Vom Ende der Welt …

 

Das Wassermannzeitalter

 ca. 2000 bis 4150 n.Chr. (Dwapara-Yuga)

 

 

 

 

Aquarius

Es gibt sehr verschiedene Sichtweisen und Meinungen darüber, wann das neue Zeitalter genau begonnen hat, auf die hier im einzelnen nicht näher eingegangen werden soll, zumal bei einem Voranschreiten der Präzession von jährlich 0°0`50“ Bogensekunden (=1° in 71,66  Jahren) es tatsächlich nicht auf zwanzig oder dreißig Jahre ankommt. Nach der herkömmlichen astrologischen Weise, die Zeiger der großen Sternenuhr zu lesen, wird der Beginn des Fischezeitalters auf 150 v.Chr. angesetzt. Daraus ergibt sich, bei einer Dauer von 2150 Jahren eines Zeitalters (12 x 2150 = 25.800 Jahre = 1 Platonisches Weltenjahr), dass das Fischezeitalter mit dem Jahr 2000 geendet hätte. Auch nach traditioneller antiker Ansicht ist, wegen der signifikanten Konjunktion aller klassischen Planeten (Größtjahr) am 5. Mai 2000, eben dieses Datum der exakte Anfang des Wassermann-Zeitalters.

 

Aquarius

Das neue Sternbild am östlichen Horizont müsste am Morgen des Frühlingsäquinoktiums vor Sonnenaufgang das alte Sternbild, dass vormals den Frühlingsmorgen ankündigte, auf Grund der Präzession zur Gänze unter den Horizont verdrängt haben. Und wirklich hat inzwischen das Sternbild Wassermann jenes der Fische vollständig ersetzt, und kein Stern der Fische ist in der Dämmerung des Frühlingsmorgens mehr zu sehen. Auch hat sich im Westen zugleich das gegenüberliegende Sternbild des Löwen vollends über den Horizont erhoben.

Wenn hier vom 05.05.2000 als dem Beginn des Wassermannzeitalters ausgegangen wird, sei bemerkt, das es eine Vielzahl unterschiedlicher Datierungen gibt (Frater Achad: 1948; Alfons Rosenberg: 1950; Arnold Keyserling: 1962; C.G. Jung: 1997 oder 2143; Bodo Stein 2154 usw.), wodurch einmal mehr die Relativität menschlicher Zeitrechnung deutlich wird.

 

 

Zurück im Hier und Jetzt

Unsere Zeitreise ins Unterbewusstsein der Welt führte uns im Zeitraffer durch die Jahrtausende der Zeitalter – bis in die Gegenwart. Käme einer unserer Vorfahren jetzt unvermittelt aus seiner Zeit – beispielsweise vor nur 200 Jahren – hierher: Er riebe sich ungläubig die Augen und verstünde die Welt nicht mehr. In den letzten 200 Jahren hat sie sich mehr verändert als in den vergangenen zehn Jahrtausenden zuvor.

 

Wie werden sich in den kommenden 2150 Jahren des Wassermann-Zeitalters die Völker und Nationen wandeln? Wohin driftet die Welt? Wie werden sich die Äste des Stammbaumes der Menschheit weiterhin entwickeln?

Wir wissen nicht einmal, was Morgen sein wird. Insofern übersteigt die Frage nach der Zukunft der nächsten 2150 Jahre den menschlichen Erkenntnishorizont. Aber da es ja eine der erklärten Absichten dieser Reise durch die menschliche Geschichte war, aus dem Erkennen des „Woher“ auch einen Schimmer vom „Wohin“ zu erhaschen, wagen wir hier einen Blick über das ungewisse Morgen hinaus. Ungeachtet der Freiheit des Einzelnen über seinen persönlichen Lebensweg selbst zu bestimmen, (wenn auch der Rahmen der jeweiligen „kosmischen Großwetterlage der individuellen Entscheidungsfreiheit gewisse Grenzen setzt), interessiert hier vor allem die zukünftige Evolution der Menschheit und die Entwicklung der Welt. Doch bevor wir unsere Zeitmaschine nun in den Orbit der ungewissen Zukunft erheben, zunächst noch ein Blick auf den Zustand der Menschheit der Gegenwart.

