Die Heilige Geometrie des Klanges

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Chladnische Klangfiguren

Johannes Kepler übertrug die Schwingungsverhältnisse der Intervalle, wie Pythagoras sie anhand des Monochords berechnet hatte, auf die Geometrie des Kreises und entdeckte, dass konsonante Schwingungen den Kreis in reguläre Vielecke teilen. Und tatsächlich bestätigen die Experimente des Physikers Ernst Florenz Chladni (1756-1827) Keplers Annahme einer geometrischen Gestaltwerdung des Klanges auf anschauliche Weise.

Werden Glasplatten, die mit Sand bestreut sind, mit einem Geigenbogen angestrichen, ordnet sich der Sand zu geometrischen Formen.

Chladnische Klangfiguren

Der jeweils erzeugte Klang bringt einen Kreis zum Schwingen, der sich in regelmäßige Vielecke teilt.

In seiner Schrift „Entdeckungen über die Theorie des Klanges“ beschreibt Chladni 1787 diese Sichtbarwerdung des Klanges. Je höher die Frequenz eines Tones, um so komplizierter werden die Klangfiguren.

Die kymatischen Ordnungsprinzipien des Universums

In den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts erweitert Hans Jenny (1904-1972) den Ansatz Chladnis durch die Erforschung der Schwingungsphänomene von Flüssigkeiten.

Jenny prägte den Begriff „Kymatik“ für die Forschungs-Richtung, die den Einfluss von Klang auf Materie untersucht.

Kymatische Aufnahmen

Wasser-Klangfiguren

Alexander Lauterwasser opimiert heute mittels neuer elektromagnetischer Methoden die Transformation von Klängen auf das Medium Wasser. Er überträgt nicht nur komplexe Klänge, sondern sogar ganze musikalische Werke verschiedener Komponisten in diffizile Wasserschwingung und macht sie choloriert als Fotografie und Film sichtbar.

Waren es bei Chladny die Eigenschwingung des Materials – die Form und Stärke der Metallplatten oder des Glases – die das Schwingungsverhalten der geometrischen Figuren beinflussten, ist es beim Wasser der Reinheitsgrad, die Temperatur und die Art der Einfassung, die je nach Tonhöhe, Klangfarbe und Lautstärke die Bewegungsstrukturen der Klangbilder bestimmen.

Wasserklangbilder von Alexander Lauterwasser

Die Bedeutung dieser Visualisierungen von akustischen Schwingungsresonanzen ist für das Verständnis der Entstehung der harmonikalen Strukturen in der Kosmologie- und Natur-Forschung bedeutsam. Dies Festhalten und Erstarren eines Momentes im Bild ist mehr als nur ein fixierter Augenblick einer ständigen Bewegung fortwährenden Fließens. Es macht nicht nur die spezifische Schwingungsform eines Klanges im Stoff sichtbar – entsprechend der jeweiligen physikalischen Eigenschaften des Stoffes (Masse, Größe, spezifisches Gewicht, Elastizität, Temperatur) – sondern zeigt auch ganz allgemein die Wirkung von Frequenzen auf Materie:

Das Spiel der Musik mit dem Wasser fasziniert mit seiner unerschöpflicher Fülle an komplexen geometrischen Strukturen.

Wie an diesen symmetrischen Wassergebilden anschaulich zu sehen ist, erzeugt jede Tonschwingung bestimmte Muster – und dies nicht nur in Materie (Metall, Glas…) und Flüssigkeiten, sondern unsichtbar auch in der Luft und ebenso im Äther des Alls.

Die dreidimensionalen Schwingungsmuster, in denen das Wasser vibriert, zeigen die klare geometrische Ordnung der Frequenzen eines Klanges als kosmisches Mandala.

In diesen geometrischen Mustern werden die harmonikalen Gestaltungs- und Ordnungsprinzipien des Universums sichtbar.

Die meditative Reflektion inspiriert nicht nur zum Schauen und Hören, sondern auch zum Philosophieren.

Denn diese Wirkung von Schwingung auf Materie ist nicht nur wunderschön anzusehen, sondern auch für die Erklärung der Weltwirklichkeit der „Matrix des Lebens“ bedeutungsvoll.

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