VOM GLAUBEN ZU WISSEN

 

Wissen versus Glauben

„Glauben heißt `nicht Wissen´, besagt eine sprichwörtlich gewordene Redewendung. Doch scheint auch den „Wissenden“ ihr Wissen oft kaum mehr als ein Glaube zu sein – oder sehr viel weniger noch – bloße Vermutung. Viele Irrtümer in der Geschichte wissenschaftlicher Theorien zeugen davon. Während dieses vermeintliche Wissen heute fälschlicherweise oft mit „Realität“ synonym gesetzt wird, bezeichnet es vielmehr die Tätigkeit des Verstandes, der sich zur Vernunft empordenkt. Der Glaube hingegen ist so etwas wie ein persönliches Wissen, das man Anderen gegenüber deshalb nur als Glauben ausdrücken kann, weil es der inneren Gewissheit eines Verstehens bedarf, das über den Verstand hinausgeht.

Moderne Wissenschaft

Es ist nicht die Absicht dieser Schrift, die Leistungen der Wissenschaften schmälern zu wollen. Nein, es wurden zweifellos großartige Entdeckungen und Erfindungen in ihrem Namen gemacht. Fraglos sind die angehäuften Informationen in den zahllosen Fachgebieten immens. Aber oft fehlt der belebende Geist, diese Informationen richtig zu deuten.

Indem die modernen Naturwissenschaften das Sicht-, Mess- und Wiegbare zum Maßstab alles Seienden erhoben, reduzierten sie das Sein auf die Körperlichkeit, ohne den unsicht-, unmess- und unwiegbaren Lebensgrund darin noch zu erkennen. Mit dem Versuch, durch das Sezieren von Totem das Leben zu erklären, wurde man über dem Studium der äußeren Hülle bald blind für die Kraft des innewohnenden Seins. Doch mehr als das Gefäß ist dessen Inhalt der eigentliche Daseinsgrund.

 

Die Natur im Spiegel der Harmonik

Der Mensch ist keine biochemische Maschine und nicht nur ein Produkt hormongesteuerter Neuronenprozesse, sondern er ist zuerst ein harmonikales Wesen. Die harmonikalen Wirkgründe in der Natur und in sich selber besser zu verstehen, könnte dem Menschen die Augen für die Wunder des Lebens wieder öffnen. Dies ist auch eine Voraussetzung dafür, dass er zu jener Achtung des Lebens zurückfinden kann, die er zur Bewahrung der Biosphäre des Gartens Erde brauchen wird. Dass sich dieser Wandlungsprozess der Wissenschaft nicht ohne den Widerstand der zementierten Machtstrukturen des etablierten Wissenschaftsbetriebes vollziehen wird, darf als sicher angenommen werden. Denn hier geht es nicht nur um gesellschaftliche Positionen und Meinungsführerschaft, sondern auch um die lukrativen Pfründe milliardenstarker Forschungsetats.

 

„Wissen ist Macht“

Die modernen Wissenschaften sind in vielfacher Interdependenz mit dem globalisierten Weltwirtschaftssystem verbunden. Auch sie, die als Verstandesinstanz der Menschheit doch Wegweiser in eine lebenswerte Zukunft sein sollten, sind vom Virus des „Allmachtswahns“ infiziert und vom Geld der Lobbys eines unbegrenzten technologischen Fortschritts korrumpiert. Sie lassen sich von industriellen Interessen instrumentalisieren, die nicht dem Gemeinwohl dienen, sondern oft nur eine noch ungebremstere Ausbeutung der Ressourcen zum Ziel haben.

Die wissenschaftlichen Institutionen selber wurden zu einem internationalen Machtfaktor, der die Vergabe gigantischer Summen öffentlicher Forschungsmittel nicht etwa unter Gesichtspunkten einer allgemeinen sozialen, gesellschaftlichen Wertschöpfung organisiert und kontrolliert, sondern wieder nur mit Blick auf die kurzfristigen Ziele des weltkapitalistischen Systems steuert. So sehr sind die universitären Institutionen der modernen Wissenschaft selber mit den Interessen der Weltwirtschaft verstrickt, dass sie unfrei wurden.

 

Die Entwicklung menschlicher Wissenschaft

Während es bis zum 13. Jahrhundert tatsächlich EINE menschliche Wissenschaft gab, gibt es heute hunderte von Wissenschaften, deren übergreifenden Wechselwirkungen bislang nur selten in größeren Zusammenhängen gesehen werden. Ihren Ehrgeiz sehen die Wissenschaften nicht mehr in der Verwirklichung „des wahrhaft Guten“ (ein Begriff, der allenfalls noch in den Geisteswissenschaften theoretisch diskutiert wird), sondern darin, das Mögliche machbar zu machen. Über dem Detail eines separierten Forschungsgegenstandes überschaut man kaum mehr dessen Wirkung auf das ganzheitliche System.

