Das Ganzheitliche Weltbild

Die Universelle Harmonik bewahrte durch die Wirren der Zeiten die Ganzheitlichkeit als Lehre vom Einklang des Vielklangs – und vom Vielklang des Einklangs.

Als Ergänzung von Musik, Mathematik, Geometrie, Physik und Sternenweisheit ist sie die getreueste Überlieferung der einstmals ungeteilten Weisheit.

Das Wenige, was man heute noch über die Harmonik weiß, ist die Resterinnerung an das ganzheitliche Weltbild eines lange vergangenen „Goldenen Zeitalters“ des menschlichen Bewusstseins. Grund genug also, den Spuren dieses vergessenen Weltbildes zu folgen. Sie führen zu den Anfängen der Menschheitsgeschichte, als noch nicht äußerliche Information, sondern vielmehr innere Anschauung die Quelle umso tiefschürfenderer Erkenntnis war, die auch heute noch Jeder in sich selbst finden und erleben kann.

Die Erforschung der Universalität der harmonikalen Gesetze wird neue Perspektiven eröffnen und die Erinnerung an den fast vergessenen „Sinn des Lebens“ wecken.

Die Harmonik ist also keine neue Lehre, sondern im Gegenteil uraltes Geistwissen der Menschheit, das erst im Zuge der Verweltlichung und Gottentfremdung durch die Aufklärung und Industrialisierung fast vollends aus der Erinnerung gelöscht wurde. Denn in den letzten 250 „aufgeklärten“ Jahren hatten die Wissenschaften der materialistischen Welteroberung zu dienen, worüber man, mit gesellschaftlich und ökologisch unabsehbaren Folgen, die Existenz der höheren Ordnung vergaß. So ist es denn kein Wunder, wenn der Mensch mit sich selber und Gott nicht im Einklang ist, dass die Natur und seine Welt zunehmend in Missklang gerät.

Die Erinnerung an die harmonikale menschliche Seele wird wesentlich zu einer persönlichen und gesellschaftlichen Neuorientierung beitragen.

Der Riss zwischen den scheinbar unvereinbaren Natur- und Geisteswissenschaften lässt sich in der Frage zusammen fassen, ob es einen göttlichen Ursprung allen Seins gibt, oder nicht.

Weil die nuancierte Feinabstimmung jedes einzelnen Teilchens im Mikro- und Makrokosmos ein „zufälliges Entstandensein“ der kosmischen Ordnung und des Lebens ausschließt, ist das gezielte Wirken eines allwaltenden Geistes als Voraussetzung allen Seins anzunehmen.

Dieser göttliche Geist schenkte dem Menschen dereinst mit der Geistbegabung seiner Sprache auch das intuitive Wissen um die harmonikale Beschaffenheit des Universums und das Bewusstsein der höheren Wirklichkeit des Lebens, bevor dieses ganzheitliche Urwissen in den Jahrtausenden mehr und mehr verloren ging.

Noch heute ist in den Sprachen und Zahlensystemen der Kulturen das ursprüngliche Wissen vom innerlichen Sein – wenn auch dem veräußerlichten Verstand verborgen – relikthaft erhalten. Die Rückerinnerung an den qualitativen Wert der Zahlen und Buchstaben der einstigen Ursprache, ist ein besonderes Forschungsfeld der Akademie der Harmonik. Die Deutung enthüllt den vergessen geglaubten inneren Sinn und verbindet mit der einstigen geistigen Wortkraft.

Jeder von uns ist mit der „0“ (dem Urgrund der göttlichen Liebe) und der „1“ (dem Schöpfergott) als „2“ (das Kind Gottes) in der Kraft der „3“ (dem göttlichen Geist) innig verbunden.

Hans Kayser (1891-1964) widmete sich der Erforschung der interdisziplinären Harmonik. Er war bemüht die Harmonik als Erinnerung an die einstige Ganzheitlichkeit der Wissenschaft aus ihrem „Dornröschenschlaf“ zu wecken und wendete sich gegen die immer weiter voran schreitende Spezialisierung der Wissenschaften.

Kayser folgte Pythagoras Spuren und denen Johannes Keplers. Er spürte mit erstaunlichen Ergebnissen den ganzzahligen Proportionen des Monochords im Aufbau von Pflanzen und Kristallen nach. Aus allen Bereichen der Natur und des Mikrokosmos der Atome und Moleküle klangen ihm die Zahlenverhältnisse der musikalischen Intervalle.

Tatsächlich bestätigen neueste Ergebnisse der Forschung auf überraschende Weise die These vom „Klang in allen Dingen“. Immer weiter öffnen sich die bisher verschlossenen Ohren den bislang unerhörten Klängen der kosmischen Sphären und den Schwingungen des Mikrokosmos.

Es war wohl Kayser, der Hermann Hesse im „Glasperlenspiel“ als der namenlose Musikwissenschaftler Pate stand – und auch Joachim Ernst Behrendt maßgeblich zu seinem Werk „Nada Brahma – Die Welt ist Klang“ inspirierte.

Kaysers Werke „Akróasis“ (griechisch= die Anhörung) und „Bevor die Engel sangen“ (eine Zeile aus Dantes „Göttlicher Komödie“) sind Annäherungen an das vergessene Wissen vom Klang der Sphären.

Wir können und dürfen auch sagen:

es gibt eine lichte Welt nicht nur im Menschen.

Hört die Intervalle und Akkorde –

und es wird eine große Ruhe über euch kommen,

eine Ahnung von einer Sphärenmusik

wird in eurer Seele aufleuchten, die von Gott ist,

zu Gott führt und die ihr die Gnade habt,

zu hören und zu erkennen.“

(Hans Kayser)

Im geometrisch-mathematisch-schwingungsenergetischen Aufbau der inneren und äußeren Universen – sowie in den besonderen Eigenarten der menschlichen Kulturen und der Musik und Kunst der Völker sowie in den Symbolen und Zahlen ihrer Sprachen – entdecken wir die harmonikalen Gesetzmäßigkeiten. Durch sie setzte der göttliche Geist den spirituellen Werdeprozess des Menschen involutiv in Gang, um ihn schließlich evolutionär zur Erinnerung seiner göttlichen Vollkommenheit zu führen.

Unser Gewissen weiß und fühlt es genau: Gott ist gegenwärtig. Seine Tür ist immer geöffnet für uns.

Nicht in Büchern oder den Beschreibungen Anderer finden wir Ihn, sondern als die Liebe und das Leben im eigenen Herzen.

Er wartet, dass wir die Illusion der Trennung von Ihm (und voneinander) im unmittelbaren Erleben und Erkennen überwinden, dass wir unteilbar Eins sind.

„Das Reich Gottes ist inwendig in euch

und überall um dich herum;

Nicht in Gebäuden aus Holz und Stein.

Spalte ein Stück Holz und Ich bin da.

Hebe einen Stein auf und du wirst Mich finden.“

(Thomas Evangelium)

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