 

 

Die Evolution des Bewusstseins

 

„Falls eine spirituelle Entfaltung auf der Erde die verborgene Wahrheit unserer materiellen Geburt ist, falls es sich grundsätzlich um eine Evolution des Bewusstseins handelt, die in der Natur stattfindet, dann kann der Mensch, so wie er ist, nicht die letzte Stufe dieser Evolution sein: er ist ein zu unvollkommener Ausdruck des Geistes … das Mental ist nur ein Zwischenbereich des Bewusstseins, das mentale Wesen kann nur ein Übergangswesen sein.“ (Satprem „Das Abenteuer des Bewusstseins“)

 
Im Vertrauen darauf, dass kein blinder Zufall, sondern eine Sich Selbst höchstbewusste Kraft die Entwicklung des Lebens auf dieser Erde seit zig milliarden Jahren voran treibt, scheint der bis jetzt – am Übergang vom Fische- ins Wassermannzeitalter – erreichte mentale Bewusstseinsgrad der Menschheit noch nicht der Weisheit letzter Schluss und letztendliches Ziel der göttlichen Schöpfung zu sein.

 

„Der Mensch dieser Erde ist nur eine untergeordnete, tiergebundene Art des ewigen geistigen Menschen, aber unausgesetzt, wenn auch unbewusst, mit jedem, auch dem höchsten Menschtum in innerster geistiger Verbindung, mag er sich ihrer würdig erweisen oder nicht.“ (Bô Yin Râ, „Kodizill“)

 

Die Entwicklung der Menschheit hängt davon ab, ob das Unterbewusstsein jahrtausend-langer Negativerfahrung ihr Handeln bestimmen wird – oder ob es ihr gelingt aus dem Überbewusstsein ihres höheren Wesens zu schöpfen. Werden wir uns von dem in der Vergangenheit konditionierten Massenbewusstsein lenken lassen – oder von der Inspiration unseres künftigen Seins?

 

 

Zukunftserwartungen

Jeder Mensch schafft sich mit seinen Gedanken seine eigene Welt. Ängste, Erwartungen und Vorstellungen unseres konditionierten Verstandes prägen unsere Wirklichkeit, denn unsere Gedanken sind reale Wirkkräfte. Was erwarten wir von der Zukunft? Wie stellen wir uns die Entwicklung der menschlichen Gesellschaft im globalisierten 21. Jahrhundert vor? Was wird die Zukunft dem Menschen bringen?

 

Viele versprechen sich von der Wassermannzeit die Reifung der Menschheit in eine neue Dimension des Seins. Doch noch wesentlich mehr erwarten den Untergang der Welt (zumindest jener Welt, wie wir sie kennen). Angst ist Sache des Unterbewusstseins – das Kondensat der gesammelten Menschheitskatastrophen. Vertrauen hingegen ist die transformierende Kraft des Überbewusstseins, denn für unser wahres Wesen ist – jenseits von Raum und Zeit und aller irdischen Erwartungen und Vorstellungen – immer alles gut.

Eher weltlich-politisch eingestellte Zeitgenossen beobachten die klimatische und ökologische  Entwicklung der Menschheit mit Sorge und haben Überbevölkerung, knapper werdende Rohstoffe (Öl, Trinkwasser) und Massenvernichtungswaffen vor Augen. Andere dagegen verbinden mit dem beginnenden neuen Zeitalter die Lösung aller Probleme. Gläubige des wissenschaftlichen Fortschritts rechnen mit der baldigen medizinischen Überwindung von Krankheit, Alter und Tod.