Zwar warten Wissenschaftler fast täglich mit neuen „sensationellen“ Entdeckungen und Forschungsergebnissen auf: Astrophysiker observieren mit Satelliten-Augen und Radioteleskop-Ohren millionen von Lichtjahren entfernte Welten und bestimmen auf die Millisekunde genau, vor wie viel milliarden Jahren etwa mit einem Urknall das All entstanden sei. Gentechniker und Gehirnforscher vermitteln den Eindruck, als finge man erstmals in der Menschheitsgeschichte zu verstehen an, wie das Leben wirklich beschaffen sei.

Aber zunehmend dringlicher stellt sich die Frage, ob „die Wissenschaft“ des 21. Jahrhunderts, auf die die Menschheit als ihr vernunftgemäßes Navigationsinstrument vertraut, wirklich die Richtung des Weges kennt?! Hätte die moderne Wissenschaft sonst nicht schon seit Jahrzehnten vor einer industriellen und gesellschaftlichen Entwicklung warnen müssen, die zwangsläufig zur globalen Klimakatastrophe führen würde? Doch erst, seit nicht mehr zu leugnen ist, dass die Erderwärmung und der Anstieg des Meeresspiegels, als Folgen eines beispiellosen Raubbaus an den Ressourcen der Erde, menschengemacht sind, überbieten sich die Forscher mit immer neuen Katastrophenmodellen und Simulationen eines apokalyptischen Klimawandels.

 

„Wahrheit“ und Wirklichkeit

Die Gläubigen der materialistischen Ersatzreligion unendlichen technologischen Fortschritts lassen sich nur zu gern vom Schein täuschen. Dabei weiß man aus geschichtlicher Erfahrung, dass die Wissenschaftstheorien Betrachtungen aus bestimmten persönlichen und geographischen Perspektiven sind, die sich im Lauf der Zeit immer wieder verändern. Man weiß, dass die Wirklichkeit, je nach Blickwinkel des persönlichen Standpunktes verschieden aussieht. Das Wissen der Wissenschaften ist also zur Zeit kaum mehr als eine Ansammlung von Meinungen über die Wirklichkeit der Welt.

Zwar erhebt „die Wissenschaft“, (die vielleicht besser „Wissenssucherschaft“ hieße), mit ihren Theorien den Anspruch auf empirische Allgemeingültigkeit – nicht aber auf „Wahrheit“ oder „Wirklichkeit“. Im naturwissenschaftlichen Diskurs kommen diese Begriffe kaum vor. Sie entziehen sich dem empirischen Anspruch, der von vornherein ausschließt, was nicht jederzeit an jedem Ort unter gleichen Bedingungen mit gleichem Messergebnis wiederholbar ist. Da sich allerdings Theorien mit beanspruchter Allgemeingültigkeit immer wieder als Irrtümer erwiesen haben, zeigt sich, dass es, bei allem, was man in der Wissenschaftsgeschichte schon zu wissen glaubte, einen Unterschied zwischen Wissen und „Weisheit“ gibt. Bei allem was man wissen könnte und was es noch zu wissen geben wird, (keine Dissertationen und Bücher werden es je fassen), ist aber das Wissen weniger eine Frage der Quantität statistischer Information, als vielmehr deren qualitative Wertung in ganzheitlichem Kontext.

Empirie

Gerade dieser aber ging der Naturwissenschaft verloren, weil der Anspruch der Empirie die Wirklichkeit per Definition auf die sinnliche Wahrnehmungsfähigkeit des Menschen begrenzt. Damit schließt sie von vornherein eine metaphysische und übersinnliche Realität – und die Existenz Gottes aus. Wenngleich viele Wissenschaftler sicher ahnen, dass eine Welt ohne „Wahrheit“ oder eine Zukunft ohne höhere Wirklichkeit perspektivlos wäre, hält man heute gemeinhin zumeist nur das für wahr, was man sehen, hören oder messen kann.

Die Verpflichtung der Wissenschaft auf den Empirismus (David Hume 1711-1776) zu Zeiten der „Aufklärung“ diente nicht nur der Überwindung erstarrter feudaler Strukturen und dem Ideal der Vernunft, sondern war, ebenso wie die etwa gleichzeitig beginnende Internationalisierung des Bankwesens,  zugleich der Beginn einer neuen höchsten Unvernunft. Durch ihre Verflechtung mit den Zielen des Weltkapitals wurden die Wissenschaften in ihrer Erkenntnisfähigkeit blind. Diese „Arroganz des Verstandes“, die von vornherein die Möglichkeit der Existenz eines höheren Geistes ausschließt, hat den Menschen in den vergangenen zweieinhalb Jahrhunderten systematisch um die Wahrnehmung seiner Seele und der höheren Wirklichkeit des Geistes betrogen.

