Von Ufos, Riesen und gefallenen Engeln

Die Zeitalter `Jungfrau´, `Löwe´ und `Krebs´

13 160 bis  6 680  v. Chr.

 

paradies

 

Über kaum eine Zeit gibt es so viele phantastische Spekulationen wie über diese.

Eine Sage, die heutzutage den Irrtum über die Urzeit nährt, worin auch die Legenden von den Kosmonauten-Göttern gründen, ist die von `hochtechnisierten Außerirdischen´, die mit Raumschiffen aus dem All gekommen seien und durch genetische Experimente die menschliche Zivilisation gegründet hätten. Als Beweis für solche Spekulation wird folgende Stelle der Genesis angeführt:

 

„Als aber die Menschen sich zu mehren begannen auf Erden und ihnen Töchter geboren wurden, da sahen die Gottessöhne, wie schön die Töchter der Menschen waren, und nahmen sich zu Frauen, welche sie wollten. (…) Als die Gottessöhne zu den Töchtern der Menschen eingingen und sie ihnen Kinder gebaren, wurden daraus die Riesen auf Erden. Das sind die Helden der Vorzeit, die hochberühmten.“  (1 Mose 6,1)

 

 

Die „Ufos“

Hier also haben die Sagen von den `Riesen´ und mystischen Vermutungen mancher `Geschichtsforscher´ (und Drehbuch-autoren) von Tier-Mensch-Kreuzungen ihren Ursprung.

Auch die Abbildungen und Skulpturen von Tiermenschen im Alten Ägypten und in anderen Kulturen werden, in Verkennung deren symbolhafter Bedeutung als Versinnbildlichungen geistiger Entsprechungen, sensationsheischend als Indizien für die Erschaffung der menschlichen Rasse durch `Aliens´ gewertet.

Doch die Überwindung von Zeit und Raum mittels noch so hoch entwickelter Technik, d.h. Aufhebung der materiellen Begrenztheit durch Materie, ist mehr als fraglich. Denn dieses ist allein dem Geist vorbehalten. Sicher hätte eine Zivilisation mit derartigem Bewusstsein, das es erlaubte solche Zeit-, Raum- und die Begrenztheit der Materie überwindenden Fluggeräte zu bauen, dieses nicht mehr nötig, weil sie auf geistigem Wege viel schneller und bequemer durch das Universum reisen könnten. Es gibt keine Raumschiff fahrenden Götter aus dem All und die UFO-Hysterie gehört in das Reich der Verwirrung. Denn ein erleuchteter Geist bedarf keines technischen Fluggerätes.

 

 

 

Es zeugt schon von einem sehr äußerlichem, materialistischem Verständnis der Bibel, wenn Textstellen wie:Es ist ein Gott im Himmel. (Daniel 2,28) so gedeutet werden, als reisten ein Gott oder gar mehrere Götter in ihren Raumschiffen durch den sichtbaren Sternenhimmel. (Ein Irrtum, der in der deutschen Sprache, die für den `äußeren´ und den `inneren´ Himmel nur ein Wort kennt, leichter vorkommt als z.B. im Englischen, wo zwischen dem `äußeren Himmel´ = „Sky“ und dem `inneren Himmel´ = „Heaven“ unterschieden wird.) Eine der wesentlichen Unterscheidungen dieser Begriffe ist, dass der `äußere Himmel´, den die amerikanische, russische, europäische – und inzwischen auch chinesische Raumfahrt mit Satelliten, Raketen und Raumstationen zu erobern trachtet, trotz seiner dem Menschen ewig unerforschlichen Weiten, im Gegensatz zum `inneren Himmel´ endlich und vergänglich ist. Der `innere Himmel´ hingegen ist – wie die Hölle – ein geistiger Ort, den der Mensch in sich trägt. Wohin er sich nach seinem Verlassen der Außenwelt bei der Rückkehr in seine Innenwelt wenden wird, hängt nicht von seiner technologischen Entwicklung, sondern davon ab, ob er bei der diesirdischen Erprobung seines freien Willens Liebe lebte, oder nicht.

 

 

 

Nicht jedoch soll mit dieser Kritik an einer um sich greifenden UFO-Hysterie grundsätzlich die Existenz von außerirdischen Lebensformen in Frage gestellt werden. Im Gegenteil: Es ist allerdings sehr wahrscheinlich, dass der Schöpfer des Universums im weiten Raum des Alls viele Pflanzschulen zur Transformierung grober Materie in immer geistigere Formen erschaffen hat.

 

„In Meines Vaters Hause sind viele Wohnungen.“ (Jesus, Joh 14,2)

 

Tatsächlich sind wir selber „Außerirdische“ und nicht von dieser Welt. Unser Bleiben ist hier nicht für immer, denn unsere Herkunft ist von Ewigkeit und die Unendlichkeit des Alls findet Raum in unseren Herzen.

 

 

 

Die Riesen

Wer also mögen diese `Gottessöhne´, von denen Moses in der Genesis kündet, gewesen sein?  Und wann war diese `Vorzeit´?

