Die Herrschaft des Kapitals

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In Folge des monetären Zinssystems sind die Staaten der Welt in fatale Abhängigkeiten geraten: Die Völker sind der Herrschaft des Kapitals mit einem Großteil ihres Bruttosozialprodukts tributpflichtig geworden. Da diese Zinsleistung aber keine reale Wertschöpfung darstellt, muss sich das Konsumrad der Volkswirtschaften immer schneller drehen. Weil dieses System stetig expandierenden Konsum bedingt, paktieren die Regierungen der Industrie-Nationen mit den Lobbys der Weltwirtschaft. Diese fordern die Verbrauchermentalität aus kurzsichtigen Profitinteressen zu immer unverhältnismäßigeren Ansprüchen heraus. Es muss immer mehr konsumiert und mehr Energie verbraucht werden, um den Zinstribut zahlen zu können. Ohne das bereits fest eingeplante Wirtschaftswachstum werden die Staatshaushalte unter der Zinslast ihrer Verschuldung bald zusammenbrechen. Mit aber auch. Denn ein jährliches Wirtschafts-Wachstum von nur 2 % bedingt bereits nach 19 Jahren eine Verdopplung der gesamten Volkswirtschaft: doppelt so viele Maschinen, doppelt so viele Produkte und doppelt so viel Verkehr auf den Straßen und doppelt soviel Ressourcen- und Energieverbrauch (Indien und China haben derzeit zweistellige Wachstumsraten). Nicht allein, dass dieses System der entscheidende Faktor für die Klimaänderungen ist, bewirkt es zunehmend ein rasantes immer Schnellerwerden der Zeit. Dieser Teufelskreis hat nicht nur ein immer materieller werdendes Bewusstsein der Menschheit zur Folge, sondern bringt zwangsläufig auch eine immer schneller fortschreitende Zerstörung des Ökosystems mit sich. Wenn nicht endlich die Umwertung der Werte – hin zu erstrebenswerten Zielen wie Wahrheit, Liebe und Freude – in den Mittelpunkt der politischen Entscheidung rücken (derzeit noch ein utopisch scheinender Wunsch), steht zu befürchten, dass die Hypothek auf die Zukunft unbezahlbar wird.

 

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Die Folgen der Weltwirtschaft

Solange Begriffe wie „Wirtschaftlichkeit“ und „Rentabilität“ nach kurzfristigen Profiten definiert, und die Erfolge der Manager nach Kriterien einer fiktiven Wertsteigerung von Aktienpapier bemessen werden, (das sich an einem kommenden „Schwarzen Freitag“ in Nichts auflösen wird), betrügt man sich selbst und raubt den kommenden Generationen die Zukunft. Längst wurde der Materialismus zur Ersatzreligion und die vermeintlichen Garanten des Fortschritts wurden zu deren Hemmern. Aus dem Wahn eines unbegrenzten Fortschritts der industriellen Revolution erwuchs die Mentalität „Nach uns die Sintflut“.

Der kühne Versuch einer technischen „Domestizierung der Natur“ geht mit unerwarteten Folgen einher: die Pole schmelzen, Flüsse versiegen… Schon jetzt hat die geschichtlich größte Völkerwanderung von Umweltflüchtlingen begonnen, die in einer zunehmend lebensfeindlichen Heimat weder Wasser noch Nahrung finden. Dass es hier zuerst die Ärmsten der Welt trifft, die am wenigsten zu dieser Entwicklung beigetragen haben, ist ein schreiendes Unrecht, das jedoch umso heftiger auf die Hauptverursacher zurückfallen wird, je länger sie ihre Verantwortung verdrängen. Die ohnehin nicht zu beziffernden Kosten dieser Hypothek auf die Zukunft werden mit jedem Tag des Hinauszögerns einer systemverändernden Kurskorrektur ins Unermessliche steigen. Doch wie auf Schienen rollt die vor Jahrhunderten auf den Weg gebrachte „Weltverschwörung des Kapitals“ und bewirkt mit der Diktatur des Geldes die Konditionierung des Menschen und seine Entgeistigung und Entherzigung. Ist diese Entmenschlichung des Menschen etwa das Ziel eines perfiden schwarzmagischen Plans? Wer dort tiefer eintaucht, wird schier unglaublich scheinende Zusammenhänge entdecken, die jedoch nicht wirklich unser Thema  sind.

 

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Es ist also das materialistische System der globalisierten Weltwirtschaft, das die Zivilisations- und Umweltprobleme des 21. Jahrhunderts auf fatale Weise bedingt. Es impliziert die Logik des programmierten Untergangs, der nicht mehr durch Reform der Reformen aufgehalten werden kann, sondern nur noch durch eine grundlegende Ablösung des Systems durch ein herzzentriertes Sein. Doch obwohl vielen Politikern die Dringlichkeit des Handelns bewusst ist, vermeiden sie unpopuläre Maßnahmen in der kurzen Frist bis zur nächsten Wahl, weil sie den Verlust der Macht fürchten. So streut man sich selber und den Wählern weiterhin Sand in die Augen und tanzt auf dem Vulkan. In logischer Konsequenz wird das herrschende System der globalisierten monetären Zins-Wirtschaft in exponentieller Dynamik wenige Reiche immer reicher und immer mehr Arme immer ärmer machen. Nicht von ungefähr war die Zinsnahme in allen Weltreligionen verboten. Die eskalierenden Auswirkungen dieser „zivilisatorischen“ Zuwiderhandlung sind, dass der Mensch zum Konsumsklaven eines Wirtschafts-Systems wurde, das die Natur schändet und die Mutter Erde und alles Leben auf ihr in Haft nimmt. Das Pferd wird schließlich zwangsläufig zu Tode geritten und die Lebensgrundlagen auf der Erde zerstört werden.

 

ANDREAS KLINKSIEK

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Das Manifest einer zivilisierten Menschheit

Diese Vision für das 21. Jahrhundert ist nicht fundamentalistisch – aber fundamental. Sie reißt das Weltgebäude ein und propagiert eine Revolution, die die Welt verändern wird. Diese Revolution wird (hoffentlich) nicht gewaltsam mit Waffengewalt geschehen, sondern friedlich im Herzen von jedem Einzelnen.

Dieses Buch leistet einen Beitrag zur globalen Verständigung über die relevanten Fragen der Gegenwart. Es hinterfragt den Materialismus als herrschendes Prinzip zugunsten eines geistigen Fortschritts, der für die weitere Entwicklung der Menschheit überlebensnotwendig ist.

Seitenanzahl: 216

Größe: 14,8 cm x 21,0 cm

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Paperback   16,00 €  (inkl. MWSt.)     ISBN 978-3-7345-5160-4

Hardcover   24,00 €  (inkl. MWSt.)    ISBN 978-3-7345-5161-1

eBook   8,00 €   (inkl. MWSt.)            ISBN 978-3-7345-5162-8

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