 

Kritik der modernen Wissenschaft

Wenn das menschliche Wissen auf die Erkenntnisfähigkeit seiner körperlichen Sinne reduziert bleibt, muss ihm die Erkenntnis dessen, was außerhalb des Mess-, Zähl- und Wiegbaren der irdischen Skalen liegt, verborgen bleiben. Ein Forscher, der nicht auch sein Inneres erforscht, muss bald zu der Vorstellung kommen, die Experimente in den Retorten seines Labors zeigten tatsächlich die Lebenswirklichkeit. So verarmte die Wissenschaft bei allem technischen und materiellen Fortschritt geistig, indem sie auf nichts mehr als die Körpersinne des Menschen vertraute (- die, verglichen mit den Sinnen vieler Tiere, von eher geringer Frequenz-Bandbreite der bewussten Wahrnehmung sind).

 

Erneuerung der Wissenschaft

Es ist Zeit das wissenschaftliche Navigationsinstrument der Menschheit im globalen Dialog neu zu justieren. Eine neue Definition der Wissenschaft im 21. Jahrhundert eröffnete Perspektiven für die Zukunft und Raum für die Verwirklichung der Vision „21“. Eine fundamentale Neuorientierung einer ganzheitlichen Wissenschaft könnte dazu beitragen die menschliche Gesellschaft zu einer Entwicklung zu motivieren, die unter den gegebenen Umständen noch kaum vorstellbar scheint. In Konsequenz gilt es in gesellschaftlichem Interesse die Koordinaten der verhärteten Positionen zu überprüfen und den Weg der letzten 250 Jahre zu überdenken. Die Fähigkeit, die Fehler der Vergangenheit zu erkennen und aus ihnen zu lernen, wird den Weg in die Zukunft weisen.

Mit der Justierung des neuzeitlichen Wissenschaftssystems könnte eine Neuorientierung der menschlichen Gesellschaft beginnen, die diesen Planeten bewahrt, anstatt ihn und das Leben auf ihm weiterhin zu zerstören.

„Zauberlehrling“

Nicht, dass nicht auch im Mittelalter – beispielsweise zur Entwicklung innovativer Waffensysteme – wissenschaftliche Erkenntnis missbraucht worden wäre. Doch spätestens seit dem Bau der ersten Atombombe und dem gottspielenden Eingriff in das Erbgut der Lebewesen löste sich die Forschungsindustrie vollends vom jahrtausendelang gültigen ethischen Anspruch menschlicher Wissenschaft. Die ethische Bewusstseinsentwicklung hielt mit den technologischen Errungenschaften nicht Schritt.

Doch wenn wir die Zeichen der Zeit aufrichtig deuten, müssen wir uns eingestehen, dass die, als Emanzipation des Verstandes gepriesene, „aufgeklärte Vernunft“ die Menschheit und den Planeten Erde vor größere Probleme gestellt hat, als sie jemals hatte. Dass sich zu Beginn des 21. Jahrhunderts die Welt am Abgrund und der Mensch in einer nie da gewesenen Selbstentfremdung findet, ist kaum zu leugnen. Es wird immer deutlicher werden, dass der Mensch als „Zauberlehrling“ Prozesse in Gang brachte, die er nicht beherrscht. Er spaltet die Kerne der Atome, manipuliert die Genetik und greift in die Speichen des Rades des Lebens. Dabei weiß er nicht, welche Geister er damit ruft und wie er sie wieder los wird.

 

Die Medizin im 21. Jahrhundert

Die Ärzte müssen heute nicht mehr den hippokratischen Eid ablegen, der zweitausendvierhundert Jahre lang die ethische Grundlage der Medizin war (dies auch deshalb, weil er ausdrücklich Schwangerschaftsabbrüche und Sterbehilfe untersagte). Dies mag dazu beigetragen haben, dass die moderne Medizin inzwischen zu einem Milliardengeschäft verkam, das den Menschen allzu oft auf seine Körperlichkeit und seine „Kassenzugehörigkeit“ reduziert.

Die Pharmaindustrie, die eng mit der Petrochemie verwandt ist, dominiert die Heilkunst des 21. Jahrhunderts. Alljährlich steigen die Ausgaben des Gesundheitswesens, weil die Konzerne nicht nur die Interessen der Kranken verfolgen, sondern besonders die ihrer Aktionäre. Je mehr die Aktienkurse der Pharmakonzerne boomen, desto schlechter ist es um die Volksgesundheit bestellt. Nicht selten werden Menschen mit chemischer Symptom-Bekämpfung in Abhängigkeiten gebracht, um durch regelmäßige Verschreibungen pharmazeutischer Produkte möglichst viel von den Kranken zu profitieren.

 

Natur-Heilkunde

Die ganzheitliche Heilkunst jahrtausendealter Traditionen der Kulturen, die den Menschen nicht nur als körperliches, sondern auch seelisch-geistiges Wesen kannte, wurde in den letzten hundert Jahren systematisch als Konkurrenz denunziert. Unwiederbringlich ging jahrtausendealtes Urwissen verloren: zum Beispiel die Kenntnis natürlicher und übernatürlicher Heilmethoden inzwischen ausgestorbener Naturvölker – oder das Kräuterwissen weiser Frauen im Mittelalter, das im „Namen Gottes“ von der Inquisition auf zahllosen Scheiterhaufen verbrannt wurde.