Die zeitweise Popularität des `New Age´, wo man die Euphorie des beginnenden `Neuen Zeitalters´ in zahllosen Produkten esoterischer Bücher und Musik zu vermarkten weiß, erklärt das Paradigma und die Sichtweise des vergangenen Zeitalters für nicht mehr gültig und sucht nach neuen Regeln für das `Age of Aquarius´.
Es wächst bereits jetzt in einzelnen Menschen aller Kulturkreise das Bewusstsein eines „Neuen“ Menschseins, doch die Masse der Menschheit scheint immer noch und mehr denn je einem längst überholten Denken verhaftet, das weder gesellschaftlich und politisch, noch sozial geeignet ist, mit den anstehenden Aufgaben des 21. Jahrhunderts fertig zu werden. Der Mensch der Erde, der diesen Planeten bewohnt, ist krank: er hat Krebs, denn seine Organe sind im Krieg und die Zellen seines globalen Körpers sind uneins mit sich selber. Lediglich ein spirituelles Erwachen im Licht der noch unerkannten Wahrheit könnte ihn retten, dass er in der Kraft der noch ungelebten Liebe zu seinem wahren Wesen erwacht.

 

 

Die Veräußerlichung des Bewusstseins

Der zunehmende Materialismus der heutigen Gesellschaft entfremdet den Menschen immer mehr vom Bewusstsein der kollektiven Verbundenheit des gemeinsamen Menschseins und richtet seinen Gemeinschaftssinn zunehmend auf einen konkurrenten Umgang mit dem `Nächsten´ und ein bloß verstandesgemäßes Erleben der Welt. Zwar hatte schon immer alles in der Welt zwei Seiten, doch nie zuvor klafften die Gegensätze soweit auseinander wie in der heutigen Zeit: Der größte Reichtum neben der größten Armut; die größte (materielle) Fülle neben der größten (geistigen) Leere… – alles existiert gleichzeitig und nebeneinander her.

 

Der Welthandel der globalisierten Wirtschaft dominiert die Entwicklung und trachtet nach immer subtileren Manipulations-mechanismen zur Beeinflussung der Verbraucher, denen aus allen Teilen der Welt die Produkte angeliefert werden, wenn auch das Mineralwasser aus der Quelle – oder die Milch der Kuh von nebenan viel gesünder und billiger ist als jene aus Übersee. Der Einzelne überschaut kaum die machtpolitischen Ausmaße der Energie-, Erdöl- und Pharmaindustrie, die zu Welt lenkenden Konzernen verschmolzen sind; und wenn, was könnte er ändern? Die Spielregeln werden bestimmt durch das Weltkapital, das durch die internationalen Banken Einfluss ausübt auf die weltpolitischen Strukturen bis in die privatwirtschaftlichen Verhältnisse des Einzelnen. Hinter der Bühne des politischen Weltgeschehens zieht eine kleine Gruppe der Reichsten und Mächtigsten die Fäden und lässt die Darsteller auf der Weltbühne nach ihrem Drehbuch agieren. „Business as usual“? In den Händen der `Global-Player´ ist mehr Macht konzentriert als jemals zuvor. Satellitenaugen beargen jeden Fleck des Planeten. Spysoftware und Handy-Ortung zeichnen die Bewegungen fast jeden Menschen lückenlos auf. Internetkonzerne und Geheimdienste kennen den Menschen bald besser, als er sich selbst.

 

Letztlich können die nie dagewesenen Möglichkeiten des Internets und der Television nicht darüber hinweg täuschen, dass die Qualität der transportierten Informationen in keinem Verhältnis zu ihrer Quantität steht, die in sich die Gefahr einer oberflächlichen Überflutung der Sinne birgt, die mehr vom inneren Wesen ablenkt, als zum Kern der Dinge zu führen. Was von dem, was die Medien den Massen glauben machen wollen, ist wirklich wahr?

