildkrötenpanzer, Organe und Seeigel, Unterwasserlandschaften, Mandalas und geometrische Figuren. Musik kann in Materie Ordnung generieren. Zufall oder harmonikale Gesetzmäßigkeit einer höheren Wirklichkeit? Dr. Hans Jenny:

„Zweifellos gleichen die harmonischen Figuren der Physik immer dann, wenn sie die Organisation betreffen, den harmonischen Mustern der organischen Natur. Wir haben die sichere Gewissheit, dass harmonische Systeme wie die, die wir mit unseren Experimenten sichtbar gemacht haben, aus Schwingungen in Schwingungen in Form von Intervallen und harmonikalen Frequenzen entstehen. Dies ist unbestreitbar … Wenn biologische Rhythmen mit den ihnen eigenen intervallähnlichen Frequenzen generativ tätig werden, müssen notwendigerweise harmonische Muster entstehen“.

 

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Foto von Alexander Lauterwasser

Der englische Chiropraktiker Dr. Peter Guy Manners war von Jennys Klangfiguren so berührt, dass er eigene Untersuchungen anstellte. So entstand das „kymatische Instrument“, ein computergesteuerter Klanggenerator mit hammerähnlichem Vibrator (Transducer) zur Übertragung. Der Klang setzt sich aus den Obertönen von fünf verschiedenen Frequenzen zusammen, die Manners individuell zusammenstellt. Krankheit bedeutet für ihn eine Störung der Harmonie, die eine entsprechende Behandlung erfordert:

„In einem gesunden Organ arbeiten die Moleküle harmonisch zusammen und haben dieselbe Struktur. Wenn das Organ anderen Klangmustern ausgesetzt wird, kann dies zu einer Störung der harmonischen Beziehung führen. Wenn die eindringenden Frequenzen schwach sind, werden sie von den stärkeren Frequenzen des Organismus überwunden. Wenn aber die eindringenden Frequenzen stärker sind, etablieren sie ihr disharmonisches Muster in dem Organ, dem Knochen oder dem Gewebe, und das bezeichnen wir dann als Krankheit. Wenn daher die Behandlung ein Oberton-Frequenzmuster enthält, das die Organe stärkt, werden die eindringenden Schwingungen neutralisiert und das für dieses Organ korrekte Muster wiederhergestellt.“

(Dr. Peter Guy Manners)

 

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Es ist leicht verständlich, dass dieses Feingefühl für die energetische Wirkung der Klänge in unserer Zeit weitgehend verloren gegangen ist, da wir im Lärmen der technisierten Zivilisation in einer „akustischen Umwelt-Verschmutzung“ leben, in der so etwas wie Schweigen oder Stille fast unmöglich wurde.

 

Musik wirklich zu hören muss in diesem hektisch unruhig flimmernden Lärmpegel erst wieder gelernt werden. Es ist, als betrachte man eine Wiese. Auf dem ersten Blick ist es eine überwiegend grüne Fläche. Beim genaueren Hinsehen entdeckt man jedoch viele schöne Blumen und wenn man die einzelne Blume genau betrachtet, offenbart sich darin ein individuelles Wunderwerk aus filigranem Blattwerk und einem berauschenden Farbenspiel der einzelnen Blüten. Voraussetzung für dieses innige Sehen ist, dass wir die Fähigkeit des Erkennens – das heißt die harmonische Resonanz – in uns selber finden. Wirkliches Hören von Musik vermag uns mit den harmonikalen Grundmustern, die wir im Spiegel der kosmisch-kymatischen Ordnung in uns tragen, in Verbindung zu bringen – und Störungen dieser Muster auf zellularer, seelischer oder geistiger Ebene zu heilen. Oft reicht es einem Menschen einfach nur (wirklich) zuzuhören – oder ein liebes Wort, um ihm neuen Lebensmut zu geben.

 

„Hören nicht im Passiv, sondern als Aktivposten. Hören nicht als Erleiden, sondern als Erleben, als Erschaffen, Hören nicht nur als Wahr-Nehmen, sondern als Wahr-Machen, als Gestalten. Hören und Hin-Hören als Wachsen- und Werden-Lassen. Ein in sich geschlossener, großer Fingerzeig auf die Chance des Hörens, die jeder immer wieder hat und die jeder immer wieder nutzen muss.“

(Professor Elmar Lampson, Universität Witten/Herdecke)

 

Unentwegt sind wir von ungehörter Musik umgeben. Von diesen zahllosen Frequenzen erreicht allerdings nur ein sehr winziger Schwingungsbereich unseren Gehörsinn als Klang. Es schwingt jedoch wesentlich mehr in uns als „nur“ Musik oder das gesprochene Wort. Abgesehen von dem Schwingen jeder Zelle und den Rhythmen der Moleküle und Atome unseres Körpers, resonieren wir auch, zum Beispiel mit alten Schwingungsmustern frühkindlicher Konditionierung oder den unterschiedlichsten Wellenlängen von Gedanken und Gefühlen. Ob im Schlafen oder Wachen: ständig sind wir in den unterschiedlichsten Bandbreiten der Matrix des Lebens und den Sphären des Unter- und Überbewusstseins unterwegs. Zumeist erreichen uns diese Informationen subtiler Schwingung von Harmonie oder Disharmonie jedoch nur höchst unbewusst.

Auszug aus dem neuen Standardwerk der Human-Energetik:

 

Andreas Klinksiek

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