Dem Ganzheitlichen Menschen war die Wirkung der Pflanzen zur Heilung von Krankheiten bekannt, die man heute weitgehend vergessen hat und auf chemischem Wege (nur mit vielen Nebenwirkungen) synthetisch nachzubilden sucht. Von den Abkömmlingen der Ureinwohner der Erde hätte der moderne Mensch viel über die Zusammenhänge des Lebens und die Natur erfahren können. Stattdessen mordet er auch noch die letzten indigenen Völker der Erde, um Bodenschätze des Landes, auf dem sie leben, auszubeuten. Kein materieller Gewinn kann diesen Verlust des kollektiven Erfahrungsschatzes der Menschheit aufwiegen.

 

Anthropologie

Die Anthropologie (von griechisch: ánthropos „Mensch“ und lógos „Lehre“) ist die „Wissenschaft vom Menschen“. Sie will klären, was eigentlich der Mensch ist. Tatsächlich ist seit der Zeit der Aufklärung (etwa seit Mitte des 18. Jahrhunderts) nicht nur die Anthropologie gespalten, sondern die Wissenschaft ganz allgemein. Dieser Riss zieht sich nicht nur durch die Anthropologie, die er in eine biologisch-körperliche und in eine spirituell-philosophische Sichtweise teilt, sondern durch die gesamte moderne Wissenschaft. Die Natur- und Geistes-Wissenschaften stehen sich scheinbar unversöhnlich gegenüber.

Während die Naturwissenschaften sich für die physikalischen und chemischen Verhältnisse des Universums und der Biosphäre zuständig erklären, werden die Relationen der Seele und des Geistes als (kaum ernstgenommene) Domäne der Geisteswissenschaften betrachtet.

Der entgeistigte Mensch

Seit die Naturwissenschaften gemäß ihrem empirischen Selbstverständnis nur für wahr halten, was man sehen und hören und messen kann, fehlt das Verständnis für den unermesslichen geistigen Plan, der aller Naturerscheinung zu Grunde liegt. So musste das Bild, das sich der Mensch vom Menschen machte, im Lauf der Zeit zwangsläufig degenerieren. Um seine seelische und geistige Wirklichkeit reduziert, bleibt vom Menschen tatsächlich nur ein quantitativ vom Tier unterscheidbares Tier. Hinsichtlich der Wissensorganisation der Schwarmintelligenz ist beispielsweise ein Ameisenstaat oder ein Bienenvolk dem menschlichen Wissen sogar in mancher Hinsicht weit überlegen. Überhaupt weiß kein Mensch, was Tiere mit ihren oft sehr viel sensitiveren Sinnen über das Leben wissen.

 

Kreationisten vs. Evolutions-Theorie

Im Gegensatz zu den Naturwissenschaften identifizieren die Geisteswissenschaften aber eine selbstbestimmte Individualität des Menschen, die ihn nicht nur hinsichtlich der Geistbegabung und Sprache, qualitativ vom instinktgelenkten Tier unterscheidet. Zwischen diesen beiden Sichtweisen des menschlichen Wesens entstand eine kaum überwindbar scheinende Kluft. Die unterschiedlichen Positionen führten insbesondere in Amerika zu einem fanatisch geführten Streit zwischen den Anhängern der Evolutionstheorie und den so genannten „Kreationisten“. Es geht dabei im Kern um die grundlegende und alles entscheidende Frage, ob der Mensch ein Produkt des Zufalls – oder ein Kind Gottes sei. Mehr als nur eine persönliche Glaubensentscheidung, ist die Beantwortung dieser Frage auch von höchster gesellschaftlicher Relevanz: von ihr hängt das Selbstverständnis des Menschen und seine zukünftige Entwicklung ab.

Zur Überbrückung des scheinbaren Widerspruchs zwischen der biologischen Natur und menschlichen Kultur kann die Universelle Harmonik wertvolle Vermittlungsdienste leisten. In der Auseinandersetzung um die evolutionstheoretische  Vorstellung von der Entstehung der Arten (Charles Darwin) und der Welten (Urknalltheorie) sieht sie keine unüberwindbaren Gegensätze zum so genannten „Kreationismus“, die nicht im Licht einer ganzheitlichen Betrachtung zu harmonisieren wären. Während einerseits in der kreationistischen Sicht der „Kreator“ und die 7 Tage Seiner Schöpfung wohl zu eng verstanden werden, hat andererseits die vermeintlich aufgeklärte Beantwortung dieser existentiellen Frage eine gesellschaftliche Entwicklung zur Folge, die das Verständnis des Menschen von sich selbst und der Welt grundlegend verändert hat. Zum Besseren? Etwas von der Bescheidenheit des Sokrates, der wusste, dass er nichts wusste, täte auch den modernen Wissenschaften gut.