 

Vielfach lebt der sich für selbstbestimmt haltende Mensch in einer Scheinwelt, die ihn durch Suggestion von Bedürfnissen beherrscht. Das Schicksal des Einzelnen wird entscheidend davon abhängen, ob es ihm gelingen wird zu seiner eigentlichen Berufung und zur Erfüllung seiner Lebensaufgabe zu finden, die nicht in der Anhäufung vergänglicher Güter – sondern in der Bewusstwerdung seines ewigen seelischen Wesens besteht.

Nimmt der Materialismus in dieser Weltgesellschaft (mit beschränkter Haftung) weiterhin so rasant zu, dass oft ein paar Dollars mehr gelten als ein Leben? Dann jedenfalls drohte der spirituelle Baum der Menschheit im Schatten solch geistiger Nacht bald zugrunde zu gehen, wenn nicht der große Gärtner rechtzeitig geeignete Maßnahmen zu seiner Rettung träfe. Doch in Wirklichkeit steht kaum zu befürchten, dass dieser Baum der Menschheit eingehen wird – eher vernichtet sie sich selbst (wie schon einmal zu Zeiten der Sintflut), wenn es der Schöpfer dieses Baumes denn zuließe, um so die Erde für zukünftige Pflanzungen zu erhalten. Sicher würde Er den Kern der Schöpfung in einer Neuen Arche über das Wasser hinüber oder durchs Feuer hindurch retten – oder einen ganz neuen Garten Eden pflanzen.

 

Diese Welt ist nicht vollendet, sie wird. Sie ist eine fortschreitende Eroberung
des Göttlichen durch das Göttliche für das Göttliche.“
(Sri Aurobindo, „Savitri“)

 

 

Die Verantwortung gegenüber der Schöpfung

In Abwandlungen findet sich in allen Religionen die Erkenntnis aller Gärtner und Landwirte: „Was der Mensch sät, das wird er ernten.“ Was geschehen wird, wenn es der Menschheit nicht gelingt zu einer entscheidenden Korrektur der bisherigen Weltanschauung und Lebensweise hinsichtlich einer integralen Verantwortlichkeit gegenüber der Schöpfung zu gelangen, wird sie selber zu verantworten haben.

Doch unabhängig von dem kollektiven Weg der Masse geht es für jeden einzelnen Menschen in der irdischen Lebensschule um die Reifung seiner unsterblichen Seele im Erleben des Einsseins mit Gott, sich selbst und Allem. Nicht zuletzt geht es um den Sinn des Lebens überhaupt und um die Erkenntnis des Weges, der, über alle irdischen Vorstellungen von Raum und Zeit hinaus, zur Einswerdung mit dem göttlichen Urgrund des Seins führt, von dem übereinstimmend alle Religionen und Weisheitsschulen künden.

Erst dann, wenn die Seele sich von diesem höheren Ich endlich finden lassen will, wird sie sich Irrtum und leidvolle Erfahrung auf ihrem eigenverantwortlichen Weg ersparen und die Glückseligkeit des `auf immer Geborgenseins´ in den Tiefen ihres Herzens erfahren.

 

 

Ethik

Eine Gesellschaft, in der Gesundheit, die mit allen Mitteln erreicht werden soll, nur körperlich begriffen wird, wertet zwangsläufig jeden leidenden, jeden behinderten und auch jeden alten Menschen ab, dem das gesellschaftliche Ideal von Schönheit und Gesundheit nicht erreichbar ist. Vielerorts mehren sich die Stimmen, die Euthanasie befürworten. Woher nehmen wir die Maßstäbe für lebenswertes oder -unwertes Leben? Was ist mit der Versuchstierpraxis, der Reproduktionsmedizin, dem Organhandel …? Das sind relevante Fragen menschlicher Ethik von globaler Bedeutung. Wenn die menschliche Gesellschaft nicht endlich menschlich wird, ist für die Zukunft des Wassermannzeitalters das Schlimmste zu befürchten.
Am Beispiel moderner Medizin und ihrer Zukunftsvisionen soll hier die ethische Grundlage der Wissenschaft und deren Tragfähigkeit für das 21. Jahrhundert hinterfragt werden. Ethik kommt oftmals erst ins Bewusstsein, wenn ihre Grenzen bereits überschritten sind. Ethik – „Die Lehre vom verantwortlichen Handeln innerhalb des mitmenschlichen Seins“ (Lexikon Van Oyen) ist also der Maßstab und die Messlatte für den zwischenmenschlichen Umgang.

