Mit dem Beginn der Perserherrschaft (540 v. Chr.) wurde das Hebräische als Umgangssprache im jüdischen Volk vom Aramäischen allmählich verdrängt, das zur Zeit Jesu die Volkssprache in Palästina, und somit auch die Muttersprache Jesu war. Dies mag ein weiterer Punkt der Argumentation für die Nähe des Aramäischen zur Ursprache sein:

 

Jesus sprach aramäisch.

 

Die Annahme, dass der Geist des Schöpfers Adams und Evas, („Der Vater und ich sind Eins.“) der sie mit der Ursprache begabte, auch nach Seiner Menschwerdung in der möglichst ursprünglichsten Sprache gesprochen haben wird, liegt nahe.

(Wenn auch als sicher angenommen werden darf, dass Er alle Sprachen – und insbesondere die des Herzens – versteht.)

 

Jesus sprach „galiläisch-aramäisch“; jenen Dialekt, in den man im Gottesdienst die heiligen Schriften übersetzte und in dem die aramäischen Teile des jerusalemischen Talmuds überliefert sind. Auch Matthäus schrieb sein Evangelium in dieser Sprache.

 

 

 

Vater Unser“ in Aramäisch

 

Die wahre Ursprache jedoch, die das Innerliche und Wesentliche benennt, ist und bleibt aber – als Sprache aller Sprachen – die Sprache des Herzens.

 

 

V A T E R   U N S E R

 

 

Abwûn d’bwaschmâja

 

Oh Du, atmendes Leben in allem,

Ursprung des schimmernden Klanges.

Du scheinst in uns und um uns,

selbst die Dunkelheit leuchtet,

wenn wir uns erinnern.

 

Nethkâdasch schmach

 

Hilf uns einen heiligen Atemzug zu atmen,

bei dem wir nur Dich fühlen

– und Dein Klang in uns erklinge und uns reinige.

 

Têtê malkuthach

 

Lass Deinen Rat unser Leben regieren

und unsere Absicht klären

für die gemeinsame Schöpfung.

 

Nehwê tzevjânach aikâna d’bwaschmâja af b’arha

 

Möge der brennende Wunsch Deines Herzens

Himmel und Erde vereinen durch unsere Harmonie.

 

Hawvlân lachma d’sûnkanân jaomâna

 

Gewähre uns täglich, was wir an Brot und Einsicht brauchen:

das Notwendige für den Ruf des wachsenden Lebens.

 

Waschboklân chaubên aikâna daf chnân schvoken l’chaijabên

 

Löse die Stränge der Fehler, die uns binden,

wie wir loslassen, was uns bindet an die Schuld anderer.

 

Wela tachlân l’nesjuna ela patzân min bischa

 

Lass oberflächliche Dinge uns nicht irreführen,

sondern befreie uns von dem, was uns zurückhält.

 

Metol dilachie malkutha wahaila wateschbuchta l’ahlâm almîn.

Aus Dir kommt der allwirksame Wille,

die lebendige Kraft zu handeln,

das Lied, das alles verschönert

und sich von Zeitalter zu Zeitalter erneuert.

Wahrhaftige Lebenskraft diesen Worten !

Mögen sie der Boden sein,

aus dem alle meine Handlungen erwachsen.

Besiegelt im Vertrauen und Glauben.

 

Amên

 

Amen

 

Weiterlesen:  „DIE KRAFT DES WORTES“

 

 

 

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2 Kommentare

  1. Ich habe Fragen

    *Ich möchte gerne wissen, wann dieser aramäische Vaterunser geschrieben worden war und wer hat das geschrieben.
    *Ist diesen aramäische Vaterunser ist ursprünglich galiäisches Aramäisch geschrieben? Wenn ja, kann ich den Text Vaterunser mit galiäischem Aramäisch sehen?
    Ich danke Ihnen ganz herzlich für Ihre Rückmeldung im Voraus!

    Mit freundlichen Grüßen
    Moongui Ulbrich

  2. Schwer zu sagen, wer das – und wann – aufgeschrieben hat, lieber Moogui.
    Gesprochen hat es jedenfalls Jesus.
    Es gab eine Vielzahl aramäischer Dialekte.
    Vielleicht hilft folgender Beitrag zum besseren Verständnis:
    https://www.harmonic21.org/aramaeisch-die-mutter-aller-sprachen/

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