 

Evolutionsplan des Kreators

Es wird sich zeigen, dass beide, die „Evolutionstheorie“ und der „Kreationismus“, mit ihren sich gegenseitig ausschließenden Absolutheitsansprüchen nur mit einem Auge sehen, während sie auf dem anderen blind sind. Denn obwohl der sichselbstvergessene Mensch der Moderne hinsichtlich des quantitativen Maßes der Dinge zweifellos ungleich viel mehr weiß als die ersten Menschheitskulturen, so wussten doch diese auf eine ursprüngliche Weise viel mehr vom innerlichen Sein und der höheren Wirklichkeit des Lebens aus unmittelbarer innerer Anschauung.

Es wird ein großer Gewinn für die Menschheit sein, wenn sich die zerstrittenen Geschwister der Natur- und der Geistes-Wissenschaften endlich in der gemeinsamen Erkenntnis des geistgeordneten Kosmos` finden und ergänzen werden. Die Universelle Harmonik kann dazu beitragen, dass der Mensch eine ganzheitliche Sicht gewinnt, die den Blick auf diese Wirklichkeit freigibt.

 

Wissen versus Glauben

Im erbitterten Streit der Evolutions-Theoretiker einerseits – und der so genannten „Kreationisten“ andererseits – könnte sie als „wissenschaftliche Kreationslehre“ harmonisierend vermitteln. Denn das ganzheitliche Weltbild der Harmonik steht nicht in Konkurrenz zum Wissen der modernen Wissenschaften sondern ergänzt vielmehr die Fakten der veräußerlichten Weltsicht um die Erfahrungen der inneren Dimensionen.

 

Gläubiges Wissen

Der Mensch ist Bewohner zweier Reiche: er bewohnt das Reich der Natur und das Reich des Geistes. Während er das Reich der Natur misshandelt, ignoriert er das Reich des Geistes, das seine eigentliche Heimat ist.  Wohin geht das Bewusstsein eines Sterbenden, wenn es mit dem Körper auch dessen Hirnorgan tot zurücklässt? So wie das Traumwesen der Seele mit dem Wachbewusstsein korrespondiert, ist das Bewusstsein mit dem Gehirn verbunden – solange es den Körper gebraucht. Das Energieerhaltungsgesetz und auch die Formel Einsteins E = MC2 besagen, dass Energie zwar ihre Erscheinungsform ändert, aber nie aufhört zu sein. Warum wird daran nicht die Unsterblichkeit des ewigen Wesens erkannt? Hier – wie auch mit der Quantentheorie (Max Planck), die den Übergang des stofflichen in das geistige Sein postuliert – verlässt die Naturwissenschaft die bloß sinnliche Empirie und betritt das Reich des Geistes.

 

Wissender Glaube

Tatsächlich muss sich der Begriff „Empirie“ (= griechisch empireia: Erfahrung) keineswegs nur auf die äußerlichen Sinne des Menschen beschränken. Wenn er auch die Wahrnehmung der innerlichen Sinne einbeziehen würde, gewänne die Wissenschaft „Erfahrung“ von der menschlichen Seele und vom Wirken des Geistes – über alle Verstandesgrenzen und alle menschliche Vernunft hinaus. Hat ein Mensch auf der Erde irgendwann die Erfahrung seiner Seele und der höheren Geisteswirklichkeit gemacht? Man frage die milliarden Gläubigen der Welt! Die heiligen Bücher der Menschheitsgeschichte sind voll mit Beschreibungen übersinnlicher Erfahrungen, ohne die es auch keine menschliche Wissenschaft gäbe. Wenn im Bewusstsein eines Gläubigen das Reich des Geistes unleugbar gegenwärtig ist, so kann er dieses Wissen dennoch nur Glauben nennen, weil dieses Wort die Gewissheit der über den Verstand und die Vernunft hinausreichenden Wirklichkeit des Geistes umschreibt, die man weder sehen, hören noch messen kann. So ist der Glaube ein subjektives Wissen und die Sicherheit des sich Selbst-gewiss-Seins.

In der Auseinandersetzung, ob nur faktisches Wissen wissenschaftsrelevant, oder auch die Glaubenswirklichkeit zu berücksichtigen sei, sagte Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770-1831): „Denn was ich glaube, das weiß ich auch, dessen bin ich gewiss. In der Religion glaubt man an Gott und an die Lehren, die Seine Natur näher explizieren; aber man weiß es auch, ist dessen gewiss. Wissen heißt, etwas als Gegenstand vor seinem Bewusstsein haben und dessen gewiss sein, und genau dasselbe ist Glauben auch. (…) Der Begriff des Geistes hat seine Realität im Geiste.“ Bekanntlich setzte sich in dieser Diskussion über das, was Wissenschaft sei, zumindest in den Naturwissenschaften der menschliche Verstand gegen die Glaubensgewissheit durch.