Die letztgültige Antwort auf die Frage, was ethisch ist, ist allerdings keinem Lehrbuch zu entnehmen, sondern vielmehr die Frucht des innerlichen Reifungsprozesses eines Jeden, als die eigene moralische Begründung auf dem verantwortlichen Weg geistiger Mensch-Werdung. Für jeden einzelnen stellt sich die Frage nach seiner ganz persönlichen Ethik: Es ist meine Grundeinstellung zum Leben und Sterben, die Basis meiner Wahrnehmung und meines Handelns. Diese Sensibilität gilt es zu trainieren: zum eigenen Nutzen und zum Nutzen aller.

 

 

Rasanter Fortschritt – wohin?

Was ist von der modernen Wissenschaft im Wassermann-Zeitalter für die Menschheit zu erwarten? Wie würde die Welt aussehen, wenn sich die „genialen“ Pläne der Wissenschaftler erfüllten?

 

Die Diagnose in der heutigen Medizin ist meistens bloß auf das äußerliche Symptom gerichtet, anstatt die seelisch-geistige Ursache zu erkennen, woraus ein `pathologisches Menschenbild´ entstand, das den Menschen Selbst hinter dessen körperlichen Fehlentwicklungen nicht mehr sieht. Wird die moderne Medizin dem Menschen noch gerecht? Oder richtet sie nicht oft mehr Schaden an, als sie nützt? Die Erfolgserlebnisse medizinischen Kühngeistes hinterlassen Zweifel und in die Bewunderung der Öffentlichkeit mischen sich Ängste. Es kann einen das Gefühl beschleichen, dass der menschliche Forschergeist Grenzen überschritten haben könnte, die er besser respektiert hätte. In Anbetracht manch fragwürdiger Entwicklung der hochtechnisierten Geräte-Medizin darf – oder muss – mit berechtigtem Bangen die Frage gestellt werden: Wohin wird dieser Fortschritt führen?

Die moderne Medizin ist ein Produkt der Verdrängung menschlicher Ängste vor Leiden, Sterben und Tod. Sie ignoriert die Kraft der Krankheit und den Sinn des Todes als Seinszustände einer bewussten geistigen Entwicklung und verdrängt dadurch wesentliche Phasen seelischer und geistiger Reifung. In zunehmendem Maße führt dies zu einem ausschließlich körperlichen Menschenbild. Der Erhalt der Hülle wird als wesentlicher erachtet als die Bewusstwerdung des innewohnenden Geistes. Im Gegensatz dazu steht die höchst beglückende lebendige Erfahrung der Seele, sich als `Schwingungswesen´, das über seine Schwingungszentren in stetiger Wechselwirkung mit den umgebenden Schwingungsfeldern steht.

 

„Der Mensch wurzelt nicht auf der Erde, sondern im Herzen der Ewigkeit, im innersten Göttlichen, das in Seinem höchsten Selbstbilde `Mensch´ in Sich Selber ist.“ (Bô Yin Râ, „Hortus Conclusus“)

 

 

 