 

 

riesen

 

 

Eine der beiden Erklärungen, die im Übrigen beide völlig ohne raumfahrende Götter und UFO`s  auskommen, beschreibt Jakob Lorber in der „Haushaltung Gottes“: Dort wird anschaulich die unterschiedliche Entwicklung einerseits der „Söhne der Höhe“, die als die unmittelbaren Nachkommen Adams und Evas im Einklang mit Gott verblieben waren, und andererseits der zunehmend degenerierten Menschheit des Hanochitischen Weltreiches geschildert.

Nun hätten diese `Gottessöhne´, die bis dahin in der Ordnung Gottes verblieben wären und wegen ihres unverbildeten Erbgutes bei bester Gesundheit sagenhaft alt wurden (wie die Genealogie der Bibel und die Mythen der Völker berichten), die Höhe der Gebirgsregion, die sie bewohnten, verlassen um sich mit den hanochitischen Töchtern auf die beschriebene Art zu vermischen, was zugleich den Niedergang der Ersten Hochkultur vorbereitet und die Sintflut eingeleitet habe.

Eine andere Deutung, die jedoch die vorgenannte nicht ausschließen muss, ist im (äthiopischen) „Buch Henoch“ zu finden:

 

 

Die gefallenen Engel

Im `Äthiopischen Henochbuch´ beschreibt Henoch den Fall von 200 Engeln, die mit Menschentöchtern die Riesen gezeugt hätten. Er wurde zum Vermittler zwischen Gott und diesen 200 gefallenen Engeln, deren oberster Anführer der Engel Semjasa gewesen sei.

 

„Sie lehrten sie Zaubermittel, Beschwörungsformeln und das Schneiden von Wurzeln und offenbarten ihnen die Pflanzen. Sie wurden aber schwanger und gebaren 3000 Ellen lange Riesen, die den Erwerb der Menschen aufzehrten. Als aber die Menschen ihnen nichts mehr gewähren konnten, wandten sich die Riesen gegen sie und fraßen sie auf, und die Menschen begannen sich an den Vögeln, Tieren, Reptilien und Fischen zu versündigen, das Fleisch voneinander aufzufressen, und tranken das Blut. Da klagte die Erde über die Ungerechten.“    Henoch 12,1

 

 

 

„Da erhob ich, Henoch, mich, indem ich den Herrn der Erhabenheit und den König der Welt pries. Siehe, da riefen die Wächter des großen Heiligen mich, Henoch, den Schreiber und sagten zu mir: `Henoch, du Schreiber der Gerechtigkeit, geh, verkünde den Wächtern des Himmels, die den hohen Himmel, die heilige ewige Stätte verlassen, mit den Weibern sich verdorben, wie die Menschenkinder tun, und in großes Verderben auf der Erde gestürzt haben:“   Henoch 15,3

„Obwohl ihr heilig und ewig lebende Geister waret, habt ihr durch das Blut der Weiber euch befleckt, mit dem Blute des Fleisches Kinder gezeugt, nach dem Blute der Menschen begehrt und Fleisch und Blut hervorgebracht, wie jene tun, die sterblich und vergänglich sind. Ihr aber seid zuvor ewig lebende Geister gewesen, die alle Geschlechter der Welt hindurch unsterblich sein sollten. Darum habe Ich für euch keine Weiber geschaffen, denn die Geister des Himmels hatten im Himmel ihre Wohnung.“    Henoch 16,4

 

 

 

Henoch hat als der Gottesbote den gefallenen Engeln ihren Frevel aufzuzeigen und die Strafe Gottes zu verkünden. Die gefallenen Wächter baten Henoch bei Gott um Gnade für sie zu ersuchen, dafür dass sie das Menschengeschlecht verdorben hatten. Er überbrachte ihnen die Antwort Gottes:   „Ihr werdet keinen Frieden haben!“

 

Uriel, einer der sieben Erzengel, zeigt Henoch dann den tristen Ort ihrer Verbannung im Geisterreich, wo sie den `Tag des letzten Gerichts´ zu erwarten hätten.

 

Sowohl die Beschreibung der „Gottessöhne“ in der `Haushaltung Gottes´ wie auch die im `Buch Henoch´,  datiert dieses Geschehen in die Zeit vor der Sintflut und schließt darum ein (geistiges) Menschheitsgeschlecht noch vor Adam und Eva aus, weshalb die Behauptungen einer solchen Existenz spekulativ sind.

 

Ob es also vor der Adamitischen Hochkultur, die fast vollständig (bis auf Städte wie Jericho und Çatalhöyük, megalithischer Bauwerke und der Sphinx, die nach Erkenntnis unorthodoxer Geschichtsforscher aus dem Löwezeitalter stammen -)  von der „Sündflut“ fortgespült wurde, eine frühere (geistige) Menschenkultur gab, ist somit mehr als fraglich.

 

 

Andreas Klinksiek

 

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