An der neuen Devise, die Charles Darwin (1809–1882) ausgab:  „Ich glaube nur, was ich sehe“, ist die moderne Wissenschaft bis heute erblindet. Doch es gibt nicht nur eine biologische, sondern auch eine geistige Evolution. Erst durch diese gewinnen auch die Darwinschen Theorien Sinn.

Wer ist der Erfinder der kugelförmigen Welten? Welcher Wissenschaft verdankt das Leben seinen Ursprung? Tatsächlich ist der Glaube als Faktor der Intuition dem Wissen ein inspirativer Sinngeber. Ihr Zusammenwirken bei der Betrachtung der Welt, ist die Voraussetzung für das Verstehen jener Dinge, die über das Sicht-, Zähl- und Wiegbare, wie auch über die diesirdischen Grenzen des Todes hinausgehen.

Das Leben

Das Leben offenbart sich dem Verstandeswissen nur mittelbar. Es lässt sich auch nicht biochemisch analysieren. Zwar entdeckten die Naturwissenschaften erstaunliche Details über den Aufbau der körperlichen Hüllen – doch vergaßen sie darüber den Inhalt. Sie dechiffrieren die hirnorganischen Verstandesfunktionen, die die sinnlichen Informationen der Außenwelt zu verarbeiten haben. Aber eine Vorstellung von der psychisch-geistigen Innenwelt des Wesens haben sie kaum. Sonst wüsste man, dass die biochemischen Hormon-Ausschüttungen und Neuronen-Aktivitäten im Gehirn erst nach der Maßgabe des seelisch-geistigen Bewusstseins erfolgen, das über die Körperlichkeit des Wesens weit hinausreicht. Die Bewusstseinsenergie verwirklicht sich in der Materie – und nicht andersherum. Nur im ganzheitlichen Erleben kann der Mensch den letzten Sinn und das Ziel seines Daseins erfassen. Das Leben wird er erst dann verstehen, wenn er es in sich selber findet.

 

Glaubens-Gewissheit

Während das Wissen das Hinaufdenken des natürlichen Wesens zur Vernunft ist (als unterste Sprosse der Leiter des Bewusstseins), ist der Glaube eine Gabe des Gottesgeistes, der hinabwirkt in die Welt. Glaube und Wissen sind also keine Gegensätze, sondern sie bedingen einander. Deshalb ist es schade um die ganzheitliche Erkenntnis des Seins, dass das Wissen noch immer als Widerspruch zum Glauben verstanden wird. Tatsächlich braucht der Mensch nicht mehr Wissen, sondern mehr Bewusstsein. Denn das Wesen des Geistes ist es, sich im Bewusstsein Selbst zu erkennen. Das ist der Grund des Seins. Wenn der Mensch nicht mehr nur aus seinem vermeintlichen Wissen heraus denkt, sondern sich auch dem Geist im Glauben öffnet, findet er in sich „den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie Ihn nicht sieht noch Ihn kennt.“ (Joh 14,17)

„Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, gekommen ist, wird Er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn Er wird nicht aus Sich selbst reden, sondern was Er hören wird, wird Er reden, und das Kommende wird Er euch verkündigen.“ (Joh 16,13)

Während diese Herabkunft des Geistes den Gläubigen zu Gott erhebt und das Reich des Geistes in ihm Wirklichkeit werden lässt, ahnt der Mensch, der allein auf sein Verstandeswissen baut, nichts von einer höheren Wahrheit. Während der Gläubige sich dem Reich Gottes öffnet, sucht der Weltverstand die Herrschaft über die materielle Welt. Doch „Machet euch die Erde untertan“ (1 Mo 1,28)  heißt nicht, sie auszubeuten und zu zerstören, sondern ihr zu dienen. Während die Naturwissenschaftler auf die technischen Errungenschaften des gewachsenen materiellen Wohlstandes verweisen, fragen die Schöpfungsgläubigen: „Hat dies den Menschen wirklich reicher gemacht?!“. Im Unterschied zum Ungläubigen darf der Gläubige jedenfalls die Gewissheit haben, das alles was ihm geschieht, letztlich zu seinem Besten dient. Wie sagte Gott doch nach jenen „6 Schöpfungstagen“, als Er Sein Werk beschaute? „Siehe, alles ist sehr gut.“

 

Neuzeitlicher Turm zu Babel

Als die „aufgeklärte“ Wissenschaft Gott vom Thron verstieß, (um selber darauf Platz zu nehmen), geschah dies in der Menschheitsgeschichte nicht zum ersten Mal. Gott gleich sein zu wollen, ist das Leitmotiv des Menschengeschlechts, seit Adam und Eva damals im Paradies von jener Frucht des Baumes der Erkenntnis aßen. Bereits in Babylon trachtete man aus diesem Grund, den Turm des Wissens bis zum Himmel zu bauen.