Wirtschaftlichkeit statt Ethik

Durch die Technisierung und Vermaterialisierung der Medizin (- ein zig Milliardengeschäft, das nicht davor zurückschreckt, millionen und milliarden Menschen in physische Abhängigkeit zu bringen und süchtig zu machen nach ihren oft nur sehr bedingt heilsamen petro-chemischen Substanzen) wird die Ganzheitlichkeit des Menschen und die Einheit von Körper, Seele und Geist des Profites wegen bewusst ignoriert. Das Spezialistentum, das da entstanden ist, reduziert den Menschen oft auf ein Organ und macht ihn zur menschlichen Maschine oder zum Ersatzteillager, weil die Spezialisten von den ganzheitlichen Zusammenhängen und der Seele des Menschen kaum noch eine leise Ahnung haben. Vor diesem Hintergrund werden in allen medizinischen Spezialgebieten die ungeheuersten Innovationen entwickelt, deren Motiv nicht ihr ethischer Wert oder der Nutzen für die Allgemeinheit, sondern bloß ein fragwürdiger wirtschaftlicher Nutzen ist. Einmal mehr ist die Grenze überschritten, wenn krankhafter Ehrgeiz, zu zeigen was die Medizin der Zukunft vermag, das Handeln – z.B. beim Clonen von Tieren oder Menschen – bestimmt. Dabei sind die gentechnischen Manipulationen nur Zeugnis der alten menschlichen Anmaßung von göttlicher Macht. Die gesellschaftlichen Folgen werden erst dann offensichtlich, wenn sie nicht mehr reparabel sind.

 

Internationale Pharmakonzerne streiten gerichtlich über die Patentierung von Aminosäureverbindungen der DNS, die als Träger bestimmter Erbinformationen lokalisiert wurden. Somit gehört das Erbgut eines Menschen rechtlich nicht mehr ihm (als ererbtes Gut), sondern soll das Eigentum eines `BioTec´- Konzerns sein.

Die mittelalterliche Vision der Alchimisten vom „Ewigen Leben“ erfährt in der heutigen hochtechnisierten Medizin neue Blüte. Die Vorstellung, das ewige Leben sei hier auf der Erde in der körperlichen Welt zu erlangen, steht heute vielen Gen- und Anti-Aging-Forschern als wünschenswert und bald erreichbar vor Augen. Es gibt Menschen, die sich lebendig einfrieren lassen, in dem Glauben, in 50 oder 100 Jahren sei die Medizin soweit ihre Körper zeitlos zu regenerieren. Dann wollen sie sich von dieser zukünftigen Heilkunst wiederbeleben lassen, um auf ewig – im recycelbaren Körperkleide – diesen Planeten zu bewohnen. Science Fiction? Tatsächlich spuken solche Gedanken in den Köpfen vieler – provoziert durch die rasante Entwicklung der technisierten Medizin. Ist es tatsächlich wünschenswert Krankheit und Tod von diesem Planeten zu verbannen? Sollte es der Medizin gelingen, was sie in der zweiten Hälfte des 21.Jahrhundert erreicht haben will: den Körper durch Organtransplantation, Chipimplantation und allerlei chemischer Raffinesse – wenn schon nicht ewig – so doch hunderte von Jahren lebend zu erhalten, wäre dies für die Menschheit wohl eher ein Fluch als ein Segen.

Diese Utopie ist eine futuristische Horrorvision: Wer werden die Mächtigen sein, die darüber zu entscheiden haben, wer sterben muss oder leben darf?! Was wäre der Preis? Kindern bliebe auf ewig der Zugang ins Leben verwehrt, weil die Erde einem voll recyclebaren `Kunstherzmenschen´ vorbehalten bliebe, denn sicher müsste in diesem “Retorten-Paradies” totale Geburtenkontrolle herrschen – und bald, wenn die Erde verteilt wäre, zweifellos jede Geburt verhindert werden.

 

 

 

 

Das Paradoxum der Pharmakonzerne

Mit den Lobbys dieser profitorientierten Pharma-Konzerne verhält es sich ähnlich, wie mit denen der Erdöl-Industrie, die über viele Jahrzehnte ökologisch umweltfreundliche Technologien erfolgreich zu verhindern wussten. (Siehe zum Beispiel Viktor Schauberger oder Nicola Tesla…)

Die Gesundheit der Menschen ist nur vorgeblich ihr Bestreben: Die Zynik des Systems bewirkt jedoch vielmehr das Interesse der Pharmakonzerne, dass möglichst viele Menschen krank sind, denn an Gesunden verdienen sie nichts. Eine immer leistungsfähigere Medizin mit immer differenzierteren Diagnose- und Therapiemöglichkeiten erzeugt immer mehr Kranke, analog zu dem Phänomen, dass der Verkehr proportional mit dem Bau von Straßen wächst.

 

 

pharma

 

Die Expansion der Pharmakonzerne ist ein alarmierendes Zeichen, das auf eine kränker werdende Gesellschaft hinweist. Schon jetzt brechen die sozialen Gesundheitssysteme und Staatshaushalte in überalternden Gesellschaften zusammen, die am Tropf der globalen Pharmakonzerne hängen, deren Aktien mit dem Sinken der Volksgesundheit steigen. Wir leben weder in einem Patriarchat – noch in einem Matriarchat – sondern in einem „Petroarchat“, das die Welt mit seinen Erdöl- und Pharmakonzernen regiert.

 

 

2 Klassen-Gesundheitssystem

Die moderne Medizin ist ein gigantisches Wirtschafts-Unternehmen, dessen Produkt Gesundheit (oder was man dafür hält) an jene verkauft wird, die es bezahlen können. Einerseits werden für einzelne Menschen immense Kosten in der Intensivmedizin eingesetzt, während andererseits keine Mittel da sind, um in medizinischen Entwicklungsgebieten (für das gleiche Geld) hunderttausenden von Menschen auch nur eine Grundversorgung zu ermöglichen.

Eine Folge der Problematik wirtschaftlicher statt ethischer Ausrichtung der Medizin ist also die damit verbundene Spaltung der Gesellschaft in arm und reich: fast automatisch und zwangsläufig ist die Entwicklung zu einem `Zwei-Klassen-Gesundheitssystem´, das nur reichen Organ- Empfängern ermöglicht, die `Segnungen der modernen Medizin´ zu empfangen, während sich andererseits schon heute mancher Organspender aus Armut genötigt sieht, zum Beispiel seine zweite Niere zu verkaufen. (Von anderen, schon jetzt in der sogenannten `Dritten Welt´ üblich gewordenen kriminellen Beschaffungspraktiken ganz abgesehen).

Die Entwicklung scheint jedenfalls vorgezeichnet, dass sich nur Reiche die erfrischenden, `lebensnotwendigen Ersatzteile´ leisten können werden. Eine kleine, unsterbliche “Herrenrasse” inmitten unsagbaren Elends einer bevölkerungsexplodierten, versklavten Masse? Oder geclonte menschliche Ersatzteillager?

In jedem Fall wird der Mensch der Möglichkeit innerer Reifung beraubt und in dem Prozess seiner geistigen Menschwerdung behindert.

 

„Sind wir in unserer Lebensweise unbewusst, sind wir damit in jeder Weise unbewusst. Der Tod ist dann tatsächlich ein Tod und der Schlaf eine Betäubung.“ (Satprem, „Das Abenteuer des Bewusstseins“)

 
Tatsächlich ist die Prognose radikal steigender Demenz und stetig wachsenden Pflegebedarfes in der Gesellschaft nur eine Folge der Wirtschaftspolitik der profitgesteuerten pharmazeutischen Konzerne, die eine gesellschaftliche Verdrängung des seelischen Wesens der Menschen forcieren. Diese Gesellschaftsentwicklung, die in der jüngsten Vergangenheit alles dafür tat, den Menschen sich selbst zu entfremden, profitiert von der Demenz und dem Pflegebedarf – deshalb erzeugt sie diese Entfremdung des Menschen von seinem seelischen und geistigen Wesen. In Wirklichkeit bräuchte es weder Altenheime noch Heerscharen von unterbezahltem Pflegepersonal zu geben, wenn – statt nur die körperlichen Symptome – die seelisch-geistigen Ursachen gesehen und behandelt würden.