 

Das Fundament des Gebäudes

Auf welchem Fundament steht der neuzeitliche Turm der menschlichen Wissenschaft? Wird es tragen? Geben wir uns keinen Illusionen hin: Der Turm der modernen Wissenschaften ist bereits im Fall. Die Folgen damals wie heute sind ähnlich: Die Entwicklung von immer zahlreicher werdenden separierten Fachgebieten mit eigenen, spezialisierten Fachsprachen, führte zu einer akademischen Sprachverwirrung, in der die einzelnen Fakultäten einander nicht mehr verstehen. Jede Wissenschafts-Disziplin entwickelt ihre eigene Fachsprache, die nur noch von den „Eingeweihten“ gesprochen wird. Jeder füllt in dieser modernen Sprachverwirrung die Worte mit anderen Inhalten und versteht ihre Bedeutung anders.

Anders als das lateinstämmige Wort „Uni-versität“ (sinngemäß die „Gesamtheit der Lehre“) vermuten lässt, stellt sich „die Wissenschaft“ heute als eine Ansammlung verschiedener Sichtweisen konkurrierender Schulen und Einzeldisziplinen dar, die die Einheit des Ganzen aus den Augen verloren hat. An jener Stelle beginnt das Fundament des heutigen Wissenschaftsgebäudes zu bröckeln, wo man die allem Seienden innewohnende höhere Ordnung nicht mehr erkennt. Weil das Bauwerk ausschließlich auf menschlichem Verstand gründet, der in seiner Vermessenheit einen göttlichen Plan ausschließt, ist es auf Sand gebaut. Die Folgen sind existentiell: Schließlich hält sich der Mensch, wie in der Evolutionstheorie, nicht mehr für ein „göttliches Wesen“, sondern für ein Produkt des Zufalls und einen Nachkommen der Blaualge.

 

Der Irrtum der Wissenschaft

Doch anders als es die darwinsche Evolutionstheorie der modernen Wissenschaft glauben machen will, ist die Natur kein seelenloser genetischer Zufallsgenerator, der in einem Prozess natürlicher Zuchtauslese jene am meisten begünstigt, die am rücksichtslosesten ihre egoistische Gier durchsetzen. In diesem weltanschaulichem Irrtum liegt, mehr als in dem Symptom der CO2 -Zunahme in der Atmosphäre, der wirkliche Grund für die bevorstehenden Katastrophen der Welt des 21. Jahrhunderts.

Der moderne Turm zu Babel muss erschüttert werden und fallen, damit der Mensch erkennt, dass sein Verstand begrenzt ist. Mag er noch so viel Wissen anhäufen, solange er hinter der äußeren Schale der Dinge nicht die innere geistige Wirklichkeit Gottes erkennt, wird er bei allem Wissen nicht weise werden.      „Denn Sein unsichtbares Wesen, sowohl Seine ewige Kraft als auch Seine Göttlichkeit, wird seit Erschaffung der Welt in dem Gemachten wahrgenommen und geschaut, damit sie ohne Entschuldigung seien; weil sie Gott kannten, Ihn aber weder als Gott verherrlichten noch Ihm Dank darbrachten, sondern in ihren Überlegungen in Torheit verfielen und ihr unverständiges Herz verfinstert wurde. Indem sie sich für Weise ausgaben, sind sie zu Narren geworden und haben die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes verwandelt in das Gleichnis eines Bildes vom vergänglichen Menschen.“ (Röm 1,20)

Die moderne Wissenschaft kann das Wunder des Lebens nur vage in seinen physiologischen Auswirkungen erklären. Es wird angenommen, dass sich die Elemente Wasserstoff, Kohlenstoff, Sauerstoff, Natrium und Schwefel zufällig zu Proteinen, den Grundbausteinen allen Lebens, zusammengefunden hätten. Die Augen mit Gerät zu tausendfacher Vergrößerung bewaffnet, werden im Labor Moleküle der DNS-Struktur, dem Bauplan des biologischen Lebens, untersucht. Die Basennukleotide T, C, G und A verbinden sich in unterschiedlichen Kombinationen zu Sprossen an den zwei ineinander gewundenen Spiralen, die, unter dem Elektronen-Mikroskop betrachtet, wie eine in sich gedrehte Strickleiter aussehen. Soviel weiß man, dass sie sich unter diesen und jenen Bedingungen bei diesem oder jenem Lebewesen so oder so kombinieren.

Man meint zu sehen und ist doch blind für den großen Plan, der hinter dem vermeintlichen Zufall des Lebens steht, der ein Lebewesen so erschaffen hat, wie es zum gegenwärtigen Zeitpunkt seiner Entwicklung gerade ist: nicht nur als Teil einer wunderbar ineinandergreifenden Biosphäre, sondern auch als Seelenwesen und Träger des Lebens. Die Kreativität des Lebens, die nicht nur in biochemischen Prozessen wirkt, sondern sich auch in vollkommener Rhythmik und Harmonik darstellt, reicht über das Wunder des Aufblühens zur Reife bis zum Sterbeprozess der natürlichen Körper hinaus – in die Ewigkeit der seelischen Innenwelt und dem geistigen Reich des Seins. Dass dem Menschen des 21. Jahrhunderts seine Seele und sein Geist bislang weitgehend unerkannt geblieben sind, liegt daran, dass er sich von seinem materialistischen Weltbild und seiner Körperlichkeit beherrschen lässt.