 

Würde die Gesellschaft erkennen, das – weil in dieser Welt, in der alles zwei Pole hat – es nur ein bestimmtes Maß an Gesundheit geben kann, weil es auch ein bestimmtes Maß an Krankheit in dieser Welt gibt, würde sie ihre Kranken, Schwachen und Leidenden auf Händen tragen.

Einziger Trost ist die ausgleichende Gerechtigkeit der Liebe Gottes, die Jenen, die aufgrund ihrer wirtschaftlichen Lage durch das Sieb der kostenpflichtigen Chemomedizin fallen, den Bewusst-Werdungsprozess erfahren dürfen, wegen dem ihre Seele ihnen ihre Krankheit schickte – und denen mangels Finanzierbarkeit nichts als das Vertrauen in die Liebe Gottes bleibt.

 

 

 

Relativität des Altwerdens

Es geht nicht darum möglichst lange zu leben, sondern möglichst sinnvoll und gut. Wenn der Mensch durch eine Krankheit auf sich selbst zurückgeworfen wird, geschieht dies in der Regel durch die weise Wegführung seines höheren Selbstes, um einen Prozess der Besinnung in Gang zu setzen, damit die Seele des Menschen aufhört sich fälschlicherweise für ihr Kleid zu halten.

Oft beginnt der Mensch erst durch die Auseinandersetzung mit Krankheit und dem Sterben zu erkennen, dass der verdrängte Tod untrennbar mit dem Leben verbunden ist. Der Tod ist eine unerlässliche Voraussetzung für die Metamorphose einer Raupe zum Schmetterling; oder der Verwandlung einer Libellenlarve, die im Tümpel einen Schilfhalm empor klettert, um sich – von den trauernden Hinterbliebenen nicht mehr gesehen – als Libelle in die Lüfte zu erheben.

 

 

 

 

 

Positive Erwartungen an das Wassermannzeitalter

Doch keine Endzeitstimmung im frisch erstandenen `Wassermann´, der astrologisch große Chancen bergen soll zur Erlangung erhabenen Gelingens. Die modernen Menschen sind Kosmopoliten und Weltbürger. Die Medien verbinden weltweit die Kulturen; jederzeit steht für die internationale Kommunikation das weltumspannende Telefon- und Internet-Netzwerk bereit (dessen Kontrolle schon jetzt und zukünftig umso mehr ein wesentlicher Machtfaktor ist).

Nie zuvor war es möglich derart freizügig zu reisen und andere Kulturen auf diesem Planeten kennenzulernen und sie mit zunehmendem Verstehen als Teil von sich selber zu entdecken. Wenn auch jene Reisenden, die mittels ökologisch unverantwortlicher Flugzeugflotten in alle Welt transportiert werden, in den Hotelanlagen der Touristenghettos von diesen Kulturen zumeist nur allzu wenig erleben. Übersatt die äußeren Sinne der Meisten in der oberflächlichen Informationsflut, während ihre Seelen nach etwas schmachten, das von größerer Wirklichkeit ist und wahrhaft sättigt. Sie ahnen kaum, das sensitivere Wahrnehmungsorgane – ungleich lebendiger – in ihren noch unerkannten Seelen der Erweckung harren.

Doch wie gesagt, hier soll keinem Kulturpessimismus das Wort geredet werden, denn schließlich ist laut astrologischer Deutung des `Aquarius´ – Zeitalters´ die geistige Reifung der Menschheit zu erwarten: „Let the sunshine in!“ (Musical “Hair”); wenn auch vielleicht erst nach schmerzhafter Geburt?!

 

„Wir sehen eine spirituelle Revolution voraus, von der die materielle Revolution lediglich ein Schatten und Widerschein sein wird.“ (Sri Aurobindo, „The Ideal of the Karmayogin“)

 

 

 

 

 

Andreas Klinksiek

 

 

Die spirituelle Geschichte der Menschheit

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