 

Kreativität des Lebens

Die meisten modernen Menschen sind sich selbst soweit entfremdet, dass sie nicht mehr erkennen, dass ihre körperliche Beschaffenheit nur das äußere Spiegelbild ihrer inneren Wirklichkeit ist. Weil sie ihre Seele nicht sehen, kommt sie in ihrer `naturwissenschaftlichen´ Betrachtung nicht vor. Sie verkennen, dass der Einbeziehung der Intuition des Herzens in die verstandesgemäße Wahrnehmung, die äußerliche (bloß quantitative) Bewertungsskala des Verstandes, um die Erkenntnis der inneren (qualitativen) Wertmaßstäbe unendlich erweitern würde. Das „Herzdenken“ bereicherte das veräußerlichte Verstandesdenken um die innerliche Dimension. Dem Herzdenken folgte dann das „Herztun“. Doch: „… ihr Herz ist verstockt, und mit den Ohren hören sie schwer, und ihre Augen haben sie verschlossen, dass sie nicht etwa mit den Augen sehen und mit den Ohren hören und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren und Ich sie heile.“ (Mt 13,15)

Nie zuvor in der Menschheitsgeschichte hat der Mensch mehr zu wissen geglaubt als heute – und dabei in Wirklichkeit nie weniger über sein inneres Wesen gewusst. Mit der Frage nach dem „Woher?“ ging auch die Antwort nach dem „Wohin?“ verloren. Man fragt nicht mehr nach dem Grund und Ziel des Lebens. Weil der Mensch sein ewiges Wesen vergaß, lässt er nichts unversucht, die Vergänglichkeit seines Körpers hinauszuzögern.

Wenngleich man in der Gentechnologie eifrig darum bemüht ist, es dem Schöpfergott gleich zu tun – und vermeintlich sogar noch besser, ist es dem Menschen allerdings bis heute nicht gelungen, etwas Lebendiges zu erschaffen. Im Gegenteil: Manch ein Gentechniker versteigt sich im falsch verstandenen Dienst an der Wissenschaft zu fatalen Experimenten: Zucht und Tötung von Embryonen zur Gewinnung von Stammzellen, Clonen von Lebewesen und genetische Kreuzungen von Mensch und Tier zu Chimären.

Wahn moderner Wissenschaft

Die Folgen eines Gelingens der alchimistischen Experimente des menschlichen Zauberlehrlings und seiner „Frankenstein`schen Baupläne“ die da mit größter Energie und mit Unsummen des globalen Sozialprodukts vorangetrieben werden, um beispielsweise Maschinen-Menschen, Mensch-Maschinen oder Tiermenschen zu erschaffen, wäre ein Horror für das Leben auf Erden. Die Magie, mit der die modernen Zauberlehrlinge in die unverstandene Ordnung des Lebens eingreifen, übersteigt ihr Latein. Mit all ihrer Technik zur Überwindung von Krankheit und Tod beschwören sie in ihren Laboren nur neue Krankheiten herauf, die nicht nur den Körper, sondern das ganze Wesen befallen.

In der verhängnisvollen Allianz mit dem Materialismus sprach die moderne Wissenschaft einen magischen Zauber aus, der nicht etwa „das Gute“ und „das Wahre“ zum Ziel hat, sondern die kommerzielle Beherrschung der Welt. Chemiekonzerne lassen sich das Erbgut von Pflanzen, Tieren und Menschen patentieren. Wir gehören uns nicht mehr selbst. Pharmakonzerne enthalten millionen Aidskranken in Afrika Medikamente vor, um ihre Preise stabil zu halten. Agrarkonzerne berauben aus Gründen des Profits die Gene des Saatgutes der Fortpflanzungsfähigkeit, um die Bauern der globalen Landwirtschaft in Abhängigkeit zu bringen (- ganz nebenbei wird dadurch auch die jahrtausendelang gepflegte Artenvielfalt an Kulturpflanzen und Nutztieren massiv dezimiert).

Chemie im Brot – Pestizide im Gemüse – Antibiotika im Fleisch; Plastikmüll in den Mägen von Fischen und auf dem Tisch; Umweltgifte aller Art in Wasser, Luft, Erde und unserem Essen; rücksichtslose Ausbeutung von Rohstoffen, Abholzung von Regenwäldern, Überfischung der Meere; Naturkatastrophen und globale Klimaüberhitzung …

Man ist im Begriff und bereit die Biosphäre des Planeten und das Seelenheil der Menschheit zu verkaufen. Vielleicht zu spät wird die Menschheit erkennen müssen, dass sie sich im Vertrauen auf das Navigationsinstrument ihrer Wissenschaft verirrt hat.  Gewusst haben wir alles. Nur glauben haben wir es nicht wollen.